CH228078A - Kontaktumformer mit Schaltdrosseln. - Google Patents
Kontaktumformer mit Schaltdrosseln.Info
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Description
Kontaktumformer mit Schaltdrosseln. Es sind Kontaktumformer bekannt ge worden, bei denen die Schaltkontakte mit Hilfe von Schaltdrosseln weitgehend ent lastet werden. Um den Spannungsabfall der artiger Kontaktumformer klein zu halten, ist es notwendig, für die Schaltdrosseln ein Ma terial mit sehr scharfem Sättigungsknick der 14fagnetisierungskennlinie zu verwenden. Diese Eigenschaft weist zum Beispiel eine 50%ige Eisen-Nickellegierung auf. In manchen Fäl len ist man jedoch gezwungen, mit billigeren Materialien, zum Beispiel Eisensilizium, aus zukommen.
Die Erfindung bezweckt, den Spannungs abfall zu vermindern, welcher bei nicht schar fem Sättigungsknick der Magnetisierungs- kennlinie auftritt. Dieser Spannungsabfall rührt daher. dass im Augenblick des Zuschal- tens einer Phase die -Magnetisierung der zei gehörigen Schaltdrossel einen geringen Wert Bein hat, welcher beim Erreichen des vollen Laststromes auf den Wert BI ansteigt. Tre- ten n Kommutierungsvorgänge je Sekunde auf, so ist der Spannungsverlust:
<I>d U = n .</I> w <I>. q .</I> (BI - Bei,), dabei ist<I>w</I> die Windungszahl und<I>q</I> der Eisenquerschnitt der Drossel.
Erfindungsgemäss wird bei Kontaktum formern mit Schaltdrosseln, insbesondere aus Siliziumeisen und insbesondere in mehr als dreiphasiger Brückenschaltung, dieser Span nungsabfall dadurch verringert, dass im Ein schaltaugenblick eines Kontaktes die zuge hörige Schaltdrossel durch einen im wesent lichen lastunabhängigen Strom höher vor erregt wird als im Ausschaltzeitpunkt. Diese Vorerregung wird zweckmässig so hoch ge wählt, und zwar mindestens 5 Amperewin- dungenjcm, dass die Magnetisierung im Ein schaltaugenblick s.ieli dem Wert BI nähert.
Würde man die dazu notwendige Vorerregung in der bekannten Weise auch im Ausschalt zeitpunkt wirken lassen, so würde der vom Kontakt zu unterbrechende Strom unzulässi- liehe Werte annehmen.
In Fi.g. 1 der Zeichnung sind zur Erläu terung die Verläufe von Strom und Span nung für einen Umformer in sechsphasiger Brückenschaltung beispielsweise dargestellt. Die Kurve für stellt den Strom in einer Schaltdrossel dar, die Kurve TT,Perr die Sperr spannung an einem zugehörigen Kontakt, die Kurve iv, den bislang üblichen Vorerreger- strom und die Kurve iV= den zusätzlichen Vorerregerstrom im Sinne der Erfindung.
Der Strom i, ist in Grösse und Phasenlage so gewählt, dass im Ausschaltzeitpunkt t"" der über den Kontakt fliessende Strom, wel cher gleich der Summe des Vorerregerstromes lind des Magnetisierungsstromes der Schalt drossel ist. einen kleinen Wert aufweist.
In diesem Falle schwingt die Sperrspannung im Augenblick der Kontaktöffnung um ein ge ringes ins Positive, wie es für die Sicherheit der Unterbrechung erforderlich ist. Würde man iv, sehr viel grösser wählen, so würde die Sperrspannung im Ausschaltaugenblick so stark ins Positive ansteigen, dass der Kon takt feuern würde. Die Form des Stromes iv.; wird nun nach der Erfindung derart ge wählt, dass dieser Strom im Ausschaltaugen blick sehr kleine Werte hat, während er im Einschaltaugenblick tei" einen grossen Spitzen wert aufweist.
Demgemäss wird die Magne- tisierung B"i" gross und damit nach obiger Formel der Spannungsabfall klein.
Eine Stromform dieser Art lässt sich in einfacher Weise durch Einschalten einer Sättigungsdrossel in den Vorerregerkreis er zielen. In Fig. \3 ist ein entsprechendes Aus führungsbeispiel dargestellt. Aus einem Dreh stromnetz LTVW werden die Phasen 1 bis 6 eines in sechsphasiger Brückenschaltung ar beitenden Umformers gespeist.
Die Phasen l bis 6 führen über Schaltdrosseln 7 bis 1\? und weiter über Einschaltdrosseln 13 bis 18 zu den Kontakten 19 bis 30, die im Takte der sechsphasigen Brückenschaltung auf die Gleichstromschienen 31 und 3\? schalten. Zur Erzielung eines für vollkommen schaltfeuer- frei arbeitende Kontakte notwendigen Span- dienen die gedämpften Kon densatoren. 33 bis 38.
Die Schaltdrosseln 7 bis 1? tragen je zwei Vorerregerwicklungen, von denen die eine aus einem nicht gezeich neten Stromkreis finit dein Strom -i, erregt wird, während die z,veite einen zusätzlichen Strom i.,,_. führt. Dieser Strom wird den Wick lungen über einen Phasendreher 45 und über die drei Sättigungsdrosseln 39<B>,</B>40.41 zuge führt.
Entsprechend den i gleichzeitigen Ar beiten der Drosseln in den Leitungen 1 und 4 bezw. ? und ? bezw. 3 und 6 sind je zwei Wicklungen. in Reilie geseha.ltet. Die Begren zung des Vorerregerstromes erfolgt durch eine normale Drossel 4?, 43, 44. Der Stern punkt dieser Drossel kann. mit dein Stern punkt des Phasendrehers 45 verbunden wer den.
Der Phasendreher 4:5 wird so geregelt, dass die in Bild 1 angedeutete Phasenlage, bei der die Drosseln 39 bis 41 ,jeweils im Aus schaltzeitpunkt ungesättigt sind, d. h. ver schwindend kleinen Strom fuhren, erreiclii wird. Die Grösse des Scheitelwertes von z#,:, im Aiigenbliclz des Einschaltens lässt sich durch die Drosseln 4? bis 44 einstellen.
Naturgemäss verbraucht dei- durch den Phasendreher 45 gespeiste V orerregerkrei- Blindleistung. Um diese möglichst klein zli halten, wird man die Spannung in diesen i Kreis unter Umständen so klein wählen, da(,') die Drosseln 4? bis 44 klein -erden bezw. ganz in Fortfall kommen können.
Eine Grenze in der Verkleinerung dieser Spannung ist da durch gegeben, dass die Riickwirlzung der Spannung an den Drosseln 7 bis 1? auf den Vorerreger@strom i", den charakteristischen Verlauf dieses Stromes, wie er in Bild 1 an gedeutet ist. nicht t@-esentlich stören darf.
Gibt man den Drosseln 39 bis 41 eine entsprechende Vorerregung, so lässt sich i',, im Augenblick t"", derart beeinflussen, dass unter Uniständen die Vorerregung i" ent behrt werden kann.
Der vom Phasendreher 45 abgegebene Strom enthält eine starke dritte Oberwelle. U m das Netz von dieser Oberwelle zu entlasten, kann man den Pha- sendreher <B>45</B> zusätzlich. mit Kapazitäten be lasten. 1'm den Aufwand, insbesondere für die Drosseln 39 bis 41, klein zu halten, ist es not- ivendig, den' Scheitelwert des Stromes i, rieht zu gross zu wählen.
Für jede Magneti- sierungskennlinie des jeweiligen Schaltdros- seleisens gibt es einen günstigsten Wert für diesen Strom, bei dessen Überschreitung der Gewinn an Nutzspannung im Verhältnis zum Aufwand für den Vorerrege@rkreis unwirt schaftlich klein wird. Bei dem heute üblichen Siliziumeisen liegt dieser Wert zwischenetwa 5 bis 100 Amperewindungen/cm.
Die Erfindung kann auch dadurch ver wirklicht werden, dass statt der Sättigungs drossel 39 bis 41 andere Einrichtungen ver wendet werden, welche auf die Drosseln 7 bis 12 im geeigneten Zeitpunkt Stromstösse geben. Zum Beispiel können solche Strom stösse über gittergesteuerte Ga.sentladungs- gefässe aus Kondensatorbatterien entnommen werden.
Die Erfindung lässt sich insbesondere bei Briickenschaltungen mit mehr als drei Phasen leicht verwirklichen; denn bei diesen Schal tungen ist die Schaltdrossel vor dem Ein schalten längere Zeit stromlos und das Iler- auftreiben ihrer Magnetisierung kann in ein fachster Weise bewirkt werden. Da bei die sem Hera.uftreiben der Magnetisierung in der Schaltdrossel eine Spannung induziert wird, darf damit erst begonnen werden, nachdem der von ihr gespeiste Kontakt bereits ge öffnet ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Kontaktumformer mit Schaltdrosseln, die keinen scharfen Sättigungsknick der Magne- tisierungskennlinie aufweisen, dadurch .ge kennzeichnet, dass im Einschaltaugenblick eines Kontaktes die zugehörige Schaltdrossel durch einen im wesentlichen lastunabhängigen Strom höher vorerregt ist als im Ausschalt zeitpunkt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Kontaktumformer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorerregung der Drossel im Einschaltaugenblick minde stens 5 Amperewindun,gen/cm beträgt. 2.Kontaktumformer nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im Vorerreger- kreis Sättigungsdrosseln angeordnet sind, welche mit Grösse und Phase der Vorerreger- spannung und dem Widerstand des Vor erregerkreises derart abgeglichen sind, dass jeweils während der Entsättigung der Haupt schaltdrosseln, das heisst in der Umgebung des Ausschaltzeitpunktes der zugehörigen Kontakte auch die Sättigungsdrosseln im Vorerregerkreis entsättigt sind und daher kleinen Strom führen,während jeweils im Einschaltaugenblick der Kontakte die Sätti gungsdrosseln im Vorerregerkreis gesättigt sind und grossen Strom führen. 3. Kontaktumformer nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass die Sättigungsdrosseln im Vor erregerkreis derart vorerregt sind, dass der von den Kontakten zu öffnende Strom bei allen Betriebszuständen schwach positiv ist.4. Kontaktumformer nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Hauptsehaltdrosseln noch eine zweite, im wesentlichen sinusför- mige Vorerregung besitzen, welche den Kon taktstrom im Augenblick des Öffners schwach positiv machen. ;
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE228078X | 1941-07-17 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH228078A true CH228078A (de) | 1943-07-31 |
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ID=5867005
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH228078D CH228078A (de) | 1941-07-17 | 1942-05-29 | Kontaktumformer mit Schaltdrosseln. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH228078A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1002070B (de) * | 1953-07-09 | 1957-02-07 | Licentia Gmbh | Kontaktstromrichter mit Schaltdrosseln |
-
1942
- 1942-05-29 CH CH228078D patent/CH228078A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1002070B (de) * | 1953-07-09 | 1957-02-07 | Licentia Gmbh | Kontaktstromrichter mit Schaltdrosseln |
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