CH227156A - Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen subtraktiven Filmpositiven. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen subtraktiven Filmpositiven.

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CH227156A
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/46Subtractive processes not covered by the group G03C7/26; Materials therefor; Preparing or processing such materials

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Description


  Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen     subtraktiven    Filmpositiven.    Für die     Herstellung    von Mehrfarben  filmen ist es bereits     vorgeschlagen    worden,  auf einer Seite des Schichtträgers ein durch       Tonung    eines Silberbildes gewonnenes Teil'  farbenbild mit einem nach dem     Chrom-          gelatineverfahren    durch     Einfärbung    oder  Auswaschung     gewonnenen    zweiten Teil  farbenbild in Deckung zu bringen.

   Wendet  man dieses Verfahren auf einen     zweiseitig          beschichteten        Film.    unter Benutzung     entspre-          ehen:d    gewählter Farben für die einzelnen       Teilfarbenbilder    an, so erhält man offenbar  ein     subtraktives        Vierfarbenbild.        Zweckmässi-          ger    ist es     jedoch,

      bei einem solchen     doppel-          seitig        beschichteten        Film    das     Silberbild    auf  einer     Seite        un.getont    als Schlüsselbild be  stehen zu lassen und nur ,das andere Silber  bild zu tonen,     ,so        dass    dann in Zusammenwir  kung mit den in beide Schichten eingebrach  ten, verschiedenfarbigen     Chromatbild@ern    ein       Dreifarbenbild    mit deckendem     tiefschwarzem     Schlüsselbild entsteht.  



  Bei der Durchführung dieser bekannten  Verfahren entsteht überall dort, wo ein         Chramatbild    mit einem getonten Silberbild in  einer     Schicht    in Deckung     liegt,    die Schwie  rigkeit, dass diese beiden Bilder ,sich durch  die mit ihrer Erzeugung verbundenen chemi  schen     bezw.        kolloidchemischen    Vorgänge ge  genseitig beeinflussen.

   Denn bei der     Chromat-          Sensibilisierung    einer     Gelatineschicht,    :die ein       beizgetontes    Silberbild enthält, löst sich der       Beizgrund    des     Tonungsbildes        unter    dem Ein  fluss der     C.hromatl'ösung    auf, so dass das       Tonungs,bild    sehr bald zu verschwimmen be  ginnt, wenn es nicht aus     Beizfarben        besteht,     welche ohne     Beizgrund        beständig    sind;

   diese       Eigenschaft    besitzen jedoch nur ganz wenige       Beizfarben,deren    Farbtöne nicht     in    allen  Fällen geeignet sind. Auf der andern Seite  führt die mit dem     Tonungsvorgang    verbun  dene Erzeugung des     Beizgrundes        stets    zu  einer gewissen     Gerbung    der     Gelatine,

      so       dass    die vorangehende     Tonung    eines     in        Ge-          latinescIlicht    liegenden Silberbildes die an  schliessende Erzeugung eines unabhängigen       Chromatbildes    in der :gleichen Schicht     stark     erschwert.

        Man hat sich bereits bemüht, diese Schwie  rigkeiten dadurch zu umgehen, dass man über  das fertige     Tonungsbild    eine angefärbte       Chromgelatineschicht    giesst und in diese Deck  schicht     dann.    nach dem     Aus@ivaschverfaliren          da-s    zweite     Teilfarbenbild        einzukopieren    ver  sucht.

   Das nachträgliche Aufgiessen einer  neuen Schicht auf einen für die Herstellung  der ersten Kopie bereits perforierten Film  lässt     sich        jedoch    nur     sehr    schwer in sauberer  Form durchführen und erfordert unter allen  Umständen ein anschliessendes     Naehputzen     der Perforation. Dieser Vorschlag hat sieh  daher in der Praxis nicht einführen können.  



  Nach der Erfindung werden die genann  ten Schwierigkeiten auf wesentlich ein  facherem Wege durch zweckmässige     Nerwen-          dungeines    entsprechend vorbereiteten Roh  filmes     beseitigt.    Das erfindungsgemässe Ver  fahren zur Herstellung von mehrfarbigen       Filmpositiven    benutzt ebenfalls:

   ein durch  Umwandlung eines Silberbildes     gewonnenes     und ein auf der     gleichen    Seite des Schicht  trägers in einer silberfreien     Gelatine-Deck-          schicht        da.rüberliegendes,    nach dem     Chromat-          verfahren    hergestelltes     Teilfarbenbild.    Nach  der Erfindung wird jedoch zur Herstellung  solcher     Mehrfarbenfilme    als     photographisehes     Ausgangsmaterial ein Film verwendet,

   der  auf seiner Filmunterlage eine     Ha.logen-          silberschicht    und über dieser     Emulsions,-          schicht    von vornherein eine     halogensilberfreie          Gelatine-Deckschicht    trägt. Solches Film  material ist an sich bekannt und wird     bereits          vielfaph    für die Herstellung gewöhnlicher  Filmpositive     verwendet,    da die silberfreie       Gelatine-Deckschicht    für die     darunterliegende          Emulsionsschiüht    einen guten mechanischen  Schutz bietet.

   Nach der Erfindung wird nun  in die     Emulsionsschicht    eines solchen Roh  filmen     ein.    Teilbild     ,einkopiert,        gerbungsfrei          entwickelt,    fixiert und in ein     Farbteilbild          umgewandelt.    Das zweite Teilbild wird hin  gegen nicht in die Gelatine der     Emulsion,          sondern    in die aufnahmefähig     erhaltene,

          über     .der Emulsion liegende silberfreie     Emulsions@-          Schutzschicht    nach     .deren        Sensibilisierung        mit     einer     Chramatl'ösung    einkopiert und dann    nach     .dem        Herauslösen    des     Chromates    durch  Einfärbung in ein     weiteres        Farbenteilbild     überführt.  



  Auf     diese    Weise wird     zunächst    erreicht,  dass die von der     Tonung    des     Silberbildes    her  rührenden     Gerbungserseheinungen    innerhalb  der     Emulsion    sich auf     @diejenige    Schicht,     iti          welcher    das farbige     Chromatbild    erzeugt  wird, nicht mehr merklich     auswirken    können.

    Die beim Einfärben     .des        Chromatbiljdes    ent  stehenden     Allstufungen    der     Farbdiclit.e    wer  den also von     dem        darunterlicgenden        Tönu,iigs-          bild    praktisch unabhängig.

   Auf der andern  Seite vermag man die     Chromierung    der über  -der     Emulsions    Schicht liegenden     Deckschicht     durch     entsprechend    kurze Einwirkung des       Chromierbades    ahne     weiteres    so durchzufüh  ren, dass dies Bad nicht merklich bis in die       darunterl@iegende        Emulsionsschicht    vordringt  und dort keine störenden     chemischen        Ein-          flüsso    ausübt.  



  Beide Wirkungen lassen sich noch da  durch     .steigern,    dass man ein     photographisehes          Ausgangsmaterial    benutzt, dessen Schutz  schicht aus zwei getrennt     aufgegossenen,     silberfreien     Gelatineschichten    zusammenge  setzt     ist,    von denen die untere, unmittelbar  auf der     Emulsion        aufliegende    Teilschicht aus  verhältnismässig harter, die obere, zur Auf  nahme des     Chromatbilde        sdienende    Teil  schicht hingegen aus verhältnismässig     -#veiclier     silberfreier Gelatine     besteht;

      denn in diesem     i     Falle liegt dann zwischen der zur Aufnahme  des     Tonungsbildes        bestimmten        Emulsions-          schicht        und'    der zur Aufnahme des     Chromat-          bil'des        bestimmten    weichen     Gelatine-Deck-          schicht    noch eine     verhältnismässig    harte     t     Trennschicht,

   welche sowohl die weiche     Gre#-          latine-Decksehieht    vor der     Rückwirkung    von       Reliefbildungen    in der     Emulsionddchicht,    als  auch die     Emulsionsschicht    vor der Rück  wirkung von chemischen Einflüssen schützt, s       ,vefehe    nur für de weiche und rasch       quellende        Gelatine-Deekschicht        bestimmt    sind.  



  Soll nach .dem erfindungsgemässen Ver  fahren zum Beispiel ein     Vierfarbenfilm    nach  einer Orange-, einer Violett-, einer Blau- und s  einer     Grünaufnahme    hergestellt werden., so      geht man von einem doppelseitig beschichte  ten Film aus, welcher auf jeder Seite über  der     Emulsäonss-chicht    noch     eine    Schutzschicht  trägt, die aus einer verhältnismässig harten  silberfreien     Gelatine-Zwischenschicht    und  einer weichen silberfreien     Gelatine-Deck-          schicht        zusammengesetzt    ist;

   der" Schicht  träger     ist    also     beiderseits    mit je drei Schich  ten überzogen.  



  In dien beiderseitig     beschichteten    Film,  dessen     Halogensilberschichten,    um ein Durch  kopieren zu verhindern, mit einem gelben       Schirmfa;rb@stoff    versehen sind, der sich beim  Entwickeln     auswäscht,        wird        zunächst    von der  einen Seite das hinter dem Orange: Farbfilter  aufgenommene     Farbenteilbild    einkopiert und  dann von der     andern:    Seite her in .genauer       Deckung        hierzu        da,s    mit dem grünen Farb  filter aufgenommene Teilbild in die zweite  Emulsion     einkopiert.     



  Nunmehr werden folgende Lösungen an  gesetzt:  a)     Entwickler:     Wasser . . . . . . . . 1000     cm3          Hydrochinon    . . . . . . 7 g       Metol    . . . . . . . . 7 g       Natriumsulfit        (krist.)    . . . 150 g  Bromkalium . . . . . . 3 g  (ohne Alkali!)  b) Fixierbad:

         Wasser    . . . . . . . . 1000     cm@          Natriumthiosulfat    . . . . 300 g       Bisulfitlauge    . . . . . . 30     cm3          e)        Beizbad:          KaliumzitratlÖsung    (1 : 10) . 45 cm.'       Kupfervitriollösung    (1 : 5) . 15     cm'          Rhod@ankaliumlösung    (1 :

   10) 15 cm'  Eisessig . . . . . . . 2<B>cm'</B>       Chromierungsbad':          Wasser    . . . . . . . . 1000     cm@          Ammoniumbichro@mat    . . . 25 g       Ammoniak    bis zur Strohfärbung  Der     Film.    wird zunächst in den beiden  erstgenannten     Bädern.        gerbungsfrei    entwickelt  und     fixiert.    Nach einer gründlichen Wässe  rung wird der Film dann so lange in dem         Beizbad    behandelt,

   bis alles Silber in     Kupro-          rhodanid        überführt        iSt.        Hierauf    wird wieder  gründlich     bewässert.    Nach kurzer     Antroek-          nung        wird    zuerst die der     Orange-Filterauf-          nahme        entsprechende        Filmseite    nach dem be  kannten     Schwimmverfahren    über     folgendes     Farbbad     geführt:

       Wasser . . . . . . . . . 1000     cm3          Methylenblau    . . . . 1,5 g       Esisigsiäure    2     cm@     So wie der     Filmdieses    Bad verlässt, wird  er nach kurzem     Wässern    und wiederum  kurzem     Antrocknen    gedreht und nun mit der  andern Seite, die der     Grünaufnahme        ent-          spricht,    über folgendes     Farbbad    geführt:

    Wasser . . . . . . . . . 1000 cm'       Rho@damin    6 G . . . . . . 2 g       Essigsäure    . . . . . . . 2     cm@     Alle bisher verwendeten Bäder mussten  die :der     Emulsion        aufgegossene    weiche, vor       allem    aber die härtere     Gelatineschicht        durch-          ,dringen.    Hierdurch wurde eine     längere    Ein  wirkungsdauer der verschiedenen     Bäder        er-          forderlich.     



  Das nach gründlicher     Wässerung    nun  folgende     Chromierungsbad,    in dem beide  Filmseiten     gleichzeitig    behandelt werden,  lässt man zeitlich nur so lange     einwirken,    bis       die    weiche     S-chutzachcht    durchdrungen ist.  Bei dieser kurzen Einwirkung     ist    es dem       Chromierungsbad    unmöglich, durch die här  tere     Crelatineschichtbis    zu den     Beizfarben-          bildern        vorzudringen    und dort     ;seine    zer  störende Wirkung auszuüben.  



       Das    Verfahren     ,gelingt    auch bei dem     Vor-          handensein    nur einer weichen     Sehutzschicht     und     einer        entsprechend    noch kürzeren Ein  wirkungsdauereines     konzentrierten        Chromie-          rungabades.     



  Nach dem     C.hromieren    wird -der Film .ge  trocknet. Jetzt werden die beiden Seiten des       Filmes    .gleichzeitig oder auch nacheinander  hinter     Zwischenpositiven    nach der Blau- und  der     Violettaufnahme    belichtet. Hierbei ver  hindert die durch das     Chrom@atisieren    selbst       erfolgte    Gelbfärbung der Schichten     ein              Durchkopieren,    da das Empfindlichkeits  maximum der Chromgelatine im Blau liegt.  Die Belichtung erfolgt daher mit stark blau  strahlenden Lampen.  



  Nach der . Belichtung wird der Film  wässert und, um bessere Weissen zu erzielen,  vor dem Anfärben mit den     Pinatypie-Farb-          stoffen    .getrocknet. Das     getrennte    Einfärben  der Seiten geschieht ebenfalls nach dem  Schwimmverfahren.

   Die hinter dem Zwi  schenpositiv der Blauaufnahme     belichtete          Seite    wird eingefärbt mit einer Lösung:  Wasser . . . . . . . . . 1000 cm'       Pinatypie-Gelb    D . . . . . 15 g  Die andere, der     Violettaufnahme    entspre  chende Seite wird eingefärbt mit einer  Lösung:  Wasser . . . . . . . . . 1000     cm'          Pina.typie-Grün        11T    . . . . .     12-          Zum    Schluss werden die Filme durch eine       kurze        -#Vässerung    von der überschüssigen  Farbe befreit und dann endgültig getrocknet.  



  Es liegt auf der Hand, dass man     bei;    der  Durchführung dieses Verfahrens auch auf die       Tonung    eines der beiden Silberbilder verzich  ten und     dieses    als schwarzes Schlüsselbild be  stehen lassen kann. Man überführt dann das  andere Silberbild am besten in ein     Eisenblau-          büd    und wählt zur Einfärbung der     Chromat-          bilder,die    Farben rot und gelb.

   Da das Rot  bild. sich gegenüber den kleinen restlichen       Störerscheinungen    aus dem     Tonungsbild    am       unempfindlichsten    zeigt, wird es zweck  mässig     über    das     Eisenblaubild    gelegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von positiven, subtraktiven Mehrfarbenfilmen, bei denen auf wenigstens einer Seite des Schiehtträgers zunächst ein durch Umwandlung eines Sil berbildes und in einer darüberliegenden, sil berfreien Gelatinesehicht ein nach einem Chromatverfahren hergestelltes Teilfarben- biM übevein.anderliegen,
    dadurch gekenn- zeichnet, dass als photographisches Material ein Film verwendet wird, der auf einer . Filmunterlage eine Halogensilberschicht und über dieser eine halogensälberfreie Gelatine Schutzschicht trägt, dass weiterhin in die Emulsionsschicht dieses Filmes ein Teil bild einkopiert,
    gerbungsfrei entwickelt und fixiert und da.s so entstehende Silberteilbild in ein Farbteilbild umgewandelt wird,
    und dass schliesslich ein weiteres Teilbild in die aufnahmefähig erhaltene und nunmehr in einem Chromatbad sensibilisierte Schutz schicht einkopiert und nach dem Herauslösen des Chromates durch Einfärbung in ein wei teres Farbteilbild überführt wird.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als photographisches Ma terial ein Film verwendet wird, dessen Schutzschicht aus zwei getrennt aufgegosse nen, silberfreien Gelatineschichten zusam mengesetzt ist, von denen die untere, unmit telbar auf der Emulsion aufliegende Teil schicht aus verhältnismässig harter, die obere, zur Aufnahme des Chromatbildes dienende Teilschicht dagegen aus verhältnismässig weicher silberfreier Gelatine besteht.
CH227156D 1942-01-24 1942-01-24 Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen subtraktiven Filmpositiven. CH227156A (de)

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