CH226112A - Niederfrequenzinduktionsofen. - Google Patents
Niederfrequenzinduktionsofen.Info
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Description
NiedeArequenzinduktionsofen. Gegenstand der Erfindung ist ein Nieder frequenzinduktionsofen, insbesondere zum Schmelzen von Aluminium und Aluminium legierungen. Bei bekannten Ausführungen solcher Schmelzöfen ergibt sich bei unmittel- barem Vergiessen aus dem Ofen der Nachteil,
dass die Bildung von Einschlüssen in den Gussstücken von im Bad herumschwimmen- den Metalloxyden und andern Verunreinigun- gen infolge der durch den Pincheffekt er zeugten Badbewegung, bezw. Wirbelung nie ganz vermieden werden kann, auch dann nicht, wenn der Ofen vor dem Giessen nur auf Warmhaltetemperatur gehalten wird.
Erfindungsgemäss wird dieser Nachteil dadurch umgangen, dass der Ofen wenigstens einen Schmelzherd und einen vom Schmelz herd durch eine Zwischenwand getrennten Abstehherd aufweist, und die Verbindung zwischen Schmelzherd und Abstehherd in den untern Teil des Ofens verlegt ist. Es wird dadurch erreicht, dass infolge der Zwischen wand zwischen Schmelzherd und Abstehherd die Badbewegung im Schmelzherd und in der Schmelzrinne das Metallbad im Abstehherd wenig beeinflusst und dieses daher ruhig ab stehen kann,
wobei die Metalloxyde in den untern Teil des Bades absinken.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegen- standes beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 ist ein senkrechter Schnitt durch das erste Beispiel und stellt einen Zwei- oder Dreiphasen - Niederfrequenzinduktions- ofen dar.
Fig. 2 ist ein waagrechter Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1.
Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch das zweite Beispiel und zeigt :einen Ein phasen-Niederfrequenzinduktionsofen.
Fig. 4 ist ein. Schnitt längs der Linie IV-IV der Fig. 1.
Fig. 5 ist ein Schnitt längs der Linie V-V der Fig. 1.
Fig. 6 zeigt den gleichen Schnitt wie Fig. 5 mit um 90 gekipptem Ofen.
Der in Fig. 1 und 2 dargestellte Schmelz ofen besitzt zwei Schmelzherde 2 und ss und einen Abstehherd 4, welcher durch die senk rechten Zwischenwände 5 und 6 von den Schmelzherden getrennt ist. An die beiden Schmelzherde 2 und 3 schliessen sich die in 5 vertikaler Ebene liegenden, nach unten füh renden, gezweigten Schmelzrinnen 7 bezw. 8 an. Diese Schmelzrinnen liegen unmittelbar unterhalb der entsprechenden Schmelzherde 2 und 3, und sind über eine unterhalb des Abstehherdes 4 ebenfalls in vertikaler Ebene liegende, breitere Rinne 9 mit dem Absteh- herd verbunden.
Die Bodenfläche 10 der Rin nen 7 und 8 ist gegen die Mitte des Ofens bezw. gegen die Rinne 9 hin nach unten ge neigt, derart, dass der tiefste Punkt der Rinne 8 tiefer liegt als der Boden 10 der Schmelz rinnen 7 und B. 11 und 12 sind die Kerne eines Zweiphasenheiztransformators in Scott- schaltung, welche durch die kreisringförmi gen Wandungen der Rinnenkörper 13 und 14 hindurchführen. Im Gegensatz zu den bis her bekannten Öfen ergibt sieh beim vor liegenden Ofen in Scottschaltung praktisch Phasengleichheit.
Der Zweiphasentra.nsfor- mator könnte durch zwei Einphasentransfor- matoren ersetzt werden.
Die Schmelzherde 2 und 3 stehen durch im obern Teil der Zwischenwände 5 und 6 angeordnete Kanäle 15 und 16 mit dem Ab stehherd 4 in Verbindung. In der seitlichen Ofenwand befindet sich eine mit dem Ab stehherd 4 verbundene Giessschnauze 17. Eine weitere Ausgussöffnung 18 ist in der obern Ofenwand vorgesehen und steht ebenfalls mit dem Abstehherd 4 in Verbindung.
Der beschriebene Ofen arbeitet in folgen der Weise: Das zum Schmelzen bestimmte Material wird in die Schmelzherde 2 und 3 eingesetzt und nach dem Schmelzen fliesst das Metall durch die Schmelzrinnen 7 und 8 nach unten und gelangt durch die Rinne 9 in den Abstehherd 4. Die spezifisch leichten Verunreinigungen schwimmen an der Ober fläche der Schmelze in den Schmelzherden.
Die spezifisch schwereren Oxyde werden infolge der durch thermische und elektrodynamische Kräfte verursachten Strömungsbewegung in den Rinnen (siehe eingezeichnete Pfeile) aus den Schmelzrinnen entfernt und werden zur tiefsten Stelle der Rinne 9 geschwemmt, wo sie als Ofensumpf 19 liegen bleiben und nicht in den Abstehherd 4 gelangen, da dieser Herd infolge der Trennung von den Schmelz herden 2 und 3 durch die Zwischenwände 5 und 6 von den elektrodynamischen Strö mungsbewegungen wenig beeinflusst bleibt.
Das im Abstehherd 4 sich ansammelnde, ge schmolzene Metall ist daher frei von Oxyden und sonstigen spezifisch schweren Verunreini gungen, was ermöglicht, die Schmelze im Abstehherd zum direkten Vergiessen zu ver wenden, wobei einwandfreie Gussstücke, wie zum Beispiel Pressbolzen oder Walzbarren ohne fremde Einschlüsse erhalten werden. Auch kann ununterbrochen geschmolzen und gegossen werden, ohne dass die Schmelze im Abstehherd verunreinigt wird.
Ein weiterer Vorteil der tieferen Rinne 9 besteht darin, dass infolge der Ansammlung der spezifisch schwereren Oxyde an der von den Schmelz rinnen entfernten tiefsten Stelle die Verun reinigung und Verkrustung der Schmelz rinnen viel geringer ist und die Schmelz rinnen weniger oft gereinigt werden müssen. Nach Ergebnissen der Praxis genügt eine vollständige Reinigung der Rinnen alle 6 bis 12 Tage, je nach Einsatzgut.
Die Giessschnauze 17 dient zum Vergie ssen der im Abstehherd gesammelten Schmelze, während die Ausgussöffnung 18 zum Entleeren des Ofens zwecks Reinigung der Schmelzrinnen dient. Zur Entleerung des Ofens wird die Ausgussschnauze 17 mittels einer Abschlussvorrichtung 20 verschlossen und dann der Ofen um 90 aus seiner Nor mallage gekippt (Fig. 6).
Die Entleerungs öffnung 18 befindet sich an der obern Wand des Ofens etwas innerhalb des Randes des Abstehherdes, so dass beim Kippen des Ofens, wie Fig. 6 zeigt, nicht der ganze Ofeninhalt entleert wird, sondern dass der Sumpf bezw. eine gewisse Metallmenge zurückbleibt, welche dem zum Betrieb des Ofens erforder lichen Sumpf entspricht. Es werden dadurch bei der Reinigung der Schmelzrinnen keine besonderen Giesspfannen zur Aufnahme des Ofensumpfes benötigt. Soll dagegen ein Le gierungswechsel der im Ofen herzustellenden Schmelze stattfinden, so muss der Ofen gänz lich geleert werden.
Das ist ohne weiteres möglich, indem dann die Abschlussvorrich- tung 20 von der Giessschnauze 17 entfernt wird und der Ofeninhalt durch diese letztere ausfliesst. Infolge der Verbindungsöffnungen 15 und 16 können sich auch die beiden Schmelzherde 2 und 3 entleeren.
Der in Fig. 3 dargestellte Ofen besitzt nur einen einzigen Schmelzherd 21, der durch eine Zwischenwand 22 vom Abstehherd 23 getrennt ist. Unterhalb des Schmelzherdes 21 befindet sich die Schmelzrinne 24, deren Bo denfläche 10 schräg abfallend gestaltet ist. Unterhalb des Abstehherdes 23 ist eine Rinne 25 vorgesehen, die tiefer als die Schmelzrinne 24 ist, deren schräge Bodenfläche 10 sich bis zur tiefsten Stelle der Rinne 25 erstreckt. 26 ist der gern eines Einphasentransforma- tors.
Auch bei dieser Ausführungsform werden Metalloxyde und andere schwere Verunreini- gungen durch die Strömung in der Schmelz rinne 24 nach der tiefsten Stelle des Ofens geführt und lagern sich dort als Sumpf 19 ab, während der Abstehherd 23 frei von elek trodynamischen Strömungen bleibt, so dass das geschmolzene Metall dort ruhig abstehen kann und frei von Oxyden bleibt.
Der Ofen nach Fig. 3 kann in ähnlicher Weise wie im erstbeschriebenen Beispiel mit einer ver schliessbaren Giessschnauze und einer Entlee rungsöffnung versehen sein, und ein Verbin dungskanal 26 in der Zwischenwand 22 ge stattet die gänzliche Entleerung beider Herdräume.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Niederfrequenzinduktionsofen, insbeson dere zum Schmelzen von Aluminium und Aluminiumlegierungen, dadurch gekennzeich net, dass der Ofen wenigstens einen Schmelz herd und einen vom Schmelzherd durch eine Zwischenwand getrennten Abstehherd auf weist, und die Verbindung zwischen Schmelz- herd und Abstehherd in den untern Teil des Ofens verlegt ist.<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Niederfrequenzinduktionsofen nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmelzrinne sich unmittelbar unterhalb des Schmelzherdes befindet und mit einer unterhalb des Abstehherdes vorgesehenen Rinne mit dem Abstehherd verbunden ist.2. Niederfrequenzinduktionsofennach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die tiefste Stelle der unterhalb des Absteh- herdes befindlichen Rinne tiefer liegt als das untere Ende der Schmelzrinne. 3. Niederfrequenzinduktionsofen nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Ofen zwei Schmelzherde aufweist, zwi schen denen sich der durch Zwischenwände von den Schmelzherden getrennte Abstehherd befindet.4. Niederfrequenzinduktionsofen nach Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die in senkrechter Ebene liegenden Schmelz rinnen unmittelbar unterhalb der Schmelz herde liegen und mittels einer in gleicher Ebene liegenden Verbindungsrinne mit dem Abstehherd verbunden sind.5. Niederirequenzinduktionsofen nach Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Abstehherd verbundene Rinne tiefer ist als die beiden Schmelzrinnen, von welchen aus schräg abfallende Bodenflächen nach der unmittelbar unterhalb des Absteh- herdes liegenden tiefsten Stelle der Verbin- dungsrinne führen, zum Zwecke,dass infolge der durch thermische und elektrodynamische Kräfte verursachten Strömung in den Schmelzrinnen Metalloxyde und andere Ver unreinigungen an die tiefste Stelle der Ver- bindungsrinne geschwemmt werden. 6. Niederfrequenzinduktionsofen nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der obern Wand des Ofens über dem Absteh- herd eine Entleerungsöffnung derart vom Rand des Herdes entfernt angebracht ist, dass beim Kippen des.Ofens und Entleerung zwecks Reinigung der Schmelzrinnen der Ofensumpf im Ofen zurückbleibt. 7. Niederfrequenzinduktionsofen nach Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Abstehherd verbundene Giess schnauze mittels einer Abschlussvorrichtung verschliessbar ist, damit beim Kippen des Ofens zwecks Entleerung und Reinigung der Schmelzrinnen der Ofensumpf zurückgehal ten wird. B.Niederfrequenzinduktionsofen nach Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im obern Teil der Zwischenwände zwischen den Schmelzherden und dem Abstehherd Ver- bindungsöffnungen vorgesehen sind. 9. Niederfrequenzinduktionsofen nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe einen Einphasentransformator auf weist. 10. Niederfrequenzinduktionsofen nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe für jede Schmelzrinne je einen Einphasentransformator aufweist.11. Niederfrequenzinduktionsofen nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass für beide Schmelzrinnen ein gemeinsamer Zweiphasentransformator vorgesehen ist.
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2538979A (en) * | 1941-08-19 | 1951-01-23 | Applic Electro Thermiques Soc | Induction furnace |
| DE844496C (de) * | 1950-11-03 | 1952-07-21 | Otto Junker G M B H | Niederfrequenzinduktionsschmelzofen mit geraden Schmelzrinnen |
| DE937481C (de) * | 1947-08-29 | 1956-01-05 | Ajax Engineering Corp | Trommelfoermiger Niederfrequenz-Induktionsofen |
| WO2014071533A1 (de) | 2012-11-06 | 2014-05-15 | Condair Ag | Verdampfungsvorrichtung |
-
1941
- 1941-06-13 CH CH226112D patent/CH226112A/de unknown
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