Vollautomatische Buchführungsmaschine zum Beschriften einer Buchungseinrichtung. Die Erfindung betrifft eine vollautoma tische Buchführungsmaschine mit einem mit einer Schreibmaschine verbundenen Gesamt addierwerk, die insbesondere zum Beschrif ten einer Buchungseinrichtung nach Patent Nr. 210843 geeignet ist. Die Erfindung be zweckt eine weitere Trennung der geistig buchhalterischen Arbeit von der rein mecha nischen Übertragungsarbeit insofern, als auch die Rechen- und Kontrollarbeiten vollauto matisch erledigt werden.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss da durch erreicht, dass dem Gesamtaddierwerk mehrere verschiedenen Kontenklassen ent sprechende Rechenwerke derart zugeordnet sind, dass beim Schreiben der Kontenklassen- nummern in den Soll- und Habenspalten der Buchungseinrichtung die zugehörigen Re- ehenwerke veranlasst werden, auch ihrerseits den im Gesamtaddierwerk geschriebenen Be trag mitzurechnen.
Dabei können die dem Gesamtaddierwerk zugeordneten Rechenwerke aus paarweise eine Kontenklasse bildenden Einzeladdier- werken bestehen, die mit einem Endaddier- und -saldierwerk gekoppelt sind, welches bei Betätigung einer Zwischensummentaste alle aufgespeicherten Additionssummen auto matisch aufnimmt, ordnet, niederschreibt, kontenmässig saldiert und die einzelnen Spal ten der Zwischenbilanz zusammenzählt.
Es ist aber auch möglich, da.ss die dem Gesamt addierwerk zugeordneten Rechenwerke aus je für eine Kontenklasse arbeitenden Saldier werken bestehen, die mit einem Enda.ddier- werk gekoppelt sind, welches bei Betätigung einer Zwischensummentaste alle Salden auto matisch aufnimmt, ordnet, niederschreibt und die einzelnen Spalten der Zwischenbilanz zu sammenzählt.
Bei einer so ausgebildeten Buchführungs maschine müssen die Steuerung und die innern Kontrollen so planmässig ineinander greifen, dass der Endzweck, die Bilanz, auch richtig und in kürzester Zeit erreicht werden kann, denn bei der mechanischen Abschreibe arbeit der Vorkontierung (Steuerung) können noch Tippfehler sowohl bei den Kontennum- mern als auch beim Buchungsbetrage ent stehen, die diese Zwischenbilanz vollständig verändern. Das Ineinandergreifen der Beleg kontrolle mit den Buchungen (mechanische Kontrolle) ist die Sicherung der Richtigkeit und daher für den Enderfolg wesentlich.
Der Buchhalter hat mit einer richtigen Vorberei tung des Buchungsbeleges seine geistig-buch- halterische Arbeit beendet. Er braucht bei spielsweise auf dem Buchungsbeleg nur einen Stempel in der genauen Form und Ein teilung der Einzelstreifen der Buchungsein richtung aufzudrucken und diesen Stempel richtig auszufüllen. Bei einer entsprechenden Beleganordnung könnten die meisten An gaben schon bei der Fertigstellung des Be leges in dieser notwendigen Reihenfolge in den Buchungsstempel geschrieben werden, so dass der Buchhalter nur noch zu kontrollieren und die besondere Kontierung einzusetzen braucht.
Damit ist der Buchungsweg fest gelegt, und von diesem Zeitpunkt an können Hilfskräfte, die von Buchhaltung keine Ah nung haben, alle weiteren Arbeiten überneh men. Die Kontrolle für die richtige Ausfüh rung erhält der Buchhalter auf dem Beleg, da ein Durchschlag des Blättersatzes, der "ausgefüllte Buchungsstempel", genau unter oder über den vorbereiteten Stempel geklebt wird.
Der Buchhalter kann völlig konzentriert seine hochwertige Arbeit leisten, ohne von vielen mechanischen Vorrichtungen oder Ge räuschen gestört zu werden. Da der Bu chungsweg zwangläufig eingehalten werden muss, ermöglicht es der Kontrollstreifen auf dem Beleg, den tatsächlich eingeschlagenen Buchungsweg mit dem vorgeschriebenen genau zu verfolgen und dem Buchhalter so fort nach der Übertragung die erste wichtige Kontrolle zu geben. Der Buchhalter braucht also weder Maschine zu schreiben, noch ist es erforderlich,
dass er den Mechanismus der Buchungs- und Rechenmaschine bedient und versteht. Er wird deshalb infolge der Ar beitsteilung mehr leisten und fehlerloser arbeiten als bisher. Anderseits sind zum Ab schreiben des vorbereiteten Buchungsstempels mit der Schreibmaschine buchhalterische Kenntnisse nicht mehr notwendig, und es wird deshalb auch vom Maschinenschreiber bedeutend schnellere Arbeit geleistet werden können, als dies einem Buchhalter möglich ist,
zumal dabei die zeitraubende Arbeit des Vorsortierens und Einspannens der einzelnen Kontenkarten fortfällt.
Bei der beschriebenen Verbuchung mit Buchungseinrichtung und Buchfilhrungs- maschine kann sofort nach jeder Buchung durch Bedienen einer an sich bekannten Zwischensummentaste vom automatischen Rechenwerk die stimmende Summen- und Saldenaufstellung (-bilanz) niedergeschrieben werden, eine Schlagfertigkeit der Buchhal tung, die nicht überboten werden kann. Die damit gegebenen automatischen Kontrollen erreichen eine erhöhte Sicherheit gegen un absichtliche Irrtümer und etwa beabsichtigte Fälschungen.
Der Buchungsweg wird zweckmässig auf dem Originalbeleg vom Buchhalter fest gelegt und, wie auf Gleisen laufend, müssen alle Teilbuchungen an die Stellen gelangen, die der Buchungsweg vorschreibt. Es ist also nicht mehr erforderlich, daB an jeder Kon tenstelle ein Mensch die Buchung bis zur nächsten Kontenstelle führt, worauf dann die Buchung meist von einem andern Buch halter ein Stück weitergeleitet werden muss, sondern der einmal vom Buchhalter fest gelegte Buchungsweg wird automatisch ein gehalten.
Die Kontrolle der technischen Aus führungen erfolgt durch den Buchhalter so fort nach der Übertragung; denn der "aus gefüllte Buchungsstempel" wird auf dem Beleg mit dem vom Buchhalter vorgeschrie benen Buchungsweg verglichen. Das zeitrau bende Kollationieren fällt fort, der Buch halter hat nur noch die geistige Steuerung und die Aufsicht über die mechanischen Kon trollen (Ineinandergreifen der Belegkontrolle mit den Buchungen).
Nicht nur eine bedeu tende Verringerung der vom Menschen zu leistenden Arbeit und eine Beschleunigung des Arbeitstempos wird dadurch erreicht, sondern es wird auch Papier erspart, denn bisher -wurden zuerst Belege für diese ver schiedenen Buchungen geschaffen, die jetzt überflüssig sind, da der Originalbeleg für alle Buchungen gilt.
Für eine Ausweitung des Kontenrahmens entsprechend den jeweiligen Erfordernissen eines Betriebes kann die Buchführungs maschine so eingerichtet sein, dass nicht nur jeder Kontenklasse, sondern darüber hinaus den Kontengruppen und den Kontenarten Addierwerke zugeordnet sind, welche beim Schreiben der Buchungsnummer in der Soll und Habenspalte der Buchungseinrichtung automatisch zum Mitrechnen mit dem Ge- samtaddierwerk eingeschaltet und mit dem Endaddier- und -saldierwerk zum Einordnen und Niederschreiben der aufgespeicherten Summen gekoppelt werden.
Es ist aber auch möglich, dass nicht nur jeder Kontenklasse, sondern darüber hinaus den Kontengruppen und den Kontenarten Saldierwerke zugeord net sind, welche beim Schreiben der Bu chungsnummer in der Soll- und Habenspalte der Buchungseinrichtung automatisch zum Mitrechnen mit dem Gesamtaddierwerk ein geschaltet und mit dem Endaddierwerk zum Einordnen und Niederschreiben der aufge speicherten Endsalden gekoppelt werden.
Es besteht die Möglichkeit, mehrere Schreibmaschinen an einem Buehungs- und Rechenwerk anzuschliessen, auch kann bei entsprechender Arbeitsteilung der Ver buchung (journalmässige Gliederung) das aufgesetzte oder sonstwie verbundene Addi tionswerk des Arbeitsplatzes gleichzeitig eine Kontenseite darstellen und in die Sammlung zur Zwischenbilanz eingeordnet werden, so dass also bei einem Grossbetrieb ein Buchungs- und Rechenwerk alle Buchungen sammeln kann.
Die Anlage wird dadurch wirtschaft licher und erreicht mühelos den Gesamtüber blick in jeder Minute.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungs gegenstand in zwei Ausführungsbeispielen schematisch dargestellt. In beiden Fällen ist auf die Schreibmaschine ein an sich bekann tes Gesamtaddierwerk A aufgesetzt oder sonstwie mit ihr verbunden, welches sämt- liehe mit der Maschine geschriebenen Beträge fortlaufend addiert.
Im. ersten Beispiel ge mäss Fig. 1 der Zeichnung ist die Schreib maschine ausserdem mit einer Mehrzahl von Addierwerken B verbunden. Je zwei Addier werke<I>B, B</I> (Soll und Haben) bilden eine Kontenklasse. Die Einteilung der Haupt buchkonten erfolgt jetzt grundsätzlich nach dem Zehnersystem.
Die Ordnung wird in einem Kontenplan festgelegt, der beispiels weise in Kontenklassen, Kontengruppen und Kontenarten gegliedert sein kann, wobei die erste Ziffer der dreistelligen Zahlen die Kon tenklasse, die zweite Ziffer die Kontengruppe und die dritte Ziffer die Kontenarten jeweils eindeutig kennzeichnen würde. Andere ge bräuchliche Bezeichnungen für diese Gliede rung sind auch Hauptkonten (erste Ziffer), Gruppenkonten (zweite Ziffer) und Einzel konten (dritte Ziffer). Die Bezeichnung ist an sich unwesentlich.
Wesentlich für die Schaltung der vollautomatischen Buchfüh- rungsmaschine ist, dass es höchstens 10 Kon tenklassen (erste Ziffer) gibt zu je höchstens 10 Kontengruppen (zweite Ziffer) zu wie derum je höchstens 10 Kontenarten (dritte Ziffer). Für diese Schaltung stehen 10 Zah- lentypen der Schreibrechenmaschine als Im pulsstellen zur Verfügung.
Dem Orientie rungsstreifen am Schreibmaschinendrück- bügel und dem Tabellenkopf des Durch schreibeblättersatzes entsprechend ist die Schreibmaschine mit Koppel- oder Schalt vorrichtungen ausgerüstet, so dass bei der Be schriftung der Buchungseinrichtung in einer ganz bestimmten Stellung des Schreibmaschi nenwagens, z. B. wenn die Zahl 3 in Soll (erste Zahl von 3.0.0) geschrieben wird, auto matisch das linke Soll-Addierwerk B des Re chenwerkes 3 zum Rechnen eingeschaltet wird.
Beim Schreiben der Zahl 1 (erste Zahl von 1.7.2) in der Habenspalte wird durch entsprechende Schaltung das rechte (Haben) Addierwerk B von Rechenwerk 1 ebenfalls zum Rechnen hinzugeschaltet. Beim An schlag der Buchungssumme in der Betrags spalte sind jetzt die zwei Addierwerke B, B (Klasse 3, Soll, Klasse 1, Haben) mit dem Gesamtaddierwerk A gekoppelt und alle drei Zählwerke übernehmen die Summe.
Durch eine besondere Taste ist die Koppelung der beiden Addierwerke <I>B, B</I> für Soll und Haben mit dem aufgesetzten Addierwerk A wieder zu lösen, worauf die Zählwerke B, B auto matisch wieder in ihre Nullstellungen zurück gehen, was durch ein Kontrollzeichen auf der Buchungseinrichtung vermerkt wird.
Das Lösen der Koppelung und Zurückgehen der beiden Addierwerke <I>B, B</I> in die Nullstellung könnte auch zwangläufig, beispielsweise in Abhängigkeit vom Vorschub des Schreib maschinenwagens, bewirkt werden, wobei aber das Eindrücken eines entsprechenden Kontrollzeichens in die Buchungseinrichtung nicht fehlen darf.
Bei der nächsten Buchung wird von Klasse 1 das Solladdierwerk B mit dem Habenaddierwerk B von Klasse 8 und dem Gesamtaddierwerk A gekoppelt usw. Ohne Mehrarbeit des Maschinenschreibers beim Be schriften der Buchungseinrichtung werden die Zahlen automatisch-maschinell auf den richtigen Addierwerken <I>B, B</I> gesammelt, und da diese Addierwerke B, B mit einem Sal- dierwerk C verbunden sind, kann man durch die Bedienung einer Zwischensummentaste erreichen,
dass alle Additionen vom Saldier werk der Reihe nach mitgeschrieben werden. Dabei saldiert diese Maschine automatisch und addiert die einzelnen Spalten der Zwi schenbilanz (siehe schematische Darstellung in Fig. 1 der Zeichnung).
Durch diese Rechentechnik ist nicht nur eine unbedingt zuverlässige Kontrolle für die Übertragungen der Einzelbuchungen ge geben, sondern der Betrieb kann nach jeder Buchung seine fertig stimmende Zwischen bilanz automatisch-maschinell erhalten, eine Schlagfertigkeit der Buchhaltung, die bisher noch nicht erreicht wurde. Für diese Kontrolle der Übertragung und gleichzeitigen Schlag fertigkeit der Buchhaltung genügt es, wenn die Addierwerke <I>B, B,</I> der Kontenklassen nur die Zahlen rechnen, also weder die Zah len sichtbar machen noch drucken. Für den Maschinenschreiber sind die Addierwerke B deshalb zweckmässig unsichtbar.
Die Steue- rung der Getriebe erfolgt automatisch durch Anschlagen der Kontennummern; die Re chenatbeit ist mithin buchhalterisch-zwang- läufig und vom Schreiber an der Schreib maschine nicht in anderer Weise zu beein flussen. Das Saldierwerk C dagegen schreibt die automatisch sich entwickelnde Zwischen bilanz auf ein endloses Formular.
Für Grossbetriebe besteht die Möglich keit, einzelne oder alle Kontenklassen so in ihre Kontengruppen oder sogar in ihre Kon tenarten (Kontenrahmen) aufzugliedern, dass ein Teil oder die gesamte Buchhaltung auto- matisch-maschinell erfolgt. Dabei ist es not wendig, dass jedes gontenrechenwerk auf endlosen Formularen die Einzelposten, mög lichst mit Datum, Kontennummern usw.
druckt, und somit werden in Originalschrift die Hauptbuchungen auf die endlosen Kon tenformulare gebracht. Bei entsprechender Arbeitsteilung der Verbuchung' (journal- mässige Gliederung) kann das aufgesetzte oder sonstwie mit dem Arbeitsplatz verbun dene Additionswerk gleichzeitig eine Konten seite darstellen und in die Sammlung zur Zwischenbilanz eingeordnet werden.
Da meh rere Schreibmaschinen an diese vollauto matische Buchführungsmaschine angeschlos sen werden können, besteht die Möglichkeit, durch eine Buchungs- und Rechenmaschine alle Hauptbuchungen zu sammeln und zu verbuchen.
Ohne jede weitere Vorbereitung kann nach jeder Buchung durch das Bedienen einer Zwischensummentaste das automatische Rechenwerk in Tätigkeit gesetzt werden, so dass die Additionszahlen der Kontenaddi- tionswerke im Gruppensaldierungswerk mit geschrieben und die Salden errechnet werden. Dann werden die Endzahlen der Kontengrup pen von dem Klassensaldierungswerk mit geschrieben, die Salden errechnet und die Zwischenbilanz wird addiert. Die Buchhal tung ist also nach jeder Buchung bilanz fertig.
Dass auch bei Verwendung einer solchen vollautomatischen Buchführungsmaschine die Bedeutung der Buchungseinrichtung bestehen bleibt, ist eine Selbstverständlichkeit; denn es werden ja nur einzelne Teile davon maschi nell übersetzt, und zwar bei der Übertragung auf die Kontenklassen allein würden die Bu chungsgleise "automatische Gruppierung" maschinell übersetzt werden. Durch Striche sind die Kontenklassen von den Kontengrup pen und den Kontenarten getrennt, um diese Gliederung deutlicher zu machen. Diese Striche können natürlich auch fortfallen.
Bei einer vollautomatischen Buchführung wird es weder notwendig noch erwünscht sein, bis zur letzten Kontenart die Buchhal tung maschinell durchzuführen. Neben Ein zelkonten werden Kantengruppen oder auch nur die Kontenklassen, welche man für eine Kontrolle oder eine schnelle Kontenübersicht braucht, maschinell verbucht oder nur ge rechnet. Die notwendige Ergänzung bringt hier die Buchungseinrichtung, die zwang läufig die Einzelbuchung bis zur letzten Kontenstelle führt.
Alle zum Buchungsvor gang gehörenden Büroarbeiten, Auszüge, Nebenbuchungen usw. werden auf keinen Fall durch die beschriebene Buchführungs maschine ausgeführt. Diese kann sich aus- schliesslich ihrer Kontroll- und Buchungsauf gabe widmen. Da die Buchungseinrichtung sie ergänzt und die Nebenarbeiten erledigt, bilden beide Einrichtungen eine Einheit, die aus dem gleichen Arbeitsvorgang bedingt ist.
Im zweiten Beispiel gemäss Fig. 2 der Zeichnung wird durch andere Schaltungen und andere Rechenwerke die gleiche Salden aufstellung erreicht. Das Wesen der Er findung ist also nicht in den bekannten tech nischen Einzelteilen zu suchen, sondern darin, dass diese an sich bekannten Teile ent sprechend dem Geist der Buchhaltung als Mittel zum Zweck so eingesetzt werden, dass die vollautomatische Buchhaltungsmaschine entsteht. Im zweiten Beispiel sind keine Ein zeladdierwerke vorgesehen, sondern je ein Saldierwerk D stellt eine Klasse, Gruppe oder ein Konto dar.
Nach dem buchhalterischen Vorgang der Wertbewegung und der dadurch bedingten saldenmässigen Veränderung der Bilanzposten arbeiten hier die Saldierungs- maschinen D in der Weise, dass Sollbestände und Sollposten schwarz = plus und Raben bestände und Rabenposten rot = minus (auf der Zeichnung gestrichelt dargestellt) ge schrieben und gerechnet werden.
Von der Rabenspalte aus wird also das betreffende Saldierwerk D gewählt und auf "minus" (rot) gestellt, von der Sollseite aus wird das angegebene Konto gewählt und das Saldier werk D auf "plus" (schwarz) eingestellt und mit dem Gesamtaddierwerk A gekoppelt, so dass bei jeder Buchung zwei Zählwerke A bezw. <I>D</I> addieren und ein Saldierwerk <I>D</I> sub trahiert (z. B. Klasse 1 "minus" und Klasse 3 und das Gesamtaddierwerk "plus").
An die einzelnen Saldierwerke D ist ein Klassen-Sammeladdierwerk E angeschlossen, welches die einzelnen Salden der verschie denen Klassen bei Betätigung einer Zwischen summentaste getrennt nach Soll und Haben aufschreibt und die in den Soll- und Raben spalten stehenden Beträge addiert.
Statt eines Klassen-Sammeladdierwerkes könnte aber auch, wie in Fig. 2a gezeigt ist, ein Klassen - Sammeladdierwerk F vorgesehen sein, welches die -i- und -Salden der ein zelnen Klassen mit unterschiedlichen Farben (schwarz und rot) untereinander aufschreibt und saldiert, wobei -f- und -Salden sich stets gegeneinander aufheben müssen.
Die hier angewandte Staffelform ist in der heutigen Buchhaltung (Sparkonten) nicht neu; die Aktiv- und Passivkonten werden durch die Farben genügend unterschieden. Die schematische Darstellung der Arbeits weise der beiden Beispiele zeigt das vonein ander vollständig verschiedene Arbeiten der technischen Einzelteile und doch wird hier das gleiche Ergebnis in der Saldenaufstel lung erreicht.
Beim zweiten Beispiel ist entgegen der , gewöhnlich benutzten Anordnung zunächst das Rabenkonto angerufen, und zwar ledig lich zu dem Zwecke, damit die Sichtstreifen auf den später die Soll- und Rabenbuchun gen bildenden Längsstreifen nach Übertra- , gung der einzelnen Längsstreifen auf der Kontenkarte ein durchlaufendes, leicht zu kontrollierendes Buchungsgleis bilden.
Die vorstehend erläuterten zwei Arbeits weisen führen zwangläufig den buchhalteri schen Grundsatz durch, nach dem jeder Ge schäftsvorfall in einer zeitlichen (chronolo gischen) Ordnung und dann in einer syste- matischen-kontenmässigen Gruppierung in den Büchern erscheinen muB. Die zeitliche Ordnung ist bei beiden Vorschlägen gleich (Journal- oder Grundbuchung, Primanota). Die kontenmässige Gliederung erfolgt beim Beispiel I nach dem feststehenden Buchungs satz, dass die gleiche Zahl stets bei einem Konto auf der Sollseite,
bei einem andern Konto auf der Habenseite gebucht werden muB.
Im zweiten Beispiel wird von dem ge wohnten Pfade der doppelten Buchhaltung abgewichen, denn die Konten haben keine Soll- und Habenseiten, sondern sie notieren nur die Wertveränderungen und errechnen den Saldo. Diese Wertveränderungen richten sich aber auch nach einem feststehenden Grundsatz, der lautet: "Die Konten werden auf der Seite vermehrt, auf der die Posten in der Bilanz stehen", also Aktivposten auf Soll, Passivposten auf Haben.
Da nach dem zweiten Vorschlag die Sollbestände (Salden) und Sollposten = schwarz (+) und die Habenbestände (-salden) und Habenposten = rot (-) erscheinen, ist dieses Ziel auch zwangläufig erreicht, z. B. bei Aktivkonten, bei denen stets ein Sollbestand (-saldo) vorhanden sein muss, bringt also eine Soll buchung (schwarz = -I-), eine Vermehrung und ein Habenposten (rot = -) eine Ver minderung des Vermögenswertes.
Bei den Passivkonten muss hingegen der Schuld bestand (-saldo) oder das Kapital stets auf der Habenseite (rot = -) erscheinen. Ein Habenposten (rot = -) muss also zum Habensaldo (rot = -) dazugezählt werden, also erfolgt hier die Vermehrung der Schul den und des Kapitals (Passivkonten) auf der Habenseite und die Verminderung auf der Sollseite.