CH224945A - Verfahren zum Nachbehandeln von Semi-Chromleder. - Google Patents

Verfahren zum Nachbehandeln von Semi-Chromleder.

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CH224945A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C11/00Surface finishing of leather

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Description


  Verfahren zum Nachbehandeln von     Semi-Chromleder.       Es ist bekannt, dass die     Semi-Chromleder,     die erhalten worden sind durch     Nachgerbung     von Chromleder mit vegetabilischen oder  künstlichen Gerbstoffen (wobei das Chrom  leder mit     Petrol        vorentfettet    werden kann),  den Nachteil aufweisen, eine viel geringere  Affinität zu synthetischen     Farbstoffen    zu  besitzen als die mit Chrom allein gegerbten  Leder.  



  Es wurde nun gefunden, dass die oben  erwähnten     Semi-Chromleder    sich vorzüglich  mit     sulfonsäuregruppenhaltigen    Farbstoffen  färben lassen (und zwar ebensogut wie rein  chromgegerbtes Leder), wenn man sie vor  dem Färben mit wässerigen Lösungen von       kapillaraktiven    Stoffen behandelt. Die auf  diese Art behandelten     Semi-Chromleder    be  sitzen dann eine vorzügliche Aufnahme  fähigkeit für die künstlichen     sulfosäure-          gruppenhaltigen    Farbstoffe und können in  sehr tiefen Tönen gefärbt werden.

   Es kön  nen als     sulfonsäuregruppenhaltige    Farbstoffe  ausgesprochene Lederfarbstoffe, wie auch    direkt- oder sauerziehende Farbstoffe zur  Anwendung kommen.  



  Was die hier zur Verwendung gelangen  den     kapillaraktiven    Hilfsstoffe anbelangt, so  kommen sowohl     ionogene    als auch     nicht-          ionogene    Produkte in Frage. Unter ersteren       können,    sowohl sogenannte     kationaktive    als  auch sogenannte     anionaktive    Hilfsstoffe ver  wendet werden.

   Unter den     kationaktiven     Hilfsstoffen können unter vielen Produkten  zum Beispiel das Chlorhydrat des asym  metrisch     dimethylierten        Monooleoyläthylen-          diamins    sowie die     quaternäre        Ammoniumver-          bindung,    die     aus    dem Produkt durch Anlage  rung von     Dimethylsulfat    erhältlich ist, ver  wendet     werden;    ferner die     quaternäre    Am  moniumverbindung aus     Dimethylsulfat    und       1-Stearoylamino-4-dimethylaminobenzol;

      fer  ner das Umsetzungsprodukt von     Thioharn-          stoff    mit     Chlormethyl-cetyläther    genannt  werden. Unter den sogenannten     kationakti-          ven    Hilfsstoffen können angeführt werden:

    Das     Natriumsalz    des     Oleoylmethyltaurins,         das     Disulfierungsprodukt    des     u-Heptadecyl-          N-benzyl-benzimidazols.    Als     kapillaraktive     Hilfsstoffe kommen nicht nur solche in Be  tracht, die in ihrem Molekül wenigstens     eine          längere        aliphatische    oder     cycloaliphatische     Kette besitzen, sondern auch Produkte, die  aus andern Gründen     kapillaraktiv    sind.

    Solche Produkte sind zum Beispiel: Das mit       Dimethylsulfat        quaternierte    Umsetzungspro  dukt von     Dichlorhydrin    mit Ammoniak oder  das Kondensationsprodukt von 2     Mol        Butyl-          alkohol    mit     ss-Naphthalinsulfonsäure.    Als       nichtionogen        kapillaraktive    Hilfsstoffe seien  die     Additionsprodukte    von 3 bis 9     Mol          Athylenozyd    an     Oleoylalkohol    genannt.  



  Unter den     sulfonsäuregruppenhaltigen          Farbstoffen    kommen unter vielen andern  zum Beispiel in Frage: Orange     II        (Schultz,          Farbstofftabellen,    7.     Aufl.,    Nr. 189), Direkt  orange     G    (Schultz,     Farbstofftabellen,7.Aufl.,     Nr. 706), Direktgelb T (Schultz, Farbstoff  tabellen, 7.     Aufl.,    Nr.

   703), ferner metall  haltige Farbstoffe, wie     Neolanbraun    GR  (Schultz,     Farbstofftabellen,        7.Auf1.,I1.Band    ,  Seite 153),     Neolangrün    B (Schultz,     Farb-          stofftabellen,    7.     Aufl.,    11. Band, Seite 154)       etc.       Nachfolgende Beispiele erläutern die vor  liegende Erfindung, ohne deren Umfang  jedoch zu begrenzen.

           Beispiel   <I>1:</I>  Ein im Einbad     chromgegerbtes    Kalbleder  wird zwecks Füllung mit 5     %        Sumaeh-          egtrakt    nachgegerbt und dann in einer  1%igen wässerigen Lösung des     Chlorhydra-          tes    des     asymmetrischen        dimethylierten    Mono  oleoyläthylendiamins oder des Natrium  salzes des     Disulfierungsproduktes    des     y-          Heptadecyl-N-Benzyl-benzimidazols    wäh  rend 30 Minuten im kalten Bad nachbehan  delt.

   Hierauf wird gespült und im     Färbefass     mit 2     9'o        Direktgelb    T gefärbt und darauf  wie üblich     gefettet.    Ein derartig behandeltes       Semichrom-Kalbleder    zeigt eine ebenso kräf  tige Färbung wie gewöhnliches Chromkalb  leder.

      <I>Beispiel 2:</I>  Eine im Zweibad     Chrom-Gerbverfahren     gegerbte Ziegenblösse wird mit 'synthetischen  Gerbstoffen nachgegerbt     und    hernach in  einer 1     iü        igen        wässerigen    Lösung eines Ge  misches der     N-Ogyäthylimidgzole,    das erhal  ten wird durch Behandeln mit     Athylen-          chlorhydrin    des am     ,u-Kohlenstoffatom    höher       alkylierten        Benzimidazolgemisches,

      das selbst       entsteht    durch     Erwärmen    von     o-Phenylen-          diamin    mit hydriertem Fischtran, während  30     Minuten    nachbehandelt, gespült und ge  trocknet. Das so nachbehandelte Leder lässt  sich sehr gut     sufwalken    und ergibt     mit        sul-          fonsäuregruppenhaltigen        Farbstoffen    sehr  intensive Färbungen.  



       Beispiel   <I>3:</I>  Eine mit     Petrol        entfettete        Sehafsblösse     wird mit Chrom (Einbad oder Zweibad) vor  gegerbt und mit<B>50%</B>     Sumachblätter    nach  gegerbt, mit     10%        sulfoniertem    Fischtran ge  fettet und getrocknet.

       \ach    dem darauffol  genden     Aufwalken    werden     die        so        gegerbten          Handschuhleder    mit einer 1     %igen    Lösung  des mit     Dimethylsulfat        quaternierten    Kon  densationsproduktes aus     Stearoylsäurechlorid     und     1-Amino,4-dimethylaminobenzol    wäh  rend 30     Minuten        nachbehandelt,        gespült    und  gefärbt.  



  Das so behandelte Leder wird mit     sulfon-          säuregruppenhaltigen        direkten    oder sauren  Farbstoffen gefärbt, wobei man Färbungen  erhält, die ausserordentlich     kräftig    sind, wäh  rend dies nicht der Fall ist,     wenn    die Vor  behandlung mit dem     kapillaraktiven    Hilfs  stoff nicht     stattgefunden,    hat.  



       Beispiel        .4:     Ein wie in     Beispiel    3 gegerbtes Hand  schuhleder (Schaf- oder Ziegenleder) wird  nach dem Trocknen     aufgewalkt        und    dann  im     Walkfass    mit einer 1     %igen    wässerigen  Lösung des mit     Dimethylsulfat        quaternierten     Kondensationsproduktes aus     Säurechlorid     und     N-Dimethyl-äthylendiamin    während  30 Minuten nachbehandelt     und        gespült.    Die  so behandelten     Leder        

  werden    dann auf der      Tafel ausgereckt und mit einer Lösung eines  sauren oder eines     substantiven        sulfonsäure-          gruppenhaltigen    Farbstoffes mittels Bürste  mehrere Male aufgebürstet. Die Färbungen  sind ganz bedeutend farbkräftiger, als wenn  nicht mit     kapillaraktiven    Stoffen vorbehan  delt wurde.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zur Nachbehandlung von mit Chrom und darauffolgend mit pflanz- liehen oder mit künstlichen Gerbstoffen ge gerbten Ledern, dadurch gekennzeichnet, dass man die so gegerbten Leder zunächst mit wässerigen Lösungen von kapillaraktiven Stoffen behandelt und hierauf mit sulfon- säuregruppenhaltigen Farbstoffen färbt. II. Leder, hergestellt nach dem Verfah ren gemäss Patentanspruch I.
CH224945D 1941-04-04 1941-04-04 Verfahren zum Nachbehandeln von Semi-Chromleder. CH224945A (de)

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