CH224293A - Wickelkondensator. - Google Patents
Wickelkondensator.Info
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01G—CAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
- H01G4/00—Fixed capacitors; Processes of their manufacture
- H01G4/32—Wound capacitors
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Description
Wickelkondensator. Die Durchschlagsfestigkeit von getränk ten Wickelkondensatoren hängt von der me chanischen Festigkeit des fertigen gonden= satorwickels ab. Wenn der Kondensator im Betrieb grösseren Temperaturen ausgesetzt ist, so wird bei Verwendung hochwertiger Tränkmittel, z. B. Vaseline, das Tränkmittel weich und irgendwelche durch den Her stellungsprozess im Kondensatorkörper ent standene Spannungen gleichen sich derart aus, dass die einzelnen Windungen des Wickels sieh gegeneinander verschieben, oder dass der Kondensator "aufblättert".
Zur Verhinderung des Aufblätterns setzt man im allgemeinen die Kondensatoren unter einen äussern Druck, indem man sie beispiels weise zwischen Platten aus Blech oder sonsti gen festen Werkstoffen verspannt. Die Kon densatoren werden mit diesen Verspannungen vielfach schon vor dem Tränken in ihre Ge häuse eingebaut, im Gehäuse getränkt und dieses darauf verlötet. Diese Spannvorrichtungen nehmen ver hältnismässig viel Platz weg: Ausserdem sind sie teuer, was bei einem Massenartikel, wie es Wickelkondensatoren sind, ein beträchtlicher Nachteil ist.
Die Erfindung schlägt daher einen Kon densator vor, der ohne diese zusätzliche Ver- spannungsmittel ausgeführt werden kann, ohne dass er während des Betriebes der Ge fahr des Aufblätterns oder der Verschiebung einzelner Windungen gegeneinander ausge setzt ist. Die Erfindung besteht darin, dass mindestens eine Anzahl der Windungen des Kondensators durch einen Kleblack mitein ander verklebt werden.
Am einfachsten ge schieht dies dadurch, dass mit Kleblack ver- sehenes Papier als Dielektrikum verwendet wird. Beispielsweise können sämtliche zum Aufbau des Wickels verwendeten Papier bänder auf beiden Seiten mit einer Schicht Kleblack versehen werden. Nach dem Wickeln braucht der Kondensator dann nur auf eine gewisse Temperatur erwärmt zu werden (es genügt dazu die übliche Tränk- temperatur von etwa 120' C,) dann verkle ben die einzelnen Windungen des Kondensa tors fest miteinander.
Man kann ihn dann an schliessend noch besonders tränken, oder das Verkleben durch die während der Tränkung sowieso notwendige Temperaturerhöhung ein treten lassen. Ein Aufblättern oder eine Ver schiebung einzelner Lagen gegeneinander ist damit völlig unmöglich geworden.
Zweckmässig wind, man jedoch nur eine Seite jedes Papierbandes mit Kleblack ver- eehenl, wenn die Papierbänder auf ihrer ganzen Länge behandelt werden.
Solche Kondensato- ren können dann ohne weiteres in der bisheri gen Art und Weise getränkt werden und durch denn Kleblack wird trotzdem erreicht,
dass ein Auäblättern unmöglich ist. Eine Ver- beaserung der Tränkung kann man erreichen, wenn man die Kleblackschicht nicht die ganze Papieroberfläche bedecken lässt, son dern das Papier nur mit Querstreifen aus Kleblack versieht, zwischen denen die Pa pieroberfläche unbedeckt bleibt.
U m insbesondere das Auffedern der in höherem Mass dazu neigenden äussersten Win dungen zu verhindern, kann man den Wickel anstatt die Papierbänder auf ihrer ganzen Länge mit Kleblack zu versehen, auch mit unvorbehandelten Papieren wickeln und nur über den so entstehenden aktiven Kondensa- torkörper einige Leerwindungen aus Papier wickeln, das man mit dem Kleblack ver sehen hat.
Es kann dies das einfach weiter gewickelte Kondensatorpapier sein, das dann erst von einer bestimmten Stelle ab mit Kleblack versehen ist, oder aber ein anderes Papier.
An Stelle der Leerwindungen aus mit Kleblack versehenem Papier kann man auch Leerwindungen aus Metallfolie verwenden, die auf dieselbe Art und Weise miteinander verklebt werden. Dies hat den Vorteil, dass um den Kondensator herum ein metallischer Mantel gelegt ist, der die Wärme besser ab leiten kann als ein Mantel aus verklebtem Papier.
Wickelt man mehrere Teilkondensatoren konzentrisch aufeinander, so kann jeder der Teilkondensatoren in der geschilderten Weise ausgeführt sein. Einfacher ist es jedoch, nur den äussern Teilkondensator ganz zu verkle ben oder nur um den äussern Teilkondensator mit Kleblack versehene Leerwindungen zu legen. Während die innern Teilkondensato ren am Aufblättern verhindert werden, wird der äusserste Teilkondensator durch die Leer windungen ebenfalls daran gehindert.
Besonders vorteilhaft ist die vorstehend beschriebene Ausführung auch für Konden- satoren, deren Belegungen aus auf das Di- elektrikum niedergeschlagenen, nichtselbstän digen, ausserordentlich dünnen Metallschich ten bestehen. Diese Metallschichten haben die Eigenschaft, bei einem Durchschlag um die Durchschlagsstelle herum so weit wegzubren nen,
dass der Kurzschluss unterbrochen wird. Der dabei entstehende Lichtbogen erhitzt an der Durchschlagsstelle sowohl das Dielektri- kum wie auch das TränkmitW, so dass Gase entstehen, die unter Umständen dem ganzen Wickel gefährlich werden können. Der Licht bogen braucht einen bestimmten Gasdruck, um zu erlöschen.
Wenn der Wickel aufge blättert ist, so sind in ihm Hohlräume ,vor handen, die durch,die bei einem Durchschlag entstehenden Gase ausgefüllt werden müssen, so dass längere Zeit vergeht, bis der zum Löschen des Lichtbogens notwendige Druck erreicht ist.
Tier Lichtbogen brennt also länger und es entstehen grössere Gasmengen, d. h. die im Kondensator stattfindende Ener gieumsetzung wird grösser. Bei grossen Ener gieumsetzungen aber wird das Dielektrikum des Kondensators mechanisch zerstört: das Papier reisst auf, die Lichtbogenlänge wird dadurch verkürzt, das Weiterbrennen -des Lichtbogens begünstigt und so fort.
Ein sol cher Wickel kann trotz der dünnen, bei einem Durchschlag wegbrennenden Belegung unter Umständen bereits durch den ersten Durch schlag eine unzulässig hohe Leitfähigkeit er halten.
Durch die Verhinderung des Auffederns der Wickel durch Ausführung gemäss der Er- findun.g werden diese Gefahren alle ausge schaltet. Die Windungen liegen dicht auf einander, die Gasräume sind klein, der not wendige Gasdruck wird also schnell erreicht und der Lichtbogen erlischt.
Die Klebkraft des Lackes kann durch Auswahl geeigneter Weichmacher und durch Bemessung ihrer Menge eingestellt werden. Besonders hat sich ein Nitrozelluloselack mit 50 oder mehr Prozent Diphenylphthalat- zusatz bewährt. Auch andere Kunstharz lacke, z. B. Styrollack, ergeben gute Ergeb nisse.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Wickelkondensator, dadurch gekennzeich net, dass mindestens eine Anzahl der Win dungen durch einen Kleblack miteinander verklebt sind. UNTERANSPRtTCHE: 1. Wickelkondensator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einander verklebten Windungen längs ein zelnen Querstreifen aus Kleblack miteinan der verklebt sind. 2. Wickelkondensator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass über dem aktiven Teil .des Kondensators weiter gewickelte, aus dem Kondensatorpapier be stehende und mit Kleblack versehene Leer windungen angeordnet sind. 3.Wickelkondensator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass über dem aktiven Teil des Kondensators aus mit Kleblack versehenen Metallfolien bestehende Leerwindungen angeordnet sind. 4. Wickelkondensator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass seine Belegungen aus auf .das Dielektrikum nieder geschlagenen, nichtselbständigen und bei Durchschlägen um die Durchschlagsstelle herum wegbrennenden Metallschichten be stehen. 5. Wickelkondensator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem zum Verkleben der Windungen verwendeten Lack Weichmacher zugesetzt sind.6. Wickelkondensator nach Unteran spruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Kleblack ein Nitrozelluloselack mit Zusatz von Diphenylphthalat verwendet ist. 7. Wickelkondensator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Kleblack ein Kunstharzlack verwendet ist. B. Wickelkondensator nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass er aus mehreren übereinandergewickelten Teilkon densatoren besteht, wobei der äusserste Teil kondensator durch einen Kleblack miteinan der verklebte Windungen aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE224293X | 1940-08-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH224293A true CH224293A (de) | 1942-11-15 |
Family
ID=5855153
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH224293D CH224293A (de) | 1940-08-01 | 1941-07-17 | Wickelkondensator. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH224293A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3624459A1 (de) * | 1986-07-19 | 1988-01-21 | Bosch Gmbh Robert | Elektrischer kondensator |
-
1941
- 1941-07-17 CH CH224293D patent/CH224293A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3624459A1 (de) * | 1986-07-19 | 1988-01-21 | Bosch Gmbh Robert | Elektrischer kondensator |
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