CH227374A - Vorrichtung zum Eichen von Elektrizitätszählern. - Google Patents
Vorrichtung zum Eichen von Elektrizitätszählern.Info
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Description
Vorrichtung zum Eichen von Elektrizitätszählern.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Eichen von Elektrizitätszählern einer ersten Stromart, z. B. Gleichstrom, mittels eines Eichzählers einer zweiten Stromart, z. B. Wechselstrom.
Es ist schon vorgeschlagen worden, den zu prüfenden Gleichstromzähler über einen Gleichrichter an die Wechselstromprüfeinrichtung anzuschliessen. Da aber der Gleichrichter nicht proportional arbeitet, ergibt dies eine ungenaue Prüfung.
Nach der Erfindung besteht die Vorrichtung aus einer integrierenden Vergleichseinrichtung, die mit der einen Seite an den Kreis des Eichzählers, mit der andern Seite an den Kreis des zu prüfenden Zählers angeschlossen ist. Weiter weist die Vorrichtung noch eine Reguliervorrichtung auf, die während der Prüfperiode derart zu verstellen ist, daB wenigstens am Ende derselben die Vergleichseinrichtung den gleichen Ausschlag hat wie zu Beginn. Die Vergleichseinrichtung hat im einfacbsten Falle zwei Triebsysteme. Die Triebsysteme können gegensinnig auf einen gemeinsamen, mit einer Anzeigevorrichtung versehenen Anker, oder je auf einen besonderen Anker einwirken, die gegensinnig über ein Differentialgetriebe die Anzeigevorrichtung betätigen.
Die Drehmomente der Triebsysteme beziehungsweise die Ankerbewegungen sind vorteilhafterweise so abgeglichen, dass sie sich gegenseitig aufheben, wenn die elektrischen Grossen im Kreise des zu prüfenden Zählers den richti- gen Wert für die betreffende Prüfung haben.
Am besten besteht die Vergleichseinrichtung aus zwei Vergleiohsgeräten, von denen das eine die Spannungen, das andere die Strume vergleicht.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
1, V ist ein Wechselstromnetz, G ein Gleich stromnetz. E ist der Prüfzähler, P der zu prüfende Gleichstromzähler. Der Prüfzähler E ist mit seinem Spannungstriebmagneten l, Fig. l, in der blichen Weise über einen einstellbaren Wandler oder Sp mnungsteiler 2 mit dem Netz @@ verbunden. Mit der Stromspule 3 liegt ein einstellbarer Stromwandler 4 in Reihe, an dem jeweils der der betreffen- den Belastungsstufe entsprechende Strom ab- gezweigt wird, während der Zähler-E immer mit der gleichen Belastung oder annähernd der gleichen Belastung arbeitet.
Da die Schaltung und Arbeitsweise solcher Gleichlasteich- zähler an sich bekannt ist, soll sie nicht nager erläutert werden. An den Stromwandler 4 ist jetzt das eine Triebsystem 5 eines Ver gleichsgerätes r angeschlossen. Es wirkt auf einen Anker 51, der den einen Teil 52 eines Differentialgetriebes D im Pfeilsinne antreibt.
Der dritte Teil 6 des Differentialgetriebes ist mit der Anzeigevorriehtung 60 verbunden.
Der zweite Teil 72 des Differentialgetriebes wird im entgegengesetzten Sinne von dem Anker 71 eines Gleichstromzählers 7 angetrieben, bei dem Anker und Feldwicklung in Reihe geselialtet sind und an einem Neben- widerstand 8 im Hauptstromkreis des Zählers P liegen, der aucli die Stromwicklung 9 speist.
Die Spannungswicklung 10 ist über den regelbaren Widerstand 15 an das Netz S angescllossen, dessen Spannung auf einen GleichstromzÏhler 11 eines zweiten Vergleichs gcräteseinwirkt.Auf das zweite Trieb system 12 des VergleichsgerÏtes @ wirkt ber einen regelbaren Wandler 13 die Spannung des Wechselstromnetzes (F. Die Anker der beiden Triebsysteme 11, 12 sind in derselben Weise wie bei dem VergleichsgerÏt V ber ein Differentialgetriebe mit einer Anzeige- vorrichtung 61 verbunden. 14 ist ein Widerstand zum Einstellen des Hauptstromes des ZÏhlers P.
Die Drehmomeente der Triebsysteme der Vergleichsgeräte und ;'sind so abgegliclien, dass sie einander gleich sind, wenn die Belastung des deichstromzählers 1' genau der eingestellten Belastungsstufe der den Eiclizahler 1D entlialtendeen Pr feinrichtung entspricht. Die Drehmomente der Triebsysteme 5 und 7 sind dem Quadrat der StromstÏrke der beiden Hauptstromkreise proportional, die Drehmomente der Triebsysteme 11 und 12 dem Quadrat der Spannung der beiden Zählerstromkreise.
Die Vorrichtung arbeitet folgendermassen : Die Wandler 2 und 4 und gegebenenfalls noch weitere, nicht dargestellte Regeleinrichtungen werden an Hand einer Tabelle auf die entsprechende Konstante des zu prüfen- den Zählers P und auf die gewünsehte Be lastungsstufe, z. B. Vollast, eingestellt. Hierauf werden beide Zähler eingeschaltet und durch eine Überschlagsmessuiig die WiderstÏnde 14, 15 so eingeregelt, dal3 die An zeigevorrichtungen 60, 61 wenigstens ungefähr in Ruhe bleiben. Der Anker des Eich ZÏhlers E kann dabei festgehalten werden.
Nun werden die Anzeigevorrichtungen 60, 61 auf Null gestellt. Ferner wird der Anker des inzwischen wieder ausgeschalteten Zählers I' mit seiner 51arke nach vorne gedreht. Nun werden sämtliche Geräte gleichzeitig einge- schaltet und gleichzeitig wieder ausgeschaltet, wenn der Anker des Zählers P beispielsweise gerade 20 Umdrehungen gemacht hat. Während des Einschaltzustandes werden sich wahr- scheinlich die Spannungen der Netze @ und G dauernd etwas Ïndern und auch die Belastungsstr¯me der Zähler etwas sehwanken.
Sind die Änderungen auf der Gleichstromund auf der Wechselstromseite gleichsinnig und gleichgross, dann bleiben die Zeiger der Vergleichsgeräte V und v in Ruhe. Sind die Änderungen aber gegensinnig oder versehie- den grole, oder ändert sich nur die eine Spannung, dann beginnen die Anzeigevorrichtungen 60 und 61 in dem einen oder andern Sinne zu laufen. Die Widerstände 14, 15 werden dann so lange verstellt, bis die Anzeigevorrichtungen 60, 61 wieder die Null- lage erreicht haben. Eine Eile ist dabei nicht geboten, denn es genügt, wenn die Nullage gerade am Ende der Prüfperiode erreicht wird.
Nach dem Abschalten der beiden Zähler kann in bekannter Weise der Fehler des Zählers P unmittelbar am Eicbzähler. E abgelesen werden. Ein Abstoppen, der Umdrehungeu des Zählers P von Hand ist nicht n¯tig, wenn eine selbsttätige Stoppvorrichtung verwendet wird, die mittels Kontakte oder Lichtimpulse vom Zähler P betätigt wird. Stehen wegen eines Versehens am Ende der Prüfperiode die Anzeigevorrichtungen 60, 61 einmal nicht in der Nullage, dann muss die betreffende Prüfung wiederholt werden. Nach der Pr fung bei Vollast wird in der üblichen Weise die Prüfung bei halber, fünftel usw. Last durchgefiilrt, indem der Widerstand 14 und der Wandler 4 entsprechend verstellt werden.
Im Ausführungsbeispiel liegen die Stromund Spannungsspulen der beiden Zähler je an dem gleichen Netz. Man kann aber statt dessen auch für jeden Zähler in der üblichen Weise getrennte Kreise für Strom und Spannung verwenden. So kann zum Beispiel der Wechselstromzähler E von zwei Generatoren mit gemeinsamer Welle gespeist werden, von denen der eine die Spannung, der andere den Strom liefert und die beide auf die Phasenverschiebung Null Grad eingestellt sind. Ebenso kann auf der Gleichstromseite für den Strom und die Spannung je ein besonderer Generator oder eine Batterie verwendet werden.
Während bei Fig. 1 in den Vergleichs geräten V, i ; die Quadrate der StrUme und Spannungen verglichen werden, werden bei Fig. 2 die Strom-und Spannungswerte, also in der ersten Potenz verglichen. Die Ver gleichsgeräte, u enthalten hier Gleichstrom- amperestundenzähler 50, 70, 110, 120. Zwischen dem Wechselstromnetz W und den Amperestundenzählern 50, 120 sind Gleichrichter 16, 17 eingeschaltet.
Durch, der Einfachheit halber weggelassene, einstel. lbare Widerstände, Spannungsteiler oder dergleichen ist dafür gesorgt, dass bei den einzelnen Belastungsstufen die durch das nicht pro portionale Arbeiten der Gleichrichter bedingten Messfehler nicht in Erscheinung treten.
Im übrigen arbeitet die Vorrichtung nach Fig. 2 ebenso wie die nach Fig. 1.
Wird mit irgendwelchen Mitteln die Spannung des Wechselstromnetzes W konstant gehalten, dam liömlen, wie in Fig. 3 dargestellt, an Stelle der Gleichstromampere- stundenzähler 50, 120 der Fig. 2 auch Wech selstromwattstundenzähler treten. Bei dem Zähler 150 liegt die Spannungsspule an der konstanten Spannung, die Stromspule an dem Wandler 4, während beim Zähler 121 beide Spulen an der Spannung liegen. Der Zähler 121 läuft mit unveränderlicher Drehzahl, der Zähler 150, wegen Konstanz der Spannung, mit einer dem Strom proportionalen Drehzahl. Das Vergleichsgerät V vergleicht deshalb die beiden Stromstärken.
Das Ver gleichsgerät a vergleicht die von der Spannung abhängige Drehzahl des Amperestun- denzählers 110 mit der konstanten Drehzahl des Zählers 121. Im übrigen ist die Arbeits- weise wieder die gleiche wie bei Fig. 1.
¯hnlich k¯nnen auch Zähler mit abnormaler Frequenz, beispielsweise 25, 16 2/3 Perioden, geprüft werden, wenn die Vergleichs- geräte entsprechend mit Zählern oder Triebsystemen für diese Periodenzahlen ausge rüstet sind.
Die Erfindung gestattet, einen für eine bestimmte Stromart entwickelten Eichzähler unter Verwendung einer geeigneten Vergleichseinrichtung für die Prüfung von Zählern anderer Stromart zu verwenden. Die Stromkreise des Eichzählers und des Prüfzählers können dabei vollkommen voneinander unabhängig sein. Ein besonderer Vorteil besteht auch darin, daB die Strome und Spannungen der beiden Zähler während der Prüfung auch schwanken können, ohne dass dadurch die MeBgenauig- keit beeinträchtigt wird, wenn man nur durch Regelung dafür sorgt, dass die Vergleichsgeräte am Ende der Prüfperiode wieder die Nullstellung erreichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Vorrichtung zum Eichen von Elektrizitäts- zählern einer ersten Stromart, z. B. Gleichstrom, mittels eines Eichzählers einer zweiten Stromart, z. B. Wechselstrom, gekennzeichnet durch eine integrierende Vergleichsein- richtung (V, v), die mit der einen Seite an den Kreis des Eichzählers (. E), mit der andern Seite an den Kreis des zu prüfenden Zählers (P) angeschlossen ist und durch eine Reguliervorrichtung, die während der Pr f periode derart zu verstellen ist, dass wenigstens am Ende derselben die Vergleichsvor- richtung (V, v) den gleichen Ausschlag hat wie zu Beginn.UNTERANSPRUCHE : 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Vergleichs- vorrichtung an die beiden Kreise angeschlos- sene Triebsysteme auf einen gemeinsamen, mit einer Anzeigevorrichtung versehenen Anker in entgegengesetztem Sinne einwirken, bei solcher Abgleichung der Drehmomente, dass diese sich gegenseitig aufheben, wenn die auf den zu prüfenden Zähler einwirkenden elektrischen Grossen den richtigen Wert f r die betreffende Prüfung und Eichung haben.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Vergleichs- einrichtung (V, r) an die beiden Kreise angeschlossene Triebsysteme (5, 7) je auf einen besonderen Anker (51, 71) einwirken, die ge gensinnig über ein Differentialgetriebe (D) eine Anzeigevorrichtung (60) antreiben, bei solcher Abgleichung der Ankerbewegungen, da¯ die Anzeigevorrichtung (60) stillsteht, wenn die auf den zu prüfenden Zähler (P) einwirkenden elektrischen Grössen den richtigerx Wert f r die betreffende Prüfung und Eichung haben.3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB die Vergleichsein- richtung aus zwei Vergleichsgeräten (F, v) besteht, von denen das eine (v) die Span nungen, das andere (T') die Strome vergleicht.
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