CH227466A - Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit einem Relais, welches durch Kondensatorstromstösse betätigt wird. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit einem Relais, welches durch Kondensatorstromstösse betätigt wird.

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CH227466A
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Fides Gesellschaft Beschraenk
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Description


  Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen,  mit einem Relais, welches durch     Kondensatorstromstösse    betätigt wird.    Die     Erfindung    bezieht sich auf eine Re  laisschaltung, welche mit Vorteil für     Ketten-          schaltungen        in    Fernmeldeanlagen, insbeson  dere Fernsprechanlagen, Verwendung findet.  



  Bei derartigen Schaltungen tritt häufig  die Aufgabe auf,     einen        Erregungsanreiz    erst  nach seiner Beendigung auf ein Relais ein  wirken zu lassen. Bei den bekannten Anord  nungen sind zur Lösung dieser Aufgabe bis  her mindestens zwei Relais erforderlich ge  wesen.  



  Die     Erfindung    gibt     eine    Relaisschaltung  an, welche diese Aufgabe mit nur einem ein  zigen Relais löst. Sie erreicht dadurch, ins  besondere wenn     in        einer        Kettenschaltung     wiederholte Anreize, zum Beispiel die Strom  stösse einer     Stromstossreihe    in mehreren Stu  fen derartiger Relais verarbeitet werden, eine  beträchtliche Ersparnis an Schaltmitteln.    Die Erfindung macht von dem an sich  bekannten Gedanken Gebrauch, ein Relais  durch den     Entladestromstoss        eines    Konden  sators zu erregen.

   Sie besteht darin, dass eine  in Reihe mit der Erregerwicklung eines Relais  liegende Gegenwicklung während der Schlie  ssung des Erregungsstromkreises das Anspre  chen des Relais     verhindert,    das Relais jedoch  nach Öffnen des Erregungsstromkreises  durch den     Entladestromstoss    eines parallel  zur Erregerwicklung liegenden     Kondensators     zum Ansprechen gebracht wird.  



  Es ist schon vorgeschlagen worden, ein  Relais mit parallelgeschalteten Gegenwick  lungen zu versehen, um beim Schliessen des  Erregungskreises ein     Ansprechen    des Relais       zunächst    zu     verhindern,    wobei die eine Wick  lung in Reihe mit     einem    Kondensator liegt.  Bei     Öffnung    des     Erregungskreises    wird so  dann eine Erregung des Relais dadurch be-      wirkt, dass sich der Kondensator     in.    Reihe  über die beiden     Relaiswicklungen    in gleichem  Sinne entlädt.

   Bei dieser Anordnung muss die  eine Wicklung des Relais     Fehlstrombedin-          gung    haben, um ein vorzeitiges Ansprechen  des Relais zu verhindern. Durch die erfin  dungsgemässe Anordnung wird das Einhalten  dieser     Bedingung    vermieden.  



  In der Zeichnung sind mehrere Ausfüh  rungsbeispiele des     Erfindungsgegenstandes     dargestellt.  



       Fig.    1 stellt eine     Ausführung    der Erfin  dung in der einfachsten Form dar. Das mit  den beiden in Reihe liegenden Wicklungen I  und     II    versehene Relais A spricht in dem  dargestellten Ruhestromkreis nicht an, da  die Wicklung     II    gleich dimensioniert ist wie  die Wicklung I aber im entgegengesetzten       Sinne    geschaltet ist wie die Wicklung I. Der  parallel zur Wicklung I liegende Konden  sator C wird in diesem Stromkreis auf eine  Teilspannung aufgeladen, welche der     Span-          nungsverteilung    zwischen den beiden Wick  lungen I und     II    des Relais A entspricht.

   So  bald Kontakt x geöffnet wird, wird der  Stromkreis über die beiden Wicklungen des  Relais unterbrochen. Der Kondensator C ent  lädt sich über die Wicklung I des Relais, das  Relais spricht durch den     Entladestoss    des       Kondensators    an und fällt kurz darauf wie  der ab.  



  In     Fig.    2 ist eine     Anordnung    dargestellt,  bei welcher das Relais A, nachdem es infolge  Öffnung des Kontaktes x durch den     Konden-          satorentladestoss    erregt wurde, über einen  Kontakt     a    und die Erregerwicklung I gehal  ten wird.  



  In     Fig.    3     ist    eine Ausführung der Erfin  dung dargestellt, bei welcher das Relais  durch     einen    Arbeitskontakt eingeschaltet  wird. Wenn zum     Beispiel    infolge eines       Stromstosses    der Kontakt x geschlossen wird,  so spricht das     Relais    zunächst nicht an. Erst  bei Öffnen dieses Kontaktes wird das Relais  durch die     Kondensatorentladung    über die     Er-          regerwicklung    I erregt und es hält sich über       seinen    Kontakt a.

      Die     Fig.    4 und 5 zeigen Anordnungen,  bei welchen das Relais A beim erstmaligen  Öffnen des Kontaktes x, nachdem dieser vor  her geschlossen wurde, zum Ansprechen und  nach dem     zweiten    Öffnen des Kontaktes x  wieder zum Abfall gebracht wird. Diese Wir  kung wird dadurch erzielt, dass das Relais A  nach dem ersten Ansprechen über eigene  Kontakte eine     Umpolung    des parallel zur Er  regerwicklung     liegenden        Kondensators    vorbe  reitet, welche durch das darauffolgende  Schliessen des     Kontaktes    x vollendet wird.  



  In     Fig.    4 wird die     Umpolung    des     Kon-          densators    dadurch vorgenommen, dass beim  erstmaligen Schliessen des Kontaktes x das  Relais in einen     Stromkreis    über Erde und  <B>-30</B> Volt, dagegen beim zweiten Schliessen       (les    Kontaktes x in     einen    Stromkreis über  <B>-60</B> und<B>-30</B> Volt der geerdeten Batterie       eingeschaltet    wird. Die verschiedenen Span  nungen können durch Abgriff der Amtsbat  terie oder über einen     Spannungsteiler    gewon  nen werden.  



  In     Fig.    5 wird die     Umpolung    des Kon  densators dadurch vorgenommen, dass nach  Ansprechen des     Relais    A die     Amtsbatterie    in  umgekehrtem Sinne an das     Relais    und damit  an den parallel zur Erregerwicklung liegen  den Kondensator angelegt wird.  



  Die     Wirkungsweise    der in     Fig.    4 gezeig  ten Anordnung ist derart, dass beim erstmali  gen Schliessen des Kontaktes x der im über  Erde und die beiden     gegeneinandergeschalte-          ten    Relaiswicklungen nach - 30 Volt ge  schlossenen Stromkreise fliessende Strom das  Relais nicht zum Ansprechen     bringt.    Sobald  der Stromkreis beim Öffnen des Kontaktes x  unterbrochen wird, spricht das Relais durch  den     Entladestoss    des     Kondensators    C über die  Wicklung I an.

   Der     Entladestoss    erzeugt  dabei in der Wicklung I des     Relais    A     ein     elektromagnetisches Feld in Richtung des ge  zeigten Pfeils. Nach Abklingen des Entlade  stosses wird das Relais über seinen Kontakt       a3    und die Wicklung     III    gehalten. Gleich  zeitig wird durch Schliessen des Kontaktes     a2     die     Umpolung    des Ladestromkreises des Kon  densators C vorbereitet. Sobald der Kontakt      x das zweite Mal schliesst, wird ein Strom  kreis über das Relais von<B>-60</B> Volt nach  - 80 Volt geschlossen.

   Der     Kondensator    C  wird im umgekehrten     Sinne    wie vorher wie  derum mit einer Spannung von     '00    Volt ge  laden. Das Relais wird zunächst noch über  seine Wicklung     III    erregt gehalten, da die  Wirkung der beiden     gegeneinandergeschal-          teten    Wicklungen I und     II    sich aufhebt.

   So  bald Kontakt x sich öffnet, erzeugt ein     Ent-          ladestoss    in der Wicklung I des Relais A ein  elektromagnetisches Feld entgegen der ge  zeigten Pfeilrichtung, wodurch das Feld der       Wicklung        III    aufgehoben wird, so dass das  Relais zum Abfall kommt.  



  Die Wirkungsweise der in     Fig.    5 darge  stellten     Anordnung    ist ohne weiteres ver  ständlich. Die     Umpolung    des Ladekreises des       Kondensators    C erfolgt nach dem Ansprechen  des Relais A über die beiden Wechselkon  takte     a1    und a2.  



  Eine     Anwendung    der in den     Fig.    4     bezw.     5 gezeigten     Schaltungen    auf verschiedene       Relaisketten    zeigen die     Fig.    6 bis B.  



  Wird in der     Anordnung    nach     Fig.    6  durch den ersten Stromstoss einer Stromstoss  reihe Kontakt x geschlossen, so spricht in  dem dabei hergestellten Erregungskreis das  Relais A     zunächst    nicht an. Beim Öffnen des  Kontaktes x zieht das Relais durch den     Ent-          ladestoss    des     Kondensators    Cl über seine       Wicklung    I an und hält sich über seine  Wicklung     IH.    Schliesst sich Kontakt x beim  nächsten     Stromstoss    wieder, so bleibt das Re  lais A     zunächst    angesprochen.

   Nach Beendi  gung des Stromstosses kommt das Relais A       infolge    des in entgegengesetztem Sinne über  die Wicklung I verlaufenden     Entladestosses     des     Kondensators    C1 zum Abfall. Gleichzei  tig spricht das Relais B, welches über den  vorher durch Kontakt     a1    des Relais A ge  schlossenen Stromkreis noch nicht angespro  chen hat, infolge der Entladung des Kon  densators C2 an. Relais B hält sich über  seine Wicklung<I>1I1.</I> Es schliesst über den  Kontakt     b1    einen Stromkreis über die bei  den Wicklungen des Relais C, in welchem  das Relais jedoch nicht anzieht.

   Bei     Beginn       des dritten     Stromstosses        schliesst    Kontakt x  von neuem den Stromkreis über das Relais A,  in welchem das Relais jedoch nicht anzieht.  Nach     Beendigung    dieses Stromstosses spricht  das Relais A an und hält sich wieder über  seine Wicklung     III.    Nach Beendigung des  vierten Stromstosses kommt zunächst das Re  lais A und sodann das Relais B zum Abfall.  Gleichzeitig spricht nach Öffnen des Kon  taktes     b1    das Relais C durch den Entlade  stoss des     Kondensators        C3    über seine Wick  lung I an.

   Relais C hält sich über seine       Wicklung        III.    Die weitere     Wirkungsweise     bei den nachfolgenden Stromstössen ergibt  sich ohne weiteres auf dem Diagramm der       Fig.    6a. Die Relaiskette kann für verschie  dene Zwecke Verwendung finden, bei wel  chen eine Verringerung und Verlängerung  von Stromstössen erforderlich ist.  



       Fig.    7 zeigt eine andere Relaiskette, bei  welcher die Relais<I>A, B,</I> C in zyklischer Ab  wechslung fortlaufend nacheinander ein- und       ausgeschaltet    werden. Beim Schliessen des  Kontaktes x beim ersten Stromstoss einer       Stromstossreihe    wird     ein    Stromkreis über das  Relais A geschlossen. Nach     Beendigung     dieses Stromstosses zieht das Relais an und  bereitet am Kontakt a4     einen    Stromkreis für  das Relais<I>B</I> vor. Relais<I>B</I> zieht am Ende  des zweiten     Stromstosses    an und bereitet am       Kontakt    b4     einen    Stromkreis für das Relais  C vor.

   Relais C spricht am Ende des     dritten     Stromstosses an.  



  Da sich sämtliche Relais lokal     gehalten     hatten, so     ist        nunmehr    über die     Kontakte    e2  und a2 ein Stromkreis für den     Kondensator     des     Relais    A vorbereitet, über welchen der  Kondensator während des vierten Strom  stosses geladen wird. Am Ende des vierten  Stromstosses wird das Relais A wieder ab  geworfen. Dadurch wird über die Kontakte       a1,    b2 ein Stromkreis für den Kondensator  des Relais B vorbereitet, der beim fünften  Stromstoss durch Kontakt x geschlossen wird.  Das Relais kommt nach Beendigung dieses  Stromstosses     zum    Abfall.

   Nunmehr ist über  die Kontakte<I>c2,</I>     a1,        b1    ein Stromkreis für      den Kondensator des Relais C vorbereitet,  welcher beim sechsten Stromstoss geschlossen  wird. Das Relais C kommt am Ende des  sechsten Stromstosses zum Abfall. Wie die       Fig.    7a zeigt, setzt am Ende des siebten  Stromstosses das Spiel der Relais<I>A, B, C</I>  wieder ein.    Eine weitere     Anwendung    der Erfindung  zeigt     Fig.    B.

   Die Wirkungsweise derselben  ist ohne weiteres an Hand des     Diagrammes          in        Fig.    8a verständlich.     Zunächst    sprechen       nacheinander,    jeweils um einen Stromstoss  verschoben, die Relais<I>A, B,</I> C an. Am Ende  des vierten Stromstosses kommt Relais A, am  Ende des fünften Stromstosses Relais B zum  Abfall. Relais C wird von seinem am Ende  des     dritten    Stromstosses erfolgten Anspre  chen an während der übrigen Dauer der       Stromstossreihe    gehalten. Am Ende des sechs  ten Stromstosses kommt wiederum das Relais  A zum Ansprechen.

   Es fällt am Ende des  siebten Stromstosses ab, gleichzeitig spricht  das Relais B an, welches sich bis zum Ende  des     achten    Stromstosses hält. Am Ende des       neunten    Stromstosses spricht wiederum das  Relais A an usw.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung für Fernmelde anlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit einem Relais, welches durch Konden- satorstromstösse betätigt wird, dadurch ge kennzeichnet, dass eine in Reihe mit der Er regerwicklung eines Relais (1) liegende Ge genwicklung (II) während der Schliessung des Erregungsstromkreises das Ansprechen des Relais verhindert, das Relais jedoch nach Öffnung des Erregungskreises durch den Entladestromstoss eines parallel zur Erreger wicklung liegenden Kondensators zum An sprechen gebracht wird.
    UNTERANSPRüCHE 1. Schaltungsanordnung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais sich nach dem Ansprechen über die Erregerwicklung hält. 2. Schaltungsanordnung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais nach dem Ansprechen sich über eine dritte Wicklung hält. 3.
    Schaltungsanordnung nach Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais nach seiner Erregung eine Umpolung des Erregungskreises vorbereitet, welche bei der nächsten Schliessung des Erregungskrei ses zu einer Ladung des Kondensators mit umgekehrter Polarität führt, so dass nach der nächsten Öffnung des Erregungskreises über die Erregerwicklung ein Entladestoss des Kondensators in entgegengesetztem Sinne zur Haltewicklung verläuft, welcher das Relais zum Abfall bringt. 4.
    Schaltungsanordnung nach Patent anspruch, mit einer Kette sich nacheinander einschaltender Relais, welche durch Konden- satorstromstösse betätigt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Kette die Zahl der aufgenommenen Stromstösse der Anreizstrom stossreihe von Stufe zu Stufe verringert, die einzelnen Stromstösse jedoch in jeder Stufe verlängert derart, dass das erste Relais der Kette (A) nach jedem ungeraden Stromstoss der Anreizstromstossreihe über die Dauer des nächsten geraden Stromstosses, das zweite Re lais der Kette (B) nach dem zweiten, sechs ten, zehnten usw.
    Stromstoss über die Dauer der beiden nachfolgenden Stromstösse und das dritte Relais der Kette (C) nach dem vierten, zwölften, zwanzigsten usw. Strom stoss über die Dauer der nächsten vier Strom stösse der Anreizstromstossreihe erregt wird. 5. Schaltungsanordnung nach Patent anspruch, mit einer Kette von Relais, welche durch Kondensatorstromstösse betätigt wer den, dadurch gekennzeichnet, dass die Relais der Kette jeweils um einen Stromstoss ver schoben zyklisch nacheinander über die Dauer von einer jeweils der Anzahl der Ket tenrelais gleichen Anzahl Stromstössen einge schaltet werden. 6.
    Schaltungsanordnung nach Patent anspruch mit einer Kette von Relais, welche durch Kondensatorstromstösse betätigt wer- den, dadurch gekennzeichnet, dass die Relais der Kette sich zunächst nacheinander ein schalten und das letzte Relais der Kette (C) für die restliche Dauer der Anreizstromstoss reihe erregt gehalten wird, während die andern Relais der Kette<I>(A, B)</I> nacheinander ausgeschaltet und sodann fortlaufend in zy- klischem Wechsel nacheinander eingeschal tet und ausgeschaltet werden.
CH227466D 1940-12-20 1941-12-31 Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit einem Relais, welches durch Kondensatorstromstösse betätigt wird. CH227466A (de)

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CH227466D CH227466A (de) 1940-12-20 1941-12-31 Schaltungsanordnung für Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen, mit einem Relais, welches durch Kondensatorstromstösse betätigt wird.

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