CH227587A - Verfahren zum Verkleben. - Google Patents

Verfahren zum Verkleben.

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CH227587A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G18/00—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates
    • C08G18/06—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen
    • C08G18/28—Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen characterised by the compounds used containing active hydrogen
    • C08G18/2805—Compounds having only one group containing active hydrogen
    • C08G18/285—Nitrogen containing compounds
    • C08G18/2865—Compounds having only one primary or secondary amino group; Ammonia
    • C08G18/287—Imine compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zum Verkleben.    Es wurde gefunden, dass man besonders  haltbare     Verklebungen    zwischen den ver  schiedensten Stoffen erzeugen kann, wenn  man     Alikylenharnsto-ffe,    wie sie durch     Kon-          5        densation    von     Isocyanaten    mit X     A-Alkylen-          iminen    erhältlich sind, oder Produkte der  teilweisen     Polymerisierung    derselben zwi  schen die zu verklebenden Stoffe bringt und  sie polymerisiert.  



  Durch die erwähnte Kondensation     können          Alkylenharnstoffe    der allgemeinen Formel  
EMI0001.0012     
    erzeugt werden, in denen     R1    einen einwer-         tigen        aliphatischen    oder     isocyclischen    Rest  und     R2    einen zweiwertigen     aliphatischen    oder       isocyclischen    Rest bedeuten. Ferner können  die Homologen oder Derivate dieser Verbin  dungen verwendet werden.  



  Die     Anwendungsweise    der     Alkylenharn-          stoffe    richtet sich nach der Beschaffenheit  der zu verklebenden     Materialien.    Sie können  in der     monomeren    Form zur Erzeugung von       Verklebungen    dienen, wenn die zu verkleben  den Flächen der beiden Stoffe nicht porös  sind,     wie    zum Beispiel zwei Metallflächen.

    Im andern Falle     verwendet    man     vorteilhaft     durch teilweise     Polymerisation    erhaltene Pro  dukte, die infolge ihrer auch in der     Hitze     genügend hohen Viskosität nicht von den  porösen Stoffen aufgesaugt werden. Für das       Verkleben    mit derartigen durch eine teil  weise     Pölymerisation    erhaltenen Produkte  eignen sich sowohl solche, die im Schmelz  fluss, wie auch     solehe,    die     unter    Verwendung  eines Lösungsmittels, wie zum Beispiel Was-           ser    oder     Butanol,    hergestellt wurden..

   Auch       Mischungen    von zwei oder mehreren Verbin  dungen der gekennzeichneten allgemeinen  Formeln können in     monomeren    oder teilweise       polymerisiertem    Zustand verwendet     werden.     Weiter ist es möglich, den Verbindungen       Weichmachungsmittel,    zum Beispiel     Phthal-          säuredibutylester,        Tributylphosphat,        Tri-          phenylphosphat,        Octylalkohol    sowie     Strek-          kungsmittel,    zum Beispiel Holzmehl, Kaolin,       Kieselgur,

      natürliche und künstliche Harze,       Cellulosederivate,    Kasein, Albumin,     Glutin,     Pflanzenmehle, wie Kartoffelstärke, insbe  sondere im verkleistertem Zustand u. a., zu  zusetzen. Durch Zugabe von Formaldehyd  wird eine wesentliche Beschleunigung des       Abbindevorganges    erzielt.  



  Die     Verklebung    von zwei festen Materia  lien wird vorzugsweise in der Form durch  geführt, dass man den Klebstoff in der mono  meren oder teilweise verharzten Form auf  die zu verklebenden Flächen aufträgt und  dann durch     Andvendung    von Druck und  Wärme zum     Auspolymerisieren    bringt.  



  Die oben genannten Harnstoffe     bezw.    ihre       Polymerisationsprodukte    eignen sich zum  Verkleben von Holz, Metall, Glas, Kunst  stoffen, Papier, Stoff u. a. sowie auch zum  Verkleben von zwei nicht gleichartigen Ma  terialien, zum Beispiel zum Verkleben von  Metall auf Glas, von Kunststoffen auf Glas,  von Holz auf Metall usw. Sie können auch  im Gemisch mit bekannten Klebstoffen ver  wendet werden.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Zwei 2 mm starke Aluminiumbleche  werden auf den zu verklebenden Flächen     gilt     gereinigt. Dann wird auf beiden Flächen eine  dünne Schicht einer 50%igen     Butanollösung     des teilweise     pol'ymerilsierten        Harnstoffes        der     Formel  
EMI0002.0030     
    aufgetragen. Hierauf werden die beiden  Aluminiumbleche mit den zu verklebenden    Flächen     aufeinandergelegt    und nach der Be  schwerung durch ein Gewicht 3 Stunden im  Trockenschrank auf 120  erhitzt. Man erhält  eine sehr haltbare     Verklebuilg.    die sich auch  bei erhöhter Temperatur nicht lösen lässt.  



  Den     monomeren        Harnstoff    obiger Formel  erhält man durch Umsetzung von     1.8-Okta-          methylendiisocyanat    mit     Äthylenimin    in     aee-          tonischer    Lösung. Die für die     Verkle-bung    be  nutzte     50%i,-,e        Butanollösung    wird durch       2-3stündiges    Erhitzen gleicher Teile des       monomeren    Harnstoffes obiger Konstitution  und     Butanol    auf     80-90     hergestellt.  



  2. 80 Gewichtsteile des Harnstoffes der  Formel  
EMI0002.0047     
    und 20 Gewichtsteile des     Harnstoffe,-,    der  Formel  
EMI0002.0049     
         werden    kurze Zeit auf 110  erhitzt, bis eine  klare Schmelze entstanden ist. Dann wird die  Temperatur der Schmelze auf 80  gesenkt  und so     lanoe        nacherhitzt,    bis die     Verharzung     des an     erster    Stelle aufgeführten Harnstoffes  -so weit     fortgeschritten    ist,     da.ss    er beim Ab  kühlen keine Neigung zum     Kristallisieren     zeigt.

   Das     Naeherhitzen    dauert etwa 1 bis       Stunden.    Man erhält eine viskose Masse,  die sich hervorragend für     Verklebungen     eignet.  



  Ein im     Querschnitt    quadratischer Glas  stab wird auf der einen     Längsfläche    mit dem  so hergestellten Klebstoff bestrichen, unter  gelindem     Druclz    auf eine Glasscheibe ge  drückt und dann im     Trockenschrank    2 Stun  den auf     120     erhitzt.     lla.n    erhält eine glas  helle durch     Anwendunb    v an Hitze nicht mehr  lösliche     Verklebung    der beiden Glasstücke.      Durch Anwendung von Gewalt erfolgt der  Bruch im Glas.  



  Die beiden Harnstoffe der obigen For  meln werden     dureh        Umsetzung    von 1.     6-Hega-          methylendiisocyanat        bezw.        Isobutylisocyanat     mit     Äthylenimin    hergestellt.  



  3. Der durch     Umsetzung    von 1.     4-Tetra-          methylendiisocyanat    mit     Äthylenimin    erhal  tene Harnstoff der Formel  
EMI0003.0012     
    wird in pulveriger Form auf ein Aluminium  s blech aufgestreut. Darüber legt man eine  Glasscheibe, die durch ein kleines Gewicht  beschwert wird und     erhitzt    2 Stunden im  Trockenschrank auf 110-l20 . Das Glas  haftet mit grosser Festigkeit auf dem Alu  o     minium    und kann auch bei erhöhter Tempe  ratur nicht gelöst werden.  



  4. Eine     Buchensperrplatte    wird dadurch  hergestellt, dass man ein 2 mm dickes Buchen  furnier auf beiden Seiten mit einer 50 %     igen          s        wässrigen    Lösung des teilweise polymerisier  ten Produktes der Formel  
EMI0003.0019     
    bestreicht, auf beiden Seiten je ein nicht mit  Klebstoff bestrichenes Furnier so auflegt,  dass deren Faserverlauf senkrecht zu dem des  mittleren, mit Leim behandelten Furniers ver  läuft, das ganze in eine hydraulische Presse  bringt, deren Platten 120  heiss sind, und  dann 30 Minuten lang unter Druck hält. Die  einzelnen     Furnierlagen    lassen sich darauf  nicht mehr trennen. Bei gewaltsamem Aus  einanderreissen tritt die Trennung nicht in  der Klebefuge, sondern im Holz auf.

   Gegen  kaltes und heisses Wasser ist die     Verklebung     völlig beständig.  



  Das teilweise polymerisierte Produkt er  hält man. dadurch, dass 1 Gewichtsteil des         monomeren    Produktes gemäss obiger Formel  mit 1     Gewichtsteil    Wasser angerührt und auf  90-100  erhitzt wird. Nach etwa 13 Minuten  langer Erhitzung wird die     Polymerisation     durch Kühlen abgebrochen. Die viskose     Lö--:          sung    wird zur     Verleimung    verwendet.  



  Falls die Lösung des teilweise     pölymer'i-          sierten    Produktes nicht sofort verarbeitet  wird, lässt sie sich durch Zusatz von Ammo  niak haltbar machen. An Stelle des Auf  trages der flüssigen     Klebstofflösung    auf die  zu verklebenden Teile kann man auch ein  Gewebe oder Papier damit tränken und den  so hergestellten Film zum Verkleben ver  wenden.    5. 20 Gewichtsteile Kasein (Milchsäure  kasein) werden mit 78 Teilen Wasser über  gossen und nach dem Quellen durch Zusatz  von Gewichtsteilen 25%igen Ammoniaks  in Lösung gebracht.

   Hierzu setzt man 10 Ge  wichtsteile des Harnstoffes der Formel  
EMI0003.0031     
    Für die Herstellung von Sperrholz aus  drei Lagen 2 mm starker Furniere aus Bu  chenholz wird die Mittellage mit der Leim  lösung beidseitig bestrichen, während die  Aussenfurniere in unbehandeltem Zustande  aufgebracht werden. Die Platte wird     in        einer     100  C heissen hydraulischen Presse 10 Minu  ten lang unter     Pressdruck    gehalten. Beim  Zerreissen der daraus     hergestellten    Prüfkör  per zur Bestimmung der Scherfestigkeit nach  den     RAL-Vorschriften    erhält man eine Fe  stigkeit von. 34     kg/cm'    Leimfläche.  



  6. An Stelle der 10 Gewichtsteile des       monomeren    Harnstoffes des Beispiels 5 ver  wendet man 10 Gewichtsteile des 50%igen       wässri.gen,        teilwe_:3.e        polymerisierten    Harn  stoffes, wie er nach Beispiel 4 hergestellt  wird. Im übrigen werden auch hier die Mass  nahmen des Beispiels 5 angewendet und hier  durch dieselbe Scherfestigkeit wie im Bei  spiel 5 erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verkleben, dadurch ge kennzeichnet, -dass Alkylenharnstoffe, wie sie durch Kondensation von Isocyanaten mit 1. 2-Alkyleniminen erhältlich sind, oder Pro dukte der teilweisen Polymerisation derselben zwischen die zu verklebenden Stoffe gebracht und polymerisiert werden.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch der Alkylenharnstoffe oder von deren Teilpoly- merisaten mit andern Klebstoffen anwendet.
CH227587D 1940-02-22 1941-01-24 Verfahren zum Verkleben. CH227587A (de)

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