CH225521A - Verfahren zur Herstellung von glasurähnlichen Zement-Belägen und -Anstrichen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von glasurähnlichen Zement-Belägen und -Anstrichen.

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CH225521A
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Co Kaspar Winkler
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Kaspar Winkler & Co
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    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
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Description


      Verfahren    zur Herstellung von     glasurähnlichen    Zement-Belägen und -Anstrichen.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur       Herstellung    von     glasurähnlichen        Zement-          belägen.    und -anstrichen.  



  Erfindungsgemäss werden solche Beläge  und Anstriche hergestellt aus einer Masse, die  durch Anmachen von     Tonerdeschmelzzement     mit einer Lösung wenigstens eines     Metall-          chlorides        erhalten    wird.  



  Es ist bekannt, dass     glasurähnliche        Ze-          mentmilchanstriche        aus        Portlandzement    mit       geeigneten    Zuschlägen hergestellt werden  können,     vorausgesetzt"dass        gewisse    Vorsichts  massnahmen getroffen werden,     damit,die    Mi  schung nicht zu rasch austrocknet und un  genügend erhärtet.

   Bei     Tonerdeschmelz-          zement,    der verschiedener     vorteilhaften    Eigen  schaften wegen auch in     Betracht    fällt, war es  bisher nicht möglich,     richtig    erhärtende     Ze-          mentmilchanstriche    herzustellen, da dieser       Zement    auch bei     genügender        Feuehthaltung     infolge der     Einwirkung    :der in der Luft ent  haltenen Kohlensäure immer mit pulverig  weicher Oberfläche erhärtet. Ein Ausschluss    der     Kohlensäure    ist in den meisten Fällen  praktisch nicht .möglich.  



  Es wurde nun     gefunden,    dass,     wenn    Ton  erdeschmelzzement     oder        Mischungen    von Ton  erdeschmelzzement mit Zuschlagsmaterialien,  wie Feinsand,     Steinmehl        etc.,    anstatt mit  Wasser mit beispielsweise einer 5-20 %     igen     Lösung eines     Metallchloriden    bis zu     rahm-          förmiger        Konsistenz    angemacht     und    in dün  ner Schicht auf eine Beton-, Zement-, Ver  putz-,

       Natur-    oder     Kunststeinfläche    aufge  spritzt oder mit dem Pinsel aufgebracht wird,  ein rasch erhärtender,     rissfreier,    absolut,dich  ter,     hochwiderstandsfähiger    und guthaftender  Belag mit     mattglänzender,        glasurartiger     Oberfläche entsteht. Der     günstige    Einfluss  dieser Chloride wird durch die stark     plasti-    .

         fizierende    Wirkung und :durch die Bildung  von     Verbindungen        mit    dem     Calciumaluminat     des     Tonerdeschmelzzementes    erklärt.

   Durch       das        rasche        Erhärten    wird eine schädliche  Wirkung der Luftkohlensäure während des       Abbindeprozesses        verunmöglicht.    Die günsti  gen     Eigenschaften    des Tonerdeschmelz-           zementes,    seine     Sulfatbeständigkeit,    geringe  Kalkabgabe an kalkarme Wässer, sowie sein  hoher Widerstand gegen     Korrrosion    und  Erosion werden durch den     DTetallchloridzu-          satz    noch wesentlich erhöht,

   so dass sich die  ser     Glasuranstrich    als     Betonschutz    in Stollen  und     Fundamenten    vorzüglich eignet.  



       Tonerdeschmelzzemente    verschiedener Her  stellung zeigen in ihrer Zusammensetzung       leichte    Schwankungen im Gehalt an     Kalk,     Tonerde, Eisenoxyd und Kieselsäure. Daraus  erklärt sich auch,     dass    die     bürnstigste    Wirkung  der     Chloridlösung    nicht immer bei genau der  selben     Konzentration    liegt.  



  Versuche haben ergeben,     da.ss    folgende       Chloridlösungen    einzeln oder in Kombination  mit einer oder mehreren andern günstige Re  sultate ergeben:     Ca.lziumchlorid,        ITa,gnesiurn-          chlorid,        Bariumchlorid,        Strontiumchlorid,          Aluminiumchlorid,    Eisenchlorid, Chrom  chlorid.

   Günstig haben sich auch kleine     Zu-          sätze    von     Alka-lichlor%den    zu den genannten  Chloriden     erwiesen.    Das Optimum an Wir  kung wird erzielt durch     Verwendung    von       Chlorcalzium    in     10-15%iger    Lösung als       Anmaohflüs.sigkeit,    wobei Zusätze von andern,  oben erwähnten Chloriden kleine     Qua.litäts-          a.bweiehungen    ergeben.

   Der     Tonerdeschmelz-          zement    kann rein oder vermischt mit Zu  schlägen von fein gekörnten,     silikat-    oder       kürbonatha.ltigen        Mineralien    in Mengen bis  zu 150 % seine Gewichtes verarbeitet werden,  ohne dass die     Dichte,    Haftfestigkeit und       glasurartige    Struktur des Belages wesentlich       beeinträchtigt    wird.  



  Die zu geeigneter Konsistenz angemachte       Mischung    aus     Tonerdeschmelzzement    und       Metallchlorid    wird vorzugsweise mittels Pin  sels oder     Spritzpistole    auf den anorganischen         Untergrund    in     einer        Schicht    bis 3 mm und 4  mehr aufgebracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von glasur- ähnlichen Zementbelägen und -anstxichen, dadurch gekennzeichnet, .dass Tonerdeschmelz- zernent mit: einer Lösung wenigstens eines i@letallclrlorides angemacht und diese: Mi- scllung auf anorganischem Untergrund auf <B>...</B> ehracht wird. UNTERAN SPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Lösung Aluminiumchlorid verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstellung der Lösung ein Schwermetallchlorid verwen det wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekenrrzeielrn et, dass als An-mach- -,vasserlösung für den Tonerdeschmelzzement eine 10-15 % ige Chlorcalciumlösung ver- ,vendet wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, @da- durch gekennzeichnet, dass dem mit Chlorid- lösung arrzumaehenden Tonerdeschmelzzement fein gekörnte Zuschläge anorganischer Natur in Mengen bis 150% vom Gewicht des Schmelzzementes zugegeben werden.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass als Zuschläge silikathaltige Mineralien benutzt werden. 6. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass als Zuschläge kar- bonathal.tige Mineralien laenutzt werden.
CH225521D 1940-11-22 1940-11-22 Verfahren zur Herstellung von glasurähnlichen Zement-Belägen und -Anstrichen. CH225521A (de)

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