Riemenscheibenwechselgetriebe mit zwischen Kegelscheibenpaaren laufendem Übertragungsriemen. Bei Riemenscheibenwechselgetrieben mit zwischen Kegelscheibenpaaren laufendem Übertragungsriemen ist es bekannt, den Rei bungsschluss zwischen den Kegelscheiben und dem Übertragungsriemen durch selbsttätige Anpressung der Kegelscheiben an .den Rie men mittels einer vom Drehmoment abhän gigen Kraft herbeizuführen.
Dabei kann die an :einem Kegelscheibenpaar auftretende An- presskraft zu dem :an dieser Welle vorhan denen Drehmoment stets in einem bestimmten Verhältnis stehen, indem mindestens ein Teil der durch das Drehmoment erzeugten, zwi schen den Kegelscheiben wirkenden axialen Druckkräfte in Längslagern aufgenommen wird. Dann muss das Übersetzungsverhältnis zwischen Drehmoment und Anpresskraft so gewählt sein, dass auch beim Lauf des Über tragungsriemens im kleinsten Teilkreise, also beim kleinsten für eine bestimmte Riemen kraft auftretenden Drehmoment, die Anpress- kraft zur sicheren Herbeiführung des Rei bungsschlusses ausreicht.
Beim Lauf des Übertragungsriemens in grösseren Teilkreisen wächst dann das Drehmoment entsprechend dem Laufkreisdurchmesser. Das hat den Nachteil, dass man in :diesen Fällen eine im Verhältnis zur Riemenkraft unnötig starke Anpressung erhält, :die Überbeanspruchungen im Getriebe und schwere Gängigkeit,der Re gelung zur Folge hat.
Dieser Nachteil ist bei Bauarten vermie den, bei denen für die ' Umwandlung des Drehmomentes in zwischen den Kegelschei ben wirkende axiale Druckkräfte eine Ein richtung verwendet ist, die die Übersetzung zwischen Drehmoment und Axialkraft mit wechselndem Laufkreisdurchmesser des Über tragungsriemens in solchem Verhältnis än dert, & ss die Anpresskraft unabhängig. von dem jeweiligen Laufkreisdurchmesser immer der Riemenkraft entspricht.
Man erreicht .dies durch Schraubenflächen ungleichmässiger Steigung, von denen je :ein ganz bestimmter Teil einem bestimmten Laufkreisdurchmesser des Übertragungsriemens entspricht.
Diese Einrichtung hat den Nachteil, dass sie zwar beim Lauf in einer Drehrichtung kraftschlüssig ist, da das Glied zur Übertra gung -des Drehmomentes zwischen Welle und Kegelscheiben ständig an der gleichen Schrau benfläche anliegt, dass aber beim Wechsel der Kraftrichtung oder Drehrichtung eine andere Schraubenfläche mit entgegengesetzter Stei gung für die Anpressung notwendig ist. Zwi schen beiden Schraubenflächen liegt je nach der Regelstellung ein ziemlich grosser toter Winkel. Hierdurch wird bewirkt, dass beim Richtungswechsel die Antriebswelle in bezug auf die Abtriebswelle einen toten Gang hat.
der bis zu einer halben Umdrehung gehen kann und der bei raschem Drehrichtungs wechsel zu schlagartigen Beanspruchungen, unter Umständen sogar zu Beschädigungen des Getriebes führt.
Ein weiterer Nachteil dieser Bauart mit Anpressflächen von ungleichmässiger Steigung ist der, dass das Glied zur Übertragung des Drehmomentes bezw. zur Umwandlung in die Anpresskraft, das an der Anpressfläche an liegt, eine Kugel oder Rolle sein muss, damit an allen Stellen der Anpressfläche das An liegen an ihr gewährleistet ist. Infolgedessen wird die gesamte Eiraft nur in einer sehr klei nen punkt- oder linienförmigen Fläche über tragen, was zu hohen Werkstoffbeanspru chungen an der Berührungsstelle führt, denen der Werkstoff bei hohen Leistungen des Ge triebes nicht zuverlässig gewachsen ist.
Die Erfindung ermöglicht .die Schaffung einer Bauart, die wieder Anpressflächen wechselnder Steigung, noch toten Gang beim Richtungswechsel, noch örtliche Überbean spruchungen des Werkstoffes aufweist. Der Erfindung liegt folgender Gedankengang zu grunde: Bei Riemenscheibenwechselgetrieben mit zwischen Kegelscheibenpaaren auf parallelen Wellen laufendem Übertragungsriemen ist für alle Übersetzungsverhältnisse die Länge des Riemens die gleiche. Bei jeder Über setzungsänderung wird in erster Annäherung der Laufkreishalbmesser in dem einen Kegel scheibenpaar um den gleichen Betrag verrin gert, um -den er im andern Scheibenpaar ver grössert wird. Die Summe der Laufkreishalb- messer in beiden Scheibenpaaren ist infolge dessen angenähert konstant.
Aus dieser Be ziehung ergibt sich für jede Umfangskraft des Übertragungsriemens, dass die Summe der an beiden Scheibenpaaren ausgeübten Dreh momente konstant und bei sich ändernder Umfangskraft dieser unmittelbar verhältnis gleich ist. Werden also beide Kegelscheiben paare mit einer der Summe der Drehmomente an beiden Wellen verhältnisgleichen Anpress- kraft an den Übertragungsriemen angedrückt, dann ist diese Anpresskraft stets der Umfangs kraft des Riemens unmittelbar verhältnis gleich.
Erfindungsgemäss werden nun Mittel vorgesehen, um die an jedem Kegelscheiben- paar durch das Drehmoment der betreffenden Welle erzeugte Axialkraft auch auf das andere Kegelscheibenpaar als Anpresskraft zu übertragen.
Da die Grösse der Anpresskraft jetzt nicht mehr durch die Steigung der Anpressflächen beeinflusst zu werden braucht, können diese mit gleichmässiger Steigung ausgeführt wer den, was ermöglicht, eine Vielzahl von Walz- körpern auf ihnen rollen zu lassen und so die Druckbeanspruchungen wesentlich zu erniedrigen.
Eine bevorzugte Ausführungs form ergibt sich dadurch, dass sowohl an den Kegelscheiben wie an auf den Wellen axial verschiebbar aber uridrehbar sitzenden Muf fen einander gegenüberliegende und aufein ander wirkende Schraubenflächen gleicher und gleichmässiger Steigung für beide Dreh richtungen angeordnet sind,
dass sowohl die Kegelscheiben wie die Muffen durch je ein Axialdrucklager abgestützt sind und jedes Kegelscheibendrucklager und das auf dersel ben Scheibenseite liegende Muffendrucklager auf der andern Welle an .den Armen eines zweiarmigen Hebels abgestützt werden.
Um eine leichte Einstellmöglichkeit für den An- pressdruck zu erreichen, empfiehlt es sich, dass die beiden zweiarmigen Hebel auf jeder Getriebeseite um eine gemeinsame Achse schwenkbar sind und die beiden Achsen mit Rechts- bezw. Linksgewinde auf einer im Ge triebegehäuse gelagerten Schraubenspindel sitzen, durch deren Drehung in an sich be- kannter Weise der Abstand der Schwenk achsen der Hebel zwecks Regelung der Span nung des Getrieberiemens eingestellt werden kann.
Dabei kann noch ein Paar der erwähn ten Hebel zur Regelung des Getriebes in an sich bekannter Weise von einem Ende aus mittels einer Schraubenspindel einstellbar sein, wodurch besondere Regelhebel erspart werden.
Um die auf die Axialdrucklager kommen den Belastungen zu verkleinern, ist es mög lich, die Drücke auf die Kegelscheibendruck lager auf die einen Arme von in den Naben der Kegelscheiben gelagerten Hebeln zu über tragen, die mit ihren andern Armen auf der Welle in Achsrichtung unverschieblich ab gestützt sind.
Der Erfindungsgedanke kann auch da durch verwirklicht werden, dass sowohl die Antriebskraft auf das Getriebe durch Druck öl übertragen als auch die Abtriebskraft von dem Getriebe durch Drucköl abgenommen wird, wobei die Öldrücke den an den beiden Wellen übertragenen Drehmomenten verhält nisgleich sind, und dass diese Öldrücke zum Anpressen der Kegelscheiben an den Über tragungsriemen verwendet werden.
Das kann in der Weise geschehen, dass beide Getriebe wellen je einen Flügelkolben tragen, der von einem mit der treibenden Welle bezw. anzu treibenden Welle verbundenen Gehäuse um geben ist, welchen Gehäusen von je einer Pumpe ständig Öl als Kraftübertragungs mittel zugeführt wird, wobei durch die Stel lung des Flügelkolbens im Gehäuse Über- strömöffnungen gesteuert werden, die die Menge des aus .dem Gehäuse abströmenden Öls und damit den dem zu übertragenden Drehmoment entsprechenden. 'Öldruck be stimmen, und dass das Drucköd jeder der bei den Pumpen je einem mit :
den axial verschieb baren Kegelscheiben verbundenen Anpress- zylinder zugeleitet wird. Diese Zylinder kön nen die Wellen umgeben und auf mit den Wellen fest verbundenen Kolben gleiten, wobei das, Drucköl der beiden Pumpen durch :Bohrungen der Wellen und Kolben den Zylindern und Flügelkolben zugeleitet wird.
Während bei den bisher dargestellten Ausführungen ein Teil ,der Anpresskraft ent sprechend .dem Drehmoment auf jeder Welle erzeugt und die beiden Teilkräfte nachträg lich zusammengefasst werden, ist es auch möglich, die Drehmomente beider Wellen selbst mechanisch zusammenzufassen und von dieser Drehmomentensumme die Anpresskraft abzunehmen und sie auf die Kegelscheiben wirken zu lassen.
Das kann dadurch ge schehen, dass sowohl die Antriebskraft auf das Getriebe durch ein Umlaufgetriebe über tragen, als auch die Abtriebskraft vom Ge triebe durch ein Umlaufgetriebe abgenommen wird und die einen Glieder -der beiden Um laufgetriebe in gleichem Drehsinne auf ein Zwischenrad wirken, von dem durch eine Ge windespindel die Entfernung der Drehachsen von Regelhebeln voneinander und damit der Anpressdruck der Kegelscheiben an -den Über tragungsriemen eingestellt wird.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbei spiele des Erfindungsgegenstandes ' darge stellt, und zwar zeigen: Fig. 1 bis 3 .die erste Ausführung im Grundriss, teilweise geschnitten im Aufriss, teilweise nach der Linie II-II der Fig. 1 geschnitten, und im Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1, Fig. 4 eine geänderte Ausführung im Längsschnitt :
durch eine Getriebewelle, Fig. 5 und 6 eine weitere Ausführung mit Übertragung ,der Drehmomente und An pressung der Kegelscheiben ,durch Drucköl in schematischer Darstellung und in einem Schnitt nach der Linie VI-VI der Fig.
5, Fig. 7 ,eine schematische Darstellung einer Ausführung mit mechanischer Addition der Drehmomente und zentraler Anpressung ,der Kegelscheiben mit einer von der Drehmomen- tensumme abgeleiteten Kraft und Fig. 8 eine Ansicht zu Fig. 7.
Das Getriebe nach den Fig. 1 bis 3 weist zwei in einem Gehäuse 1 ,gelagerte Wellen 2 und 3 auf, die jede ein Paar lose auf den Wellen sitzender Kegelscheiben trägt. Die Kegelscheiben ,auf der Welle 2 sind mit 4 und 5, -die auf der Welle 3 mit 6 und 7 be zeichnet.
Die beiden Scheiben jedes Paares sind durch eine Kerbverzahnung 8 bezw. 9 drehfest miteinander verbunden, so dass sie sich gegeneinander verschieben, aber nur ge meinsam auf der Welle drehen können. Zwi schen den beiden Kegelscheibenpaaren läuft ein Übertragungsriemen 1.0, der zweckmässig als Metallgliederkeilriemen ausgebildet ist.
Auf der Nabe jeder Kegelscheibe ist ein Kurvenstück 11 festgekeilt,\ dessen wirksame Flächen vier Schraubenflächen 12 mit gleich grosser und gleichmässiger, aber paarweise entgegengesetzter Neigung sind. Diesen Schraubenflächen liegen genau übereinstim mende Schraubenflächen 13 gegenüber, die an einer Muffe 14 angebracht sind, die durch. eine Keilverzahnung 15 auf der Welle bezw. 3 undrehbar, aber axial leicht beweg lich gelagert ist. Zwischen den Flächen 12 und 13 liegen Kugeln zur Verkleinerung der Reibung.
Jede Kegelscheibe trägt am Übergang in ihre Nabe ein Axialdrucklager 16 und ebenso jede Muffe 14 ein Axialdrucklager 17. Die losen äussern Ringe der vier Drucklager 16 werden von vier Stützringen 1.8 bezw. 19, 20 und 21 gehalten, die die Scheibennaben um geben, während die losen äussern Ringe der vier Drucklager 17 von vier Stützringen 22 bezw. 23, 24 bezw. 25 geschalten werden, die um die Muffen 14 herum angeordnet sind. Die beiden Stützringe 19 und 22 werden mit tels Bolzen 27 und 26 von einem Rahmen 28 getragen, der aus einem obern Schenkel 29.
einem untern Schenkel 30 und zwei sie ver bindenden Querstücken 31 besteht. Der Rah men 28 ist um ein mittleres Querstück 32 schwenkbar, das in später noch zu beschrei bender Weise gehalten ist. Auf der andern Seite des Getriebes ist ein entsprechender Rahmen 33 vorgesehen, der die Stützringe 21 und 24 träg. Er ist um ein mittleres Quer stück 34 schwenkbar.
In gleicher Weise sind :die beiden Stütz ringe 18 und 23 mittels Bolzen 35 und 36 in einem Rahmen 37 gelagert, der aus einem obern Schenkel 38, einem untern Schenkel 39 und sie verbindenden Querstücken 40 besteht. Dieser Rahmen ist auch um das mittlere Querstück 32 schwenkbar. Entsprechend ist auf der andern Seite des Getriebes ein Rah men 41 zum Halten der Stützringe 20 und 25 vorgesehen, der wie der Rahmen 33 um das mittlere Querstück 34 schwenkbar ist.
Die erwähnten Rahmen bilden je einen zweiarmigen Hebel, an dessen Armen ein Drucklager 16 auf der einen Welle und ein auf der gleichen Scheibenseite liegendes Drucklager 17 auf der andern Welle abge stützt sind.
Die Querstücke 32 und 34 sitzen mit Rechts- bezw. Linksgewinde auf einer im Ge häuse 1 drehbar gelagerten Schraubenspindel 42.
Die Schenkel der Rahmen 37 und 41 sind nach einer Seite hin verlängert und mit je einem Querstück 43 bezw. 44 verbunden. Diese Querstücke sitzen mit Rechts- bezw. Linksgewinde auf einer Schraubenspindel 45, die im Gehäuse 1 gelagert ist und ein Hand rad 46 trägt. Durch Betätigung der Schrau benspindel 45 wird in bekannter Weise das Getriebe geregelt, indem die Kegelscheiben auf der einen Welle einander genähert und die auf der andern Welle gleichzeitig von einander entfernt werden.
Die an den Muffen 14 auf der Welle 2 entstehenden Druckkräfte werden durch die Ringe 22 und 24 und die Rahmen 28 und 33 auf die Ringe 19 und 21 und die Drucklager 16 der Kegelscheiben 6 und 7 auf der Welle 3 in gleicher Grösse übertragen.
Demgemäss wirken auf die Kegelscheiben 6 und 7 einer seits die von den Muffen 14 auf der Welle 3 ausgeübten Axialdruekkräfte und anderseits diese zusätzlichen Druckkräfte, die den von den 3Tuffen 14 auf der Welle 2 auf die Ke- gelscheiben 4 und 5 ausgeübten gleich sind. Die Kegelscheiben 6 und 7 werden also mit der Summe dieser Druckkräfte an den Rie men 10 angedrückt.
Eine entsprechende Übertragung der an den Muffen 14 auf der Welle 3 entstehenden Axial@druekkräfte durch die Ringe 23 und 25 und die Rahmen 37 und 41 auf die Ringe 18 und 20 und die Drucklager 16 der Kegel scheiben 4 und 5 auf der Welle 2 tritt bei ,der dargestellten Anordnung nicht ein, weil die Rahmen 37 und 41 durch die Lagerung bei 32 und 43 bezw. 34 und 44 ortsfest ge halten werden, so dass sie als Übertragungs- mittel nicht in Funktion treten können.
Trotzdem ist aber gewährleistet, dass auch die Kegelscheiben 4 und 5 mit einem der Summe der Drehmomente an beiden Wellen entspre chenden Axialdruck aneinander gepresst wer den. Denn,da ,die Welle 2,die von dem Motor getriebene Antriebswelle des Getriebes ist, läuft der Übertragungsriemen 10 in das An- triebskegelscheibenpaar 4, 5 mit voller Span nung ein und erzeugt durch seine Keilwir kung im Verein mit der Umschlingung den erforderlichen Axialdruck in voller Höhe entsprechend der Riemenspannung, die der Summe -der an beiden Wellenausgeübten Dreh momente verhältnisgleich ist,
wie oben dar gelegt worden ist. Auch an den Kegelschei ben 4 und 5 treten ,daher Axialdrücke auf, .die der vorher angegebenen Summe gleich sind.
Ist nicht,die Welle 2, sondern die Welle 3 die vom Motor getriebene Antriebswelle des Getriebes., ,dann dürfen nicht die Schenkel der Rahmen 37 und 41, sondern es müssen die Schenkel der Rahmen 28 und 33 als Regel hebel verwendet werden.
In Fig. 4 ist eine abgeänderte Ausfüh rung dargestellt. Bei ihr sind zwischen die Drucklager 16, die die Kegelscheiben 4, 5 abstützen, und die Kegelscheiben selbst He bel 47 eingeschaltet, die um die Welle 2 herum in den Kegels Scheibennaben gelagert sind, mit ihren äussern Armen sich gegen die die Drucklager 16 tragenden Kurvenstücke 11 legen und mit den innern Armen in eine Büchse 48 eingreifen, die in den Scheiben nahen auf der Welle sitzt und auf der die Kegelscheiben urdrehbar, aber in Achsrich tung verschiebbar gelagert sind. Die Kurven stücke 11 sitzen undrehbar, .aber verschiebbar auf den Scheibennaben.
Ein weiterer Unterschied gegenüber der Bauart nach den Fig. 1 bis 3 besteht darin, dass als kraftübertragende Flächen an den Kurvenstücken 11 und .den Muffen 14 eine grössere Anzahl Keilflächen 49 vorgesehen ist und zwischen den Keilflächen .als Über tragungsmittel Rollen 50 eingelegt sind. Im übrigen entspricht die Bauart der nach Fig. 1 bis 3.
Bei der Ausführung nach .den Fig. 5 und 6 weist das Getriebe wieder zwei parallele Wellen 2 und 3 auf. Auf Welle 2 sitzt ur verschiebbar und urdrehbar eine Kegelscheibe 4, und urdrehbar, aber verschieblich eine Ke gelscheibe 5, auf Welle 3 unverschieblich und uridrehbar eine Kegelscheibe 6, und uridreh bar, aber verschieblich eine Kegelscheibe 7. Die beiden Kegelscheiben 5 und 7 tragen auf ihrer Aussenseite je einen Doppelzylinder 51 bezw. 52, welche Zylinder über auf,der Welle 2 bezw. 3 festsitzende "Kolben 53 und 54 bezw. 55 und 56 greifen.
Je ein Zylinder raum 57 der beiden Doppelzylinder 51 und 52 steht .durch Rohrleitungen, Büchsen und Bohrungen in .den Wellen 2 und 3 und den Kolben 54 und 55 mit einer Ölpumpe 58 in Verbindung, während die andern Zylinder räume 59 der beiden Doppelzylinder in ent sprechender Weise mit .einer zweiten Öl- pumpe 60 verbunden sind.
Auf dem einen Ende der Welle 2 sitzt fest ein von Radialflächen begrenzter Flügel kolben 61, der radiale Bohrungen 62 auf weist, die mit der Bohrung der Welle 2 in Verbindung stehen, so dass .durch sie -01 strö men kann. Der Flügelkolben 61 ist von einem zylindrischen Gehäuse 63 umschlossen, das ,starr mit der Antriebswelle 64 verbun den ist.
Es weist in seinem Innern Wider lager 65 (Fig. 6) auf, durch welehe Bohrun gen 66 führen. Zwischen den Widerlab rn 65 und den Radialflächen des Flügelkolbens 61 sind Druckräume 69 und 70 vorhanden.
Durch Steuerkanten auf der Mantelfläche des Flügelkolbens 62 und auf der Innenfläche ,des Gehäuseas 63 Bind Steuerschlitze (Eintritt- schlitze) 67 und 68, .durch die das 01 aus .den Bohrungen 62 in die Druckräume 69 und 70 fliessen kann, und Steuerschlitze (Austritt- schlitze) 71 und 72 gebildet, .die aus den Druckräumen 69 und 70 in die Bohrungen 66 führen und durch die das 01 aus den Druck räumen ins Freie abströmen kann.
Auf der Welle 3 sitzt ein entsprechender Flügelkolben, dem 01 durch die Bohrung der Welle 3 zugeleitet wird und der von einem dem Gehäuse 63 gleichen Gehäuse 73 um geben ist, -das fest mit der anzutreibenden Welle 74 verbunden ist.
Das von den beiden Pumpen 58 und 60 geförderte 01 strömt durch die Bohrungen 62 der Flügelkolben radial nach aussen. Bei un belastetem Getriebe haben die Flügelkolben und ihre Gehäuse die in Fig. 6 gezeichnete Lage zueinander. Dabei sind die Steuer schlitze 67 und 68 gleich weit offen, so dass das 01 durch sie in die Druckräume 69 und 70 treten kann. Ebenso sind die Steuerschlitze 71 und 72 offen, und das 101 kann aus den Druckräumen durch die Bohrungen 66 ins Freie gelangen.
Wird unter dem Einfluss eines Antriebs drehmomentes an der Welle 64 das Gehäuse 63 gegenüber dem Flügelkolben 61 in der Uhrzeigerrichtung verdreht, dann ,schliessen sich die Steuerschlitze 68 und 7 2 teilweise oder ganz, während die Schlitze 67 und 71 -weiter geöffnet werden. Das Drucköl tritt dann durch hie Eintrittschlitze 67 in die Druckräume 69, aus denen es durch die teil weise oder ganz geschlossenen Austritt schlitze 72 nicht genügend oder gar nicht ab strömen kann. Infolgedessen überträgt das Drucköl das auf die Welle 64 bezw. das Ge häuse 63 ausgeübte Drehmoment auf den Flügelkolben 61 und ,damit auf die Welle 2.
Je grösser das Drehmoment an der Welle 64 ist, desto mehr wird das Gehäuse 63 gegen ,den Flügelkolben 61 verdreht, desto mehr werden :die Austrittschlitze 7 ? geschlossen und desto grösser wird infolgedessen der Druck in den Druckräumen 69. Es ergibt sich also durch diese Steuereinrichtung im Netz der Pumpe 58 ein Druck, -der dem auf die Getriebewelle 2 übertragenen Dreh moment verhältnisgleich ist.
In entsprechender Weise bildet sich im Netz der Pumpe 60 ein Öldruck aus, der dem an der Getriebewelle 3 wirkenden Dreh moment verhältnisgleich ist. Der Öldruck von der Pumpe 58 wirkt so wohl in dem Zylinderraum 57 vordem Kol ben 54 auf die Kegelscheibe 5, als auch im Zylinderraum 57 vor dem Kolben 55 auf die Kegelscheibe 7. Ebenso wirkt der Öldruck von der Pumpe 60 in den beiden Zylinder räumen 59 vor dem Kolben 53 auf die Kegel scheibe 5 und vor dem Kolben 56 auf die Kegelscheibe 7. Die Scheiben -erden also ständig mit der Summe der beiden Öldrucke an den Übertragungsriemen angepresst.
Die Anpresskraft ist demnach dauernd der Summe der Drehmomente an beiden Getriebewellen verhältnisgleich. Zur Regelung des Getriebes ist wenigstens eine der beiden Kegelscheiben jedes Paares, im vorliegenden Falle die Scheibe 5 sowie die Scheibe 7, in bekannter Weise axial verschiebbar. Die Vorrichtung für die Verschiebung ist nicht bezeichnet.
Bei der Ausführung nach .den Fig. 7 und 8 treibt ein Antriebsmotor 75 auf eine Welle 76, die den Stern 77 eines Planetengetriebes 78 trägt. Von den beiden andern Gliedern des Planetengetriebes 78 sitzt das eine Rad 79 fest auf der Welle 2 des stufenlos regel baren Getriebes, während das andere Rad lose auf dieser Welle läuft.
Die Welle 2 trägt die beiden gegeneinander verschiebbaren und ge gen Drehung gesicherten Kegelscheiben 4 und 5, während die Kegelscheiben 6 und 7 ebenso gesichert auf der zweiten Welle 3 des Getriebes sitzen. Zwischen den Kegelschei- benpaaren läuft der Keilriemen 10. Zur Re gelung des Getriebes dienen zwei Regelhebel 81 und 82, die um Zapfen 83 bezw. 84 mit tels einer Schraubenspindel 85 schwenkbar sind und auf die Naben der Kegelscheiben wirken.
Die Zapfen 83 und 84 sind in Mut- tern gelagert, die auf einer Gewindespindel 86 auf Rechts- bezw. Linksgewinde laufen. Durch Drehen der Spindel 86 können also die Zapfen 83 und 84 einander genähert oder von einander entfernt werden, wodurch die , Kegelscheiben unabhängig von der durch die Regelung bestimmten Stellung mehr oder weniger gegen den Keilriemen 10 gepresst werden können.
Auf der Abtriebswelle 3 des Getriebes sitzt das Sonnenrad 87 eines Planetenge- triebes 88, .dessen Stern 89 mit der anzutrei benden Welle 90 verbunden ist, während das Aussenrad 91 lose auf dieser Welle sitzt.
Das Rad 80 .des Planetengetriebes 78 trägt eine Aussenverzahnung 92, die in ein auf der Gewindespindel 86 sitzendes Stirn rad 93 eingreift. Ebenso steht das Aussenrad 91 des Planetengetriebes 88 durch eine Aussenverzahnung 94 über ein Zwischenrad 95 mit einem weiteren, ebenfalls, auf der Ge windespindes 86 ,sitzenden Stirnrad 96 im Eingriff.
Die Einrichtung arbeitet in folgender Weise: Wird das Aussenrad 80 des Planetenge triebes 78 festgehalten, dann wird durch die Drehung der Welle 76 im Uhrzeigersinne und den Umlauf des Planetensternes 77 in der gleichen Drehrichtung auch das Sonnenrad 79 mit der Welle 2 in derselben Richtung ge dreht. Da sich das Aussenrad 80 in gleicher Richtung drehen will, ist zu seiner Feststel lung eine entgegengesetzt der Drehrichtung der Welle 76 wirkende Gegenkraft erforder lich. Sie wird von dem auf der Gewindespin del 86 sitzenden Stirnrad 93 geliefert.
Um gekehrt wird auf dieses Rad eine Kraft aus geübt, die gleich dieser Gegenkraft ist und die in einem festen Verhältnis zu dem an der Welle 76 oder 2 wirkenden Drehmoment ist.
Die Drehung,der Welle 2 wird durch den Keilriemen 10 auf das zweite Kegelscheiben paar 6, 7 und .damit auf die Welle 3 über tragen, :die sich also ebenfalls, in Richtung des Uhrzeigers dreht. Bei festgehaltenem Aussenrad 91 des Planetengetriebes 88 be wirkt die Drehung des Sonnenrades 87, das auf der Welle 3 sitzt, eine Drehung des Pla netensternes 89 und damit,der anzutreiben den Welle 90 in derselben Richtung. Da sich dabei das Aussenrad 91 in entgegengesetzter Richtung drehen will, übt es auf das Zwi schenrad 95 einen Rückdruck aus, der dieses Rad im Uhrzeigersinne drehen will.
Das Rad 96 erhält somit einen Antrieb in -der glei chen Richtung wie das Rad 93 von dem Rad 80. Da die beiden Räder 93 und 96 beide fest auf .der Gewindespindel 86 sitzen, üben sie auf diese Spindel ein Drehmoment aus, das,der Summe der beiden an den Wellen 2 und 3 :ausgeübten Drehmomente verhältnis gleich ist. Mit einer dieser Summe entspre chenden Kraft werden nun auch die beiden Kegelscheibenpaare 4, 5 und 6, 7 mit Hilfe der Regelhebel 81 und 82 an den Keilriemen 10 angepresst.
Erhöht sich das Drehmoment an einer der Wellen 2 oder 3, dann wird das Rad 93 bezw. 96 in Drehung entgegengesetzt zum Uhrzeigersinne versetzt. Durch die damit verbundene Drehung .der Gewindespindel 86 werden die beiden Muttern mit den Zapfen 83 und 84 einander genähert. Dadurch wird der Druck der Kegelscheiben auf den Keil riemen entsprechend dem erhöhten Dreh moment verstärkt und somit der erhöhten, durch die Riemen übertragenen Umfangs kraft angepasst.