CH228007A - Verfahren und Einrichtung zum Messen von Beschleunigungen und Drücken. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Messen von Beschleunigungen und Drücken.Info
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Description
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Verfahren und Einrichtung zum Blessen von Beschleunigungen und Drücken. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Messen von Beschleunigungen und Drücken sowie eine Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. Es sind elektromagnetische i Messlehren bekannt, bei denen mit der Verstellung eines mechanischen Taststiftes der Anker einer Wechselstramspule verstellt und aus der dadurch verursachten Änderung des Wechselstromwiderstandes der Spule auf die Grösse der Verschiebung bezw. des dieselbe verursachenden Druckes geschlossen wird.
Die Anzeige erfolgt dabei über ein Gleichstrominstrument, welches über Gleichrichter mit der Messbrücke verbunden ist, in welcher der veränderliche induktive Widerstand der Messspule liegt. Die Anwendung von Gleichrichtern bringt den Nachteil mit sich, dass besondere Mittel zur Kompensation von Tem- peratur- und Frequenzfehlernerforderlich sind, die durch die Gleichrichter verursacht werden.
Beschleunigungen und Drücke werden auch mit bekannten Einrichtungen gemessen, die einen unter dem Einfluss von Druck- und Zugkräften seine elektrischen Daten ändrern- den Indikator, wie insbesondere einen piezo- elektrisch wirksamen Kristall oder reinen Kohledruakkörper enthalten.
Mit den bekannten Einrichtungen dieser Art mit einem Kristall sind jedoch nur kurzzeitige Beschleunigungen oder Druckkräfte messbar, da die auf dem piezoelektrisch wirksamen Kristall sich bildenden Ladungen seht schnell abgeleitet werden. Die bekannten Geräte mit einem Kohledruckkörper hingegen zeigen hysteresis- artige Erscheinungen, .die Verschiebungen des Nullpunktes mit si.ch bringen.
Das Verfahren nach .der Erfindung hat demgegenüber den Varzug, dass mit ihm bei grosser Messempfindliahkeit auch die Messung von Gleichdrücken und die Anschaltung eines Wechselstrümverstärkers ermöglicht wird. Das Wesen der Erfindung besteht .darin, dass die zu messende Grösse auf den mit konstanter
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Frequenz bewegten Indikator zur Einwirkung gebracht wird. Man erhält auf diese Weise einen modulierten Wechselstrom, der ohne weiteres verstärkungsfähig ist.
Die periodische Übertragung der Messgrösse auf den Indikator, also beispielsweise einen piezoeleh- eri.schen Kristall oder einen Kohlekörper, kann auf verschiedene Weise erfolgen... So kann man beispielsweise :den Indikator um eine zweckmässig senkrecht zu der zu messenden Kraft stehende Achse rotieren lassen.
Soll, um ein einfaches Beispiel zu nennen, die Erdbeschleunigung gemessen werden, so wird bei einer Drehung des Indikators um eine senkrecht zur Richtung der Beschleunigung stehende Achse die Einwirkung der Beschleunigung auf den Indikator periodisch ein Maximum und ein Minimum :durchlaufen, und die Ladungsänderungen bezw. Wi.derst.a.n:dsände- rungen am Indikator werden entsprechend der Rotation mit dem Sinus des Drehwinkels schwanken.
Mit einem Kollektor kann also vom rotierenden Indikator eine sinusförmige Wechselspannung oder ein sinusförmiger Wechselstrom abgenommen werden,, :dessen Amplitude proportional der zu messenden Be- schleunigung ist und der gegebenenfalls über einen Verstärker einem Mess@ oder Registrier- gerät zugeführt werden kann.
Eine besonders einfache Einrichtung zur Ausübung desTerfahrens nach der Erfindung ergibt sich, wenn man :den Indikator, bei- spielsweise mit einem ferromabgnetischen Be:- lag versehen, als Schwinganker eines mit Wechselstrom konstanter Frequenz erregten Elektromagneten ausbildet.
Durch die bei diesem Beispiel auf :dien Schwinganker einwirkende zu messende Kraft oder Besehleuni- gung wird die vom Elektromagneten auf den Schwinganker ausgeübte periodische Iülfs- kraft moduliert, .die vom Indikator abgenommene oder ihn durchfliessende modulierte Spannung bezw. der Strom ist unmittelbar einer Verstärkung oder Transformation zugänglich.
Zu einer besonders empfindlichen Anzeige des Messwertes gelangt man, wenn man die dem Indikator aufgedrückte Antriebsfrequenz mindestens annähernd gleich der Ei.genschwin;gfrequenz des Indikators wählt, d. h. dass sie höchstens 5, ä von der EI igenschwingfrequenz abweicht.
Es ist leicht einzusehen, dass auf diese Weise die Naohteile der bekannten, mit. einem piezoelektri.sch wirksamen Kiistall oder Kohledruckkürper arbeitenden Messgeräte beseitigt werden können.
Bei einer Trägerfrequenz von 50 Hz würde eine Ableitung der Ladung auf einem Piezokristall jeweils nur für die Dauer einer lituidertstel Sekunde erfolgen, so dass das Messergebnis durch die Grösse der Ableitung rieht verfälscht werden würde. Auch die bei Kohledruckkörpern stets auftretende Nullpunktverschiebung kann bei Anwendung des Verfahrens nach der Erfindung vermieden werden, wenn die auftretende Wechselspannung verstärkt wird; denn dabei fällt die Gleiebstromkomponente heraus.
Sollen mit einer Einrichtung nach der Erfindun Druckkräfte, zum Bei-spiel aerodynamische Drücke, gemessen werden, so können diese unmittelbar auf den Indikator einwirken, wä- rend bei der Mes:sting von Beschleunigungen der Indikator vorteilhafterweise mit einer auf Beschleunigungen ansprechenden erägenMasse zu verbinden ist. Im folgenden ist. das Wesen der Erfindung an einigen Ausführungsbeipielen der Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens erläutert.
F'ig. 1 zeigt in seheniatiseher Darstellung die Anordnung eines piezoelelktriseli wirksamen Kristalles 1, welcher an zwei einander gegenüberliegenden Ecken mit: trägen Massen 2 und 3 verbunden ist und mit einer Welle 4 drehbar angeordnet ist. Von den metallenen Belägen auf der Vorder- und Rückseite des Krista.lles werden die Ladungen mittels der Leitungen 5 und 6 auf Kolle:ktorringe 7 übertragen, von wo die Abnahme erfolgt und einem Messgerät 8 zugeführt wird. Beim Gebrauch wird die Welle 4 senkrecht zu der zu messenden Beschleunigung gerichtet.
Die Amplitude des abgenommenen sinusförmigen Wechselstromes ist also proportional zu der zu messenden Beschleunigung.
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Fig. 2 zeigt (eine andersartige Anordnung zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung. Bier ist -der piezoelektris,ch wirksame Kristall 1, auf seiner untern Fläche mit einem ferramagnebschen Belag versehen und, als beweglicher Anker an Federn 2 aufgehängt, einem Elektromagneten 3 zugeordnet, dessen .Spule mit einem Wechselstrom der gewünschten Frequenz gespeist wird.
Bei jeder Schwingung wird in der der zu messenden Beschleunigung entgegengesetzt gerichteten Phase der Druck auf den Kristall proportional zur Beschleunigung verstärkt.
In ähnlicher Weise wie beim AusTüh- rungsbeispiel nach Fiig. 1 erfährt der Indikator eine periodische Beschleunigung-, welche in einer Phase jeweils der zu messenden Beschleunigung entgegengerichtet ist. In dieser Phase verstärken sich also die auf den Tndi- kator wirksamen Druckkräfte, so dass wiederum eine durch die zu messende Grösse modulierte und der Verstärkung unmittelbar zugängliche Wechselspannung entsteht, die im vorliegenden Falldirekt einem Messgerät 8 zugeführt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Blessen von Beschleuni- gungen und Druckkräften mit einem unter Druck- und Zugeinwirkung seine elektrischen Daten verändernden Indikator, dadurch gekennzeichnet, dass die zu messende Grösse auf den .mit konstanter Frequenz bewegten Indikator zur Einwirkung gebracht wird.II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich- net durch ein. den Indikator in eine periedi- sche Bewegung mit konstanter Frequenz ver- setzendes Antriebsmittel. UNTERANSPRÜCHE: 1.Einrichtung nach Patentanspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenf r@e- quenz des schwingenden Indikators mindestens annähernd gleich seiner Antriebsspannung ist. 2. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Indikator an einer mit gleichförmiger Geschwindigheii:umlaufenden, senkrecht zur Richtung .der zu massenden Grösse angeordneten Welle befestigt ist. 3. Einrichtung mach Patentanspruch II, dadurch .gekennzeichnet, dass der Indikator als Schwinganker eines mit Wechselstrom konstanter Frequenz erregten Elektromagneten ausgebildet ist. 4. Eirichtung nach Patentanspruch 11 und Unteranspruch. 3, dadurch gekennzeichnet, dass. der Indikator mit einem ferromagne,- tischen Belag versehen ist. 5.Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass der Indikator ein als Wderstandsgeber wirkender Kohledruckkörper ist. 6. Einrichtung naeh Patentanspruch Il. dadurch gekennzeichnet, dass der Indikator ein als Spannungserzeuger wirkender Kristall ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE228007X | 1941-07-23 |
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| Publication Number | Publication Date |
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ID=5866952
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH228007D CH228007A (de) | 1941-07-23 | 1942-05-15 | Verfahren und Einrichtung zum Messen von Beschleunigungen und Drücken. |
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| CH (1) | CH228007A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE912874C (de) * | 1952-05-09 | 1954-06-03 | Heinz Glaubitz Dr Ing | Messeinrichtung zur direkten Aufzeichnung des Fahrdiagramms von Landfahrzeugen |
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-
1942
- 1942-05-15 CH CH228007D patent/CH228007A/de unknown
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| BE446079A (de) |
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