CH226216A - Maschenware und Verfahren und Maschine zur Herstellung dieser Ware. - Google Patents

Maschenware und Verfahren und Maschine zur Herstellung dieser Ware.

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CH226216A
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Grimm Hans
Kempf Oskar
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Grimm Hans
Kempf Oskar
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04B—KNITTING
    • D04B1/00—Weft knitting processes for the production of fabrics or articles not dependent on the use of particular machines; Fabrics or articles defined by such processes
    • D04B1/02—Pile fabrics or articles having similar surface features

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description


      Naschenware    und Verfahren und Maschine     zur    Herstellung dieser Ware.    Eine bestimmte Anzahl nebeneinander  liegender     Maschenstäbchen    ergibt eine be  stimmte Breite von Wirk- oder Strickware.

    Wenn durch die Maschen dieser aus einem  Grundfaden hergestellten     Maschenstäbchen     die Maschen eines zusätzlichen     Maschenstäb-          chens,    aus einem     Hilfsfaden    gebildet, gelegt  werden, so wird die aus einem Grundfaden  hergestellte Masche voller und das Maschen  stäbchen um die Masche     bezw.    um das Ma  schenstäbchen des Hilfsfadens breiter, wäh  rend die     Platinenmaschenstäbchen    unverän  dert bleiben. Die Ware wird demnach um  die zusätzliche Masche des Hilfsfadens brei  ter und umgekehrt erfordert eine derart ver  breiterte Ware kleinere Maschinenbreiten.

    Durch die Art     zweier        ineinandergelegter    und  verbundener     Maschenstäbchen    gelingt es     nun,     erfindungsgemäss Waren mit Riegelmaschen  zur Hemmung des Maschenlaufes zu schaffen.  



  Für die Herstellung     fallmaschensicherer     Ware ist bereits vorgeschlagen worden,  durch jede auf einer flachen     Kulierwirk-          maschine    hergestellte Masche einer Maschen-    reihe zwei Maschen in gleicher Länge und  in gleicher oder in     entgegengesetzter    Rich  tung     hindurchzuziehen,    derart, dass durch die  Masche einer Maschenreihe ausser der Masche  der darauffolgenden     zweiten.    Maschenreihe  die Masche der dritten Maschenreihe gezogen  ist und durch die Masche der zweiten Ma  schenseihe die Maschen der dritten und vier  ten Maschenreihe gelegt werden usw. Ware  dieser Art ist als glatte einflächige und auch  als .glatte linksflächige Wirk- oder Strick  ware bekannt geworden.

    



  Es ist ferner eine weitere Ware bekannt,  worin eine Nadelmasche mit     einer    lang  gezogenen zweireihigen Fangmasche über  eben solche Maschen     abgeschlagen    wird, wo  bei die Schenkel der Fangmaschen in sich       verschlungen    sein können. Diese Ware er  hält wegen der     Verbindung    mit Fang- und  gewöhnlichen Maschen eine Ähnlichkeit mit  Fangware und die Eigenschaften     einer    sol  chen.

   Sie wird ausserdem     zweifädig    herge  stellt, das heisst eine Masche besteht aus zwei  Einzelfäden und macht, da die durchschlun-           genen    Maschen     hintereinanderliegen,    die Ver  wendung feiner Materialien zur     Bedingung.     



  Waren der     geschilderten    Art zeigen  durch die über zwei Maschenreihen hinweg  reichenden langgezogenen     Masahensehenkel     wohl eine     grosse        Dehnfähigkeit,    ihre Elastizi  tät jedoch bleibt hinter derjenigen der be  kannten     blaschen-uvare    zurück.  



  Es ist ferner eine Ware bekannt mit  zusammenhängenden     14Taschenreihen,    bei der  jedoch die einzelnen Maschen durch     so-,e-          nannte    Riegelmaschen gesichert sind in der  Weise, dass durch eine Nadelmasche eine an  dere hindurchgezogen und um dieselbe herum  gelegt ist.  



  Demgegenüber liegen die Maschen der in  einandergelagerten     Maschenstäbchen        gemäss     der Erfindung nebeneinander,     bezw.    die  Maschen des einen     Maschenstäbehens    um  schliessen die Maschen des eingelegten andern       Maschenstäbchens-und    demzufolge liegen die       ineinandergelagerten    Maschen in einer Fläche.  Es kann also bei gleicher Feinheit und Tei  lung der Maschine ein Material     verwendet     werden, das in der     Stärke        demjenigen    des  obenerwähnten zweifähigen entspricht, ohne  dass die Ware etwa dicker oder schwerer aus  fällt.

   Um eine gleichbleibende Elastizität der  Maschenverbindung zu erhalten, ist versucht  worden, die Masche des äussern     Masehenstäb-          chens    mit der Masche des innern     DIaschen-          stäbehens    zu verbinden und gleichzeitig so zu  legen, dass das Laufen von Maschen in dem  Stäbchen, in dem der Fadenbruch erfolgt  ist, gehemmt und abgeriegelt wird.  



  Zum leichteren Verständnis und zur Un  terscheidung der Bindungslagen sind die zwei  Fäden als Grundfaden und Hilfsfaden be  zeichnet worden, obwohl beide Fäden an sich  gleich sein können.  



  Um eine Ware mit     masehenliemmender     Eigenschaft zu erhalten, ist durch. eine Ma  sche des Grundfadens die Nadelmasche der       darauffolgenden        Maschenreihe    des Grund  fadens und ausserdem die Nadelmasche einer  Maschenreihe eines Hilfsfadens hindurch  gezogen, durch die wieder die Masche     des     Grundfadens der ersten Maschenreihe und    durch diese Masche die Nadelmasche der       da.rauffolgenden    Maschenreihe des Hilfs  fadens hindurchgeht, welche ausserdem in der       hTadelmasche    der erwähnten darauffolgenden  Maschenreihe des Grundfadens liegt.

   Die       schenkel    der Nadelmaschen der aus dem  Grundfaden gebildeten Maschenreihe     liegen     demnach     reiliig    ineinander, während die Ma  schenköpfe nach innen gezogen zwischen  reihig mit den Nadelmaschen der Maschen  reihen aus dem Hilfsfaden verbunden sind.

    Aus den langen Nadelmaschen des Grund  fadens wird ausser der Masche mit der     da.rauf-          folgenden        Maschenreihe    des Grundfadens eine  zweite     Masche    mit der Nadelmasche     der     durchgezogenen     Masehenreilie    des Hilfsfadens  gebildet,     damit    sich ihre     Eliistizitäl@    derjeni  gen der kurzen     gewöhnlichen    Maschen der  aus dem Hilfsfaden     g"ebildeteii        Maschenreihen     angleicht.

   Die kurzen Nadelmaschen des  Hilfsfadens bilden mit den Maschenköpfen  der von aussen     nach    innen gezogenen     Maselien     des Grundfadens das innere     Alasehenstäb-          chen.     



  Das zur     Herstellung    dieser     )Vare    dienende  Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass  durch jede Nadelmasche einer von den Nadeln  eines obern Nadelsalzes gehaltenen Maschen  reihe aus einem Grundfaden, ausser den Na  delrnaschen der     darauffolgenden    Maschen  reihe, die von einem Hilfsfaden gebildeten  Nadelmaschen eines darunter befindlichen  Nadelsatzes gezogen     "-erden,    wobei erfin  dungsgemäss die vom obern Nadelsatz gehal  tenen Maschen bei der Bildung der darauf  folgenden Maschenreihe auf die Nadeln     des     untern Nadelsatzes abgeschlagen und voll  diesen eingeschlossen werden, worauf die Na  delmasche des Hilfsfadens, die sich auf den  Schäften der untern Nadel befindet,

       über    die  eingeschlossene Masche des     Crrundfadens    ab  geschlagen wird.  



  Die zur Herstellung dieser Ware und zur       Ausübung    des Verfahrens dienende     Maschine     ist mit einem oder mehreren Nadelträgern  ausgerüstet, die     mit;        zii    zweien aufeinander  gleitenden Nadeln besetzt sind. Je nach dem       Verwendungszweck    können übereinanderge-      lagerte, mit spitzen Nadeln besetzte Nadel  barren oder     übereinandergelagerte,    in einem  Nadelkanal geführte bewegliche Zungen  nadeln oder Zungen- und Spitzennadeln ver  wendet werden, wobei im ersteren Falle     Ku-          lierplatinen    die Maschenschleifen vorzulegen  hätten.

   Bei der Herstellung von Strickstof  fen beispielsweise auf Rundstrickmaschinen  mit zwei Nadelträgern ist das Vorlegen des  Fadenmaterials durch     Kulierplatinen    nicht  notwendig, da die Nadeln in Gruppen von  Zungen- und     Spitznadeln    arbeiten, wobei die  Zungennadel das Einziehen des Fadens auf  die Spitzennadel und damit das     Kulieren    für  diese Nadel übernimmt.  



  Auf den Zeichnungen sind als Beispiel  für die Erfindung einige Warenbilder und  aufeinanderfolgende Stufen zweier zur Her  stellung dieser Waren geeigneter Arbeits  kreisläufe sowie die Anordnung von Nadel  trägern zur Durchführung des Verfahrens  schematisch veranschaulicht, und zwar zei  gen:

         Fig.    1 eine Maschenverbindung einer  Ware gemäss der Erfindung,       Fig.    2 bis 13 aufeinanderfolgende Stufen  eines für die Herstellung der Ware nach       Fig.    1 geeigneten Arbeitskreislaufes,       Fig.    14 das Maschenbild einer doppel  flächigen Ware gemäss der Erfindung,       Fig.    15 eine doppelflächige Maschenver  bindung, wobei die eine Warenseite nach Art  der Erfindung hergestellt     ist,    während die  andere Seite die Struktur der bekannten       Ränderware    aufweist,       Fig.    16 den Querschnitt durch eine Ma  schenanordnung zur Herstellung von ein  flächiger Ware gemäss der Erfindung,

         Fig.    17 einen     Querschnitt    durch eine Ma  schine zur Herstellung von Ware nach     Fig.15     mit zwei Nadelträgern, von denen der eine       mit    zwei     aufeinandergleitenden    Nadeln be  setzt ist,       Fig.    18 einen Querschnitt durch eine Ma  schine mit zwei     Nadelträgern,    die je mit zwei       aufeinandergleitenden    Nadeln besetzt sind,  um Ware nach     Fig.    14 zu erzeugen.

      Wie in     Fig.    1 dargestellt ist, kennzeichnet  sich die neue Ware durch     Maschenstäbchen,     die     ineinanderliegen    und in geeigneter Weise  unter sich verbunden sind. Die aus einem  Grundfaden gebildete Masche 6 einer Ma  schenreihe n wird an der Stelle 10 von den  Schenkeln 11 einer Masche der nachfolgenden  Maschenreihe     nI        durchschlungen    und ist  ihrerseits an der Stelle 8 mit den Maschen  schenkeln 9 durch die Masche 4 der vorher  gehenden Maschenreihe     hindurchgezogen,

      so  dass die aus dem Grundfaden gebildeten Ma  schenschenkel des äussern     Maschenstäbchens          reinig        ineinanderhängen.    Durch die Maschen  des äussern     Maschenstäbchens        sind    die Ma  schen des Hilfsfadens gelegt, die einerseits  durch die Maschenköpfe des     Grundfadens     hindurchgezogen sind     bezw.    über die vom       äussern        Maschenstäbchen    nach dem innern       Maschenstäbchen    gezogenen Maschenköpfe  des     Gtundfadens    abgeschlagen werden.

   An  derseits sind die aus dem Hilfsfaden gebil  deten Maschen 3, 5... der Maschenreihen       v,        vI   <B>...</B> über die Maschenköpfe der Maschen  4, 6 ... der Reihen n,     nI...    abgeschlagen  und ergeben mit den nach     innen    gezogenen  Maschen des Grundfadens das innere Ma  schenstäbchen. Die Masche 5 der Maschen  reihe     vI    des     Hilfsfadens    verbindet beispiels  weise die Maschenköpfe der Maschen 4 und 6  der Maschenreihen     n,        nI    des Grundfadens,  die ausserdem mit den Maschenschenkeln der  darauffolgenden Maschenreihen des Grund  fadens verbunden sind.

   Die Maschen des  Hilfsfadens, die kurz gehalten     sind,    haben  keine mittelbare Verbindung. Bricht diese  Masche, so kann sie sich aus dem Maschen  kopf der aus dem Grundfaden bestehenden  Masche der vorhergehenden Maschenreihe  lösen. Der Maschenkopf jedoch, der ein Be  standteil der länger     kulierten    Grundfaden  masche aus dem äussern     Maschenstäbchen    ist,  kann sich nicht aus der Umklammerung der  nächstfolgenden Hilfsmasche lösen, weil bei  spielsweise bei     einer    Zerrung die engere und  kleinere Masche aus dem Hilfsfaden zusam  mengezogen wird und den Maschenkopf der  längeren Masche aus dem Grundfaden ab-      schliesst.

   Bricht nun eine Masche des Grund  fadens, so können die langen Maschenschen  kel nicht aus der sie umschliessenden Masche  des Grundfadens der vorhergehenden     3Ia-          schenreihe    heraustreten, weil die Masche des  Hilfsfadens die Überdehnung aufhält und  ausserdem den Maschenkopf der erwähnten  vorhergehenden Masche des     Grundfadens    ab  schliesst. Brechen beide Maschen, so schliesst  sich durch Zug oder Spannung die nächste  unbeschädigte Masche des Hilfsfadens oder  der Maschenkopf der nächsten unbeschädig  ten Masche des Grundfadens, der zwei auf  einanderfolgende Hilfsmaschen verbindet.

    Aus den langgezogenen Maschen des Grund  fadens der     ll1aschenreihe        rz,        nI,        izII   <B>...</B> ist im       innern        Maschenstäbchen    eine zweite Masche  gebildet worden, damit auch diese Maschen  beispielsweise in Einzelmaschen zerlegt, der  Maschenlänge der Masche ans dem Hilfsfaden  entsprechen und infolgedessen die gleiche  Elastizität besitzen wie diese.  



  Die beschriebene     Ware    kann beispiels  weise auf einer flachen oder rotierenden       Kulierwirk-    oder Strickmaschine hergestellt  werden. Der Arbeitskreislauf einer     Kulier-          ,virkmaschine    ist in den     Fig.        \?    bis 13 veran  schaulicht. Die Nadeln     a,    und c sind zusam  menarbeitende Organe, die einzeln beweglich  in Nadelschnitten geführt oder in Barren  übereinander gelagert sind, wobei jede Nadel  reihe für sich eine Maschenreihe und damit       Maschenstäbchen    erzeugen kann.

   In der Dar  stellung sind bewegliche Nadeln     a    und c vor  gesehen, die in Nadelbetten e geführt sind  und von Schlössern gesteuert werden können.  Eine schwingende Abschlag- und     Iulier-          platine    p     kuliert    den Faden bei der Herstel  lung der Maschenreihen, die     beispielsweise     aus Grundfaden und Hilfsfaden     bestehen,

      auf  die erforderliche Tiefe und eine     Presssehiene     oder einzeln bewegliche steuerbare     Press-          platinen    bewerkstelligen die Pressung der in  zwei verschiedenen Ebenen liegenden     Spit-          zennadelreihen.     



  Eine fertige Maschenreihe im Sinne der  Erfindung setzt sich zusammen aus Maschen  eines Grundfadens und solchen eines Hilfs-         fadens.    In     Fig.    2 nehmen die Nadeln etwa  die Stellung ein, die zur Herstellung der aus  einem Grundfaden gebildeten Maschenreihe  erforderlich ist. Auf die obere Nadel a eines  Nadelsatzes ist zum Beginn der Arbeit ein  Warenstück o aufgehängt. Die. Nadel a ist  zur Aufnahme eines durch die     Kulierplatine     <I>p</I>     vorkulierten    Fadens     yz    in Arbeitsstellung  gebracht worden.

   In     Fig.    3 erhält die Nadel  eine rückläufige Bewegung, wobei sich die  von der Platine gehaltene Fadenschleife des  Grundfadens     )a    unter die Spitze der Nadel     a     schiebt. Zwischen der     Kulierkehle    und der       Abschlagkehle    der     Platine    p, die im übrigen  eine besondere Form zur Trennung der     31a-          sehen    erhält, wird die Nadelspitze durch ein       Pressorgan        in        zugepresst    und in der weiteren  Rückwärtsbewegung der Nadel a     (Fig.    4)

    wird das auf dem Schaft der Nadel befind  liche aufgehängte Warenstück o aufgetragen  und an der Brust der Platine p abgeschlagen       (Fig.    5). Die erste Masche aus dem Grund  faden ist somit auf dem obern Nadelsatz ge  bildet und damit auch die Masche zu einem  äussern     Maschenstäbchen.    Dann     (Fig.    6)  durchsticht die untere Nadel c die von der  obern Nadel a vorgehaltene     1Vlasche    des  Grundfadens     rz    und zieht die     kulierte    Faden  schleife des Hilfsfadens v im Rückgang als  Maschenschleife durch die Masche des Grund  fadens     n        (Fig.    7).

   Die Masche des Hilfs  fadens     v    liegt mit ihren Schenkeln im     3Ia-          schenkopf    der vorgelagerten Masche des  Grundfadens     n    und mit ihrem Kopf im  Haken der untern Nadel c     (Fig.    8) und somit  ist die aus einem Hilfsfaden v gebildete erste  Maschenreihe auf den Nadeln des untern Na  delsatzes hergestellt     bez-,v.    die erste Masche,  aus der sich in der Arbeitsfolge das innere       Maschenstäbchen    ergibt, ist fertiggestellt.

    Nach     Fig.    9 wird alsdann die Nadel a zur  Bildung einer neuen Masche vorgetrieben,  empfängt den Grundfaden     nI    und schlägt die  auf ihrem Schaft befindliche alte Masche aus  dem Grundfaden     n    in der Rückwärtsbewe  gung über Spitze und Nadelkopf auf die  jetzt vorgehende und zur Übernahme bereite  untere Nadel c ab     (Fig.    10 und 11). Auf      deren Schaft     befinden    sich jetzt die Masche  des Hilfsfadens v und die vor     ihr    durch  eine besondere Vorrichtung an der Platine ge  trennt gehaltene, von der     obern    Nadel abge  schlagene Masche des     Grundfadens    n.

   In  der Rückwärtsbewegung der Nadel c gelangt  die Masche des Grundfadens n unter die  Spitze der Nadel c, wobei unter der     Wirkung     einer Presse die Masche des Hilfsfadens v  auf die     Spitze    aufgetragen und abgeschlagen  wird     (Fig.    12). Durch diesen Arbeitsvorgang  wird die Masche des Grundfadens n zu     einer     zweiten Masche     ausgezogen,    liegt im Haken  der Nadel c des untern Nadelsatzes     und    ist  verbindende Masche zwischen den     aus    dem  Hilfsfaden gebildeten Maschen des innern       Maschenstäbchens        (Fig.    13).

   Im weiteren  Verlauf des Arbeitsvorganges schiebt sich  die Nadel c durch die Masche des Grund  fadens     -nI    vor, .empfängt den     Hilfsfaden        vI     und zieht diesen als Maschenschleife durch  die Masche des     Grundfadens        nI.    Gleichzeitig  wird durch Abpressen der Nadel c die auf  dem Schaft dieser Nadel befindliche Masche  der ersten Maschenreihe des Grundfadens n  aufgetragen und über die neue Maschen  schleife     vI    abgeschlagen.

   Es folgt dann wie  der die Maschenbildung der Nadel a, das Ab  schlagen der Masche aus dem Grundfaden     nI     auf den Schaft der untern Nadel c, das Ein  binden dieser Masche, indem die Masche des  Hilfsfadens     vI    über diese Masche abgeschla  gen wird usw.  



       In.        Fig.    14 ist eine     Ränderware    darge  stellt, die die Bindung der Ware nach     Fig.    1  zur Grundlage hat, wobei jedoch die Grund  masche in einem     Maschenstäbchen    zur Hilfs  masche in andern     Maschenstäbchen    wird und  umgekehrt. Das     Maschenstäbchen    I zeigt die  Ansicht von rechten Maschen und entspricht  im Aufbau der Bindung und     Legung    nach  dem Warenbild der     Fig.    1, während das Ma  schenstäbchen     III    linke Maschen und die um  gekehrte Maschenverbindung gegenüber dem       Maschenstäbchen    I darstellt.

    



       Fig.    15 zeigt eine doppelflächige Ränder  ware, wobei die eine Warenseite die Bin  dung der Ware nach     Fig.    1 zur Grundlage    hat, während     die    andere Warenseite     die          Struktur    der bekannten     ReehtS-ReehtS-Ware     zeigt. Das     Maschenstäbchen    I entspricht dem  Aufbau der     Maschen    nach der     Fig.    1, wäh  rend das     Maschenstäbchen        IH    gewöhnliche       ineinanderliegende    Maschen aufweist.

   Die       Verbindung    der     Maschenlegung    gemäss der  Erfindung auf. einer     Warenseite    mit einer  solchen bekannten Rechtsware auf der an  dern Warenseite bezweckt, die letztere Wa  renseite für     Pressmustereffekte    nutzbar zu  machen.  



  Wie bereits erwähnt, kann die Ware nach       Fig.    1 einer     Flachwirkmaschine    hergestellt  werden     (Fig.    16), wobei die Nadeln     mit     gleichgerichteten oder     gegeneinandergerich-          teten    Nadelhaken übereinander gelagert, ein  zeln     beweglich    oder in Barren angeordnet  sein können.

       In.        Fig.    16 ist beispielsweise  ein Querschnitt durch ein Nadelbett e ge  zeigt, in dem die Nadeln a, c     in    Kanälen  geführt und übereinander gleitend angeordnet       sind.    Eine     schwingende        Platine    p     kuliert    den  Faden auf die Nadel     ca    und     in    einer andern  Arbeitsfolge als     Hilfsfaden    auf die Nadel c,  die abwechslungsweise durch Schlösser g  eines     Schlossträgers    i gesteuert werden.  



       In        Fig.    17 sind die maschenbildenden  Teile zur Erzeugung einer Ware gemäss der  in     Fig.    15 dargestellten Bindung veranschau  licht, wobei zum Beispiel im     Winkel    von 90   zueinander angeordnete Nadelträger vorge  sehen     sind,    von denen der eine mit einem Satz  Zungennadeln besetzt sein kann, während der  andere zwei     aufeinandergleitende    Nadeln  trägt, wovon die obere eine Zungennadel und  die untere eine Spitzennadel oder     kurzzun-          gige        Zungennadel    sein     kann.    Die Nadelträger  können so stehen,

   dass sich die     Nadelschnitte     beider Träger decken, oder sie können um  eine halbe - Nadelteilung versetzt angeordnet  sein. Bei Verwendung von Spitzennadeln als  untere Nadel ist zur Bildung einer Masche  die     Anordnung    einer Presse     erforderlich.    Die  Nadeln<I>a</I> und<I>d</I> bilden eine zusammenarbei  tende Nadelgruppe zur Herstellung der aus  dem Grundfaden gebildeten     Maschenreihe,

       und die gleiche Nadel a und die untere Spit-           zennadel    b bilden zusammen die     zweite    Na  delgruppe zur Bildung der aus dem Hilfs  faden hergestellten     Maschenreihe.    Die Na  deln sind beweglich in den Nadelträgern e  und f gelagert und werden einzeln von Schlös  sern g und h gesteuert, die ihrerseits mit den       Schlossträgern   <I>i</I> und     1e    verschraubt sind. Die  feststehende oder rotierende Presse e ist in  einem Halter     7n    befestigt und wirkt in be  kannter Weise auf die     senkrechtstehende     Spitzennadel.

   Die Pressung erfolgt in dein  Augenblick, in dem die Zungennadel die  Fadenschleife über den Schaft der Spitzen  nadel b     kuliert    und unter die Spitze der zu  rückgehenden Spitzennadel bringt. Beim Ver  arbeiten der von der obern Nadel auf die  untere Nadel abgeschlagenen     Masche    des  Grundfadens wird die Masche auf der untern  Spitzennadel am Schaft derselben     zurücli:ge-          halten,    so dass die aufgefangene Masche des  Grundfadens unter die Spitze geführt wer  den kann.

   Das Abschlagen der auf dem  Schaft befindlichen     Masche    der Spitzennadel,  die aus dem Hilfsfaden gebildet wird, voll  zieht sich in bekannter Weise, indem die  Spitze     zugepresst    wird, damit die     Masche    des  Hilfsfadens über die     eingeschlossene        Masche     des Grundfadens hinweggleiten kann.  



  In der     Fig.    18 sind die maschenbildenden  Organe dargestellt, wie sie zur Herstellung  einer Ware nach     Fig.    14 verwendet werden  müssen. Hierbei sind die Nadelträger o und  t mit je zwei aufeinandergleitenden Nadeln  a, c und b, d     ausgerüstet,    die von Schlössern  r gesteuert werden. In der Darstellung liegen  die Nadelbetten beispielsweise in einer Ebene  und können gegeneinander um eine halbe  Nadelteilung versetzt sein. In diesem Falle  ist die Verwendung von beweglichen Nadel  stegen vorgesehen, damit die Nadeln gegen  seitig in Arbeitsstellung gebracht werden  können.

   Der Nadelsteg kann also einer ge  genüberliegenden Nadel, die vorgetrieben  wird,     ausweichen    und im Rückgang dieser  Nadel nachlaufen und damit gleichzeitig als  Abschlag dienen. Auch hier ist die rotie  rende Presse e an einem Halter befestigt und       wirkt    einmal auf die Spitzennadel b und zum    andern auf die Spitzennadel c. Die Nadeln  können in folgenden Gruppen zusammen ar  beiten:<I>a, b</I> und<I>d,</I> c oder:<I>a, d</I> und<I>b, c. In</I>  der Zeichnung ist die erste Gruppe schema  tisch dargestellt. Entsprechend der Herstel  lung einer Ware nach     Fig.    14 arbeiten die  Nadeln in der erstgenannten Gruppe.

   Die  Maschenschleifen     aI,        bl    in der schematischen  Draufsicht sind von den Nadeln a und b und  die Maschenschleifen     cI,   <B>dl</B> sind von den Na  deln c und d gebildet.     Deinziach    arbeitet für  die beschriebene Bindung     immer    eine obere  Nadel mit einer im andern Nadelträger     be-          findliehen    untern Nadel     zusammen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRtrCHE I. Nach Art von Kulier- oder Ränderware aus zwei Fäden hergestellte Maschenware mit Laufmaschen hemmender Eigenschaft, da durch gekennzeichnet, dass durch die Nadel masche einer Naschenreihe eines Grundfadens ausser der Nadelmasche der darauffolgenden Maschenreihe des Grundfadens die Nadel masche der 3Iasclienreilie eines Hilfsfadens hindurchgezogen ist,
    durch die die Masche des Grundfadens und durch diese Masche die Na delmasche der darauffolgenden Maschenreihe des Hilfsfadens hindurchgeht, die ausserden; durch die Nadelmasche der erwähnten darauf folgenden Maschenreihe des Grundfadens hin durchgezogen ist, so dass die Nadelmaschen der Maschenreihen, die aus dem Grundfaden gebildet sind, reihig und die Nadelmaschen der Maschenreihen des Hilfsfadens zwischen reihig, also nicht unmittelbar ineinanderhän- gen,
    wobei die abwechselnd ineinanderhän- genden Maschenköpfe aus Grund- und Hilfs faden das innere Maschenstä.bchen darstellen, welches von den Maschenschenkeln aus dem Grundfaden gebildeten äussern Dlaschenstäb- chens uniscblossen wird.
    II. Verfahren zur Herstellung von lIa- schenware nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet., dass unter Verwendung von zwei übereinander angeordneten Nadelsätzen, wobei jede Nadel des einen Satzes gegenüber der über oder unten befindlichen Nadel des andern Satzes gleiten kann, durch die Nadel- masche einer von den Nadeln des obern Na delsatzes gehaltenen Maschenreihe des Grund fadens, ausser der Nadelmasche der darauf folgenden Maschenreihe des Grundfadens, die von einem Hilfsfaden gebildete Nadelmasche des darunter befindlichen Nadelsatzes ge zogen wird,
    wobei die vom obern Nadelsatz gehaltene Masche bei der Bildung der darauf folgenden Maschenreihe auf die Nadel des untern Nadelsatzes abgeschlagen und von dieser eingeschlossen wird, worauf die Nadel masche des Hilfsfadens, die sich auf den Schäften der untern Nadel befindet, über die eingeschlossene Masche aus dem Grundfaden abgeschlagen wird, so dass die Nadelmasche der darauffolgenden Maschenreihe des Grund fadens in den Nadeln des obern Nadelsatzes und die Nadelmasche der vorhergehenden ab- geschlagenen Maschenreihe des Grundfadens in den Nadeln des untern Nadelsatzes hängt, durch die die Nadelmasche des Hilfsfadens zur Herstellung der darauffolgenden Ma schenreihe und ausserdem durch die Nadel masche der erwähnten darauffolgenden Ma schenreihe des Grundfadens hindurchgezogen wird.
    III. Maschine zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass ein oder mehrere Nadel träger mit zu zweien aufeinandergleitenden Nadeln besetzt sind, das heisst sämtliche Nadelschnitte können mit zwei aufeinander gleitenden Nadeln besetzt werden.
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