CH226747A - Verfahren zur Erweiterung einer bestehenden Dampfanlage. - Google Patents
Verfahren zur Erweiterung einer bestehenden Dampfanlage.Info
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01K—STEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
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- F01K23/02—Plants characterised by more than one engine delivering power external to the plant, the engines being driven by different fluids the engine cycles being thermally coupled
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Description
Verfahren zur Erweiterung einer bestellenden Dampfanlage. Die vorliegende Erfindung bezweckt; be- stehende Dampfanlagen durch Zuschalten einer Luft- oder Gasturbinenanlage zu er- weitern zwecks Erhöhung der Leistung und des Wirkungsgrades, wobei mindestens ein bestehender Kessel umgeändert wird. Es sollen hierdurch alte Dampfanlagen mög lichst unter Verwendung der vorhandenen Kessel neuzeitlich gestaltet werden.
Es sind Vorschläge gemacht worden, Dampferzeuger zu bauen, in welche Luft erhitzer eingebaut werden. Die erhitzte Druckluft arbeitet in der Luftturbine, die einen Verdichter oder auch noch einen Strom erzeuger antreibt. Solche Vorschläge sind bis heute nicht zur Ausführung gekommen, weil die mögliche Mehrleistung durch die Luft turbinenanlage nur ungefähr 15 % beträgt und .daher für eine Neuanlage nicht wirt- sehaftlich wird, obwohl eine Verbesserung des Wirkungsgrades vorhanden ist.
Es bestehen heute viel Dampfanlagen, die mit den neuesten Ausführungen nicht -mehr Schritt halten können. Anstatt solche alte Anlagen durch neuzeitliche zu ersetzen.
was sehr kostspielig ist, wird gemäss vorliegen der Erfindung die bestehende Dampfanlage durch eine Luft-- oder Gasturbinenanlage er gänzt, wobei die Verbrennungsgase eines Dampfkessels nach Abgabe eines Teils ihrer Wärme zur Dampferzeugung mindestens einen Teil ihrer Restwärme für die Er hitzung von Luft oder Gas einer Luft- bezw. Gasturbinenanlage abgeben.
Der Luft- oder Gaserhitzer wird nach bekannten Vorschlägen so eingebaut, dass die Verbrennungsgase zuerst einen Teil ihrer Wärme zur Dampferzeugung abgeben und erst nachher an den Luft- oder Gaserhitzer. Der Luft- oder Gaserhitzer benötigt Raum. Je nach Grösse und Bauart der bestehenden Dampfanlage kann der Luft- oder Gas erhitzer durch Umänderung in einen be stehenden Kessel eingebaut, oder es kann ein neuer Dampfkessel mit Lufterhitzer auf gestellt werden.
Die Überhitzung des im Kessel mit Luft- oder Gaserhitzer erzeugten Dampfes kann in einem bestehenden Kessel erfolgen, zum Beispiel durch Vergrösserung des bestehenden Überhitzers oder durch Ein bau eines Zusatzüberhitzers. Um Raum zu schaffen für den Luft- oder Gaserhitzer oder den grösseren Dampfüberhitzer, können Xn- derungen in den bestehenden Kesseln (zum Beispiel am Rost, Speisewasservorwärmer usw.) vorgenommen werden.
Der Speise- wasservorwärmer kann zum Beispiel aus gebaut werden; die Speisewasservorwärinung erfolgt dann im Kessel durch Anzapfdampf usw. Die Abluft der Turbinenanlage dient vorteilhaft als Verbrennungsluft, zum Bei spiel aller zusammenbeschlossener Kessel.
Die Verbrennungsluft tritt dadurch mit höherer Temperatur ein, so dass in den alten 'Kesseln grössere Dampf- und >J\berhitzer- leistungen erzielt werden können und da durch den Erfordernissen der zugeschalteten Luft- oder Gasturbinenanlage entgegenge kommen wird, indem zum Beispiel die Ver grösserung des Dampfüberhitzers bar nicht oder nur teilweise nötig wird.
Auf diese Weise können bestehende Dampfanlagen durch eine Luft- oder Gas turbinsnanlage ergänzt und die Leistung und der Wirkungsgrad erhöht werden bei relativ kleinem Kostenaufwand und Raum bedarf.
Die Zeichnungen zeigen schematisch Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des. Fig. 1 zeigt den Lufterhitzer, über einem Dampfkessel eingebaut, und die Luft- turbinenanla.ge. 1 bedeutet den Dampfkessel, 2 eine Pumpe, welche das Speisewasser dein Kessel 1 zuführt, 3 ist der Rost, auf dem bei spielsweise Kohle verbrannt wird. 4 bedeu- tet den Lufterhitzer; in diesem wird Druck luft durch die Verbrennungsgase, die ihre Hochtemperaturwärme bereits zur Verdamp fung des Wassers an den Dampfkessel 1 ab gegeben haben, erhitzt.
Die Verbrennungs gase geben ihre Restwärme an den Luft- vorwärmer 5 ab. Die Luftturbinenanlage be steht aus der Luftturbine 6, die einen Ver- diehter 7 und einen elektrischen Stromerzeu ger 8 antreibt. Die Frischluft wird vom Ver dichter 7 angesogen und auf Druck (zum Beispiel 4 ata) gebracht; hierauf strömt die Druckluft. durch den Vorwärmer 5 und den Erhitzer 4 zur Turbine 6. Die Abluft der Turbine 6 strömt durch eine Leitung 9 als Verbrennungsluft unmittelbar zum Rost B.
Der im Dampfkeseel 1 erzeugte Dampf wird durch die Leitung 1(1 mindestens einem be- stehen-den Kessel zugeleitet.
Fig. 2 zeigt einen bestehenden Kessel üblicher Bauart mit Dampfkraftanlage. 1 be deutet den Dampfkessel, 2 die Pumpe, welche das Speisewasser durch eine Leitung 13 einem Speisewas@servorwärmer 24 und hierauf dem Dampfkessel 1 zudrückt. Auf dem Rost 3 wird zum Beispiel Kohle verbrannt.
Die Verbrennungsgage geben ihre Hochtempera- turwärme an den Dampfkessel 1 ab, durch strömen dann einen Überhitzer 26, den Speisewasservorwärmer 24, hierauf einen Luftvorwäriner 5, und gelangen durch das Kamin 19 ins Freie. Ein Gebläse 7 drückt die Verbrennung^luft durch den Vorwärmer 5 und eine Leitung 18 zum Rost. 3. Der über hitzte Dampf strömt durch eine Leitung 11 der Dampfturbine 6 zu, die einen Strom erzeuger 8 antreibt. Der entspannte Dampf wird in einem Kondensator 14 kondensiert.
Es kann nun der Dampfkessel mit dem Lufterhitzer nach Fig. 1 mit einer solchen bekannten Dampfanlage nach Fig. 2 ver bunden werden, wie in Fig. 3 gezeigt ist. Die rechte Seite der Fig. 3 entspricht der (neuen Kesselanlage nach Fig. 1,,die linke Seite der (alten) Kesselanlage nach Fig. 2.
Der Dampf des Kessels 1' wird dein sehon vorhandenen Dampfkessel 1 zugeführt und dort überhitzt. Um die Wärine für die Dampfüberhitzung a.ufzubiingen, ist. der Vorwärmer 24 (Fig. 2) a.usgeLaut und der t berhitzer 26 vergrössert.
Um das Speisewasser des alten Kessels ge- nügend vorzuwärmen, sind die Wasserseiten beider 'Kessel durch eine Leitung 15 mit einander verbunden. Die Speisepumpe 2 för dert zu beiden Kesseln. Der Luftvorwärmer 5 der alten Anlab@.# kann beibehalten -erden.
Die Luftturbinenanlage unterscheidet sieh von derjenigen in Fig. 1 .dadurch, dass zum Beispiel die Luft in einem gesehlosse- nen Kreislauf geführt wird. Dadurch kann der Arbeitsdruck auf ein Mehrfaches gestei- gert und die Volumen entsprechend verklei nert bezw. es kann bei gleichem Volumen die Leistung auf ein Mehrfaches gesteigert wer den.
Die Verbrennungsgase durchströmen nach Abgabe der Hochtemperaturwärme an den Dampfkessel 1' den Lufterhitzer 4 und den Luftvorwärmer 5. Die Druckluft (Druck ges) wird von einem Verdichter 17 .durch einen Austauscher 19 zum Lufterhitzer 4 und hierauf zu einer Luftturbine 16 gedrückt. Letztere treibt den Verdichter 17 und eine Nutzleistungomaschine 18 an.
Die Abluft aus der Turbine gibt einen Teil ihrer Restwärme im Austauscher 19 an die aus,dem Verdichter 17 strömende Luft ab und wird vor Wieder eintritt in den Verdichter im einen Aus- tauscher 20 weiter gekühlt. Ein Gebläse 21 drückt Frischluft durch den Austauscher 20 zu den Luftvorwärmern 5 und nachher als erwärmte Verbrennungsluft zu den Rosten 3 und 3'. Die Austauscher 5 und 19 können auch vertauscht werden.
In einem solchen geschlossenen Kreislauf könnte die Luft auch durch ein Gas ersetzt werden.
Wendet man nicht den geschlossenen Kreislauf an, so kann, damit die Luftturbi- nenanlage auch bei Teillast günstig arbeitet, die Luftturbine in zwei Teile getrennt wer den, nämlich in eine Nutzleistungs- und in eine Verdichterturbine. Bei letzterer sinkt die Drehzahl mit abnehmender Belastung.
Die NutzleisItungsmaschinen der beiden Anlagen könnten auch miteinander gekuppelt sein. Statt den Kessel mit dem Lufterhitzer neu aufzustellen, kann auch eine bereits vor handene Kesselanlage umgeändert werden ge mäss Fig. 1, so :dass überhaupt kein neuer Kessel aufgestellt werden muss.
Die Erfindung ermöglicht ferner, dass die Luft- bezw. Gasturbinenanlage relativ rasseh in Betrieb gesetzt werden kann, und dass für diesen Teil kein Kühlwasser mit,den teueren Kühlwasse:ranlagen benötigt wird. Dieser Vorteil wirkt sich besonders aus für Betriebe, wo Dampf zu Heiz- und Kochzwecken ge braucht wird.
In solchen Fällen wird es möglich, zusätzliche grosse Leistungen durch Zuschalten der Luftturbinenanlage (Gas turbinenanlage) ohne Kühlwaser zu erzeu gen bei relativ hohem Wirkungsgrad.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erweiterung einer be stehenden Dampfanlage unter Umänderung mindestens eines Kessels, dadurch gekenn zeichnet, dass sie durch eine Luft- oder Gas- turbinenanlage ergänzt wird, wobei die Ver brennungsgase eines Dampfkessels nach Ab gabe eines Teils ihrer Wärme zur Dampf- erzeugung mindestens einen Teil ihrer Rest wärme für,die Erhitzung von Luft oder Gas einer Luft- bezw. Gasturbinenanlage ab geben. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentansprueh, da- .durch; gekennzeichnet, dass der Luft- oder Gaserhitzer in einen bestehenden Kessel ein gebaut wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der im Dampf kessel erzeugte Dampf zwecks Überhitzpng einem bestehenden Kessel zugeführt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, d:ass der Wasserraum ,des Dampfkessels mit Luft- oder Gaserhitzer an den Wasserraum mindestens eines be stehenden Kessels angeschlossen wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch, unter Verwendung einer Luftturbinenanlage, da durch gekennzeichnet, :dass die Abluft der Luftturbinenanlage als Verbrennungsluft mindestens einzelner Kessel verwendet wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @dass,der Speisewaeser- vorwärmer mindestens eines bestehenden Kessels wenigstens teilweise ausgebaut wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH226747T | 1942-01-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH226747A true CH226747A (de) | 1943-04-30 |
Family
ID=4454717
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH226747D CH226747A (de) | 1942-01-20 | 1942-01-20 | Verfahren zur Erweiterung einer bestehenden Dampfanlage. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH226747A (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2653447A (en) * | 1946-10-31 | 1953-09-29 | Bahcock & Wilcox Company | Combined condensing vapor and gas turbine power plant |
| DE1210624B (de) * | 1959-07-16 | 1966-02-10 | Const Elek Ques Et Mecaniques | Waermekraftanlage |
| EP0001569A1 (de) * | 1977-09-29 | 1979-05-02 | Saarbergwerke Aktiengesellschaft | Verfahren und Anlage zur Erzeugung elektrischer Energie |
| CN112983566A (zh) * | 2021-03-30 | 2021-06-18 | 北京理工大学 | 应用于压缩空气储能系统的释能子系统和释能方法 |
-
1942
- 1942-01-20 CH CH226747D patent/CH226747A/de unknown
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US2653447A (en) * | 1946-10-31 | 1953-09-29 | Bahcock & Wilcox Company | Combined condensing vapor and gas turbine power plant |
| DE1210624B (de) * | 1959-07-16 | 1966-02-10 | Const Elek Ques Et Mecaniques | Waermekraftanlage |
| EP0001569A1 (de) * | 1977-09-29 | 1979-05-02 | Saarbergwerke Aktiengesellschaft | Verfahren und Anlage zur Erzeugung elektrischer Energie |
| CN112983566A (zh) * | 2021-03-30 | 2021-06-18 | 北京理工大学 | 应用于压缩空气储能系统的释能子系统和释能方法 |
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