Zinklegierung. Die Erfindung bezieht sich auf eine Zink legierung mit Gehalten an Aluminium und Kupfer und bezweckt die Schaffung einer zur Herstellung von Kaltverformungserzeug- nissen geeigneten Legierung.
Es sind seit längerer Zeit Bestrebungen im Gange, die bisher für Zwecke der Kalt formgebung üblicherweise benutzten hoch kupferhaltigen Legierungen, wie Pressmessing Ms 58 und vor allem einige Sondermessinge, durch geeignete Zinklegierungen auszutau schen. Bei diesen Versuchen hat sich jedoch herausgestellt, dass die gebräuchlichen Zink legierungen, die zum Beispiel Aluminium gehalte von zirka 4 % und Kupfergehalte von 0,9 bis 2,7 % neben geringen Mengen an Ma gnesium besitzen, für diese Zwecke wenig ge eignet sind.
Die genannten Legierungen zei gen nämlich, wenn sie nach dem Warm pressen im zweiten Verformungsgang kalt verformt werden, eine Oberfläche, die mit zahlreichen Rissen und Sprüngen versehen Der Werkstoff ist oberflächlich gerissen und geplatzt und aus diesem Grunde für eine Weiterverarbeitung unbrauchbar. Die be kannten Zinkgusslegierungen mit Gehalten an Aluminium, Kupfer und Magnesium kom men selbstverständlich nur für Gusszwecke, aber niemals zur Herstellung von Kaltver- formungserzeugnissen in Frage.
Es wurde nun gefunden, dass die Übel stände der geschilderten Art überraschender weise dann nicht auftreten, wenn ein gerin gerer Kupfergehalt gewählt wird, als dieser in den bereits erwähnten Legierungen vor handen ist. Wird eine Legierung verwendet, die einen eng begrenzten Kupfergehalt von 0,3 bis 0,6 % aufweist, so wird bei einer Kaltverformung dieser Legierung, z. B. beim Kaltschmieden, eine vollkommen glatte Schmiedefläche erhalten, die keinerlei Risse oder Sprünge zeigt.
Die Erfindung besteht demnach darin, dass die zur Herstellung von Kaltverfor- mungserzeugnissen geeignete Zinklegierung einen Gehalt von 3,8 bis 4,1 % Aluminium, 0,3 bis 0,6 % Kupfer und 0,02 bis 0,04e Magnesium besitzt, während der Legierungs rest aus Feinzink mit mindestens<B>99,99%</B> Zn besteht. Insbesondere eignet sich diese Le gierung zur Herstellung von Erzeugnissen durch Kaltschmieden.
Weitere Kaltverfor- mungsvorgänge, für welche die Legierung verwendbar ist, sind zum Beispiel: , Rollen, Hämmern, Kaliberwalzen, Kaltstauchen oder dergleichen. Durch solche Arten der Form gebung können aus der erfindungsgemässen Zinklegierung besonders vorteilhaft herge stellt werden: Nieten, gerollte Schrauben, Holzschrauben und -stifte usw.
Der Vorteil, der durch die Senkung des Kupfergehaltes auf 0,3 bis 0,6 % erzielt wird, ist ausserdem noch durch die Tatsache er staunlich, dass ein weiteres Absinken des Kupfergehaltes die eben erzielte Eigenschaft wieder verlorengehen lässt. So zeigt zum Bei spiel eine Zinklegierung, die entsprechend zu sammengesetzt ist, jedoch nur etwa 0,05 $ Kupfer enthält, dieselben Nachteile, wie dies bei Legierungen mit einem oberhalb des erfindungsgemässen Kupfergehaltes liegenden Prozentsatz an dieser Legierungskomponente der Fall ist.
Die Oberflächen von Kalt schmiedeproben einer derart niedrig mit Kup- fer legierten Zinklegierung sind wiederum mit den erwähnten Rissen und Sprüngen ver sehen. Dieselben Erscheinungen sind dann folgerichtig auch bei einer kupferfreien Le- gierung der entsprechenden Zusammensetzung zu beobachten.
Durch die Versuchsergebnisse ist bewie sen, dass es für die Herstellung von Kaltver- formungserzeugnissen aus der angegebenen Zinklegierung wesentlich ist, dass der Kupfer gehalt in den angegebenen, verhältnismässig engen Grenzen gehalten wird. Durch die Er findung wird ermöglicht, dass Kaltverfor- mungserzeugnisse der genannten Art nun mehr auch aus Zinklegierungen hergestellt werden können.