CH227237A - Automatisches Einspritzventil, insbesondere an Klein-Kälteanlagen. - Google Patents
Automatisches Einspritzventil, insbesondere an Klein-Kälteanlagen.Info
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Description
Automatisches Einspritzventil, insbesondere an Klein-Kälteanlagen. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein automatisches Einspritzventil an Kälte anlagen, bei welchen ein Kältemittel in Ab hängigkeit mindestens des Verdampfer druckes in einen Verdampfer eingespritzt wird, insbesondere an Klein-Kälteanlagen.
Es sind bereits selbsttätige, druck gesteuerte Einspritzventile für Kälteanlagen bekannt, bei denen die Verdampfergase zwecks Steuerung der Ventilnadel einen ela stischen Körper, z. B. ein Federrohr oder eine Membrane, deformieren, wobei .der elastische Körper mit dem Ventilgehäuse gasdicht ver lötet ist. Die Verdampfergase wirken hier bei nur einseitig auf das Federrohr oder die Membrane ein, und der Federkörper bildet eine gasdichte Trennwand zwischen dem das Kältemittel führenden Teil des Ventils und dem übrigen Gehäuseraum oder der Aussen luft.
Diese Ventile besitzen die Nachteile, dass ein Defektwerden des Federkörpers ge gebenenfalls zu einem Verlust von Kältemit tel führt und ein Ersatz des defekten Teils an Ort und Stelle nicht möglich ist, da der Federkörper mit dem Gehäuse verlötet ist.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht den Bau eines Einspritzventils, welches die ge nannten Nachteile nicht aufweist. Der Erfin dungsgegenstand ist dadurch gekennzeichnet, dass ein von den Verdampfergasen umspülter, gasdichter, vorzugsweise evakuierter, ela stischer Hohlkörper vorhanden ist, welcher sieh in Abhängigkeit des Druckes der Ver- dampfergase mindestens in einer Richtung ausdehnt und zusammenzieht, wobei- der Hohlkörper einerends lösbar am Ventil gehäuse abgestützt ist, während anderends seine Bewegungen spiellos auf die Ventil nadel übertragen werden.
Bei dieser Anord nung ist also der Federkörper nicht mit dem Gehäuse verlötet, sondern ist ein in sich ge schlossener, von den Gasen umspülter, ela stischer Hohlkörper.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes an Hand einer Zeichnung beschrieben, die einen Längs schnitt durch ein Einspritzventil darstellt.
Der Ventilgehäuseteil 1 von rundem Querschnitt weist zwei Hohlräume 2 und 3 auf, in denen einerseits ein elastischer, von den Verdampfergasen beeinflusster Körper und anderseits das eigentliche Ventil unter gebracht ist. Der elastische Körper besteht aus dem Federrohr 4 und den Scheiben 5, 6. welche an den Enden das Federrohr ab schliessen, wobei das Federrohr an den Stel len 7 und 8 mit den Scheiben 5, 6 gasdicht verlötet ist. Im Innern des Federrohres be findet sich eine gespannte Druckfeder 9, welche das Federrohr in axialer Richtung unter Spannung setzt und auszudehnen ver sucht.
Am obern Ende des Federrohres ist durch Aufpressen und Verlöten ein einen Teil der Scheibe 6 bildender Ring 10 be festigt, welcher an seiner äussern Zylinder fläche ein Gewinde aufweist. Dieser Ring bezw. das obere Ende des Federrohres ist in einem Innengewinde 11 des Ventilgehäuse teils 1 axial verstellbar, das im übrigen auch zum Einsetzen und Herausnehmen des elastischen Körpers 4-6 dient. An der mit. Aussengewinde versehenen, durchlöcherten Scheibe 6 ist ein stiftförmiger Ansatz 12 vorgesehen, der mit einem Vierkant 13 ver sehen ist, das zum Verdrehen bezw. Einstel len des elastischen Körpers mittels eines Schlüssels dient.
Der Ansatz 1.2 weist eine Bohrung 14 auf, die zum Einfüllen eines geeigneten Gases in den elastischen Körper 4-6 oder zum Evakuieren des letzteren sowie zum gasdichten Abschliessen dient. Der Ring 10 ist an seinem Umfangsteil mit Löchern 15 versehen, durch welche das Kältemittel durchfliessen kann. Der Durch messer der Scheibe 6 ist grösser als der des Federrohres. Die Scheibe 6 ist im Betriebe ortsfest.
In der untern Öffnung 3 des Ventil gehäuseteils 1 ist das Verschlussstück 1.6 ein- gewindet und längs der Kreislinie 17 metal lisch abgedichtet. Am untern Ende weist das Verschlussstück 16 einen Leitungsanschluss- stutzen 18 auf, durch welchen das Kälte mittel in das Ventil eintritt.
Das eigentliche Ventil besteht aus der Ventilnadel 19, die am untern Ende ein Kugelgelenk 20 aufweist und welche in dem Führungszylinder 21 abgestützt ist, ferner dem in dem Nippel 22 eingepressten Ventil sitz 23 sowie der Ventilfeder 24, welche die Nadel gegen den Ventilsitz presst. Das Zylinderstück 21 ist am untern Ende in der Bohrung 25 geführt und weist durchgehende Kanäle 26 auf, durch welche das Kältemittel in den Raum 3, das heisst zur Ventildüse ge langen kann.
Die Bewegungen des freien, untern Endes des elastischen Körpers, das heisst der Scheibe 5 werden über einen Stift 27, der im Nippel 22 geführt ist, spiellos auf die Ventil nadelspitze übertragen. Der Stift 27 weist zwei Führungsringe 28 auf, welche am Um fang Schlitze 29 aufweisen, damit das Kälte mittel durch diese hindurchfliessen kann. Der axial geführte Stift 27 ist in einer Vertie fung der der Ventilnadel benachbarten Scheibe 5 gelagert.
Am obern Ende des Ventilkörpers 1 ist. das Verschlussstück 30 aufgewindet und längs der Kreislinie 31 abgedichtet. Es weist einen den Austrittsstutzen bildenden Lei- tungsanschlussstutzen 32 auf, durch welchen das Kältemittel in den eigentlichen Ver- dampferraum gelangt.
Der Ventilgehäuse teil 1 sowie die Verschlussstücke 16 und<B>30</B> sind am äussern Umfange mit Ansätzen 33, 34, 35, 36 und 37 versehen, damit diese von Hand oder mit einem Schlüssel bequem inein- andergesc:hraubt werden können. Die Teile 18 und 32 sind am Ein- und Ausgang des Ven tils gleichachsig angeordnet.
Die Funktionsweise des Ventils ist riun derart, dass die durch die Düse eingespritzte Menge des Kältemittels jederzeit abhängig ist von dem im Raum 2 herrschenden Druck. In diesem Raume ist das Kältemittel, wenig stens teilweise, in gasförmigem Zustande, und der Druck der den Körper 4-6 umspü lenden Gase entspricht ungefähr demjenigen im eigentlichen Verdampferraum. Ist der Gasdruck hoch, so wird das Federrohr 4 bezw. die Feder 9 in axialer Richtung zu sammengepresst und verkürzt, wodurch die Ventilnadel unter dem Druck der Feder 24 gegen den Ring 23 gepresst und die Düse ge schlossen wird.
Ist der Druck hingegen klein, so dehnt sich das Federrohr 4 unter dem Druck der Feder 9 aus und hebt die Ventil nadel vom Ventilsitz ab, wodurch mehr Kältemittel in den Raum 2 gelangt und der Druck erhöht wird. Der Druck der Federn 9 und 24 ist so eingestellt, dass gerade so viel Kältemittel eingespritzt wird, als zur Auf rechterhaltung eines bestimmten Druckes im Verdampfer erforderlich ist; wird dieser überschritten, so -drosselt das Ventil die Zu fuhr und umgekehrt. Die Einstellung des Ventils, das heisst die Einstellung des. ge wünschten Verdampferdruckes erfolgt durch axiales Verstellen des Gewinderinges 10 im Gewinde 11.
Beim Herausschrauben des Kör pers 4-6 wird das Ventil automatisch ge schlossen.
Damit die Temperatur der Gase im Raum 2 keinen Einfluss auf die Steuerung ausübt, kann das Federrohr 4 evakuiert sein. Anderseits kann es aber auch mit einem gegenüber dem Kältemittel indifferenten Gas von mindestens 1 at. abs. Druck gefüllt sein, wobei die Temperatur einen bestimmten, bei der Einstellung des Ventils zu berücksichti genden Einfluss ausübt.
Das oben beschriebene Einspritzventil bietet den wesentlichen Vorteil, dass ein Un- dichtwerden des Federrohres nicht zu einem Verlust von Kältemittel führt. Die Gasfül lung des elastischen Körpers, falls eine solche vorhanden, kann so gewählt werden, dass diese bei einem Bruch des Federrohres keine schädliche Einwirkung auf da.s Kälte mittel ausübt.
Nach Abschrauben des Verschlussstückes 30 kann der elastische Körper 4-6 als Gan zes herausgenommen und ausgewechselt wer den, was bei eventuell vorkommenden Defek ten von bedeutendem Vorteil ist. Ein Ver stellen des Ventils ist erst möglich nach Ab nehmen des einen Gehäuseteil bildenden und den Austrittsstutzen 32 aufweisenden Ver- schlussstückes 30, was bei kleinen Kälte anlagen, z. B. bei Kühlschränken, erwünscht ist, damit das Ventil nicht durch unfachkun.- dige Personen verstellt werden kann.
Ist eine Verstellung von aussen erwünscht, so kann der Austrittsstutzen 32 senkrecht zur Ventil achse angebracht werden, und an Stelle der Austrittsöffnung könnte ein von aussen zu gängliches Regulierorgan treten, welches ein Verdrehen des Ansatzes 12 gestattet.
Der Austrittsstutzen könnte aber auch am mitt leren Ventilgehäuseteil 1 senkrecht zur Ven tilachse angebracht werden, und am obern Ende wäre lediglich ein Abschlussdeckel mit Regulierorgan notwendig. Das Ventil könnte auch durch eine von aussen zugängliche Regulierschraube verstellt werden. "' Das Verschlussstück 16, in welches das eigentliche Ventil untergebracht ist, kann zwecks Überholung der der Abnützung unterworfenen Teile, wie Ventilnadel und Ventilsitz, herausgenommen werden, so dass die Teile nötigenfalls an Ort und Stelle er setzt werden können.
Nach Abschrauben des Verschlussstückes 16 können mindestens die Teile 19 und 23 herausgenommen und aus gewechselt werden.
Das oben beschriebene Einspritzventil hat einen sehr gedrungenen Aufbau, der sich insbesondere für Einspritzventile kleinerer Leistung, wie solche z. B. bei Kühlschränken Anwendung finden, eignet. Da die Gehäuse teile, abgesehen von den die Teile 33-37 aufweisenden Teilen, runde Quersehnittsform aufweisen, sind sie auch gut herstellbar und erlauben eine besonders wirtschaftliche Fa brikation. Die Teile 33-37 könnten auch fehlen, so dass das Ventilgehäuse in diesem Falle aus koaxial angeordneten, im Quer schnitt runden Teilen bestehen könnte.
Die Erfindung ist natürlich nicht an das beispielsweise beschriebene und gezeichnete Einspritzventil gebunden. So braucht das Ventilgehäuse z. B. nicht runden Querschnitt aufzuweisen, und der elastische Körper könnte z. B. auch als flacher Teil aus zwei Membranen aufgebaut sein. Schliesslich ist es auch möglich, die Einspritzung des Kälte- mittels nicht nur von dem Verdampferdruck. sondern noch von einer weiteren Grösse, z. B.
der Temperatur am Verdampfer, abhängig zu machen, wie dies bei bekannten druck- und thermisch gesteuerten Ventilen der Fall ist. In diesem Falle würde ein weiterer von dieser Grösse abhängiger Druck durch geeig nete Mittel auf den Stift 27 übertragen.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Automatisches Einspritzventil an Kälte anlagen, bei welchen ein Kältemittel in Ab hängigkeit mindestens des Verdampferdruk- kes in einen Verdampfer eingespritzt wird., insbesondere an Klein-Kälteanlagen, dadurch gekennzeichnet, dass ein von den Ver- da.mpfergasen umspülter, gasdichter, elasti scher Hohlkörper (4-6) vorhanden ist, wel cher sich in Abhängigkeit des Druckes der Verda.mpfergase mindestens in einer Rich tung ausdehnt und zusammenzieht, wobei der Hohlkörper (4-6) einerends lösbar am Ven tilgehäuse abgestützt ist,während anderends seine Bewegungen spiellos auf die Ventil nadel (19) übertragen werden. UNTERANSPRüCHE: 1. Automatisches Einspritzventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Hohlkörper (4-6) als Ganzes auswechselbar im Ventilgehäuse angeordnet ist, wobei sich das Ventil beim Herausneh men des elastischen Hohlkörpers (4-6) selbsttätig schliesst. 2. Automatisches Einspritzventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss (las Ventilgehäuse aus koaxial angeordneten, im Querschnitt runden Teilen zusammen gesetzt ist. 3.Automatisches Einspritzventil nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Leitungs- anschlussstut.zen (18, 32) am Ein- und Aus gang des Ventils gleichachsig angeordnet sind. 4. Automatisches Einspritzventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlussstutzen' (18) am Eingang koaxial zum Ventilgehäuse liegt, während der Austrittsstutzen senkrecht dazu verläuft. 5.Automatisches Einspritzventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Hohlkörper (4-6) ein Metall- federrohr (4) aufweist, dessen Enden durch zwei mit dem Federrohr (4) verlötete Schei ben (5, 6) abgeschlossen sind, und dass im Innern des Rohres (4) eine Druckfeder (9) vorhanden ist, welche den Hohlkörper in axialer Richtung unter Spannung setzt und ihn auszudehnen sucht. 6.Automatisches Einspritzventil nach Patentanspruch und I?nteransprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (6), die am im Betriebe ortsfesten Ende des Federrohres (4) befestigt ist, mit Aussen gewinde versehen und durchlöchert ist, dass der Durchmesser dieser Scheibe (.6) grösser ist als derjenige des Federrohres (4) und dass diese Scheibe (6) in einem Innengewinde des Ventilgehäuses zwecks Einregulierung des Ventils axial verstellbar ist. 7. Automatisches Einspritzventil nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass es erst nach Abschrauben eines den Austrittsstutzen (32) aufweisenden Gehäuseteils (30) verstellt werden kann. B.Automatisches Einspritzventil nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2, 5, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Ven til durch eine in der Ventilachse liegende, von aussen zugängliche Regulierschraube ver stellt werden kann. 9. Automatisches Einspritzventil nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2, 5, 6; 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungen des Federrohres (4) über einen in einer Vertiefung der der Ventilnadel (19) benachbarten Scheibe (5) gelagerten, im. Ventilgehäuse axial geführten Stift (27) auf die Spitze der mit Federdruck auf den Ven tilsitz gepressten Ventilnadel (19) übertragen wird. 10.Automatisches Einspritzventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Hohlkörper mit Gas von min destens 1 at. abs. Druck gefüllt ist. 11. Automatisches Einspritzventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Hohlkörper (4-6) evakuiert ist. 12. Automatisches Einspritzventil nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Ventilnadel (19) und der Ven tilsitz (23) nach Abschrauben eines Ver- schlussstückes herausgenommen und aus gewechselt werden können.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH227237T | 1942-04-30 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0892226A3 (de) * | 1997-07-18 | 2002-01-16 | Denso Corporation | Drucksteuerventil für Kälteanlage |
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1942
- 1942-04-30 CH CH227237D patent/CH227237A/de unknown
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