CH227410A - Elektrischer Anlasser mit ein- und ausrückbarem Ritzel für Brennkraftmaschinen. - Google Patents
Elektrischer Anlasser mit ein- und ausrückbarem Ritzel für Brennkraftmaschinen.Info
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Description
Elektrischer Anlasser mit ein- und ausrückbarem Ritzel für Brennli-raftmaschinen. Gegenstand der Erfindung ist ein elek trischer Anlasser mit ein- und ausrückbarem Ritzel für Brennkraftmaschinen und mit einer eingebauten Leerlaufbremse, welche nur bei ausgerücktem Ritzel in wirksamem Zu stande ist, um nach Ausserbetriebsetzung des Anlassers die Ankerwelle zum Stillstand zu bringen.
Beim Anlassen von Brennkra.ftmaschinen kommt es häufig vor, dass sie nach einigen anfänglichen Zündungen wieder stillstehen, so dass der Anlassvorgang wiederholt werden muss, weil nach dem ersten Anspringen des Motors der Anlasser in der Regel ausser Be trieb gesetzt wird. Im Moment des Ansprin- gens jedoch, wo der zu überwindende Wider stand plötzlich wegfällt und sich sogar in das Gegenteil kehrt, nimmt der Anker ganz beträchtliche Geschwindigkeiten an, und es dauert meist geraume Zeit, zum mindesten mehrere Sekunden, bis er zur Ruhe kommt.
Bevor dieser Zustand eintritt, darf nicht frisch gestartet werden, weil das Ritzel :dann keine Zahnlücke im Motorzahnkranz finden kann und infolgedessen sog. "Fräsen" statt finden könnte, das eine Beschädigung des meist weichen Zahnkranzes durch das ge härtete Ritzel zur Folge haben würde.
Um diese Nachteile zu vermeiden, wur den schon Ankerbremsen angewendet, die dauernd wirksam waren, in jedem Betriebs zustand der Maschine. Anderseits sind auch Anlasser mit eingebauter, elektromagnetisch gesteuerter Nachlaufbremse bekannt, die erst beim Ausschalten des Motors wirksam wird, wobei jedoch die Bremswirkung schon einsetzt, noch ehe das. Ritzel aus der Gegen verzahnung ausgerückt ist.
Bei diesen Vor richtungen ist der Anker bei stromlosem Mo tor gegen die magnetische Mittelebene ver schoben; er liegt unter der Wirkung einer Hilfskraft gegen eine feststehende Brems fläche an, von der er beim Erregen des Mo torfeldes durch den magnetischen Zug ent gegen dieser Hilfskraft gelöst und in die Mittellage gebracht wird.
Schliesslich .sind auch Leerlaufbremsen bekannt geworden, die erst wirksam werden, nachdem das Ritzel ganz aus dem @c@e\wurrg- radzahnkranz ausgespart hat. Diese Bremsvor richtungen werden beim Einsparvorgang zu sammen mit. der Ritzelwelle verschoben, und ihre Betätigung bezw. Lösung erfolgt bei spielsweise durch eine sich mitversehiebende Sperrklinke, die mit zwei festere Anschlägen zusammenwirkt.
Eine Vereinfachung der Bauart und bes sere 'N#@'irkungsweise von Leerlaufbremsen wird durch die vorliegende Erfindung da durch erreicht, dass eine von der Ankerwelle mitgenommene lose Scheibe mit einer fest stehenden Bremsvorrichtung zusammenwirkt, wobei, wenn sich das Ritzel am Orte seiner Ruhestellung befindet, eine auf der Welle verschiebbare, mit dem Ritzel gekuppelte Gleithülse unter dem Einfluss einer Feder kraft gegen die lose Scheibe anliegt und diese gegen die Bremsvorrichtung anpresst. Für die Verschiebung der Gleithülse ist eine Be tätigungsvorrichtung vorgesehen, derart,
dass durch Verschiebung dieser Hülse entgegen der genannten Federkraft zum Einspuren des Rit.zels und zum Einschalten des Anlasser stromkreises die Bremse gelöst wird, während bei der Freigabe der Gleithülse durch deren Rückkehr in die Ruhelage das Ritzel in die Ruhestellung zuriiekgebracht, der genannte Anlasserstromkreis unterbrochen und die Bremse betätigt wird.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Anlasser in Ruhestellung, und zwar ein Teil der mittleren Partie in Ansicht und die vordere Partie im Schnitt.
Fig.2 zeigt dieselben Teile mit dem Rit- zel in Betriebsstellung.
Zwischen dem Gehäuse 1 und dem Vor derlager 2, die in üblicher Weise mit nicht eingezeichneten Gewindebolzen zusammen be festigt sind, befinden sich zwei Blechteller 3 und 4 fest eingespannt, wovon der eine, 3, einen aufgenieteten Ring 5 aus Bremsmate rial trägt. In dem Zwischenraum zwischen dem Bremsring 5 und dem Blechteller 4 ist eine Scheibe 6 lose eingelegt mit einem ge wissen Spielraum in achsialer Richtung.
Die Ankerwelle 7 ist mit Längsnuten 9 versehen, in welche nach innen gerichtete Vorsprünge der Scheibe 6 eingreifen, so dass letztere gegenüber der Welle 7 unverdreh- ba.r, aber in achsialer Richtung verschiebbar ist. Eine auf der Ankerwelle 7 längsver schiebbare Gleithülse 10 besitzt ebenfalls in die Längsnuten 9 eingreifende Vorsprünge, so dass sowohl die Scheibe 6 wie auch die Csleithülse 10 von der Ankerwelle zwangs läufig mitgenommen werden, wenn sich der Anker dreht.
Die C;leithülse 10 trägt an ihrem dem Motorzahnkranz 11 zugekehrten Ende das Anlasserritzel 12, mit welchem sie über eine Überholkupplung 13 in bekannter Weise gekuppelt ist. Am entgegengesetzten Ende der Gleithülse 10 ist eine Rillenscheibe 14, die von einer Druckfeder 15 gegen den Sprengring 16 gepresst wird, lose auf diese Hülse aufgesetzt. Der zweiarmige Betäti gungshebel 17, der um den Bolzen 18 dreh bar gelagert ist, greift an seinem innern Ende in die Rille der Scheibe 14 ein und ermöglicht so die a.chsiale Verschiebung der Gleithülse 10 mit dem Ritzel 12.
Die Rück stellfeder 19 sorgt dafür, dass der Betäti gungshebel stets wieder in seine Endlage zu rückkehrt, sobald er freigelassen wird.
In der in Fig.1 dargestellten Ruhestel lung des Anlassers liegt das innere Ende der Gleithülse unter der Wirkung der Rückstell- feder 19 gegen die lose Scheibe 6 an. Wird nun, wie in Fig. 2 dargestellt ist, mittels des Hebels 17 das Ritzel 12 mit dem 3l otorzahn- kranz 11 in Eingriff gebracht, so entfernt sich das Ende der Gleithülse 10 von der Scheibe 6 und befreit sie dadurch vom An pressungsdruck gegen den Bremsring 5.
Erst in dieser Stellung wird durch ein nicht ge zeichnetes Betätigungsgestänge der Anlasser stromkreis geschlossen, und der Anker be ginnt zu drehen, wobei keine Bremswirkung zwischen der Scheibe 6 und dem Ring 5 mög lich ist. Sobald aber der Betätigungshebel freigelassen und das Ritzel dadurch ausser Eingriff mit dem Zahnkranz 11 gebracht wird, in welcher Stellung der Stromkreis unterbrochen ist, übt die Gleithülse 10 unter dem Einfluss der Rückstellfeder 19 einen kräftigen Druck auf die Scheibe 6 aus, und es tritt die maximale Bremswirkung zwischen dem Ring 5 und der Scheibe 6 ein,
so dass der Anker innert kürzester Zeit zum Still stand kommt und der Anlasser, falls erfor derlich, sofort wieder betätigt werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrischer Anlasser mit ein- und aus- rückba.rem Ritzel für Brennkraftmaschinen und mit eingebauter, nur bei ausgerücktem Ritzel wirksamer Leerlaufbremse für die Anlasserwelle, gekennzeichnet durch eine von der Anlasserwelle mitgenommene lose Scheibe (6), die mit einer feststehenden Bremsvorrichtung zusammenwirkt, eine auf der -Welle verschiebbare, mit dem Ritzel ge- kuppelte Gleithülse (10), die,wenn sich das Ritzel am Orte seiner Ruhestellung befin det, unter dem Einfluss einer Federkraft gegen die lose Scheibe anliegt und diese gegen die Bremsvorrichtung anpresst, und eine Betätigungsvorrichtung (14, 17) für die Verschiebung der Gleithülse, derart, .dass durch Verschiebung dieser Hülse entgegen der genannten Federkraft zum Einspuren des Ritzels und zum Einschalten des Anlasser stromkreises die Bremse gelöst wird,wäh rend bei der Freigabe der Gleithülse durch deren Rückkehr in die Ruhelage das Ritzel in die Ruhestellung zurückgebracht, der ge nannte Anlasserstromkreis unterbrochen und die Bremse betätigt wird.UNTERANSPRUCH: Elektrischer Anlasser mit eingebauter Bremse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die feststehende Brems vorrichtung aus zwei am Gehäuse befestigten Blechtellern (3 und 4) besteht, von denen der eine (3) einen aufgenieteten Ring (5) aus Bremsmaterial trägt und zwischen denen die lose Scheibe (6) mit einem gewissen Spiel raum in achsialer Richtung verschiebbar ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH227410T | 1942-06-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH227410A true CH227410A (de) | 1943-06-15 |
Family
ID=4455047
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH227410D CH227410A (de) | 1942-06-20 | 1942-06-20 | Elektrischer Anlasser mit ein- und ausrückbarem Ritzel für Brennkraftmaschinen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH227410A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1206212B (de) * | 1961-09-09 | 1965-12-02 | Bosch Gmbh Robert | Elektrischer Andrehmotor fuer Brennkraftmaschinen |
| DE1264154B (de) * | 1961-07-01 | 1968-03-21 | Bosch Gmbh Robert | Schubtrieb, insbesondere Schubschraubtrieb fuer Andrehmotoren von Brennkraftmaschinen |
| DE102010016638B4 (de) | 2009-04-28 | 2020-06-04 | Denso Corporation | Anlasser für Fahrzeuge |
-
1942
- 1942-06-20 CH CH227410D patent/CH227410A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1264154B (de) * | 1961-07-01 | 1968-03-21 | Bosch Gmbh Robert | Schubtrieb, insbesondere Schubschraubtrieb fuer Andrehmotoren von Brennkraftmaschinen |
| DE1206212B (de) * | 1961-09-09 | 1965-12-02 | Bosch Gmbh Robert | Elektrischer Andrehmotor fuer Brennkraftmaschinen |
| DE102010016638B4 (de) | 2009-04-28 | 2020-06-04 | Denso Corporation | Anlasser für Fahrzeuge |
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