CH227144A - Verfahren zur Herstellung einer Behälterpackung aus Pappmaterial, nach diesem Verfahren hergestellte Behälterpackung und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung einer Behälterpackung aus Pappmaterial, nach diesem Verfahren hergestellte Behälterpackung und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung einer Behälterpackung aus Pappmaterial, nach diesem Verfahren hergestellte Behälterpackung und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens. Es ist bisher selbst bei genauester Her stellung von Deckel und Behälter nicht ge lungen, Verschlüsse aus Pappmaterial auf gewöhnlichen Bleehdosen-Verschliessmaschi- nen herzustellen. Die Bördelungen rollten, immer wieder auf oder es hatte sich über haupt keine Bördelung gebildet. Man war ge zwungen, besondere Einrichtungen zu ver wenden. So wurden zum Beispiel schon be wegliche Ringsegmente vorgesehen, die die Pappbüchsen gegen einen. zylindrischen Dorn drücken, der in einem Bördelwerkzeug dreh bar gelagert ist und in den Hohlraum des in die Büchse eingesetzten Deckels hineingreift, wodurch Büchse und Deckel festgehalten werden. Diese Ringsegmente tragen in axialer Richtung federnde Organe mit einer Rille, die beim Bördeln als Gegenhaltstücke zu dem in axialer Richtung verschieb- und drehbaren Bördelwerkzeug dienen. Aber auch diese besondern Vorrichtungen erfüllten den gewollten Zweck nicht, denn die damit her gestellten Bördelungen waren nicht haltbar, indem keine genügende Adhäsion zwischen Deckel- und Wandkarton bestand, so dass der Deckel lose war und mit blosser Hand ge dreht werden konnte. Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung einer Be hälterpackung aus Pappmaterial, zu dessen Ausführung ohne weiteres die bereits vor handenen Blechdosen - Verschliessmaschinen eines Betriebes verwendet werden können. Das wird dadurch ermöglicht, dass man den Deckel vor dem Aufbringen auf den Behäl ter imprägniert, denn dann verhält er sich beim Bördeln wie ein Metalldeckel. Die nach dem Verfahren hergestellte Be hälterpackung hat einen imprägnierten Dek- kel mit einer konischen Passfläche, welche auf einer ebensolchen des Behälters dicht aufliegt. Eine Vorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens hat eine heizbare Falzralle zum Ver- bördeln des Deckels mit dem Behälter. Beiliegende Zeichnung zeigt beispiels- weise in Fig. 1 in schematischer Weise einen Teil der Vorrichtung, mit welcher das Ver fahren ausgeübt werden kann, in Fig. 2 einen Schnitt durch den fertig her gestellten Verschluss und in Fig. 3 eine Seitenansicht der Perforier kante einer Perforierrolle. Eine nicht dargestellte Scheibe aus Papp- material wird entweder einer thermoplasti schen oder thermohärtenden Imprägnierung unterworfen, und zwar vorzugsweise einer durch das ganze Material gehenden. Als thermoplastische Imprägniermittel können solche auf der Nitrozellulosebasis und als thermohärtende Mittel Harze auf Ha.rnstoff basis verwendet werden. Ist nun diese Scheibe imprägniert und dadurch verformbar wie Metall, so wird aus ihr mit an sich be kannten, in der Zeichnung nicht dargestellten, vorzugsweise geheizten Werkzeugen ein Dek- kel 1 von der in Fig. 1 gezeigten Form her gestellt. Dieser Deckel hat eine konische Pass- fläche, welehe bei zusammengebautem Zu stande auf einer Passfläche 3 des Behälters 4 aufliegt. Der Behälter 4 hat einen horizonta len, ringförmigen Rand 14, wie das auch bei metallenen Büchsen der Fall ist. Auch der Deckel 1 weist einen solchen horizontalen Rand 15 auf, der aussen leicht nach unten umgebogen ist. Der Deckel 1 wird nun auf den an sich bekannten Falzteller 7 aufge setzten Behälter 4 aufgelegt und mittels des ebenfalls bekannten Falzkopfes 5 dadurch in den Behälter eingepresst, dass man den Falz teller 7 nach oben bewegt. Die Passflächen 2 und 3 sind so genau hergestellt, dass ein absolut dichter Schluss gewährleistet ist, und zwar schon vor dem Bördeln, so dass bei der darauffolgenden Rotation des Behälters ein Herausschleudern des Inhalts zwischen Deckel und Behälter unmöglich ist. Durch diese konischen Passflächen wie auch durch die Imprägnierung ist ein Grad von Dicht heit erreicht, der bei Metallbüchsen ohne Ab dichtung mit einem Gummiring nicht vor handen ist. Ist nun der Deckel in der in Fig. 1 gezeigten Stellung, so lädt man Falz kopf und Falzteller mit dem Behälter rotie- ren und fährt mit der Falzrolle 6 gegen den Rand des Deckels, wobei durch Einrollen der Ränder 14 und 15 genau wie bei Blechdosen eine doppelt gefalzte Bördelung gemäss Fig. 2 hergestellt wird. Die bis dahin be schriebene Vorrichtung zum Einpressen des Deckels und zum Bördeln ist die bei Blech dosen-Verschliessmaschinen übliche. Die Falz rolle 6 sitzt lose auf einem hohlen Trag bolzen 8, in dessen Innern eine Heizung 9 untergebracht ist. Diese Heizung ist notwen dig, falls das Deckelmaterial mit einem thermohärtenden Imprägniermittel behandelt wurde, denn dann ist. eine Temperatur von beispielsweise 80-150 je nach Härtungs- punkt der Imprägnierung bei der Bördelung notwendig. Wurde ein thermoplastisches Imprägniermittel verwendet, so genügt eine Bördelung mit geringerer Wärmezufuhr, z. B. 75-110 C, je nach Erweichungs- oder Schmelzpunkt der Imprägnierung. Der durch die Falzrolle ausgeübte hohe Seitendruck vermindert ohnehin die notwendige Tempe ratur, so dass bei thermosplastischer Im prägnierung die Bördelung sogar auch ohne Wärmezufuhr erfolgen kann. Ist nun die Bördelung fertig, so fährt man mit der Falz rolle 6 zurück und setzt die Perforierrolle 10 an der fertigen Bördelung an. Diese Perfo rierrolle hat eine Perforierkante 11 (Fig. 3), welche bei Rotation des Behälters 4 unmittel bar unter dem fertigen Bördelrand 12, also in einem Abstand über dem Deckelboden, im Behälter eine Perforierung 13 herstellt, wel che mittels eines gewöhnlichen Messers oder eines andern Instrumentes die Trennung von Behälter und Deckel leicht und ohne Be schädigung des letztern erlaubt. Der Deckel kann somit nach seiner Abtrennung wieder holt abgehoben und aufgesetzt werden, und zwar unter Beibehaltung des dichten Schlus ses zwischen den konischen Passflächen 2 und 3. Diese Perforierung wird also vor genommen, nachdem die Bördelung zu Ende geführt ist; die Rille 16 der Rolle 10 ist daher so tief, dass ihr Grund nicht auf die Bördelung stösst. Würde man die Perforie rung vor dem Einführen. des Deckels oder noch bei Anfertigung der Hülse vornehmen, so wäre beim Einpressen oder Bördeln des letzteren eine Beschädigung des durch die Perforation geschwächten Behälters zu be fürchten. Deckel und Behälter können mit Metall folie, und zwar innen oder aussen oder innen und aussen belegt sein. Wird für Hülse und Deckel die gleiche Imprägnierung angewendet, so entsteht dank der Wärmezufuhr und dem Druck ein Zu sammenkleben der Bördelung, welches ihr Wiederaufrollen oder ihre Trennung verun- möglicht. Die Behälter können konische, zylin drische, rechteckige, quadratische oder andere Form haben, als Büchsen oder Flaschen aus gebildet sein usw. Unter Deckel kann hier auch der Boden des Behälters verstanden sein. Die Bördeleinrichtung kann, wie oben erwähnt, eine separate Blechdosenverschliess- maschine sein, aber auch ein Bestandteil einer Pappdosenmaschine oder einer Abfüll maschine.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung einer Be hälterpackung aus Pappmaterial, dadurch ge kennzeichnet, dass man den Deckel vor dem Aufbringen auf den Behälter imprägniert. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man das Papp- material für den Deckel imprägniert, bevor man ihm die zum Aufsetzen auf den Behäl ter nötige Form gibt. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man das Deckel material mit einem thermoplastischen Im prägniermittel behandelt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man das Deckel material mit einem thermohärtenden Im prägniermaterial behandelt. 4.Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass man Deckel und Behälter ohne Wärmezufuhr miteinander verbördelt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass man Deckel und Behälter unter Wärmezufuhr miteinander verbördelt. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man zur Vor bereitung der Trennung von Deckel und Be hälter den letzteren nach dem Bördeln per foriert.PATENTANSPRUCH II: Behälterpackung hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der imprägnierte Deckel mit einer konischen Passfläche auf einer eben solchen des Behälters dicht aufliegt. UNTERANSPRÜCHE: 7. Behälterpackung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel mit einem thermoplastischen Mittel imprä gniert ist. B. Behälterpackung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel mit einem thermohärtenden Mittel imprä gniert ist. 9.Behälterpackung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter in einem Abstand über dem Deckelboden perforiert ist. PATENTANSPRUCH III: Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens gemäss Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine heizbare Falzrolle zum Ver- bördeln des Deckels mit dem Behälter.UNTERANSPRÜCHE: 10. Vorrichtung nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass die Falzrolle auf einem hohlen Tragbolzen sitzt, in wel chem sich eine Heizvorrichtung befindet. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch III, gekennzeichnet durch eine Perforierrolle zum Perforieren des Behälters.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH227144T | 1942-08-13 |
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Cited By (1)
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| WO2023094888A3 (en) * | 2021-11-24 | 2023-09-21 | Multi Packaging Solutions Uk Limited | Perforated tubes and a method of manufacturing |
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1942
- 1942-08-13 CH CH227144D patent/CH227144A/de unknown
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