CH224959A - Verfahren zur Herstellung von Dialysiermembranen für alkalische Flüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dialysiermembranen für alkalische Flüssigkeiten.

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CH224959A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung -von     Dialysiermembranen    für     alkalische    Flüssigkeiten.    Zur Dialyse von     Alka'lilauge    .oder andern  auf die Festigkeit der     Cellulosefa.sern    schä  digend einwirkenden     alkalischen    Lösungen  hat man     Baumwollgewebe    benutzt, die man  gegebenenfalls mit anorganischen Nieder  schlägen verdichtet hatte.  



       Gross,        Dialysierflächen    kommen speziell  bei den technisch in grossem Ausmass ver  wendeten     Dialysierapparaten        System        Cerini,     System     Heibig    oder System     van        Barnefeld     zur Anwendung.

   Da aber die     Cellulose-          merabranen    in den chemisch stark angreifen  ,den     Lösungen    rasch angegriffen werden, so  dass sie bald selbst geringen mechanischen  Erschütterungen und sonstigen Einwirkun  gen nicht     mehr        standhalten,    ist der Ver  brauch an solchen     flächenförmigen        Dialys_er-          membranen    sehr erheblich.

   Auch die viele  Handarbeit und der grosse Zeitverlust, der  für den     Austausch    der verbrauchten     Dialy-          siermembran    gegen neue aufgewandt werden       muss-,    fällt hierbei erschwerend ins Gewicht.

      Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zur Herstellung von     Dialysiermem-          branen    für     alkalische        Flüssigkeiten,    das da  durch gekennzeichnet ist.,     dass    man     flächen-          förmige    Gebilde aus hochpolymeren Kohlen  was.serstoffen oder deren substituierten De  rivaten mit Lösungen von anorganischen  Salzen imprägniert, die alsdann auf den  Gebilden in eine in Alkali unlösliche     semi-          permeable    Membran übergeführt werden.  



  Als flächenförmige Gebilde vorgenannter  Art können     beispielsweise    chlorhaltige De  rivate von     Kohlenwasserstoffen,'    wie     Poly-          vinylch'lorid    oder hochpolymere     Mischpoly-          merisate    von :solchen mit     unsubstitnierten          Kohlenwasserstoffen        verwendet        werden.    Die  flächenförmigen     Crebild.e    können die Form  von Geweben oder Filzen haben, oder papier  ähnlich sein.  



  Für die     Herstellung    von in Alkali un  löslichen     semipermeablen        Membranen        können     alle ,die anorganischen Verbindungen verwen-           det    werden, die auch sonst zum Präparieren  von     Dialysiermembranen    für alkalische       Flüssigkeiten    benutzt wurden.

   Es war bei  der geringen     Quellfähigkeit    der Fasern aus  diesen hochpolymeren Stoffen in     wäss@rigen          Flüssigkeiten        überraschend,    dass der Belag  aus     semipermeablen    Membranen so fest       haftet,    dass eine     technische    Verwendung       solcher    präparierter     flächenförmiger    Gebilde  möglich ist.

   Eine feste Verankerung der zur  Bildung der     semipermeablen    Membran er  forderlichen anorganischen Salze wird vor  allem dann erreicht, wenn man die     flächen-          förmigen    Gebilde unter Zuhilfenahme     einer     die     Gewebesubstanz    lösenden     organischen     Flüssigkeit     anquillt    und auf das     angequol-          lene    Gebilde die zur Bildung der     semi-          permeab\len    Membran erforderlichen Salz  lösungen zur Einwirkung bringt.  



  Die     Quellwirkung    der     organischen    Flüs  sigkeiten kann sehr leicht auf das gewünschte  Masseingestellt werden, wenn man als     QUA1-          flüssigkeit    unter den organischen Flüssigkei  ten     solche    auswählt, die auf die     Polymerisa-          tionsprodukte    lösend wirken, und diese mit       Nichtlösern    in solchem Verhältnis mischt,       da &     die Gebilde nur quellen, eine Lösung  oder     teilweise    Lösung aber verhindern.

   Als       Läser    wird man zweckmässig mit Wasser  mischbare     Flüssigkeiten    oder Flüssigkeits  gemische und als     Nichtlöser    Wasser be  nutzen. Je nach der     Dichte    und Stärke der       Gewebe    wird man das Mischungsverhältnis  von     Lösern    und     Nichtlösern    entsprechend  einstellen. Als     Einwirkungszeit    zur Errei  chung der     Quelqung    genügt bereits eine kurze       Zeit.    30 Minuten bis 1 Stunde ist in vielen  Fällen ausreichend.

   Bei     Flüssigkeiten    mit  geringem     Quellungsvermögen    kann die Zeit  für die     Quellung    ohne Schädigung der Ge  bilde     entsprechend    verlängert werden, z. B.  24     Stunden    und mehr betragen. Natürlich ist  die     Quellung    auch temperaturabhängig,     so          dass    bei höherer     Temperatur    mit entspre  chend geringeren Konzentrationen an     Lösern          gearbeitet    werden kann.

   An Stelle von Mi  schungen aus     Lösern    und     Nichtlösern    können  auch einheitliche     nü'ssrigkeiten    verwendet    werden, die quellend auf die Substanz der       flächenförmigen        Gebilde    wirken, ohne sie zu  'lösen.

       Da    ein Salzzusatz zu den     Quellflüsib-          keiten    die     Quellwirkung    erhöht., ist es     vor-          teilhaft,    ,die     anorganisehen    Salze, die zur  Bildung der     semipermeablen        Membranschicht     notwendig 'sind, in der     Quellflüssigkeit    ge  löst zur Einwirkung zu bringen,

   obwohl die       Tränkung    der     gequollenen        Gewebe    mit den  anorganischen Salzlösungen     grundsätzlich     auch nach der     Quell'behandlung    erfolgen  kann. Als gut brauchbar für die     Quellung     der     flächenförmigen    Gebilde aus Hochpoly  meren hat sich eine     wässrige        Lösung    von  Aceton oder von     Tetrahydrofuran,        Glykol-          formal    oder     Methylglykolformal        erwiesen,.     



       Semipermeable        Schichten    können     bei-          spielsweise        auf    den     flächenförmigen    Gebil  den in     folgender        Weise        erzeugt    werden:

    Ein Gewebe aus     Polyvinylchlorid,    das  pro cm' aus 16 Bettfäden,     Titer    1180 und  aus 12     Schuss,fäden,        Titer   <B>1186</B>     besteht,    wird  von einer 30     g'o        igen        Aoetonlösung,    die<B>15%</B>       Magnesiumchloriid    (oder<B>15%</B>     Kalzium-          chlorid    oder     Bariumchlorid    oder Aluminium  chlorid) enthält, 1     Stunde    lang     bei    20  zum  Quellen gebracht,

   dann     wird        das    Gewebe  aus der     Lösung        herausgenommen,    schwach       abgepresst    und     getrocknet.        Nach        dem        Ein-          bringen        dieses        Gewebes    in     Natronlange    von  17     Gewichtsprozent        NaOH    und Auswaschen  des     gebildeten        Kochsalzes    mit Wasser ist die       Dial'ysiermembran     <RTI  

   ID="0002.0125">   gebrauchsfertig.     



  Eine nach obigem Verfahren hergestellte       Dialysiermembran        besitzt    die gleiche     Dialy-          sierwirkung    wie die bisher verwendeten  Baumwollgewebe, hat aber eine nahezu     un-          begrenzte    Lebensdauer,     selbst    wenn die       Membran    nach der     Benutzung        getrocknet     und nach     einiger    Zeit     wieder    in Gebrauch  genommen wird.

   Diese erhöhte Widerstands  fähigkeit der     flächenförmigen    Gebilde nach  der Anmeldung ermöglicht, dem     bisherigen     grossen     Venschleig    an Baumwollgeweben  oder     Pergamentpapier        wirksam    zu begegnen.  



  Mit     weniger        gutem    Erfolg können auch  durch Wärmeeinwirkung     geschrumpfte    Ge  bilde nach dem Tränken mit Salzlösungen      und nach Bildung einer     semipermeablen     Membran zur Dialyse von alkalischen  Flüssigkeiten     verwendet    werden, Doch hält  auf den in der Wärme     geschrumpften          Dialysiermembran.en    die     semipermeable    Sub  stanz nicht -so fest wie auf den mit Lösungs  mitteln gequollenen,     flächenförmigen    Gebil  den.

   Auch kann die Durchlässigkeit der       flächenförmigen    Gebilde durch Wärme  schrumpfung nicht so bequem auf eine be  stimmte Grösse eingestellt werden, wie dies  beim     Anquellen    der     flächenförmigen:    Gebilde  mit Lösungsmitteln möglich ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Dialysier- membranen für alkalische Flüssigkeiten, da durch gekennzeichnet, dass man flächen- förmige Gebilde aus hochpolymeren Kohlen wasserstoffen oder deren substituierten De rivaten mit Lösungen von anorganischen Salzen imprägniert, die alsdann auf den Ge bilden in eine in Alkali unlösliche semi- permeable Membran übergeführt werden.
    UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch ;gekennzeichnet, dass die flächen- förmigen Gebilde vor der Imprägnierung mit Quellung verursachenden Flüssigkeiten behandelt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @dass zur Imprägnie rung und gleichzeitiger Quellung Lösun gen von Salzen in Quellung verursachenden Flüssigkeiten verwendet werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Quellung Missahungen aus Lösungsmitteln für die Polymerisationsprodukte mit Nichtlösern in einem dieLösung ausschliessendenMischungs- verhältnis verwendet werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine wäss.rige Lösung von Aceton ver wendet wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine wässrige Lösung von Tetrahydro- furan verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine wässrige Lösung von Glykolformal verwendet wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine wässrige Lösung von DIethylglykol- formal verwendet wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, da -durch gekennzeichnet, dass die flächenförmi- gen Gebilde vor der Imprägnierung durch Wärmeeinwirkung geschrumpft werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch, @da- durch gekennzeichnet, dass flächenförmige Gebilde aus hochpolymeren Mischpolymerisa- ten von gohlenwass erstoffen mit chlorhalti gen Kohlenwasserstoffen verwendet werden. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass flächenförmige Gebilde aus Polyvinyl- chlorid verwendet werden. 11. Verfahren: nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass gewebeartige, flächenförmige Gebilde verwendet werden. 12 !. Verfahren nach Patentanspruch, @da- durch gekennzeichnet, dass filzartige, flächen- förmige Gebilde verwendet werden. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass papierartige., flächenförmige Gebilde verwendet werden.
CH224959D 1940-05-04 1941-06-18 Verfahren zur Herstellung von Dialysiermembranen für alkalische Flüssigkeiten. CH224959A (de)

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