Automatische Schweissvorrichtung mit Elektrodenmagazin. Die bis jetzt einer praktischen Verwer tung zugeführten automatischen Schweissvor richtungen für getauchte oder ummantelte Elektroden sind nicht vollautomatisch, aus dem Grunde, weil die Einführung neuer Elektroden stets durch den Bedienungsmann vollzogen wird. Von einer richtigen Auto matik muss verlangt werden, dass auch das Einführen der Elektroden in die Kontaktvor richtung bezw. den Vorschubmechanismus ebenfalls automatisch vor sich geht, ohne dass besondere Handgriffe dazu jedesmal not wendig sind.
Vorliegende Erfindung betrifft eine der artige automatische Schweissvorrichtung, wel che diesem Übelstand abhilft.
Im folgenden wird an Hand der beilie genden Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert.
Es sei angenommen, dass der Vorschub mechanismus (Fig. 1) aus einer Anzahl Zan gen, im vorliegenden Fall 1, 2, 3 und 4 be- steht, die auf einem endlosen Transportband oder Kette "5 in gewissen Abständen be festigt sind. Diese Zangen schieben die Elek trode der Abbrandgeschwindigkeit entspre chend vor und können gleichzeitig auch zur Kontaktgebung der Elektroden verwendet werden. Zur ununterbrochenenen Verschwei ssung können je zwei oder mehrere dieser Elektroden untereinander verschweisst wer den, wie es z. B. in der Schweizer Patent schrift Nr. 199250 dargelegt ist.
Die Elektroden werden von den Zangen 1, 2, 3 und 4 einem Magazin entnommen, dessen Wirkungsweise ähnlich der eines Trommelrevolvers ist. Eine Anzahl Elektro den 6 (im vorliegenden Fall z. B. 12 Stück) sind, auf dem Umfang eines Teilungskreises gleichmässig verteilt, klemmend in einer Trommel 7 eingeschoben. Zur Kontaktgebung mit dem Vorschubmechanismus sind die Elek troden an einer Stelle 8 blank gemacht. Die Trommel 7 selbst ist auf die Welle 9 (Fig. 2) aufgekeilt, die ihrerseits in einer ein Sperr- rad 10 tragenden Büchse 11 längsverschieb bar ist. Die Büchse 11 ist drehbar im Kopf 12 gelagert.
Kopf 12 selbst ist über Bügel 13 im Auge 14 schwingend angeordnet. Im normalen Zustande ist das Magazin durch die Zugfeder 15, die in die Stützwand 16 eingehängt ist, herausgeschwenkt. Wenn je doch die neue Elektrode 17 eingeführt wer den soll, so muss sie über die eben schwei ssende Elektrode 18 zu stehen kommen, d.h. die beiden Elektrodenachsen müssen in eine Linie gebracht werden. Dieses geschieht im vorliegenden Falle dadurch, dass das Magazin durch den Vorschubmechanismus (Zange 1) ein geschwenkt wird, was durch Schwenkarm 19 über Bügel 20 und Rollbahn 21 durch eine Rolle 34 geschieht, die auf jeder Elektroden zange angebracht ist. Fig. 1 zeigt jenen Augenblick, bei dem sich der Vorschubmechanismus durch Rolle 34 auf die Gleitbahn 21 aufsetzt, was also dem Beginn des Einschwenkens des Elektro denmagazins entspricht.
Fig. 2 zeigt das eingeschwenkte Magazin. Im vorliegenden Falle ist der Klemmechanis mus für die Elektroden (Zange 1, 2, 3 und 4) so ausgebildet, dass die Zange die Elektrode allmählich pressend umschliesst. Dieses bedingt natürlich, dass die neue Elektrode 17 und mit ihr das ganze übrige Magazin relativ zur Zange 1 stillstehen, d. h. das Magazin muss den Bewegungen der Zange solange genau folgen, bis die Elektrode in der Zange fest gehalten ist. Diese Gleichartigkeit der Be wegung des Magazins wird im vorliegenden Falle in Fig. 2 gezeigt. Hier sind die Ein schwenkvorrichtungen 19 und 20 weggelas sen, damit man den Mechanismus für die Bewegung des Magazins in Richtung des Vorschubmechanismusses sieht.
Das Quer haupt 22, durch Stift 33 in Element 12 ver windungsfrei geführt, ist wie die Trommel des Magazins 7 ebenfalls auf der Welle 9 fest verkeilt. Die Rolle 23 der Zange 1 drückt nun auf eine Bahn 24, die durch Lenker 25 im Gelenk 26 schwenkbar im Querhaupt 22 aufgehängt ist. Wenn die Rolle 23 auf die Bahn 24 aufstösst, so schiebt sie beim Ab wärtsgehen das Magazin 7 durch das Quer liaupt 22 mit derselben Geschwindigkeit nach abwärts, als sie sieh selbst bewegt. Dieser Vorgang ist natürlich nur solange nötig, bis inzwischen die Elektrode 17 von der Zange 1 festgeklemmt ist. Dann muss diese Ab wärtsbewegung des Magazins aufhören, was im vorliegenden Falle durch eine sieh an der Rolle 27 abstützende Gleitbahn 28 geschieht, deren enge Berührung durch Feder 35 ge währleistet ist.
Wenn die Schräge der Gleit bahn 28 von der Rolle nach unten abläuft, kommt natürlich auch Rolle 23 und Bahn 24 ausser Eingriff, da letztere ausschwingt. Eine Feder 29 zieht das ganze Magazin wieder in die ursprüngliche Lage, wobei die Elek trode 17 frei kommt, während Gleitbahn 21 von der Rolle 34 inzwischen abgelaufen ist, wodurch die Feder 15 das Magazin wieder in die ausgeschwenkte Lage zurückbringt.
Damit nun die Trommel 7 um eine Elek trodenteilung wieder weiter gedreht wird, ist das Klinkenrad 10 und die Klinke 30 vor gesehen (Fig. 2a). Die Klinke 30 ist durch Bolzen 31 in der Stützwand 16 gelagert. Feder 32 hält die Klinke stets in Eingriff. Der Klinkenmechanismus ist so ausgebildet, dass beim Zurückschwingen des ganzen Ma gazins nach vollendeter Einführung einer Elektrode das Klinkenrad durch Ineingriff- kommen der Klinke um eine Teilung weiter gedreht wird, wodurch eine neue Elektrode des Magazins wieder in richtiger Lage bereit steht.
Diese Drehbewegung der Trommel kann natürlich auch beim Einschwenken des Ma gazins vor Einführung der Elektroden statt- ; finden.
An Stelle des um Bolzen 14 schwenk baren Magazins kann man auch das Magazin parallel verschiebbar zur Achse der Schweiss elektrode 18 anordnen. Die Bewegungen des Magazins sind dann analog den beschriebe nen. Die beschriebene Konstruktion ermög- glicht, das Magazin während des Schweissens nachzufüllen, wodurch eine ununterbrochene, vollautomatische Schweissung gewährleistet ist. Es ist vorhin erwähnt worden, dass die Elektroden eine blankgemachte Stelle 8 be sitzen müssen, wozu die Ummantelung ent fernt werden muss (Fig. 3).
Es hat sich jedoch als zweckmässig und praktisch besser heraus gestellt, die Ummantelung nur auf einen Teil des Umfanges und nur in der für die Kon taktgebung notwendigen Breite zu entfernen (siehe Fig. 4), deren Grundriss Fig. 5 zeigt.
Zweckmässigerweise geschieht die Entfer nung der Ummantelung auf zwei Arten, ent weder nach dem Auflängeschneiden der Elek troden oder schon vorher, während sie z. B. auf einer Elektrodenpressmaschine erzeugt werden. Durch letzteres ist es möglich, höchst rationell und ohne grosse Kosten die blanke Stelle entweder einzuschleifen oder einzu fräsen. Durch mit der Pressgeschwindigkeit mitwandernde Schleifscheiben oder Fräsen die der Elektrodenlänge entsprechend das Blankmachen während des Pressens der Elek trode vornehmen, kann dies bewerkstelligt werden.