CH226788A - Verfahren zur Darstellung von Vitamin B1. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Vitamin B1.

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Chinoin Gyogyszer Es Vegy Wolf
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Chinoin Gyogyszer Es Vegyeszet
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  Verfahren zur Darstellung von Vitamin     Bi.       Zur Herstellung von Vitamin     B1        sind     schon mehrere Verfahren bekannt. Bei dem  einen dieser Verfahren ,geht man von     fertigen          Thiazolen    .aus und     lässt    auf diese entspre  chend     substituierte        Pyrimidin-V        erbindungen     einwirken.

   Diese     Pyrimidin-Verbindungen     enthalten     in.    der     Stellung-5    eine Halogen  methyl-,     Ogymethyl-    .oder     Alkogymethyl-          Gruppe.    Bei einem andern bekannten Verfah  ren wird entsprechend     ,substituiertes        5-Thio-          forma.midomethyl-pyrimidin    mit einem     Ester     des     y-Aceto-y-halogeno-propylalkohols    kon  densiert.

       Ein    drittes Verfahren bringt das  vorerwähnte     Thioformamidomethyl-pyrimi          din    mit     2-Methyl-2-alkogy-3-halogeno-tetra-          hydrofuran    zur Umsetzung.  



  Die     vorerwähnten    Verfahren     sind    teil  weise     ausder        wissenschaftlichenLiteratur,    teil  weise aus der     Patentliteratur        bekannt        ;

  gewor-          den.    So zum     Beispiel    beschreibt die deutsche  Patentschrift Nr.<B>685032</B> die Umsetzung  von entsprechend     substituierten    Thiazol-         Verbindungen    mit     entsprechend        substituierten          Pyrimidin-Verbindungen,        weiter    die Um  setzung von     bestimmten        a-Halogeno-,carbonyl-          Verbindungen:

      mit     5-Thioformamidamethyl-          pyrimidinen.    Als     a-Halogeno-carbonyl-Ver-          bindung    ist in dieser Patentschrift das  <I>y</I> - Brom -<I>y</I> -     aceto    -     propylbenzoat    angegeben,  während     y-Halogeno-y-aceto-propylalkohole     selbst als Ausgangsstoffe nicht verwendet  wurden.

   Aus .der wissenschaftlichen Literatur  weiss man, dass     edie        y-Aceto-y-halogeno-propyl-          alkohole    selbst nicht     imstande    sind, mit ent  sprechend     substituierten        5-Thioformamido@-          methyl-pyrimidinen    das Vitamin     B1    zu lie  fern.

   So     ist    einer Arbeit von Todd  &      Bergel     (veröffentlicht im Journal of     the        Chemical          Society,    Jahrgang 1937, auf den Seiten 364  bis<B>367)</B> das Folgende zu     entnehh-men:

       Die       Verbindung    I" (das heisst     2-Methyl-4-amino-          5-thioformamidomethyl-pyrimidin.)        "und    Ver  bindung     II"    (das heisst der y-     Aceto-y-chlor-          propylalkohol)        "geben    nicht     Aneurin    beim      Erhitzen in     Dioxanlösung;    es tritt jedoch  beim Erhitzen eines Gemisches der beiden  Verbindungen allein auf 140  unter     betrIicbt-          licher    Bräunung     und        Verharzung    Reaktion  ein.

   Aus dem Produkt wurde in spärlicher  Ausbeute eine Substanz mit     Aneurin-Eigen-          scha.ften    erhalten. Die geringe Reaktions  fähigkeit des     Oxyketons"    (des     y-Aceto-y-chlor-          propylalkohols)        "welches        wahrscheinlich    in  der Hauptmenge in der     cyclischen        Oxydfarm     vorliegt, ist schon     erwähnt    worden."  Aus obigem Zitat, wie auch aus andern  Angaben ergibt sich, dass es bisher nicht  gelungen ist,

   aus dem entsprechenden     Thio-          formamidomethyl-pyrimidin    und aus dem       y-Aceto-y-chlor-propylalkohol    das Vitamin     B,     zu erhalten. Auch Todd und     Bergel    waren in  ihrer obenerwähnten Arbeit genötigt, zu dem  Acetat des     y-Aceto-y-chlor-propylalkoholä    zu  greifen und dieses mit dem     5-Thioformamido-          methyl-pyrimidin    zum Vitamin     B1    zu kon  densieren. Auch in diesem Falle war jedoch  die Ausbeute sehr unbeträchtlich.  



  Versuche haben zu der     Feststellung    ge  führt, dass man aus dem     y-Aceto-y-chlor-          propy        läther    des     2-blethyl-2-oxy-3-chlor-tetra-          hydrofurans,    welche Verbindung bis zur Kon  stitutionsaufklärung durch     Stevens    und Stein       (Journ.    of Am.

       Chem.        Soe.,    Band 62, Seite  1045-1049) irrtümlicherweise als     y-Aceto-y-          chlor-propylalkohol        bezw.        2-i#tethyl-2-oxy-3-          chlo.r-tetrahydrofuran        bezeichnet    wurde, in       ausgezeichneter    Ausbeute Vitamin     B1        dar-          .stellen    kann, wenn die Einwirkung in Gegen  wart von Salzen schwacher Basen mit starken  Säuren stattfindet.

   Die Wirkung solcher  Salze erhellt aus dem folgenden Vergleich:  Während     @es        Todd    und     Bergel    nicht gelang,  das Vitamin     B1    in einer     dioxanischen    Lösung  zu erhalten, erhält man nach :dem Verfahren  gemäss der Erfindung,     wie        Versuche    ergaben,  aus denselben Ausgangsstoffen das Vitamin       B1    in ausgezeichneter Ausbeute bei Gegen  wart von     Pyridinchlorhydrat.     



  Der     y-Aceto-y-chlor-propyläther    des     2-          btethyl-2-oxy-3-chlor-tetra.hydrofurans    kann  aus     a-Chlor-a-aceto-butyrolacton    so erhalten       werden,        wie        es        für        die        Darstellung        von    -         Aceto-y-chlor-propylalkohol    in der     Literatur     (vergleiche     Journ.    of     Amer.        Chem.        Soc.,     Band 58, Seite 1804)

   angegeben ist, mit der       Bemerkung,    dass man den rohen     y-Aceto-y-          chlor-propyläther    des     2-Dlet.hyl-2-oxy-3-ehlor-          tetrahvdrofurans    einer fraktionierten Hoch  vakuumdestillation unterwirft und dass man       vorlcilliaft    jene Fraktion verwendet.     -die    unter  mm     H"    Druck     bei        100-11>3"    siedet.

   Diese       Fraktion    - nach     Zerevitinoff    auf aktiven       Wasserstoff    untersucht -     zei=t    nur     unbedeu-          lende    Mengen an     aktivem        Wasserstoff.     



       Nachfolgend    wird eine vereinfachte     3le-          thode    für die Darstellung des     y-Aeeto-y-ehlor-          propylät.hers    des     2-lllethyl-2-oxy-3-chlor-tetra-          hydrofurans    angegeben: 4400 g     Aceto-chlor-          butyrolacton    und 533 cm' 5%ige Salzsäure  -werden während 3 Stunden bei 80 ,     nachher     1 Stunde bei etwa 90  und während einer       -weiteren    Stunde im siedenden Wasserbad ge  halten. Der     Gewichtsverlust    beträgt etwa  1100 g.

   Das Reaktionsgemisch wird bei einem       Vakuum    von etwa 50 mm in einem     Olbad    von  140-150  so lange destilliert, bis das De  stillat schon wasserfrei ist und nachher die       Destillation    unter einem     Vakuum    von etwa  1 mm fortgesetzt     wird.    Die Ausbeuten betra  gen über     9.5/'o    der Theorie.  



  Die zu der Reaktion erfindungsgemäss not  wendigen Salze schwacher Basen sind zweck  mässig Salze von schwachen tertiären Basen,  wie     Pyridin,        Chinolin,        Dimethylanilin.    Die       Säurekomponenten    in diesen Salzen sind  zweckmässig:

       Haloidsäuren    oder andere starke       anorganische    Säuren, oder aber auch orga  nische     Sulfosäuren,    wie zum Beispiel     Benzol-          sulfos,äure.    Da jedoch das Vitamin     B1    in  Form seines Chlorhydrates zur Anwendung  gelangt, ist es allerdings besonders zweck  mässig, die Chlorhydrate von     schwachen     Basen anzuwenden.  



  Die Reaktion wird zweckmässig bei Tem  peraturen zwischen 50-110  ausgeführt. Bei  höheren Temperaturen treten nämlich Neben  reaktionen auf.     Bei    niedrigen Temperaturen  ist die Reaktionsdauer entsprechend zu ver  längern. Es stellte sich als vorteilhaft  heraus, die Reaktion zum Beispiel durch Er-           hitzen    auf etwa 70  für 10-25 Stunden oder  durch Erhitzen auf 50-55  für etwa 35-50  Stunden auszuführen.     AlleTdings        sind,    wie  sich zeigte, schon bei viel     kürzeren        Einwir-          kungsdauern.    beträchtliche Mengen von Vita  min     BI    gebildet.  



  Die Salze     von,schwachen    Basen mit star  ken Säuren, wie zum Beispiel das     Pyridin-          ehlorhydrat    oder     Dimethylanilin-chlorhydrat,     werden zweckmässig in solcher Menge verwen  det, dass sie auch die Rolle     eines        Lösungs-          oder        Verdünnungsmittels    spielen können.

    Man wendet zum     Beispiel    auf 1 Teil     2-Me-          thyl    -4-     amino-5-thio:f        ormamidom-ethyl-pyrimi-          din,    2-6 Teile     Pyrdin-chlorhydrat    oder     Di-          methylanilin-chlorhydrat    an. Dabei können  noch     sonstige    Zusätze, wie     Chloroform,          Dioxan    oder kleinere Mengen von Wasser  oder auch Äthylalkohol, Methylalkohol usw.  zugegen sein.  



  Eine vorteilhafte Form des Verfahrens ist  die folgende: Man erhitzt 1 Teil     2-Methyl-4-          amino-5-thioformamidomethyl-pyrimidin    mit  etwa 3     Teilen    destilliertem     Pyridin-chlor-          hydrat    und mit etwa 0,4 Teilen Wasser,  sowie mit etwa 1-1,4 Teile     y-Aceto-y-.chlor-          propyläther    des     2@-Methyl-2-oxy-3-chlor-tetra-          hydro-furans    auf etwa 80 .

   Man rührt so  lange, -bis die     Reaktionskomponenten    eine  praktische homogene     Lösung    geben, worauf  diese Lösung     bei    70  für 15-20 Stunden oder  aber bei 50  für     etwa    45     Stunden    weiter er  hitzt wird. Zu dem obigen     Ansatz    kann .man  noch etwa 0,8 Teile     abs.    Alkohol     und/oder     0,05-0,12     Teile        Pyridin    geben. An Stelle  von     Pyridin-chlorhyd@rat    kann man auch     Di-          methylanilin-chloThydrat    verwenden.  



  Während des     Erhitzens    scheidet sich das  Vitamin     B,    meistens in Formeines     Kristall-          breies    aus. Bei niedrigeren Temperaturen er  hält man .ein weniger gefärbtes     Reaktions-          gemisch,    als bei höheren Temperaturen.  



  Die     Aufarheitung    des     Reaktionsgemischas     ist äusserst einfach und bequem. Man     verrührt     zum Beispiel mit wenig     abs.    Alkohol und  erwärmt gegebenenfalls für eine kurze Zeit.  Man gibt dann zum Beispiel ferner Salz  säuregas enthaltenden     abs.    Alkohol     hinzu            und.        nutscht    nach     :einigem    Stehen     @daz    ab  geschiedene     Chlarhydrat    des Vitamins ab.

    Wurde die Umsetzung bei     niedrigeren    Tem  peraturen     ausgeführt,    dann ist das so ge  wonnene     Vitamin-chlorhydrat    ein fast farb  loses, schön     kristallisches    Pulver.

   Wurde die       Umsetzung        bei    höherer     Temperatui    aus  geführt, dann ist     4as        Vitamin-chlarhydrä@t     mit sehr kleinen     Mengen,    von     verkohlten    Teil  chen     begleitet.    Von     dieser        Verunreinigung     kann man jedoch     ,

  das    Vitamin durch Lösen     in     wenig     Wasiser    und Filtrieren leicht     trennen.          Eine    Reinigung des Vitamins über     .das.        Pi-          krat    oder     Pikronolat    ist     bei    diesem Verfahren  nicht     notwendig.    Dabei sind die Ausbeuten  ausgezeichnet; man kann 1 bis 1,3     Gewichts#     teile     Vitamin,        ausgehend    von 1 Teil     Thio-          formamitlomethyl-pyrimidin,    erhalten.  



  Weitere Einzelheiten des Verfahrens sind       aus    den     nachstehenden    Beispielen zu ent  nehmen:  1. Man übergiesst 1 cm' trockenes     Pyridin     mit 2     cm'   <B>25%</B>     Salzsäuregas    enthaltenden       abs.    Alkohol,     destilliert    darnach den Al  kohol ab     und        erwärmt    den     Rückstand    im  Vakuum     bis    zur Gewichtskonstanz.

   Man gibt  zum     Rückstand,    welcher aus     etwa    1,55 g       Pyridin-chlorhydrat    besteht, 0,5 .g     2-Methyl-          4    -     amino    -     5-thioformamidomethyl        -pyrimidin     und 0,6 cm'     y-Aceto,-y-chloT-propyläther    des  2     ,i        Methyl    - 2 -     ,oxy    - 3 -     @chloT    -     tetrahydrofurans          hinzu.        Danach        schmilzt    man das.

       Gemisch    bei  80  unter     Umrühren    zu einer homogenen  Lösung und hält dann die helle Lösung       während    18     Stunden    bei 70      im    Thermo  staten. Schon nach etwa 3 Stunden fängt das  Vitamin an, sich     in        Form    eines     Kristall-          breies    auszuscheiden.

   Nach Ablauf der 18  Stunden     vermischt    man das Reaktions  gemisch,     welches    durch die     kohligen        Aus-          cheidungen    schwarz     gefärbt        ist,    mit 3     cmg     s       abs..    Alkohol und 0,3-0,5 cm' 25%     Salz-          Säuregas        enthaltendem.        abs.    Alkohol,

   rührt es  für kurze Zeit auf dem heissen Wasserbad  und kühlt     dann        in.        Eiswasisier.    Man filtriert  den     Kristallbrei    durch ein Glasfilter und  wäscht mit     abs.    Alkohol. Man erhält 0,62 g  eines     blassgrauen,    kristallinen Pulvers mit      einem Schmelzpunkt von 245  C.

   Zur Reini  gung löst     man.    das Produkt in Wasser, trock  net die filtrierte Lösung im Vakuum ein,  nimmt die     zurückgebliebenen    Kristalle mit       abs.    Alkohol auf und filtriert nochmals; auf  diese Weise erhält man das Vitamin in     Form     weisser     Kristalle.     



  2. Man verfährt wie im Beispiel, 1 be  schrieben,     verwendet    jedoch etwa 1,5 g de  stilliertes     Pyridin-ehlorhydrat.    Man gibt  überdies zum Reaktionsgemisch noch 0,2 cm'  Wasser. Man beobachtet beim Erwärmen an  fänglich zwei Schichten, die aber durch  kurzes     Schütteln    im     Glycerinbad    von 80   verschwinden. Die Umsetzungstemperatur,  wie auch die Zeit der Umsetzung und die       Art    der Aufarbeitung des Gemisches     b 'e-          schieht    in gleicher Weise,     wie    im vorher  gehenden Beispiel beschrieben wurde.

   Man  erhält 0,67 g Vitamin, welches etwa um 239  bis 240  C     schmilzt.    Man kann     @es    von den  schwach färbenden Verunreinigungen durch  Kristallisieren     aus    wässerigem Alkohol, oder  nach der Methode des ersten Beispiels rei  nigen.  



  3. Man schmilzt 0,5 g     2-Methyl-4-amino-          5-thioformamidGmethyl-pyrimidin,    3 .g de  stilliertes     Pyridin-chlorhydrat    und 0,6 cm'       y-Aceto-y-chlorjpropyläther    des     2-Methyl-2-          oxy-3-chlor-tetrahydrofurans    bei 80  zu  einer homogenen Lösung und hält die Lösung  während 15 bis 20 Stunden bei 70  im  Thermostaten.     Die    Aufarbeitung des Ge  misches geschieht nach den Methoden der  vorhergehenden Beispiele. Man gewinnt 0,52  bis 0,55 g Vitamin, welches etwa um     242'C     schmilzt.

   Aus den Mutterlaugen können     noch     weitere Mengen an     Vitamin    gewonnen werden.  



  4. Man übergiesst 1 g wasserfreies     Pyridin     mit 2 ein?     abs.    Alkohol, welcher eine dem       Pyridin    äquivalente Menge     Salzsäuregas    ent  hält. Man     .gibt    0,5 .g     2-Methyl-4-amino-5-          thioformamidomethyl-pyrimidin    und 0,6 g       y-Aceto-y-chlor-pro@pyläther    des     2-Methyl-2-          oxy-3-ehlor-tetrahydrofurans    hinzu. Man er  höht die Temperatur ,des Gemisches während  etwa 21/2 Stunden langsam von 50  auf 80   und hält dann das Gemisch während 1 bis    1 Stunde bei 80 , worauf man es bei 70  für  eine Nacht im Thermostaten hält.

   Hierauf  gibt man zum     Reaktionsgemisch,    aus welchem  das Vitamin in reichlicher Menge     auskristal-          lisiert    ist, noch     einige    Kubikzentimeter     abs.     Alkohol, allfällig noch wenig     Salzsäuregas     enthaltenden     abs.    Alkohol und     nutseht    die  Kristalle nach erforderlichem     Stehen    und  Kühlen ab. Man erhält etwa 0,43-0,47 g  schwach grau gefärbtes Vitamin, das bei  etwa 239-240  C schmilzt und nach den  Methoden der vorhergehenden     Beispiele    erfor  derlichenfalls     gereinigt    werden kann.

   Aus  den Mutterlaugen können noch weitere Men  gen an Vitamin gewonnen werden.    5. Man schmilzt 1,5 g destilliertes     Pyridin-          chIorhydrat,    0,5 g     2-Methyl-4-amino-5-thio-          formamidomethyl    -     pyrimidin    und 0,6 g       y-Aceto-y-chlor-propyläther    des 2-M     ethyl-2-          oxy-3-chlor-tetrahydrofurans    bei 70  zusam  men und hält dann das     Massgelbe    Reaktions  gemisch während 45 Stunden bei 50  im       Thermostaten.    Das Reaktionsgemisch kri  stallisiert aus.

   Die Aufarbeitung geschieht  nach den Methoden der     vorangehenden    Bei  spiele. Man gewinnt etwa 0,5-0,55 g Vita  min, welches um etwa 240  schmilzt. Aus  den Mutterlaugen können noch     weitere     Mengen des Vitamins gewonnen werden.  



  6. Man     bereitet    aus 1,3 g     Chinolin    und  aus     Salzsäuregas    enthaltenden     abs.    Alkohol  das Chlorhydrat, welches man vom Lösungs  mittel im Vakuum     befreit.    Man gibt 0,5 g       2-Methyl-4-,amino-5        !thioform.amidomethyl-          pyrimidin    und 0,6 g     y-Aceto-y-chlor-propyl-          äther    des     2-Methyl-2-oxy-3-chlor-tetrahydro-          furans    hinzu.

   Man hält das durch Erwärmen  homogenisierte Reaktionsgemisch während  16     Stunden        bei    70 . Die Aufarbeitung des  Gemisches geschieht analog den Methoden der  vorhergehenden     Beispiele.    Man gewinnt 0,4 g  Vitamin, welches etwa um 239  C schmilzt.  Man kann durch Eindampfen der alkoholi  schen Mutterlauge und durch Aufnehmen des  Rückstandes in Wasser und Äther und durch  Eindampfen der filtrierten wässerigen Lö  sung und Kristallisieren des Rückstandes aus      Alkohol noch weitere Mengen des     Vitamins     gewinnen.  



  7. 1,5 g destilliertes     Pyridin-chlorhydrat,     0,5 cm'     abs.    Alkohol, 0,5 g     2-Methyl-4-          amino    - 5 -     thioformamidomethyl    -     pyrimidin,     0,6 g     y-Acetc-y-chlor-propyläther    des     2-          Methyl-2-oxy-3-chlor-tetrahydrofurans    und  2 Tropfen (etwa 0,04 g) trockenes     Pyridin     werden unter Umrühren auf 50      erwärmt.    Die  Reaktionskomponenten .gehen langsam in  Lösung; danach hält man die Lösung wäh  rend etwa 45     Stunden    bei 50  im Thermo  staten.

   Aus dem     lZeaktionssgemisch    fängt das  Vitamin schon nach 20     Stunden        Erwärmen     an,     sich    in     reichlicher    Menge auszuscheiden.  Die Aufarbeitung des     Reaktionsgemisches     geschieht in gleicher Weise, wie in den obigen  Beispielen angegeben wurde. Die erste Kri  stallisation     liefert    0,41-0,45 g Vitamin.  Aus den Mutterlaugen können noch weitere  Mengen Vitamin :gewonnen werden.  



  B. Man bereitet mit Salzsäure aus 1,2 g       Di:methylanilin    das Chlorhydrat und ver  treibt das     Lösungsmittel        vollständig,    wobei  1,8 g Öl zurückbleiben; eine kleine Probe  davon bläut nasses Kongopapier.

   Man gibt  0,5 g     2-Methyl-4-amino-5-thioformamido-          methyl-pyrimidin,    0,6 cm'     y-Aceto-y-chlor-          propyläther    des     2-Methyl-2-oxy-3-chlor-tetra-          hydrofurans    hinzu     und    bereitet durch gelin  des Erwärmen eine homogene     Lösung,    worauf  man die Lösung während etwa 20     Stunden     bei 70  im     Thermostaten    hält.

   Nach     dieser     Reaktionsdauer ist das Reaktionsgemisch tief       violettrot    gefärbt und teilweise     kristallin.     Man gewinnt auf der in den vorangehenden  Beispielen angegebenen Weise 0,62-0,70 g  kleine, glänzende Kristalle     bildendes    Vita  min,     welches    bei     243     C unter     heftiggem    Schäu  men     ,schmilzt.     



  9. Das Reaktionsgemisch     entspricht    dem  zweiten Beispiel, doch verwendet man anstatt  0,2 cm-" Wasser 1 cm'     Dioxan.    Das Reaktions  gemisch besteht, auch während des     Erwär-          mens,    aus zwei Schichten. Die Dauer des Er  ivärmens beträgt etwa 20 Stunden bei 70 .  Man     gewinnt    nach der Methode der voran  gehenden Beispiele etwa 0,55 g     Vitamin,       welches     bei        245     C unter Aufschäumen  schmilzt.  



  10. Das     Reaktionsgemisch    entspricht dem       vorangehenden        Beispiel,    doch verwendet man       anstatt        Dioxan    1,5 cm' Chloroform. Durch  das     Erwärmen    wird das Gemisch     vollständig     homogen. Die Dauer des     Erwärmens,    wie  auch die     Reaktionstemperatur    stimmt mit der  des     vorangehenden        Beispiels    überein. Das  gewonnene Vitamin     wiegt        0,53-0,58        g.     Schmelzpunkt 240-242  C.  



  11. Man     bereitet    aus     einem    Teil trockenem       Pyridin    und     Salzsäuregas    enthaltendem     abs.          Athylalkohul    das Chlorhydrat, welches man  im     Vakuum        sorgfältig    vom     Lösungsmittel    be  freit.

   Man     ,gibt    0,5     Teile        2-Methyl-4-amino-          5-thio:formamidomethyl-pyrimidin    und 0,6  Teile     y--Aoeto-y-chlo@r-propyläther    des     2-          Methyl-2-oxy-3-chlor-tetrahydrofurans    hinzu,  erwärmt das     Gemisch        unter    Rühren während       einer        Stunde        stufenweise    auf 80  und hält es  noch während 3-4 Stunden bei dieser Tem  peratur.

   Gegen Ende des     Erwärmens        kristal-          hsiert    das     Vitamin    aus der Lösung. Man gibt  3-5 cm'     abs.    Alkohol     und    wenig Salzsäure  gas enthaltenden Alkohol hinzu, dann       nutscht    man nach Stehen und Kühlen die       Vitaminkristalle    ab. Man     gewinnt    das Vita  min in Form ,schneeweisser Kristalle. Schmelz  punkt um etwa 242-245 .  



  Durch     Aufarbeiten    der Mutterlauge der  vorangehenden Beispiele kann man noch wei  tere     Kristallmengen        gewinnen.     



  Ein grosser     Vorteil    des Verfahrens- gemäss  :der Erfindung besteht, wie Versuche ergaben,  unter anderem     darin,    dass die ausgezeichneten  Ausbeuten auch bei der Ausführung im  technischen Massstab erhalten bleiben. Die       Ausbeuten        erwiesen    sich nämlich auch dann  als     ausgezeichnet,    wenn man die in den Bei  spielen     angegebenen    Gewichtsmengen auf das  Tausendfache und mehr erhöht.  



  Das     Vitamin        B1    soll als Arzneimittel ver  wendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Vitamin BI, -dadurch gekennzeichnet, dass man den y-Aceto-y-chlor-propyläther des 2-Methyl-2- ogy-chlor-tetrahyd,rofurans in Gegenwart von Salzen schwacher organischer Basen und <U>starker Säuren der</U> Einwirkun.a <U>von</U> 2-Methyl- 4 - amino- 5 -thioformamidomethyl - py rimidin unterwirft.
    - UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Salze schwacher organischen Basen Salze schwacher tertiären Basen verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass -das Salz als schwache tertiäre Base eine heterocyclis-che Base gebunden enthält. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass .das Salz als schwache tertiäre Base eine tertiäre aromatische Base gebunden enthält. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ss man Salze von tertiären Basen und Haloidwasserstoffsäuren verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung durch Erwärmen während 10-50 Stunden zwischen 50-110 ausführt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Haloidwass,erstoffsalze von ter tiären Basen als Lösungsmittel oder Verdiin- nungsmittel verwendet.
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