CH227746A - Vorrichtung mit auswechselbaren Hohlnadeln zur Ausführung von Punktionen und Injektionen. - Google Patents

Vorrichtung mit auswechselbaren Hohlnadeln zur Ausführung von Punktionen und Injektionen.

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CH227746A
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CH
Switzerland
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Impfinstitut Schweiz Serum
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Schweiz Serum & Impfinstitut
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M1/00Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
    • A61M1/02Blood transfusion apparatus

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  • Infusion, Injection, And Reservoir Apparatuses (AREA)
  • Measurement Of The Respiration, Hearing Ability, Form, And Blood Characteristics Of Living Organisms (AREA)

Description


  
 



  Voriichtung mit auswechselbaren   llohlnadeln    zur Ausführung von Punktionen und Injektionen.



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Gegenstandes des   Hauptpatentes,    und zwar bezweckt diese weitere Ausbildung, die Durchführung von Bluttransfusionen unter optimalen Sterili  tätsverhältnissen    wesentlich zu vereinfachen.



   Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht die beiliegende Zeichnung.



   Fig. 1 ist eine Ansicht der Vorrichtung während der Evakuierung, die der Aufnahme des Blutes aus dem Blutspender vorausgeht.



   Fig. 2 zeigt die Vorrichtung während der   Blutentnahme.   



   Fig. 3 zeigt eine Einzelheit in grösserem Massstab, und
Fig. 4 und 5 stellen Varianten dieser Einzelheit dar.



   Die gezeichnete Vorrichtung besitzt das graduierte Transfusionsrohr 1, das am einen Ende, der sogenannten Spenderseite, einen Ansatz 2 zur Aufnahme eines die Blutgerinnung verhindernden Mittels, z. B. einer Zitratlösung, und am andern Ende, der sogenannten Empfängerseite, einen konischen Ansatz 3 aufweist. An diesen Ansatz 3 ist ein Stutzen 4 angesetzt, der durch einen Gummischlauch 5 mit einem Glasröhrchen 6 verbunden ist, auf dessen freies Ende eine Gummitülle 7 aufgesetzt ist, die einen va  knumdichten    Abschluss des Röhrchens 6 gewährleistet. Auf die Gummitülle 7 ist zum Schutz gegen Verletzungen eine zweckmässig aus Glas bestehende Hülse 8 geschoben.



   In den Ansatz   2' ist    ein Röhrchen 9 eingeschmolzen, das innerhalb des Ansatzes eine gekrümmte Verlängerung 10 aufweist, deren Mündung gegen die Seitenwand des Ansatzes 2 gerichtet ist. Der Ansatz 2 ist ebenfalls mit einer Graduierung versehen. Das Röhrchen 9 steht über ein   Schlauchstück    11, und ein weiteres Röhrchen 12 mit einem Schlauch 13 in Verbindung, auf dem die Klemme 14 angebracht ist. An den Schlauch 13 ist noch ein   lEapillarhahn    15 angesetzt.  



   Zur Vorbereitung der Transfusionsröhre 1 für die Aufnahme von Blut, muss dieselbe zunächst evakuiert werden. Dies geschieht in folgender Weise:
Der Kapillarhahn 15 wird an die Wasser  strahl-liuftpumpe    16 angeschlossen, und es wird dann in der Röhre 1 bei geöffnetem Hahn 15 und geöffneter Klemme 14 zunächst ein Teilvakuum hergestellt. Dann schliesst man die Klemme 14, löst das   Sehlauchstüek    13 vom Hahn 15 ab und bringt es in einen Kolben mit Natriumzitratlösung   (4% ig).   



  Dann lässt man durch die Verbindungsstücke 12, 11 und die Verlängerung 10 die gewünschte Menge Zitratlösung in das Rohr 1 eintreten. Hierauf wird die Klemme 14 wieder geschlossen und das Ganze wiederum durch den Schlauch   13    an den Hahn 15 angesetzt. Es wird nun weiter evakuiert, wobei die vorher angesaugte Zitratlösung sich bei 17 befindet. Sobald das erfahrungsgemäss erforderliche Vakuum im Rohr 1 hergestellt ist, wird zuerst der Hahn 15 und dann die Klemme 14 geschlossen, der Schlauch 13 vom Hahn 15 abgenommen und an Stelle des letzteren das Rohr 18 mit der Gummitülle 19 in den Schlauch 13 eingeführt. Durch die beiden Gummitüllen 7 und 19 ist das Ganze dann vakuumdicht abgeschlossen.



   Zum Füllen des evakuierten Rohres 1 wird dann wie folgt verfahren:
Das mit der Gummitülle 19 verschlossene Ende des Rohres 18 wird in den Ansatz 20 der Hülse 21 eingesetzt, wie dies bereits im   Hautatent    beschrieben ist. Die Hülse 21 ist gegenüber dem die Einstechnadel 22 und die Durchstechnadel   23 tragenden,    längsdurchbohrten Massivkörper 24 beweglich, und zwar entgegen der Wirkung einer Feder 25.

   Sobald also die Hülse 21 samt dem Rohr 18 gegenüber dem Massivkörper 24 entgegen der Wirkung der Feder 25 bewegt wird, was nach dem Einstechen der Nadel   22    in den bei 26 angedeuteten Arm des   Blutspenders    erfolgt, wird die Gummitülle 19 von der Nadel 23 durchstochen und das aus der angestochenen Vene austretende Blut tritt durch die Nadel 22, den Körper 24, die Nadel 23 und die Verbindungsteile 18, 13, 11 in die Ver  längerung    10 ein, aus welcher es gegen die Seitenwandung des Ansatzes   9    von Rohr 1 abgelenkt wird. Das Rohr 1 wird bei dieser Operation senkrecht gehalten, so dass der Ansatz   2    sich unten befindet, und mit der Zitratlösung bis zu einem gewissen Strich der Graduierung angefüllt ist.

   Das Blut mischt sich also zunächst mit der Zitratlösung, wel  che    Mischung dann noch nach beendeter Blutentziehung durch Hin- und Herbewegen des Rohres 1 vervollständigt wird.



   Ist im Rohr 1 die gewünschte   Blutmengc    vorhanden, so wird zunächst die Klemme 14 geschlossen und dann die Nadel 22 aus der Vene herausgezogen. Dann wird das Rohr 18 mit der   durc-hstochenen    Gummitülle 19 ge  wünschtenfalls    durch ein neues Rohr 18 mit undurchstochener Gummitülle ersetzt, und es kann nun das beiderends vakuumdicht geschlossene Transfusionsrohr bis zur weiteren Verwendung aufbewahrt   werden.    Versuche haben gezeigt, dass auf diese Weise gewonnenes Transfusionsblut bis zu vier Wochen lang aufbewahrt werden kann, während be  kanntlieh    bis jetzt die maximale Aufbewahrungszeit nur etwa   12    Stunden betrug.



   Soll die Transfusion vollzogen werden, so wird zunächst bei geschlossener Klemme   34    an das Rohr 18 unter Zwischenschaltung eines Luftfilters ein Gummigebläse angesetzt, und sodann über die Gummitülle 7 wiederum die Hülse 20, 21, samt der Einstechvorrichtung 22 bis   25    geschoben. Das   Transfusions-    rohr wird dabei so gehalten, dass seine Empfängerseite, das heisst der konische Ansatz 3 nach unten gerichtet ist. Dann wird wie vorher die Gummitülle 7 mit der Nadel 23 durchstochen, und die Nadel 22- in ein Blutgefäss des Blutempfängers eingeführt. Mittelst des Gebläses wird dann das Blut aus dem Rohr 1 dem Körper des   Blutempfängers    zugeführt.



   Um das Transfusionsrohr samt Zubehör während den beschriebenen Operationen bequem halten zu können, ist für das Rohr 1 der in Fig. 3 dargestellte Halter 26 vorgesehen, der zwei federnde Klemmen 27 und 28  aufweist, in denen das Rohr 1 abnehmbar gehalten ist. Ein am Halter 26 lösbar befestigter Tragriemen 29 erlaubt, den Halter samt dem Transfusionsrohr am Hals des die Vorrichtung bedienenden Arztes aufzuhängen, so dass dieser stets die Vorgänge im Transfu  sionsrohr    genau beobachten kann.



   Nach der Variante gemäss Fig. 4 kann der Halter 26 aus zwei gegeneinander verschiebbaren und in verschiedenen Höhenlagen festlegbaren Teilen bestehen, damit er sich verschiedenen Längen des Transfusionsrohres anpassen kann.



   Die Variante nach Fig. 5 besitzt ausser den   Klemmen    27 und 28 noch zwei kleinere Klemmen 30 und 31, die zum Festhalten von    sogenannten : Konservenblutampullen dienen.   



   Die Vorteile der beschriebenen Vorrichtung gegenüber bisher bekannten Transfusionsvorrichtungen sind folgende:
Die neue Vorrichtung bietet die Möglichkeit, einerseits sofortige Transfusionen vorzunehmen, und anderseits das Blut gegebenenfalls in der Transfusionsröhre zu konservieren.



   Sämtliche Operationen vollziehen sich unter optimalen Sterilitätsverhältnissen, da die ganze Transfusion unter Vermeidung von direktem Kontakt zwischen Blut und Luft vor sich geht.



   Die Transfusion lässt sich auch von einem einzigen Arzt ohne Assistenz durchaus sicher zur Ausführung bringen.



   Die ganze Vorrichtung lässt sich leicht verpacken, und ist daher bequem transportabel. Ihre Handhabung ist durchaus einfach, und die erforderliche Vorbereitung der Apparatur für die Ausführung einer Transfusion beansprucht wenig Zeit.



   Die Blutentnahme selbst erfolgt automatisch, und die Anwendung von Vakuum im Transfusionsrohr erlaubt die Verwendung von   Kanülen    geringen Kalibers.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung mit auswechselbaren Hohlnadeln zur Ausführung von Punktionen und Injektionen nach dem Patentanspruch des Hauptpatentes, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Ausführung von Bluttransfusionen ein für die Aufnahme von Blut aus dem Blutspender unter Vakuum zu setzendes und als Konservierungsbehälter für das aufgenommene Blut verwendbares Transfusions- rohr aufweist, das am einen Ende, der Spenderseite, einen zur Aufnahme eines die Blutgerinnung verhindernden Mittels dienenden Ansatz und am andern Ende, der Empfängerseite, eine normalerweise vakuumdicht abgeschlossene Leitung zur Überleitung des im Transfusionsrohr enthaltenen Blutes in den Körper des Blutempfängers aufweist.
    UNTERANSPRtOHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den Ansatz der Spenderseite des Transfusionsrohres die Verlängerung eines Leitungsrohres hineinragt, die so gekrümmt ist, dass sie durch das Rohr eindringendes Blut gegen die Seitenwandung des Ansatzes ablenkt, und dadurch eine Mischung des Blutes mit dem im Ansatz enthaltenen Mittel zur Verhinderung der Blutgerinnung hervorruft.
    2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mit der Verlängerung versehene Leitungsrohr über Schlauchstücke, von denen mindestens eines mittelst einer : Klemme ab- sperrbar ist, mit einem Kapillarhahn in lösbarer Verbindung steht, der bei der Evakuierung des Transfusionsrohres an eine Luftpumpe angeschlossen wird.
    3. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch eine mit Klammern zum Festhalten des Transfusionsrohres in vertikaler Stellung versehene Tragvorrichtung, die mit einem iE Halteriemen versehen ist, mittelst des- sen der die Vorrichtung bedienende Arzt das Ganze tragen kann.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung für verschieden lange Transfusionsrohre einstellbar ist.
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung ausser den Klammern l,ür ein Transfusionsrohr auch noch Klammern für eine Konser- venblutampulle aufweisen.
CH227746D 1940-08-02 1940-08-02 Vorrichtung mit auswechselbaren Hohlnadeln zur Ausführung von Punktionen und Injektionen. CH227746A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3709372A (en) * 1971-01-06 1973-01-09 L Alexander Intravenous supply container support

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3709372A (en) * 1971-01-06 1973-01-09 L Alexander Intravenous supply container support

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