CH227307A - Mittel zum Schützen von Pflanzen gegen Wildverbiss. - Google Patents

Mittel zum Schützen von Pflanzen gegen Wildverbiss.

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CH227307A
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  Mittel zum     Seliützen    von Pflanzen gegen     Wildverbiss.       Ein     Mittel    zum Schützen von Pflanzen  gegen     Wildverbiss    muss     einerseits    die damit       behandelten    Pflanzen zuverlässig gegen     Ver-          biss    schützen und soll anderseits keine schäd  lichen     Einwirkungen    auf das Pflanzen  wachstum ausüben.  



  Es hat sich gezeigt, dass Emulsionen aus  anorganischen     wasserunlöslichen    festen Stof  fen, wie zum Beispiel Ton, nicht trocknenden       Bindemitteln    und Wasser diese Forderungen  erfüllen und ausserdem einige andere Vor  teile besitzen, die sie als     Mittel    gegen Wild  verbiss besonders geeignet machen. Als nicht  trocknende Bindemittel kommen fette Öle  pflanzlicher oder     tierischer    Herkunft,     zum     Beispiel Tran, Wollfett, Rizinusöl oder Mi  neralöle,     Vaseline,        Paraffingatsch,    Abfall  öle oder dergleichen in Betracht.

   Die Emul  sionen lassen sich durch Zugabe anorgani  scher Farbstoffe in beliebigen Farbtönen, ins  besondere in grüner Tönung, herstellen, so  dass sie in der Farbe den zu schützenden  Pflanzen angeglichen werden können und    selbst bei intensiver Anwendung nicht stö  rend     ins    Auge fallen. Sie können nahezu  geruchlos hergestellt werden, so dass keine       Vergrämung    des Wilds zu befürchten ist.  



  Wenn in Sonderfällen eine abschreckende  Geruchswirkung erwünscht sein sollte, so  lässt sieh eine solche durch Beimischung von  für derartige Zwecke üblichen starkriechen  den Mitteln herbeiführen. Sind diese Mittel  öllöslich, so werden sie zweckmässig den  nichttrocknenden Bindemitteln vor der     Emul-          gierung    zugegeben, sind sie wasserlöslich,  so können sie mit dem     Emulsionswasser    oder  der     fertigen    Emulsion vermengt werden.  



  Die     Anwendung    der Emulsionen kann in  beliebiger Weise geschehen, und es kommt  dabei zustatten, dass dieselben mit Wasser       verdünnbar        sind.    Sie können deshalb als  Paste mit der Hand, zum Beispiel auf die  Spitzentriebe junger Nadelhölzer aufgetra  gen, mit     Pinseln    oder Bürsten in dickflüs  siger Form aufgestrichen oder in leichtflüs  siger Form aufgespritzt werden. Beim Sprit-           zen    haben sich Zungendüsen bewährt, die  das Material fächerförmig zerstäuben. Nach  dem der sich bildende Film getrocknet ist,  kann er durch Wasser nicht mehr abge  waschen werden.  



  Bei der Verarbeitung durch Spritzen wer  den die Pflanzen namentlich in sehr jungen  Kulturen häufig weitgehend mit dem Mittel  überzogen, was jedoch erfahrungsgemäss ihr  Gedeihen nicht beeinträchtigt, da die Emul  sionen in chemischer Hinsicht unschädlich  sind und sie infolge ihrer Eigenschaft, nie  ganz zu trocknen, sondern dauernd nach  giebig zu bleiben, dem Pflanzenwachstum  keine schädigenden     Spannungen    und Wider  stände entgegensetzen. Die Unschädlichkeit  der Emulsionen beruht zum Teil auch darauf,  dass diese nicht das Bestreben zeigen, in  feine Poren der Rinde, Blätter     usw.    einzu  dringen und diese zu     verstopfen,    vielmehr  nur an der Oberfläche einen zusammenhän  genden Film bilden.  



       Mitunter,    zum Beispiel wenn das Schälen  durch Rotwild verhindert werden soll, kann  es erwünscht sein, den Emulsionen Stoffe,  wie Sand, Asche oder dergleichen beizu  mischen, die der in Betracht kommenden  Tiergattung das Kauen in an sich bekannter  Weise verleiden. Das ist ohne weiteres mög  lich, da die Emulsionen einen stabilen Cha  rakter aufweisen und sich mit andern Stof  fen mischen lassen, ohne zu brechen. Aus  dem gleichen Grunde wird übrigens auch  die Anwendung erleichtert, da die Arbeits  geräte, zum Beispiel Pinsel, nicht verkleben.

    Den für     Schälschadenbekämpfung    bekann  ten     Bitumenemulsionen    fehlen wichtige  Eigenschaften der neuen Emulsionen; sie las  sen sich nicht in beliebiger Tönung und im  allgemeinen nicht in beliebiger Konsistenz  herstellen, sie verhalten sich in bezug auf  das Pflanzenwachstum ungünstiger und sie  verkleben leicht die Arbeitsgeräte.    <I>Beispiele:</I>  1. 10     Gewichtsteile    Tonmehl werden in  58     Gewichtsteilen    Wasser aufgeschlämmt.  In diese Aufschlämmung werden    12 Gewichtsteile Mineralöl (Zylinderöl)  und darnach  15 Gewichtsteile Feinasbest sowie  5 Gewichtsteile Asbestfasern gegeben  und     in    einem Rührwerk gemischt.

   Da  bei ergibt. sich eine feine. gleichmässige  Emulsion, die mit     Bürsten    oder auch  mit der Hand auf die zu schützenden  Triebe aufgetragen wird.  



  2. 10 Gewichtsteile Tonmehl werden mit  54 Gewichtsteilen Wasser zu einer     wäss-          rigen    Aufschlämmung verrührt. In  diese werden  12 Gewichtsteile Mineralöl vom Siede  punkt über 300  C, Viskosität 3 bis  5     E/50     C, unter stetigem Rühren ein  emulgiert und dann  15 Gewichtsteile Feinasbest,  5 Gewichtsteile Asbestfasern und  4 Gewichtsteile     Chromoxydgrün        zuge-          rührt.    Die sich dabei ergebende Emul  sion von     pastenartiger    Beschaffen  heit hat.

   eine grüne Farbe, so     dass    die  damit gegen     Wildverbiss    geschützten  Pflanzenteile gegenüber unbehandelten  kaum abstechen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mittel zum Schützen von Pflanzen gegen Wildverbiss, gekennzeichnet durch eine Emul sion, enthaltend mindestens einen anorgani schen wasserunlöslichen festen Stoff, minde stens ein nicht trocknendes Bindemittel und Wasser. UNTERANSPRüCHE: 1. Mittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsion einen an organischen Farbstoff enthält. 2. Mittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsion Ton ent hält. 3. Mittel nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Emulsion ein stark riechendes Mittel ent hält.
CH227307D 1941-06-27 1942-03-09 Mittel zum Schützen von Pflanzen gegen Wildverbiss. CH227307A (de)

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CH227307D CH227307A (de) 1941-06-27 1942-03-09 Mittel zum Schützen von Pflanzen gegen Wildverbiss.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0153441A1 (de) * 1983-12-15 1985-09-04 Cattus Limited Nicht Wasser aufnehmendes Granulatmaterial und Verfahren zu dessen Herstellung und Gebrauch

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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