CH226678A - Verfahren zum Abtöten von Mikroorganismen. - Google Patents

Verfahren zum Abtöten von Mikroorganismen.

Info

Publication number
CH226678A
CH226678A CH226678DA CH226678A CH 226678 A CH226678 A CH 226678A CH 226678D A CH226678D A CH 226678DA CH 226678 A CH226678 A CH 226678A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
angstroms
radiation
wavelength range
bacteria
irradiation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Samuel Cronsioe David
U Son Gronvall Ake Oscar
Original Assignee
Samuel Cronsioe David
U Son Gronvall Ake Oscar
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Samuel Cronsioe David, U Son Gronvall Ake Oscar filed Critical Samuel Cronsioe David
Publication of CH226678A publication Critical patent/CH226678A/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B11/00Preservation of milk or dairy products
    • A23B11/10Preservation of milk or milk preparations
    • A23B11/16Preservation of milk or milk preparations by irradiation, e.g. by microwaves
    • A23B11/164Preservation of milk or milk preparations by irradiation, e.g. by microwaves by ultraviolet or infrared radiation

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
  • Physical Water Treatments (AREA)
  • Dairy Products (AREA)

Description


  Verfahren zum Abtöten von     1VBhroorganismen.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein       Verfahren.    zum     Abtöten    von Mikroorganis  men, z. B. zum Sterilisieren von Stoffen oder  zum Desinfizieren solcher durch Bestrah  lung, das dadurch gekennzeichnet ist, dass  die Mikroorganismen der     Einwirkung    einer  Lichtstrahlung innerhalb des Wellenlängen  bereiches 2300-2500     Angström        unter    Aus  schliessung des Wellenlängenbereiches nächst  oberhalb 2500     Angström        ausgesetzt    werden.

    Das Verfahren kann zum     Sterilisieren    der  verschiedensten Stoffe verwendet werden,  unabhängig davon, ob diese fest, flüssig,  gas- oder     dampfförmig    sind.  



  Es ist bereits darauf hingewiesen worden,  dass Strahlen im Gebiete der Wellenlängen  von 2100 bis. 2900     Angström    eine besondere       bakterientötende        Wirkung    besitzen sollen.  Diese Angabe ist aber     unvollständig        und    ge  wissermassen irreführend, ,denn die der Erfin  dung zugrunde liegenden     Untersuchungen     haben gezeigt, dass die Strahlen im     Gebiete            unterhalb    der Grenze 2300     Angström    schon  durch Absorption in der     Luft        eine    Schwä  chung erleiden,

   so dass die     bakterientötende     Wirkung von 2300     Angström    abwärts sehr  stark abnimmt, während .die Strahlen im Ge  biete     nächstoberhalb    von 2500 nicht nur un  wirksam, sondern sogar schädlich sind.

   Es  hat sich nämlich gezeigt, dass die Strahlen im  Gebiete     nächstoberhalb    von 2500     Angström     Ozon bilden und     -dassdieses    Ozon zum Bei  spiel auf zu behandelnde Stoffe unter Um  ständen eine bezüglich ihres Geschmackes  schädliche Wirkung hat, und zudem auch die  Strahlen im Wellengebiete 2300-2500     Ang-          ström    absorbiert     und    dadurch deren Wirkung       vernichtet.    Behandelt man beispielsweise  Milch mit einer Strahlung, die nur Strahlen       zwischen    2300     und    2500     Angström    enthält,

    so wird nach Versuchen die gewünschte ab  tötende     Wirkung    auf Mikroorganismen er  zielt; schaltet man dagegen     eine        Bestrah-          lungslampe,    welche die langwelligen Strah-           len    zwischen     22500    und     ?9t10        Ängström    lie  fert, unterhalb der Bestrahlungsstelle ein, so  dass .die Luft, welche an dieser zweiten Lampe       vorbeistreicht,    zwischen die     erte    Lampe und  den zu bestrahlenden Stoff tritt, so hört, wie  Versuche zeigten, die Wirkung der Bestrah  lung durch die erste Lampe sofort auf,

   weil  das durch die zweite Lampe gebildete Ozon  die     wirksame    Strahlung der ersten Lampe  vernichtet. Besonders schädlich ist die starke  Quecksilberlinie 2537     Ängström,    die in den  meisten Quecksilberlampen vorhanden ist.  



  Ausserdem geht aus den bekannten An  gaben nicht hervor, welche Zusammensetzung  die benutzte Strahlung hatte.     Dran    weiss also  nicht, ob sie überhaupt Strahlen innerhalb  des Wellenlängenbereiches ?300-2500     Äng-          ström    enthielt oder in solcher Intensität, dass  von einer wirklich bakterienvernichtenden  Wirkung die     Rede    sein konnte. Die der Er  findung zugrunde liegenden Versuche haben  gezeigt, dass die Strahlung innerhalb des  Wellenlängenbereiches<B>23007 '2500</B>     Angström     besonders geeignet ist,     Bakterien,    Pilze und  dergleichen zu vernichten.

   Bakterien     etc.,    be  stehen im wesentlichen aus Eiweiss, und die       sterilisierende    Wirkung der beanspruchten  Strahlung dürfte darauf zurückzuführen  sein,     dass    -diese Strahlung die     Fähigkeit    hat,  Eiweiss zu koagulieren, ohne selbst von Ei  weiss     absorbiert    zu werden. Das     Durehdrin-          bungsvermögen,    wenn es sich darum handelt,  schichtweise     hintereinanderliegende    Bakte  rien zu töten, ist, wie sich     zeigte,    sehr be  trächtlich.

   Die Strahlung oberhalb der Grenze       \?500        Angström    wird dagegen schon in der  äussern Schicht eines Eiweisskörpers absor  biert und deren sterilisierende Wirkung ist  daher gering. Es ist vermutlich diese Vereini  gung von     Koagulierungs-    und     Durchdrin-          gungsfähigkeit,    :die die Strahlung innerhalb       des        Wellenlängenbereiehe:s        \2300-2500     für das Abtöten von Mikroorganismen  so wirksam macht.  



  Die Erkenntnis der Bedeutung des Wel  lenlängenbereiches 2300-9500     Rngström    ist  auch aus dem Grunde von Bedeutung, weil  man dadurch imstande ist, andere Strah-         lungsbereiche.    die den zu behandelnden Stof  fen schädlich sind,     bewusst    auszuschliessen,  ohne die sterilisierende Wirkung zu beein  trächtigen.  



  Die Erfindung bedeutet wohl auch eine       Anregung        für        die        Technik.        Strahlungsquellen     zu schaffen, die     innerlia.lb    des Wellenlängen  bereiches 2300-2500     Ängström    eine     inög-          lichst    grosse Intensität haben, ohne unwirk  same Strahlen zu erzeugen, wodurch die  Leitungsfähigkeit der Strahlungsquelle er  höht wird.  



  Mit den üblichen Bestrahlungslampen ist  es beispielsweise möglich, in einer Stunde  360 m' Wasser bis zu<B>79%</B> von Bakterien  (B.     coli)    zu befreien. Nach den Verfahren  gemäss der Erfindung kann man in einer  Stunde 50 000     m3    Wasser zu 100 % von allen  Keimen befreien.

      Während man bei den üblichen     Bestrah-          luitgslampen,    ausgehend von etwa 20 000  Kulturen     (B.        coli)    in der     Petrischale    bei  10 ein     Bestrahlungsabstand    und 30 Sekunden       Bestrahlung    noch immer etwa. 12 000 Kultu  ren lebend vorfindet, kann man bei Anwen  dung des     Verfahrens    gemäss der Erfindung,  wenn man von 10 Millionen Kulturen aus  geht, schon bei einer     Bestrahlungszeit,    die  einen Bruchteil einer Sekunde beträgt,  100 %     ige    Vernichtung der Kulturen errei  ehen.

      Die Versuche wurden mit einer Queck  silberlampe ausgeführt, die     unter    normalen  Verhältnissen ein     Intensitätsmaximum    bei  2537     Ängström    hat.; durch Änderung des       Druckes    in der Lampe wurde eine Verschie  bung des Spektrums bewirkt, so     dass    die       Quecksilberlinie   <B>2</B>537     ssngström    verschwand  und bei einem Druck von ungefähr 35-40  Atmosphären ein     Intensitätsmaximum    bei  ungefähr 2480     Rngström    erhalten wurde.

    Eine zur Ausführung des beanspruchten Ver  fahrens geeignete Lichtstrahlung aus dem       Wellenlängenbereieli    von 2300-<B>2</B>500     Äng-          ström        unter    Ausschaltung der     Wellenlängen-          bereiche        nächstoberhalb        2500     kann  also durch Entladung in Quecksilberdampf      bei einem Druck von 35-40 Atmosphären       erhalten    werden.  



  Das vorliegende     Verfahren        gestattet    auch,  eine selektive Wirkung zu erzielen. Beispiels  weise ist es     bei    Bestrahlung von Milch un  erwünscht, die     Milchsäurebakterien    abzu  töten.     Durch    Einregelung des Bestrahlungs  abstandes, der     Bestrahlungszeit    und der       übrigen    Faktoren lässt sich leicht erreichen,  dass bei Anwendung des beschriebenen Ver  fahrens nur die schädlichen Bakterien, nicht  aber die nützlichen     Milchsäurebakterien    ab  getötet werden.

   Falls die Behandlung so weit  getrieben wird, dass auch -das     erwünschte     Bakterienleben unwirksam wird, kann man  nach .der Bestrahlung     Reinkulturen    zusetzen,  z. B.     Milchsäurebakterien.    Diese Methode  kann natürlich auch beider     Behandlung    von  andern     Flüssigkeiten    oder Stoffen als Milch  verwendet werden, überhaupt wenn es sich  darum handelt, eine Bakterienflora auf  Kosten einer andern zu fördern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Abtöten von Mikroorga nismen, dadurch gekennzeichnet"dass man sie der Einwirkung einer Lichtstrahlung inner halb des Wellenlängenbereiches 2300-2500 Ängström unter Ausschliessung des Wellen längenbereiches nächtoberhalb 2500 Ang- ström aussetzt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass bei Einwirkung auf Gemische verschiedener Bakterienarten die Strahlung derart dosiert wird, dass nur einzelne Bakterienarten abgetötet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mikroorganismenhaltige Milch bestrahlt wird.
CH226678D 1939-06-28 1940-06-03 Verfahren zum Abtöten von Mikroorganismen. CH226678A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE280639X 1939-06-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH226678A true CH226678A (de) 1943-04-30

Family

ID=20306999

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH226678D CH226678A (de) 1939-06-28 1940-06-03 Verfahren zum Abtöten von Mikroorganismen.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH226678A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE68929524T2 (de) Sterilisierung
DE2822818C2 (de)
EP0075566B1 (de) Verfahren zur herstellung von formkörpern zur keimfreihaltung von wasser und wässerigen lösungen
DE1174017B (de) Verfahren zur Bekaempfung von Mikroorganismen
DE19802297C5 (de) Behandlungsverfahren für Kork und Korken
DE730197C (de) Verfahren zum Sterilisieren
CH226678A (de) Verfahren zum Abtöten von Mikroorganismen.
DE1792224A1 (de) Verfahren zum Sterilisieren,Desinfizieren und/oder Konservieren von fluessigen oder festen Stoffen
Hoyt Some toxic and antitoxic effects in cultures of Spirogyra
AT140398B (de) Verfahren zur Sterilisation von Catgut unter Verwendung von Halogenen.
DE3811236C2 (de)
DE593363C (de) Verfahren zur Sterilisation von Wasser
DE492475C (de) Verfahren zur Haltbarmachung von natuerlichen, mit Fruchtsaeften hergestellten Limonaden mit ultravioletten Strahlen
DE439784C (de) Mittel zur Vertilgung von Holz- und Mauerschwamm
DE462254C (de) Verfahren zur Herstellung von Reinkultur - Trockenpraeparaten
EP0169927A1 (de) Verfahren zur Entkeimung von mikrobiell kontaminierten Materialien
DE2356094A1 (de) Gaerungshindernde und neutralisierende waessrige loesung
DE355495C (de) Verfahren zur Herstellung bakterizid wirkender Mittel
CH517826A (de) Verfahren zur Gewinnung von farblosen Mikroorganismen und deren Verwendung
DE477408C (de) Verfahren zur Behandlung von verdorbenem Getreide, Huelsenfruechten u. dgl., insbesondere zur Beseitigung des muffigen Geruches und Geschmackes
DE1492446A1 (de) Verfahren zur Abtoetung sporenbildender Mikroben bzw. deren Sporen oder anderer Dauerformen sowie sonstiger Mikroorganismen
DE899999C (de) Verfahren zur Vernichtung vegetativer Mikroorganismen in einem beliebigen Medium mit Hilfe baktericitder Strahlungsenergie
DE648357C (de) Beizen von Saatgut
AT17583B (de) Verfahren zur Konservierung des Hopfens.
AT160591B (de) Verfahren zum Konservieren kolloidhaltiger Flüssigkeiten.