<B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 217213. Zweiteiliger Knopf. Gegenstand der Erfindung ist eine Ver besserung und weitere Ausbildung des zwei teiligen Knopfes nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, bei dem die eine Knopf hälfte der beiden sich in der Verschlusslage teilweise überlappenden Knopfhälften mit einem durch Passflächen seitwärts begrenzten Schlitz und die andere mit einem starren, in diesen Schlitz eingreifenden, durch Pass- flächen seitwärts begrenzten Steg versehen ist,
wobei die ineinandergreifenden Teile bei der Knopfhälften durch Reibung der Pass- flächen zusammengehalten werden.
Gemäss der vorliegenden Zusatzerfindung sind die beiden Knopfhälften so abgesetzt, dass eine in Längsrichtung der miteinander zu verbindenden Stoffränder zu liegen be stimmte Trennfuge- entsteht, die durch den Mittelpunkt des Knopfes läuft, und dass der Schlitz und der Steg seitlich ausserhalb des Knopfmittelpunktes angebracht sind.
Bei bevorzugten Ausführungsformen sol cher Knöpfe wird es möglich, dass die Stoss- kanten der miteinander zu verbindenden Stoffbahnen bei geschlossenen Knöpfen auf einanderstossen und kein durch Stoff beson ders zu überbrückender freier Raum ver bleibt.
Demgegenüber liegen bei den im Haupt patent beschriebenen Ausführungsformen des Knopfes die sich überlappenden Teile zwi schen den Stosskanten der durch die Knöpfe miteinander zu verbindenden Stoffteile. Das hat zur Folge, dass von der einen Knopfhälfte zur andern immer ein den Abschluss zum Beispiel eines Kleidungsstückes beeinträch tigender freier Raum verbleibt.
Auf der Zeichnung ist die zusätzliche Er- findung in mehreren beispielsweisen Ausfüh rungsformen veranschaulicht, und zwar zei gen: Fig. 1 eine Knopfhälfte der einen Aus führungsform in Ansicht, Fig. 2 einen Querschnitt durch dieselbe nach Linie A -B der Fig. 1, Fig. 3 die zugehörige andere Knopfhälfte in Ansicht, Fig. 4 einen Querschnitt durch dieselbe nach Linie C-D der Fig. 3,
Fig. 5 den geschlossenen Knopf an dem Stoff befestigt in einer Draufsicht, Fig. 6 einen Querschnitt nach Linie E-F der Fig. 5, Fig. 7 ein anderes Ausführungsbeispiel des geschlossenen Knopfes in Ansicht, Fig. 8 eine Seitenansicht dieses Knopfes beim Öffnen desselben, Fig. 9 einen Querschnitt nach Linie G-H der Fig. 7, Fig. 10 ein ähnliches Ausführungsbei spiel im Querschnitt.
Es sind a und b die je aus einem ab gesetzten Plättchen bestehenden Knopfhälf ten, die auf den Rändern der Stoffbahnen e, d auf geeignete Weise befestigt sind. Die beiden Knopfhälften sind dabei so ausgebil det, dass ihre durch die Abstufung gebildete, in Längsrichtung der miteinander zu ver bindenden Stoffränder liegende Trennfuge i durch den Mittelpunkt des Knopfes läuft. Der auf der einen Knopfhälfte sitzende, seit wärts durch Passflächen begrenzte Steg f und der auf der andern Knopfhälfte sitzende, seit wärts durch Passflächen begrenzte Schlitz e, in welchen der Steg eingedrückt wird, sind dabei seitlich, ausserhalb des Knopfmittel punktes angebracht.
In dem Falle, wo die Knopfhälften an ihrer Befestigungsstelle den Rand der Stoff bahn beiderseits umfassen, sind die beiden miteinander zu verbindenden Knopfhälften a, b, wie aus den in den Fig. 1 bis 6 darge stellten Ausführungsbeispielen zu ersehen ist, wechselseitig so abgesetzt, dass die in der Verschlussstellung sich überlappenden Teile beider Knopfhälften je nur halb so dick sind als der Teil ihrer Befestigungsstelle.
Weiter hin sind die beiden Knopfhälften wechsel seitig mit je einem Steg f und je einem Schlitz e versehen, in welch letzteren der auf der einen Knopfseite vorgesehene, an sei nen Enden und Kanten angerundete und ab geschrägte Steg f beim Schliessen des Knop- fes eingedrückt und dabei ohne zusätzliche Hilfsmittel an den die Passflächen bildenden Längswänden des Schlitzes festgeklemmt wird.
Die Anordnung der Schlitze und Stege ist bei diesen Ausführungsbeispielen dabei. so getroffen, dass die untere Knopfhälfte a auf der dünneren, rechten Seite oben mit einem Steg f und die im Querschnitt dickere linke Seite dagegen mit einem Schlitz e versehen ist. Die obere Knopfhälfte b dagegen ist wechselseitig dazu auf der dünneren, linken Seite ihrer Unterfläche mit einem Steg f und auf ihrer dickeren rechten Seite auf ihrer Unterfläche mit einem dementsprechenden Schlitz e versehen. Beim Aufdrücken der einen Knopfhälfte b greifen dabei die Stege f und Schlitze e beider Knopfhälften inein ander, wobei die ineinandergreifenden Teile durch die Reibung ihrer Passflächen und durch Klemmung zusammengehalten werden.
Die Verklammerung der beiden Knopfhälf ten findet dabei auf beiden Seiten des Stoffes statt, wodurch ein besonders fester Halt der miteinander verbundenen Knopfhälften er zielt wird.
Damit nun zwischen den Stosskanten der miteinander zu verbindenden Stoffbahnen kein freier Raum verbleibt; der nachträglich überbrückt werden müsste, sind weiterhin in den Fällen, wo die Knopfhälften a, b bei am Stoff befestigtem Knopf die Stoffränder beiderseits umfassen, besitzen die Einschnitte h, in welchen die Ränder der Stoffteile e, d, eingebettet liegen; je einen Begrenzungs grund h' für die Stosskante, welcher von einem in einem kurzen Abstand seitlich vom Knopf mittelpunkt gelegenen Punkt aus beidseitig gegen die Enden der Trennfuge i am Knopf rand hin verläuft (Fig. 1 bis 6).
Die mittlere, in Längsrichtung der Stoff ränder laufende Trennfuge i beider Knopf hälften ist im Querschnitt gesehen etwas schräg, so dass an der Trennfuge beim Off nen und Schliessen des Knopfes keine Hem mung eintritt.
Die miteinander zu verbindenden Knopf hälften a und b können aber auch, wie aus den in den Fig. 7 bis 10 dargestellten Aus führungsbeispielen zu ersehen ist, so ausge bildet sein, dass sie auf nur einer Seite der Stoffbahn befestigt werden können.
In die sem Falle ist die eine Knopfhälfte b, welche den Steg f trägt, mit einer zur Hälfte vor stehenden. scheibenförmigen Erhöhung k ver sehen, die beim Schliessen des Knopfes zur Hälfte in die halbkreisförmig begrenzte Ver tiefung d der andern Knopfhälfte a eingreift, wobei der Steg f in den Schlitz e beim Auf drücken festgeklemmt wird.
In dem Falle, wo die Knopfhälften a, b nur auf der Oberseite des Stoffes c bezw: d befestigt werden, ist auf der Unterfläche der obern Knopfhälfte b eine Leiste m vorge sehen (Fig. 9 und 10), die als Anschlag für die Stosskante des Stoffes dient, damit beim Schliessen des Knopfes der Stoff nicht in die Trennfuge i des Knopfes gelangen kann.
Die Stosskante des Stoffes, an welchem die untere Knopfhälfte a sitzt, kann so weit reichen, dass die Stoffränder im geschlossenen Zustand zusammenstossen oder sich über lappen.
Da sich die beiden Knopfhälften<I>a, b</I> im geschlossenen Zustand zum grössten Teil über lappen, so dass oben und unten eine glatte Aussenfläche gebildet wird und der Knopf auch andere Formen haben kann, bei denen die Trennfuge i von oben nicht zu sehen ist, ergibt sich der weitere Vorteil solcher Aus- führungsformen, dass der zweiteilige Knopf von den allgemein gebräuchlichen, in Knopf löcher einzuknöpfenden Knöpfen, die aus einem Stück bestehen, äusserlich nicht zu unterscheiden ist.
Die Knöpfe lassen sich dicht hinterein ander am Stoff anbringen und in der ver schiedenartigsten Form herstellen, was als Verschlussmittel zum Beispiel für Damenbe kleidung bei der äussern Aufmachung von Vorteil ist.
Auch lassen sich die Knopfhälften an Bändern anbringen und diese können dann an den Rändern von Stoffbahnen der zu ver schliessenden Gegenstände befestigt werden.