CH226746A - Dampf-Gas-Wärmekraftanlage. - Google Patents

Dampf-Gas-Wärmekraftanlage.

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CH226746A
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Oerlikon Maschinenfabrik
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Oerlikon Maschf
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    • F02C—GAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C3/00—Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid
    • F02C3/36—Open cycles
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K23/00—Plants characterised by more than one engine delivering power external to the plant, the engines being driven by different fluids
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    • F02C6/00—Plural gas-turbine plants; Combinations of gas-turbine plants with other apparatus; Adaptations of gas-turbine plants for special use
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Description


  Dampf-Gas-Wärmekraftanlage.    Es ist bekannt, eine Luft- oder Gasturbi  nenanlage, deren Druckluft oder Druckgas  durch die Verbrennungsgase eines Dampf  kessels erhitzt werden, mit einer Dampf  turbinenanlage zu kombinieren, die vom  Dampfkessel gespeist wird. Die Dampf  turbine kann in Betrieb gesetzt werden, so  bald der normale Dampfdruck annähernd er  reicht ist. Die     Regelung    der     Leitung        der     Dampfturbine erfolgt durch Regelung der  Dampfzufuhr zur Turbine. Wird weniger  Leistung benötigt, so schliesst der Regler das  Dampfzufuhrventil so weit ab, bis die ge  wünschte niedrige Leistung erreicht ist.

   Der       Druck    im Kessel wird demzufolge     steigen     und der Heizer russ die Feuerung entspre  chend der kleineren Dampfabgabe einstellen.  



  Mit der Inbetriebsetzung der     Gasturbi-          nenanlage    russ nicht     abgewartet    werden, bis  die Dampfanlage in Betrieb gesetzt werden  kann. Sobald die Feuerung in Gang gesetzt  worden ist, umströmen Heissgase den Er  hitzer, und es ist nötig, möglichst sofort Ar  beitsmittel durch den Erhitzer strömen zu    lassen, damit das Material nicht auf zu hohe  Temperatur erwärmt wird.

   Zu diesem Zwecke  russ das Gasturbinenaggregat in Betrieb ge  setzt werden, damit der Verdichter Arbeits  mittel fördert; es erfolgt dies beispielsweise  so, dass ein Anwurfsmotor das Gasturbinen  aggregat     bis        auf    eine Drehzahl     beschleunigt,     bei welcher die Gasturbine den Antrieb des  Verdichters und der Nutzleistungsmaschine  (zum Beispiel eines elektrischen Generators)  selbst übernehmen kann. Der Anwurfsmotor,  zum Beispiel eine elektrische Maschine, die  Strom von einer andern Quelle bezieht, kann  dann     abgekuppelt    werden. Die Rauchgas  temperatur vor dem Erhitzer wird nach und  nach steigen und sich     ihrem        normalen    Wert  nähern.

   Die Gasturbine steigert     damit    die  Drehzahl .des     Aggregates    bis zur     normalen.     Arbeitet die     Nutzleistungsmmchine    mit an  dern     Maschinen    parallel, so     ist,dieselbe    nach       Erreichung    der     normalen,        Drehzahl    mit     dem     Netz parallel zu schalten. Hierauf kann die       Nutzleistungsmaschine    belastet werden. Bei  normaler     Rauchgastemperatur    vor dem Er-      hitzer arbeitet die Gasturbinenanlage mit  voller Belastung der Nutzleistungsmaschine.

    Bei normaler Arbeitsmitteltemperatur kann  keine höhere Belastung erzielt werden, da  Turbine und Kompressor mit voller Öffnung  arbeiten. Nur eine Steigerung der     Rauchgas-          und    damit der Arbeitsmitteltemperatur kann  die Gasturbinenleistung vergrössern; eine  Temperaturerhöhung ist aus     Materialriick-          sichten    dauernd nicht zulässig, höchstenz  kurzzeitig.  



  Zur Erzielung von Teillast wird nun er  findungsgemäss mit     abnehmender        Belastung     der Gasturbinenanlage die Arbeitsmittel  zufuhr durch den Leistungsregler so beein  flusst, dass wenigstens ein Teil des Arbeits  mittels     mindestens    eine Stufe der Gasturbine  umströmt.  



  Die beiliegende Zeichnung zeigt schema  tisch zwei Ausführungsbeispiele des Erfin  dungsgegenstandes. Fig. 1 stellt eine     Dampf-          Luft-Wärmekraftanlage    dar, bei welcher die  Dampfanlage eine Gegendruckturbine speist.  1 bedeutet den Dampfkessel und 2 die Speise  wasserleitung. Die Pumpe 3 drückt das  Speisewasser zum Kessel 4 bedeutet den Rost,  5 einen Dampfüberhitzer und 6 die Dampf  zuleitung zur Gegendruckturbine 7, welche  die Nutzleistungsmaschine 8, zum Beispiel  einen elektrischen Generator, antreibt. Der  Abdampf der Gegendruckturbine strömt  durch eine Leitung 9 zu einer Heiz- oder  Kochstelle. Das Speisewasser wird in einem  Rauehgasvorwärmer 101 und in einem Luft  vorwärmer 10, vorgewärmt. Die Rauchgase  strömen durch den Kamin 11 ab.  



  Die in einem Lufterhitzer 12 erwärmte  Druckluft arbeitet in einer Luftturbine 13,  die einen Verdichter 14 und eine     Nutz-          leietungsmasehine    15, zum Beispiel einen  elektrischen Generator,     antreibt.    Die Abluft  der Luftturbine 13 strömt durch eine Lei  tung 20 zum Rost 4 und gibt vorher einen  Teil ihrer Wärme im Vorwärmer 10, an das  Speisewasser ab. Ein Teil der Abluft kann  auch zu weiteren Wärmezwecken bei 20a ab  geleitet werden.    Zur     Inbetriebsetzung    der Anlage kann  ein Ventilator 21 die Verbrennungsluft  liefern; derselbe kann auch als Reserve  dienen beim Ausbleiben der     Luftturbinen-          i    anlag e.

   Die Luftturbinenanlage wird dadureli  in Betrieb gesetzt, dass ein Anwurfmotor 16  das Aggregat 13, 14 und 15 treibt bis zu  einer Drehzahl, bei welcher die Luftturbine  13 selbst genügend Leistung zum Antrieb des  Verdichters 14 und der Nutzleistungs  maschine 15 entwickelt. Der Anwurfsmotor  16 kann dann abgeschaltet werden. Der An  wurfsmotor 16 könnte auch weggelassen  werden, wenn die Gegendruckturbine 7 noch  bei niedrigem Dampfdruck zuerst angelassen  wird und die Nutzleistungsmasehine 8 Strom  an die Nutzleistungsmaschine l5 abgibt, die  dann die Gruppe 13, 14 antreibt bis zu dem  Augenblick, wo die Luftturbine 13 selbst den  Antrieb übernimmt.

   Es     könnten    auch     Dampf-          und    Luftturbine auf eine einzige Nutz  leistungsmaschine arbeiten, wobei der An  wurfsmotor wegfällt.  



  Mit     steigender    Temperatur der Rauchgase  vor dem Erhitzer 12     steigt    auch die Tempera  tur der Druckluft im Erhitzer und damit die  Drehzahl der Luftturbine 13 bis zur Errei  chung der     normalen    Drehzahl. bei welcher  die     Nutzleistungsmaschine    auf das Netz     ge-          ^chaltet    wird und belastet werden kann.     Bei     Vollast arbeiten die Turbine 13 und der       Verdichter    14 mit voller     Offnung.     



  Zur Erreichung von Teillast wird ein Teil  der Druckluft umführt durch Offnen eines  Ventils 17, das Druckluft unmittelbar der  Austrittsleitung 20 zuführt. Man könnte  auch nur eine Stufe oder einige Stufen der  Luftturbine 13 umgehen. In jedem Falle       wird,die        Leistung,der    Luftturbine 13 sinken,  um so mehr, je mehr Stufen     umgangen    wer  den und je mehr das Ventil 17 geöffnet wird.  Das Ventil 17 wird durch einen Leistungs  regler 22 der Luftturbine 13 betätigt und  vorteilhaft so gross gemacht, dass bei voller  Öffnung die     Leistung    der Luftturbine 13 auf  einen Wert     sinkt,    bei welchem die Nutz  leistung Null wird.

   Es kann dann das Ventil  17 zum     Konstanthalten    der Drehzahl zwi-      sehen Null und Vollast der Nutzleistungs  maschine 15, also auch zum Parallelschalten  aufs Netz benützt werden.  



  Bei einer Luftturbinenanlage, die für eine  Temperatur gebaut ist, welche die heutigen  Materialien zulassen, benötigt der Verdichter  ungefähr     dreimal    mehr Leistung     als    die  Nutzleistungsmaschine abgeben kann. Bei  Leerlauf der Nutzleistungsmaschine muss  also die Luftturbine bereits ungefähr 3¹  ihrer Normalleistung entwickeln. Nach Er  reichung der normalen Drehzahl muss somit  nur noch etwa · der Leistung der Luft  turbine durch den Leistungsregler 22 be  einflusst werden.  



  Zum Abstellen der Luftturbinenanlage  wird am besten die ganze Luftmenge um  führt, indem ein Ventil 18 geöffnet wird.  Alle Luft strömt dann zum Rost, und die  Luftturbinenleistung sinkt auf Null und  damit die Drehzahl; auch der Verdichter för  dert nicht mehr. Das Feuer über dem Rost  geht aus, und damit setzt auch die Dampf  anlage aus. Will man letztere aus irgend  einem Grunde noch in Betrieb halten, so kann  der Ventilator 21 in Betrieb gesetzt werden.  Damit dann der Lufterhitzer 12 nicht heiss  wird, können die Rauchgase vor dem Luft  erhitzer 12 umführt werden, zum Beispiel  durch Öffnen einer Klappe 23. Es kann auch  eine Mischung mit Kaltluft durchgeführt  werden, indem zum Beispiel durch Öffnen  eines Ventils 24 der Ventilator 21 unmittel  bar Luft zum Lufterhitzer 12 drückt.  



  Das Ventil 18 kann als Hauptventil zum  Anlassen und     Abstellen    der Luftturbinen  anlage und auch als     Sicherheitsventil    bei zu  hoher     Drehzahl    der Luftturbine usw. benutzt  werden.  



  Gemäss dem Beispiel Fig. 2 ist die Luft  turbine in zwei Teile 131 und 132 unterteilt.  Die Turbine 131 treibt den Verdichter 14 an,  und zwar, je nach der Belastung, mit verän  derlicher Drehzahl. Die Niederdruckturbine  132 arbeitet auf den gleichen Stromerzeuger  8 wie die Dampfturbine 7, und zwar bei allen  Belastungen mit gleicher Drehzahl. Mittels  des Anwurfsmotors 16 wird zuerst das Ver-    dichteraggregat 13, 14 angelassen. Die Feue  rung ist zweiteilig vorgesehen.  



  Die     Unterteilung    der     Luftturbine    in eine  Nutzleistungsturbine 132 und eine Verdich  terturbine 131 ermöglicht ein günstigeres Ar  beiten der Luftturbinenanlage auch bei Teil  last. Der Leistungsregler 22 der Nutz  leistungsturbine 132 betätigt ein Ventil 171  in der Umführungsleitung der Verdichter  turbine 131. Bei Teillast wird das Ventil 171  geöffnet, wodurch die Leistung der Turbine  131 und damit auch die Drehzahl sinkt. Der  Verdichter 14 fördert weniger Luft auf  einen niedrigeren     Druck,    und damit sinkt die  Leistung der Turbine 131 noch mehr, aber  auch diejenige der Nutzleistungsturbine 132.  Sobald die gewünschte Teillast erreicht ist,  schliesst das Ventil 171 wieder zu.

   Für eine  bestimmte Leistung der Turbine 132 muss  der Verdichter 14 eine bestimmte Luftmenge  bei einem bestimmten Druck fördern, was  einer bestimmten Leistung der Verdichter  turbine 131 entspricht. Bei Vollast, für  welche Verhältnisse die beiden Turbinen ge  baut werden, stimmen die Leistungen zuein  ander; bei Teillast ist dies aber nicht der  Fäll.

   Um die beiden Leistungen zueinander  abzustimmen, ist     das        Ventil    172 vorgesehen,  das     Luft,der    Turbine 132     umführt,        sofern    die       Nutzleistungsturbine        132    im     Verhältnis    zur       Kompressorturbine        131    .geschwächt werden  muss.

       Das    Ventil 173     wird    geöffnet,     wenn     umgekehrt die Belastung erhöht     werden          so11.    Die Ventile 172 und 173 können von  einem Zusatzregler 25     betätigt    werden, und  zwar zum Beispiel in Abhängigkeit der Lei  stung,     ,des        erzeugten    Druckes usw.  



  In die beide     Turbinen        131    und     132    um  gehende     Leitung    ist ein Ventil 18 eingebaut,  das als     Hauptventil    zum Anlassen und Ab  stellen, wie auch als     Sicherheitsventil    dient.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dampf-Gas-Wärmekraftanlage, bei wel cher die Verbrennungsgase eines Kessels einen Teil ihrer Wärme zur Dämpferzeugung und einen Teil zur Erhitzung von Arbeits mittel einer Gasturbinenünlage abgeben, da- durch gekennzeichnet, dass mit abnehmender Belastung der Gasturbinenanlage ein Lei stungsregler die Arbeitsmittelzufuhr so be einflusst, dass wenigstens ein Teil des Arbeits mittels mindestens eine Stufe der Gasturbine umströmt.
    UNTERAN SPRUCH: Dampf-Gas-Wärmekraftanlage nach Pa tentanspruch, mit Unterteilung der Gas turbine in wenigstens eine Nutzleistungs- turbine und wenigstens eine auf einer beson deren Welle arbeitende Kompressorturbine, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem die Arl>eitsmitte.lzufuhr in Abhängigkeit von der Belastung der Anlage beeinflussenden Lei- stungsregler noch ein Zusatzregler vorge sehen ist, der das Verhältnis der Einzel- leistunben der Turbinen zueinander regelt.
CH226746D 1942-06-11 1942-06-11 Dampf-Gas-Wärmekraftanlage. CH226746A (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2653447A (en) * 1946-10-31 1953-09-29 Bahcock & Wilcox Company Combined condensing vapor and gas turbine power plant
DE939297C (de) * 1953-02-13 1956-03-15 Steinmueller Gmbh L & C Kombinierte Dampf-Gaskraftanlage
DE952574C (de) * 1944-05-25 1956-11-15 Friedrich Muenzinger Dr Ing Waermekraftanlage mit Gaserhitzer und Dampferzeuger
DE1041741B (de) * 1956-08-24 1958-10-23 Licentia Gmbh Dampferzeuger mit Luvoturbinenanlage
DE1141496B (de) * 1957-05-18 1962-12-20 Bbc Brown Boveri & Cie Dampfkraftanlage

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