CH227280A - Einrichtung zur Kraftübertragung mit einem hydraulischen Strömungsgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge. - Google Patents

Einrichtung zur Kraftübertragung mit einem hydraulischen Strömungsgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge.

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CH227280A
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Haftung Maybach- Beschraenkter
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Maybach Motorenbau Gmbh
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Description


  Einrichtung zur Kraftübertragung mit einem hydraulischen Strömungsbetriebe,  insbesondere für Kraftfahrzeuge.  



  <B>in</B>    Die     Erfindung    betrifft eine Einrichtung  zur Kraftübertragung mit einem hydrau  lischen Strömungswandler und einem mecha  nischen Wechselgetriebe, bei welcher das  Turbinenrad des     Wandlers    zur Unterbre  chung des Kraftflusses unter Aufrechterhal  tung der Antriebsleistung aus dem Kreislauf  herausschiebbar angeordnet ist.  



  Durch die Anordnung eines derartigen  verschiebbaren Turbinenrades     kann.    das  Schalten der Gänge des mechanischen Wech  selgetriebes sehr vereinfacht werden, und das  sonst hierbei notwendige Entleeren der Kreis  laufflüssigkeit des Strömungsgetriebes oder  die andernfalls notwendige besondere Rei  bungskupplung werden vermieden. Die  Schaltzeit wird jedoch durch den verhältnis  mässig langsamen Abfall der Drehzahl des  aus dem Kreislauf ausgerückten Turbinen  rades bestimmt und ist für viele Zwecke  immer noch zu gross. Um eine -Abkürzung    der Schaltzeit auf die beispielsweise für die  Kraftübertragungen von Schienentriebwagen  und andern Fahrzeugen geforderten mög  lichst kleinen Werte zu erreichen, kann man  besondere Bremsvorrichtungen für das Tur  binenrad vorsehen, die jedoch umfangreich,  umständlich und teuer sind.

   Insbesondere tre  ten die erwähnten Nachteile bei Getriebebau  arten auf, bei denen beim Umschalten auf  eine andere Gangstufe mehrere Schaltkupp  lungen eingerückt werden müssen.-   Zur Behebung dieser     Nachteile    wird mit  dem Turbinenrad eine beim Ausrücken des  selben in den Kreislauf gelangende     Schaufe-          lung    verbunden, welche erfindungsgemäss  einen Rückwärtsantrieb mit relativ geringem  für das Verzögern von     Schaltkupplungshälf-          ten    des Wechselgetriebes bestimmtem Dreh  moment ergibt.

   Durch dieses     Rückwärtsdreh-          moment    wird also das     Turbinenrad    relativ  rasch     bis    auf die für das Einrücken der           Schaltkupplungen    im Wechselgetriebe erfor  derliche Drehzahl verzögert, so dass sich sehr  kurze Schaltzeiten ergeben. Die Anordnung  nach der Erfindung hat ausserdem für Ge  triebe mit Schaltkupplungen, die zum Ein  rücken unter Überholwirkung in einer be  stimmten Richtung ein     Abbremsen    der be  treffenden Kupplungshälfte erfordern, z. B.

    Wechselklauenkupplungen mit abgeschrägten  Zähnen, den Vorteil, dass auch im Stillstand  des Fahrzeuges beim Anlasen des Motors  und bei eingerückter- Rückwärtsschaufelung  durch die Rückwärtsdrehung des Turbinen  rades die     erwähnten        Schaltkupplungen    ohne  weiteres in Eingriff gehen, während sonst  hierfür besondere zusätzliche Vorrichtungen  erforderlich sind.  



  Die Erfindung erreicht durch Anordnung  einer Rückwärtsschaufelung mit nur gerin  gem Rückwärtsdrehmoment ein sicheres,  schnelles und stossfreies Einrücken der  Schaltkupplungen.   Mit besonderem Vorteil werden das Tur  binenrad und das Kernstück des Strömungs  getriebes so ausgebildet, dass die Vorwärts  schaufelung des Turbinenrades beim Aus  rücken aus dem Kreislauf in das Kernstück  eingeschoben wird. wobei die Rückwärts,  schaufelung aussen am Turbinenrad an  geordnet     ist.     



  Damit die Rückwärtsschaufelung im nor  malen     Betrieb,    also bei in den Kreislauf ein  gerücktem Turbinenrad, keine wesentlichen  Verluste zur Folge hat, kann ein mit dem  Turbinenrad auf Drehung verbundenes Ring  stück vorgesehen     sein,    durch welches die  Rückwärtsschaufelung bei in den Kreislauf  eingerücktem Turbinenrad abgedeckt     ist,    so  dass eine Strömung durch     diese    Rückwärts  schaufeln dann     nicht    stattfindet. Dadurch  werden die Reibung'- und Spaltverluste  wesentlich     herabgesetzt    und der Wirkungs  grad der Übertragung verbessert.  



  Das     Verschieben    des Turbinenrades lässt  sich besonders leicht. rasch und     betriebssicher     durchführen, wenn eine Druckmittelsteue  rung hierfür vorgesehen wird. bei welcher  das mit dem Turbinenrad verbundene Betäti-    gungsglied desselben einem dieses Glied  steuernden Steuerglied selbsttätig nachge  führt wird.  



  Zweckmässigerweise können ausserdem die  Leitschaufeln des Strömungsgetriebes ver  stellbar ausgeführt werden. Auf diese Weise  ist es möglich, in Verbindung mit dem Um-.  



  auf den einen oder andern Schaufel  kranz den Leitschaufeln die für den betref  fenden Kranz günstigste Stellung zu geben,  um in jedem Falle einen möglichst<B>guten</B>  Wirkungsgrad zu erhalten.  



  In der Zeichnung sind mehrere Strö  mungsgetriebe von Ausführungsbeispielen  der Erfindung schematisch wiedergegeben.  Fig.l ist ein Achsialschnitt durch ein Strö  mungsgetriebe einer Einrichtung nach der  Erfindung, Fig. 2 ein Querschnitt durch die  Schaufelungen des Pumpenrades und des  Turbinenrades nach der Linie A-B der  Fig. 1. Fig. 3 stellt den bleichen Achsial  schnitt wie Fig. 1 dar, wobei jedoch verschie  dene Teile andere Stellungen einnehmen.  Fig.4 ist ein Achsialschnitt durch ein Strö  mungsgetriebe. Fig.5 zeigt den Querschnitt  für die Schaufelungen des Pumpenrades und  des Turbinenrades nach der Linie     A-d    der       Fig.    4.  



  In     Fig.    1 bedeuten: 1 die Primärwelle,  2 die Sekundärwelle, 3 ein die Primärwelle  antreibendes Zahnrad, 4 das Pumpenrad,  5 das Turbinenrad, 6 die eine, '7 die andere  Gehäusehälfte des     Strömungsgetriebes,    8 sind  die Leitschaufeln, 9 der Kernteil des Getrie  bes, 10 ein an den Gehäuseteil 7 anschliessen  der     Nabenteil.    11 ist ein auf der Welle     :

  ?     befestigter     Mitnehmer    mit einer Verzahnung  12, welche in eine Verzahnung 13 am Um  fang eines Zylinders 14 eingreift, der mit der  Scheibe 15 des Turbinenrades 5- verbunden  ist. 16 ist eine     mit    dem     Mitnehmer    11. ver  bundene Scheibe, an welche sich ein Ring  stück 17     anschliesst.    18 sind Dichtungsflächen  an den Scheiben 15 und 16. 19 ist ein Lager,  durch welches die Welle 1 in dem Gehäuse  teil 6 gelagert ist.  



  Der Zylinder 14 ist auf der     Welle-2    ver  schiebbar, jedoch ihr gegenüber nicht dreh-      bar. In seinem Innern befinden sich ein mit  der Welle 2 durch den Ring 20 fest verbun  dener Kolben 21. 22 ist eine Dichtung. Das  Turbinenrad 5 besitzt einerseits Schaufeln 23  für die Vorwärtsdrehrichtung, anderseits  Schaufeln 24 für die Rückwärtsdrehrichtung.  25 sind die Schaufeln des Pumpenrades 4.  



  In der Welle 2 liegt eine Büchse 26, wel  che die Steueröffnungen 27 und 28 enthält.  29 und 30 sind Schlitze in der Welle 2. In  der Bohrung der Büchse 26 ist ein Steuer  schieber 31 verschiebbar angeordnet, der  Steueröffnungen 32 besitzt. Mit der Wand 33  des Steuerschiebers 31 ist der am rechten  Ende desselben angebrachte Anschlag 34 ver  bunden.    Die Büchse 26 ist durch einen Stift 35  mit dem Zylinder 14 verkuppelt. 36 sind auf  dem Stift 55 angeordnete Gleitsteine, welche  sich in den Schlitzen 30 führen. 37 sind Boh  rungen in dem Gehäuseteil 7.  



  In der Bohrung der Welle 1 lagert ein  Steuergehäuse 41, welches zwei     Zuleitungen     42 und 43 für ein Druckmittel, z. B. Drucköl,  sowie Entlüftungsbohrungen     4.1    besitzt. Das  Gehäuse 41 ist an seinem linken Ende durch  eine Muffe 45     abgeschlossen,    welche eine der  Leitung 42 gegenüberliegende Bohrung 46  besitzt, die in den     innern    Raum 47 der Muffe  führt. In dem Gehäuse 41 und in der Muffe  45 ist der Steuerschieber 31 verschiebbar, der  von dem Hebel 48 aus bewegt werden kann.  Der Hebel 48 kann gegebenenfalls durch eine  Druckmitteleinrichtung bewegt werden. 49  ist eine Zugfeder,     welche    den untern Arm  des Hebels 48 nach rechts hin zieht.

   In dem  Schieber 31 sind Steueröffnungen 51 vor  gesehen. 52 ist ein an dem Schieber 31 an  geordneter Ansatz. Mit diesem wirkt ein in  dem Gehäuse 41 geführter Schieber 53 zu  sammen.    In Fig. 2 bedeuten wieder 23 die Schau  feln des Turbinenrades 5 für die Vorwärts  drehrichtung E, 24 diejenigen für die Rück  wärtsdrehrichtung F des Turbinenrades, 25  die Schaufeln des Pumpenrades 4, D dessen  Drehrichtung.    Für Fig.3 gelten die gleichen Bezeich  nungen wie für Fig. 1 und 2.  



  In Fig. 1 ist das Strömungsgetriebe im  Betrieb     mitVorwärtsdrehrichtung    dargestellt,  das Turbinenrad 5 befindet sich in seiner  rechten Endstellung, in welcher der hydrau  lische Kreislauf von dem Pumpenrad 4 aus  über die Schaufeln 23 und die     Leitschau-          feln    8 fliesst. Der Hebel 48 befindet sich hier  bei in der in     Fig.    1 angegebenen Lage, der       Steuerschieber    31 in der ebenfalls in     Fi-#.1     gezeigten rechten Endstellung. Von der Lei  tung 42 gelangt Drucköl durch die Bohrung  46, den Raum 47, die Bohrungen 51 und den  Innenraum des Steuerschiebers 31 zu den  Schlitzen 32.

   Bei der kleinsten Bewegung des  Turbinenrades 5 nach links und damit auch  entsprechend kleiner Bewegung des Zylin  ders 14 nach links werden die Öffnungen 28  freigegeben, so dass durch diese der Druck  über die Schlitze 30 in den Raum des Zylin  ders 14 rechts von dem Kolben 21 gelangt.  Auf diese Weise wird der Zylinder 14 in der  gezeigten rechten Endstellung gehalten, so  dass das Turbinenrad 5 ebenfalls die gezeigte  rechte Endstellung einnimmt.  



  Wenn der Hebel 48 aus der in     Fig.1    ge  zeigten Stellung im Sinne des Pfeils C hin  aus bewegt wird, wird der Steuerschieber 31  nach links verschoben. Durch die Wand 33  werden zunächst die Steueröffnungen 28 an  ihrer rechten     Kante    mehr oder weniger frei  gegeben, während die rechte     Kante    des An  satzes 50 die rechte Kante der Steueröffnun  gen 27 der Büchse 26 f     reigibt.    Durch den  so gebildeten Spalt zwischen der rechten  Kante des Ansatzes 50 des Steuerschiebers  31 und dem rechten Rande der Öffnungen 27  kann Drucköl durch die Steueröffnungen 2 7  und die Schlitze 29 vor die linke Fläche des  Kolbens 21 gelangen.

   Gleichzeitig ist der  Raum     rechts    von dem Kolben 21 durch die  Schlitze 30 und die Öffnungen 28 mit dem  rechts von der Tand 33 liegenden Teil der  Bohrung der 'Welle 2 und dadurch mit der  Entlüftung verbunden. Unter der Einwir  kung des dem Raum links von dein     Kolben     21 zugeführten Druckes bewegt sich der      Zylinder 14 nach links. Dadurch wird die  mit dem Zylinder 14 verbundene Büchse 26  mitgenommen     lind    dem Steuerschieber 31  nachgeführt.

   Sie kommt dadurch wieder in  eine Stellung, in welcher die rechte     gante     des     Ansatzes    50 des Steuerschiebers 31 mit  der rechten     gante    der Steueröffnungen 27  abschliesst, so dass die Druckölzufuhr zu dem  Raum des Zylinders 14 links von dem Kol  ben 21     wieder    aufhört und der Zylinder 14  sich nicht mehr weiterbewegt. Auf diese  Weise wird bei einer von dem Hebel 48 aus  gehenden Steuerung der Zylinder 14 mit der  Büchse 26 dem Steuerschieber 31 stets in die  neue Stellung des letzteren selbsttätig nach  geführt.  



  Wenn durch die Leitung 43 von einer  nicht dargestellten     Steuereinrichtung    aus  Drucköl in den Raum rechts von dem Schie  ber 53 geleitet wird, wird dieser nach links  in die in dem obern Teil der Fig. 3 gezeigten  Stellung vorgeschoben und nimmt den Steuer  schieber 31 über den Ansatz 52 entsprechend  nach links mit. Der Steuerschieber 31 sowie  der Zylinder 14 und damit das Turbinen  rad 5 gelangen auf diese Weise ebenfalls in  die in dem obern Teil der Fig. 3 gezeigte  Stellung. In dieser Stellung sind sowohl die  Schaufeln 23 als auch die Schaufeln 24 je  teilweise beaufschlagt. Diese Stellung kann  so gewählt werden, dass die Wirkungen der  beiden Beaufschlagungen sich ausgleichen.

    also das Turbinenrad weder nach vorwärts  noch nach     rückwärts    umläuft, oder dass ein  geringes Rückwärtsdrehmoment auf das Tur  binenrad ausgeübt wird. Es kann also die  Weiterleitung des Kraftflusses auf die  Welle 2 unterbrochen oder die Welle 2 rück  wärts angetrieben bezw. verzögert werden,  so dass mit der Welle 2 verbundene  Klauenkupplungshälften durch Erreichen der  Gleichlaufdrehzahl in Eingriff gelangen  können.

   Bei Wegnahme des durch die Lei  tung 43 zugeführten     _    Druckes wird der  Steuerschieber 31 durch die Zugfeder 4:) wie  der in seine rechte, in Fig.1 gezeigte End  stellung zurückgeführt, womit auch der Zy  linder 14 und     das    Turbinenrad 5 wieder in    die rechte Endstellung gelangen, in welcher  die     Vorwärtsschaufeln    23 des Turbinenrades  in den Kreislauf voll eingeschoben sind.  



  Wenn der Hebel 48 ganz umgelegt wird.  so dass der Steuerschieber 31 in die in dem  untern Teil der     Fig.3    gezeigte linke     End-          stellung    gelangt, wird der Zylinder 14 und  damit das Turbinenrad 5 in die ebenfalls in  dieser Figur gezeigte Stellung verschoben, in  welcher die Schaufeln 24 des Turbinenrades  in den Kreislauf eingeschoben und dadurch  ein     Rückwärtsantrieb    der Welle 2 mit relativ  geringem für das Verzögern von Schalt  kupplungshälften bestimmtem Drehmoment  herbeigeführt wird.  



  In     Fig.    4 bedeuten: 101 die Primärwelle,  102 die Sekundärwelle des Strömungsgetrie  bes, 103 ein Lager, durch welches die Sekun  därwelle 102 in der Primärwelle 101     bezw.     dem Pumpenrad 104 gelagert ist. 105 ist das  Turbinenrad, 106 die eine, 107 die andere  Gehäusehälfte des Strömungsgetriebes. 108  sind die Leitschaufeln, 109 ist der Kernteil  des Getriebes, 110 der     Nabenteil    des Ge  häuseteils 107. 111 ist ein auf der Welle 2  befestigter     ATitnehmer    mit einer Verzahnung  112, welche in eine Verzahnung 113 aussen  an einem Zylinder 114 eingreift, der mit der  Scheibe 115 des Turbinenrades 105 verbun  den ist.

   116 ist eine auf der Welle 102 feste  Scheibe, welche in ihrem äussern Teil eine  Dichtungsfläche 117 besitzt, gegen welche  sich die an der Scheibe 115 angebrachte  Dichtungsfläche 118 anlegen kann. 119 ist  ein Lager, durch welches die Welle 101 in  dem Gehäuse 106 gelagert ist.  



  Der Zylinder 114 ist auf der Welle 102  verschiebbar, jedoch ihr gegenüber nicht  drehbar. In seinem Innern befindet sich ein  mit der Welle 102 verbundener Kolben 12l.  Links von dem Kolben     1\Z1    münden Bohrun  gen 122 in den linken Zylinderraum, rechts  von dem Kolben 121 Bohrungen 123 in den  rechten Zylinderraum. Die Welle 102 enthält  in ihrem linken Teil eine Längsbohrung 124,  in welcher ein Rohr 125 befestigt ist. In den  Ringraum 126 zwischen der Wand der Boh  rung 124 und dem Rohr 125 münden die      Bohrungen 122. Die Bohrungen 123 münden  in den Innenraum des Rohres 125.     In.    der  Scheibe 115 des Turbinenrades 105 sind Boh  rungen<B>127</B> vorgesehen, durch welche bei der  Verschiebung des Turbinenrades Flüssigkeit  hindurchtreten kann.  



  Durch die     Leitung    140 wird ebenso wie  durch den Innenraum des Rohres 125 von  einer     nicht    besonders     dargestellten    Steuerein  richtung, die von beliebiger bekannter Art  sein und willkürlich durch den Fahrzeug  führer oder durch eine Regeleinrichtung be  tätigt werden kann, abwechselnd Druckmittel  zu dem Zylinder 114 der Verschiebeeinrich  tung für das Turbinenrad 105 zugeführt. 131  ist ein mit dem Turbinenrad verbundener  Schaufelkranz. Die Richtung und Form der  Schaufeln dieses Kranzes sind derart, dass  durch diese nach Einführen in den hydrau  lischen Kreislauf     des    Getriebes ein verhält  nismässig kleines Rückwärtsmoment auf das  Turbinenrad 105 ausgeübt wird.

   In der  Fig.5 sind die Schaufeln des Pumpenrades  104, des Turbinenrades 105 und des Rück  wärtskranzes 131 schematisch in einem  Querschnitt durch das Getriebe nach der  Linie A-A in Fig.4 gezeigt. Die Leitung  140 mündet in einen auf der Welle 102  lagernden Ring 145, der eine     Ringnut    146.  enthält. 147 sind radial angeordnete Bohrun  gen in der Welle 102, durch welche die Ring  nut 146 mit dem Ringraum 126 in Verbin  dung steht. Die Primärwelle 101 wird durch  das Zahnrad 142 angetrieben. In der obern  Hälfte der Fig.4 ist das Turbinenrad 105  im in den Kreislauf eingerückten Zustand,  also während der normalen Kraftübertra  gung gezeigt. Die Rückwärtsschaufelung 131  liegt dabei in der Ringnut 132 des Kern  stückes 109 und läuft mit dem Turbinenrad  105 leer um.  



  Während des Ausrückens des Turbinen  rades und ebenso in der unten in Fig. 4 ge  zeigten ganz ausgerückten Stellung desselben  wird der Verschiebeeinrichtung (Zylinder  114) durch den Innenraum des Rohres 125  und die Bohrungen 123 von einer nicht be  sonders dargestellten Steuerung her Öldruck    in den Raum des Zylinders 114 rechts von  dem Kolben 121 zugeführt. Zu diesem Zeit  punkt gelangt in den links von dem Kolben  121 gelegenen Raum des Zylinders 114 kein  Öldruck, da die zugehörige Steuerung der  Verschiebeeinrichtung diesen Raum über die  Bohrungen 122, den Ringraum 126 sowie die  Leitung 140 mit der Aussenluft verbindet.  



  Wenn das Turbinenrad 105 eingerückt  werden soll, wird der Raum des Zylinders  114 rechts von dem Kolben 121 über die Boh  rungen 123 und das Innere des Rohres 125       vermittelst    der nicht besonders dargestellten  Steuerung der Verschiebeeinrichtung mit der  Aussenluft verbunden. Gleichzeitig wird  durch diese Steuerung der Leitung 140 Über  druck zugeführt, der sich durch den Ring  raum 126 und die Bohrungen 122 in den  Raum des Zylinders 114 links von dem Kol  ben 121 fortsetzt. Der Zylinder 114 und  damit das Turbinenrad 105 werden nun aus  der unten in Fig. 4 gezeichneten Stellung  nach links verschoben, so dass das Turbinen  rad 105 in den Kreislauf wieder eingerückt  wird.  



  Während der Ausrückbewegung des Tur  binenrades 105 wird gleichzeitig die     Rück-          wärtsschaufelung    131 an Stelle des     Vor-          wärtsschaufelkranzes    des Turbinenrades 105  in den Strömungskreislauf eingeführt und  gelangt im ausgerückten Zustand des Tur  binenrades 105 in die in der untern Hälfte  der     Fig.    4 gezeigte Stellung. Durch die Flüs  sigkeitsströmung wird vermittelst der Schau  feln 131 ein verhältnismässig kleines Rück  wärtsdrehmoment auf das Turbinenrad aus  geübt.  



  Wenn in einem hinter dem gezeigten  hydraulischen Strömungskreislauf angeord  neten Wechselgetriebe eine Schaltung vor  genommen werden soll, wird das Turbinen  rad 105     in    die ausgerückte Stellung verscho  ben und die erforderliche Schaltkupplung       bezw.    Schaltkupplungen des mechanischen  Wechselgetriebes ausser Eingriff gebracht.  Durch das durch die     Rückwärtsschaufeln    131  sich ergebende     Rückwärtsdrehmoment    wird  die Drehzahl des Turbinenrades 105 rasch      vermindert.

   Sobald die Einrückdrehzahl der  jeweiligen Schaltkupplung erreicht ist, rückt  diese ein.     Wenn.    sämtliche in Frage kommen  den Schaltkupplungen - im mechanischen  Wechselgetriebe eingerückt sind, kann das  Turbinenrad wieder in den Kreislauf ein  gerückt werden, so dass die Übertragung der  Antriebsleistung durch das Strömungs  getriebe wieder in normaler Weise erfolgt.  Die Steuerung des Aus- und Einrückvorgan  ges des Turbinenrades kann ebenso wie der  Schaltvorgang in dem mechanischen Wech  selgetriebe vermittelst einer selbsttätigen  Regeleinrichtung vorgenommen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Kraftübertragung mit einem hydraulischen Strömungswandler und einem mechanischen Wechselgetriebe, bei welcher das Turbinenrad des Wandlers zur Unterbrechung des Kraftflusses unter Auf rechterhaltung der Antriebsleistung aus dem Kreislauf herausschiebbar angeordnet und mit dem Turbinenrad eine beim Ausrücken desselben in den Kreislauf sich einschiebende Rückwärtsschaufelung verbunden ist, da durch gekennzeichnet,
    dass die Rückwärts- schaufelung so bemessen ist, dass sie nur ein relativ geringes für das Verzögern von Schaltkupplungshälften des mechanischen Wechselgetriebes bestimmtes Rückwärtsdreh moment ergibt. _ UNTERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Turbinenrat (5) und das Kernstück (9) des Wandlers st ausgebildet sind, dass die Vorwärtsschaufe lung des Turbinenrades beim Ausrücken au: dem Kreislauf in den Innenraum des Kern stückes eingeschoben wird und dass die Rück- wärtsschaufelung aussen am Turbinenrad an geordnet ist. , 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, das durch gekennzeichnet, dass ein mit dem Tur binenrad (5) auf Drehung verbundenes Ring i stück (17) vorgesehen ist, durch welches dis Rückwärtsschaufelung bei in den Kreislauf eingerückter Vorwärtsschaufelung des Tur 4" binenrades abgedeckt ist. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine Druckmittelsteue i rung für das Verschieben des Turbinenrades,' bei welcher das mit dem Turbinenrad ver n bundene Betätigungsglied (14) desselben. einem dieses Glied steuernden Steuerglied a (31) der Steuerung selbsttätig nachgeführt': wird. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Leitschaufeln des Strömungswandlers verstellbar sind.
CH227280D 1940-11-26 1941-11-24 Einrichtung zur Kraftübertragung mit einem hydraulischen Strömungsgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge. CH227280A (de)

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