An einer Kamera angebrachter photographischer Verschluss. Im Patentanspruch des Hauptpatentes ist ein photographischer Verschluss gekennzeich net, bei welchem zur Sperrung des Licht durchlasses zwei Polarisationsfilter dienen, von denen mindestens eines gegenüber dem andern beweglich ist. Vorliegende Erfindung betrifft nun eine weitere Ausbildung eines solchen an einer Kamera angeordneten Ver schlusses, und bezweckt, dass derselbe ausser zur Steuerung des Lichtdurchlasses auch zur Dämpfung bezw. grösstmöglichen Ausschal tung des von glatten Flächen herrührenden Spiegellichtes (durch welches die Güte einer Aufnahme unter Umständen stark beein trächtigt wird) verwendet werden kann.
Die Dämpfung von Spiegellicht mittels eines Polarisationsfilters im allgemeinen ist, wie bekannt, auf Grund der physikalischen Tatsache möglich, dass gespiegeltes Licht zum grössten Teil polarisiert ist, das heisst nur noch in einer bestimmten Ebene schwingt; es ist daher nur nötig, das in den Weg dieses Lichtes eingeschaltete Polarisationsfilter so lange zu verdrehen, bis seine Gefügeteile senkrecht zur Schwingungsrichtung des Lich tes stehen, wodurch dieses praktisch ausge löscht wird.
Diese lichtdämpfende bezw. auslöschende Wirkung zur Verhinderung störender Spie gelungserscheinungen wird gemäss der vor liegenden Erfindung bei einem an einer Ka mera angebrachten Verschluss gemäss Patent anspruch des Hauptpatentes dadurch ermög licht, dass ausser der Bewegbarkeit der Polari sationsfalter gegeneinander der Verschluss als Ganzes um die optische- Achse der Kamera vierdrehbar und in seiner jeweiligen Stellung feststellbar ist.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbei spiel ein erfindungsgemässer; an einer Ka mera angebrachter Verschluss dargestellt, wel cher zur Verwendung bei Kameras mit Matt scheibeneinstellung oder bei Spiegelreflex kameras mit gemeinsamem Aufnahme- und Sucherobjektiv bestimmt ist; es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht des Verschlusses in Schliessstellung bei abgenommener Deck platte, Fig. 2 eine Teilansicht des in Fig. 1 ge zeigten Verschlusses bei anderer Stellung ein zelner Glieder desselben, Fig. 3 eine Teilansicht in Richtung des in Fig. 1 eingezeichneten Pfeils in grösserem Massstab und Fig. 4 den in Fig. 1 gezeigten Verschluss in Offenstellung.
Bei Verwendung eines Verschlusses, bei welchem Polarisationsfilter zur Lichtsteue rung dienen, in den üblichen Kameras mit einem Sucher oder in Kameras mit einer be sonderen Sucherkammer ist die Dämpfung und Ausschaltung von Spiegellicht in ein facher Weise möglich. Es ist in diesen Fäl len nur notwendig, den Verschluss auf einer Drehscheibe an der Kamera zu lagern, um ihn als Ganzes verdrehen zu können; er ist um jeweils den gleichen Betrag zu verdrehen, um welchen ein vor den Sucher bezw. das Sucherobjektiv geschaltetes Polarisationsfilter verdreht werden muss, damit seine Gefüge teile in die zur Schwingungsebene des Spie gellichtes senkrechte Stellung kommen und dadurch dieses auslöschen.
Durch die Mitver- drehung des Verschlusses kommt sein eines Filter, das während des Belichtungsvorgan ges nicht bewegt wird, ebenfalls in die das Spiegellicht auslöschende Winkelstellung, so dass dieses Licht bei der Offnung des Ver schlusses während einer Aufnahme nicht zum Schichtträger gelangen kann. Während des vorher beschriebenen Einstellvorganges wird der Verschluss nicht geöffnet.
Die Gleichheit der Verdrehungen von Be obachtungsfilter und Verschluss kann zum Beispiel durch Ablesen und Neueinstellen des jeweiligen Verdrehungsbetrages an ent sprechenden Skalen erreicht werden oder aber auch dadurch, dass das vor dem Sucher ange brachte Filter mit dem Verschluss (z. B. über Zahnräder) gekuppelt ist, so dass derselbe bei den Einstellbewegungen des Filters jeweils um den gleichen Betrag mitbewegt wird.
Mit Rücksicht auf die vorstehend geschil derten besonders einfachen Verhältnisse wurde ein Ausführungsbeispiel eines Ver schlusses für die obengenannten Arten von Kameras nicht gezeigt; als Beispiel wurde ein Verschluss gewählt, der für die Verwen dung bei Kameras mit Mattscheibeneinstel- lung oder bei Spiegelreflexkameras mit ge meinsamem Aufnahme- und Sucherobjektiv geeignet ist, und bei dem infolgedessen be sondere Mittel vorgesehen sein müssen, um den Verschluss während der Einstellung der Kamera öffnen zu können. Ein solcher Ver schluss wird nachstehend an Hand der Zeich nung näher beschrieben.
Gemäss Fig. 1 sind in einem Verschluss- gehäuse 140 zwei scheibenförmige Polarisa tionsfilter 142 und 144 in entsprechender axialer Entfernung und sich gegenseitig über deckend angeordnet, wobei ihre gemeinsame Mittelachse 146 mit der optischen Achse der Kamera zusammenfällt. Die Anordnung der beiden Filter ist weiter eine solche, dass das Filter 142 gegenüber dem Gehäuse 140 um die Achse 146 gedreht werden kann, während das Filter 144 unv erdrehbar im Gehäuse 140 angeordnet ist. Das Filter 142 ist zum Zweck seiner Verdrehung in einer ringförmi gen Fassung 148 gehalten, die an ihrem Um fang zwei Ansätze 150 und 152 aufweist.
An dem Ansatz 152 greift eine Zugfeder 154 an und versucht die Fassung 148 und damit das Filter 142 im Uhrzeigersinn zu verdrehen, bis der Ansatz 152 an einem Anschlag 156 zum Anliegen kommt, der ein Teil eines gleichachsig mit den beiden Filtern angeord neten Drehringes 157 bildet; dieser Ring trägt einen Handgriff 158 und kann mittels desselben zwischen zwei Anschlägen 159 und 160 verdreht werden.
Ebenfalls gleichachsig mit den beiden Filtern 142 und 144 ist im Gehäuse 140 ein als Ring ausgebildetes Spannorgan 161 drehbar gelagert, das einen Handgriff 162 auf-weist. An diesem Handgriff greift eine gegenüber der Feder 154 stärkere Zugfeder 164 an und versucht den Ring 161 gegen den Uhrzeigersinn zu verdrehen, bis der Griff 162 an einem im Gehäuse 140 vorgesehenen Anschlag 166 anliegt. An der einen Seite des Ringes<B>161</B> ist eine zweiarmige Klinke bei <B>168</B> drehbar gelagert. Diese Klinke ist an ihrem einen Ende als Haken 170 ausgebildet und weist an ihrem andern Ende eine Schräg fläche 172 auf.
Ausserdem versucht eine Fe der 174 die Klinke im Uhrzeigersinn zu verdrehen, was bei den in Fig. 1 und 4 ge zeigten Stellungen durch einen im Gehäuse 140 angeordneten Anschlagstift 176 verhin dert ist. Am Umfang des Ringes 161 ist ein Absatz<B>178</B> vorgesehen, hinter den sich bei gespanntem Verschluss das hakenförmige Ende einer Auslöseklinke 180 legt, die unter der Wirkung einer Feder 182 steht. Die Aus löseklinke kann entweder unmittelbar mittels eines Handhebels 184 oder aber über einen Drahtzug<B>186</B> von einer beliebigen Stelle der nicht näher dargestellten Kamera aus be tätigt werden.
Im Gehäuse 140 ist auf einer Achse 188 ein Handhebel 190 drehbar gelagert, der unter der Wirkung einer Zugfeder 192 steht. Eine am Ende des Hebels 190 befestigte Blattfeder 194 beeinflusst eine ebenfalls auf der Achse 188 drehbar gelagerte Klinke 196 in der Weise, dass sie sich mit ihrem An schlag 198 gegen die eine Seite des Hebels <B>190</B> legt. Das hakenförmige Ende der Klinke 196 ragt in gewissen Stellungen in den Weg des Fortsatzes 152 der Filterfas sung 148. Handhebel 190 und Klinke 196 bilden Sperrmittel.
Der Handhebel<B>190</B> durchdringt das Ver- schlussgehäuse 140 in einer kulissenartigen Ausnehmung 199, die auf einer Seite von der Deckplatte 200 des Verschlusses begrenzt ist (Fig. 3).
Zur Bewegung der Klinke 196 von ihrer in Fig. 2 gezeigten Ruhestellung in die in den Fig. 1 oder 4 gezeigte Wirklage wird der Handgriff 190 von seiner in Fig. 3 dar gestellten Endlage "a" gegen die Wirkung der Feder 192 so lange um die Achse 188 verschwenkt, bis er durch seine Eigenspan nung in eine Rast 202 einfällt und dort fest gehalten wird (Stellung "c"); dabei wird die Klinke <B>196</B> durch die -Blattfeder 194 mit- genommen.
Zur Rückbewegung des Hebels 190 aus dieser Stellung muss derselbe zuerst von Hand aus der Rast 202 herausgehoben werden; erst hierauf kann die Feder 192.zur Wirkung kommen.
Die Verschwenkung des Hebels 190 aus seiner Lage "a" heraus kann, ausser durch den beschriebenen unmittelbaren, Angriff von Hand, auch über einen Drahtzug 204 von einer beliebigen Stelle der Kamera aus er folgen. Das Ende dieses Drahtzuges drückt bei Betätigung gegen eine entsprechend aus gebildete Stelle des Hebels 190 und bewegt denselben wiederum auf die Rast 202 hin.
Der Weg des Drahtzugendes ist jedoch so begrenzt, dass der Hebel 190 nicht in die Rast 202 einfallen kann, sondern nur bis in die Stellung "b" gelangt, in welcher sich die Klinke 196 ebenfalls bereits in Wirklage gegenüber dem Fortsatz 152 befindet. Es ist aus Fig. 3 ohne weiteres zu entnehmen, dass der Hebel 190 in der Stellung "b" nicht ge sperrt ist,
so dass er nach Aufhören der Kraft wirkung des Drahtzuges 204 ohne besondere Ausrückbewegung unter dem Zug der Feder 192 wieder in seine Endlage "a" zurückkehrt.
Die Fälle der unmittelbaren Betätigung des Hebels 190 von Hand bezw. der Benüt zung des Drahtzuges 204 werden später im einzelnen erläutert.
Die vorstehend beschriebenen einzelnen Teile des Verschlusses sind in dem Gehäuse, 140 angeordnet und dieses Gehäuse ist an einer nicht näher dargestellten Kamera um die Achse 146 drehbar gelagert. Zur Ver drehung des Gehäuses 140 (und damit des Verschlusses als -Ganzes) 'ist ein Handgriff , 206 vorgesehen. Ausserdem trägt das Ge häuse 140 auf einem ungefähr 90 umfas senden Teil seines Umfanges eine bogenför mige Platte 208, deren Rand mit einer Ver zahnung 210 versehen ist. In diese Verzah nung greift eine ortsfest gelagerte Feder 212 ein, die das Verschlussgehäuse in seiner je weiligen Winkelstellung gegen ungewollte Verdrehungen sichert.
Auf der Platte 208 ist eine (zweckmässig mit den einzelnen Zäh nen 210 übereinstimmende) Winkelteilung 214 angebracht, um die einzelnen Verdre hungsbeträge auch zahlenmässig festlegen zu können.
Vor Beschreibung des Vorganges zur Ausschaltung von Spiegellicht soll zunächst die Wirkungsweise der zur Durchführung der eigentlichen Belichtung dienenden Mittel erläutert werden.
Im Ruhezustand des Verschlusses (Fig. 1) ist die Stellung des Filters 142 durch das Anliegen des Fortsatzes 152 an dem An schlag 156 bestimmt. Bei dieser Stellung ste hen die Gefügeteile des Filters 142 im rech ten Winkel zum Gefügeaufbau des im Ge häuse 140 unverdrehbar gelagerten Filters 144, so dass der Lichtdurchtritt durch den Verschluss gesperrt ist. Beim Spannen des Verschlusses wird der Ring 161 gegen die Kraft der Feder 164 vom Anschlag 166 weg im Uhrzeigersinn so lange bewegt, bis der Absatz 178 hinter den Haken der Auslöse klinke 180 zu liegen kommt und der Spann ring damit in seiner neuen Lage festgehalten wird.
Beim Erreichen der Spannstellung fällt ausserdem das hakenförmige Ende 170 der auf dem Ring 161 gelagerten, doppel- armigen Klinke unter der Wirkung der Feder 174 hinter den Ansatz 150 der Filter fassung 148 ein. Die Lage des Filters 142 gegenüber dem Filter 144 wurde beim Spann vorgang nicht verändert, so dass der Ver schluss seine geschlossene Stellung beibehal ten hat.
Wird nun die Auslöseklinke 180 gegen die Kraft der Feder 182 entweder mittels des Handhebels 184 oder über den Draht zug 186 im Uhrzeigersinn bewegt, so wir;' der Ansatz 178 freigegeben und der Ring 161 durch die Feder 164 gegen den Uhr zeigersinn verdreht.
Bei dieser Verdrehung wird über die Klinke 170 und den Ansatz 1.50 das drehbar gelagerte Filter 142 unter Anspannung der (gegenüber der Feder 164 schwächeren) Feder 154 mitgenommen. Diese Verdrehung des Filters 142 zusammen mit dem Ring 161 dauert so lange, bis die Schrägfläche 172 der bei 168 gelagerten flinke an dem Anschlag 176, der in ihren Weg ragt, anstösst und an ihm entlangglei- tet. Dabei wird die Klinke gegen die Kraft ihrer Feder 174 verdreht und damit der An satz 150 der Filterfassung 148 freigegeben.
Die Stellung des Filters 142 ist in diesem Augenblick eine solche, dass seine Gefüge teile parallel zu denjenigen des Filters 144 liegen, so dass der Lichtdurchtritt zum Schichtträger freigegeben ist. Während nun der Spannring 161 durch Anliegen des He bels<B>162)</B> an dem Anschlag 166 zur Ruhe kommt, wird das Filter 142 durch seine Feder 154 in die in Fig. 1 gezeigte Aus gangsstellung zurückgeholt und damit der Lichtdurchtritt durch den Verschluss wieder gesperrt.
Der Handhebel 190 befindet sich während der Durchführung einer Belichtung in der in Fig. 2 gezeigten Stellung, bei der die Klinke 196 ausserhalb des Weges des Fortsatzes 152 liegt, so dass sie nicht zur Wirkung kommen kann.
Erwähnt sei noch, dass Mittel zur Ände rung der Verschlussgeschwindigkeit (Hemm werk) bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus Gründen der Einfachheit weggelassen wurden.
Soll nun vor Durchführung einer Auf nahme ein Spiegellicht, das von einer glän zenden Fläche des aufzunehmenden Gegen standes herrührt, ausgeschaltet werden, so kann dies zum Beispiel bei einer Kamera mit Mattscheibeneinstellung in folgender Weise geschehen: Nach Einsetzen der Mattscheibe in die Kamera wird zunächst der Hebel 190 in seine aus Fig. 1 und insbesondere Fig. 3 er sichtliche eingerastete Stellung "c" ver- schwenkt. Dann wird der Ring 157 mittels des Handgriffes 158 von seiner in Fig. 1 ge zeigten Stellung in die in Fig. 4 gezeigte Lage bis zum Anschlag 160 bewegt.
Dabei wird über den Anschlag 156 und den Fort satz 152 auch der Filter 142 gegen die Kraft der Feder 154 mitgenommen. Kurz vor Be endigung der Bewegung des Ringes 157 fällt der Fortsatz 152 hinter die jetzt in seinen Weg ragende Klinke 19f> ein, so dass das Filter 142 in seiner neuen Stellung festge- halten wird. In dieser Stellung liegen aber seine Gefügeteile parallel zu denjenigen des im Gehäuse 140 befestigten Filters 144, so da,ss der Durchblick durch den Verschluss frei gegeben ist (Fig. 4).
Diese bffnung des Ver schlusses mittels des Handgriffes 158 kann durchgeführt werden unabhängig davon, ob sich der Ring 161 in Ruhe- oder Spannstel lung befindet.
Während des Durchblickens durch die in die Kamera eingesetzte Mattscheibe ist nun mehr mittels des Handgriffes 206 der Ver schluss als Ganzes so lange um die Achse 146 zu verdrehen, bis die Gefügeteile des Filters 144 senkrecht zur Schwingungsrichtung des polarisierten Spiegellichtes stehen, womit dieses praktisch ausgelöscht wird. Die ein gestellte Winkellage wird durch die in die Zähne 210 eingreifende Feder 212 gesichert.
Nach Beendigung der Einstellung wird der Hebel 190 wieder in seine Stellung "a" ver- schwenkt, wobei über den Anschlag 198 die Klinke 196 aus dem Weg des Fortsatzes 152 entfernt wird. Das Filter 142 bewegt sich nun unter der Wirkung der Feder 154 und unter iMtnahme des Ringes 157 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung zurück, womit der Lichtdurchtritt durch den Verschluss wieder gesperrt ist.
Nach Auswechseln der Matt scheibe gegen .das Aufnahmematerial kann nunmehr die Belichtung in der bereits ge schilderten Weise bei der eingestellten Win kellage des Verschlusses durchgeführt wer den.
Die Festlegung des Filters 142 in der in Fig. 4 gezeigten Offenstellung kann auch durch Betätigung des Drahtzuges 204 er folgen. Hierbei wird aber, wie bereits be schrieben, der Hebel 190 nur bis zur Stel- lung" b" verschwenkt, so dass er nach Aufhören des auf ihn ausgeübten Druckes unter der Wirkung der Feder 192 wieder in. die Aus gangslage "a" zurückkehrt und die Klinke 1.96 aus dem Weg des Fortsatzes 152 ent fernt.
Das Filter 142 wird somit in diesem Fall nur während der Betätigung des Draht zuges 204 in Offenstellung gehalten. Die Bewegung der Klinke 196 über den Drahtzug 204 ist insbesondere bei Kameras mit gemeinsamem Aufnahme- und Sucher objektiv zweckmässig, weil bei diesen Ka meras dadurch eine gewisse fehlervermei dende Zwangläufigkeit in der Reihenfolge der einzelnen Tätigkeiten möglich wird. Diese Reihenfolge ist zum Beispiel folgende: Soll bei einer Aufnahme störendes Spie gellicht ausgeschaltet werden, so ist zunächst mittels des Handgriffes 158 das Filter 142 in die Offenstellung des Verschlusses zu ver drehen.
Das Filter wird in:: dieser Stellung ohne weiteres von der Klinke 196 festgehal ten, weil es bei der letztgenannten Art von Kameras zweckmässig ist, den Drahtzug 204 so anzuordnen, dass er unter Federdruck dauernd den Hebel 190 in der Stellung "b" und damit die Klinke 196 in Wirklage zu halten sucht. Nun kann der geöffnete Ver schluss mittels des Handgriffes 206 zur Aus schaltung des Spiegellichtes in die entspre chende Winkelstellung verdreht werden.
Vor oder nach dieser Einstellbewegung ist der Verschluss mittels des Handgriffes 162 in der üblichen Weise zu spannen.
Nach Beendigung der Einstellung wird nun ein an der Kamera vorgesehenes Aus löseglied betätigt. Dadurch wird als erstes der Drahtzug 204 aus seiner Wirklage in die Ruhelage zurückgezogen und damit der Hebel 190 durch die Feder 192 aus seiner Stellung "b" in die Anfangsstellung zurück geholt; die Klinke 196 gibt dabei das Filter 142 zur Schliessbewegung frei.
Durch wei teres Betätigen des Auslösegliedes wird nun nach dem Schliessen des Verschlusses der (bei Spiegelreflexkameras mit nur einem Objek tiv vorgesehene) schwenkbare Spiegel aus dem Lichtweg des Objektives herausbewegt und als letztes wird hierauf über den Draht zug 186 die Klinke 180 betätigt und damit der eigentliche Belichtungsvorgang ausgelöst.
Bei Verwendung der Drahtzüge 186 und 204 zur Betätigung der Sperrmittel 180 bezw. 190 ergibt sich schliesslich bei Kameras be liebiger Bauart noch der Vorteil, dass die eigentlichen Bedienungsstellen beliebig an der Kamera angeordnet werden können und (infolge der Biegsamkeit der Drahtzüge) ihre ursprüngliche Lage bei den Verdrehungen des Verschlusses beibehalten.