Zur Vornahme von Iiörper-Vorlage-Übungen für Ski-Fahrer dienendes Gerät. Bekanntlich spielt beim Skifahren die Körperhaltung eine ganz wesentliche Rolle, und die Erfahrung hat gezeigt, dass beim Abfahren eine Vorlage des Körpers des Ski fahrers, bei welcher die Knie des Fahrers über die Schubspitzen vorstehen, die Unter schenkel also in bezug auf die Skier in einem spitzen Winkel 'stehen und der Oberkörper ungefähr parallel zu den Unterschenkeln des Fahrers verläuft, am zweckmässigsten ist. Eine solche Haltung stellt aber an die Be weglichkeit der Fussgelenke besonders hohe Anforderungen, und die Erfahrung hat ge zeigt, dass diese Beweglichkeit nur durch systematisches Training erreicht werden kann.
Diesem Zwecke soll die vorliegende Er findung dienen. Diese bezieht sich auf ein zur Vornahme von Körpervorlageübungen für Skifahrer dienendes Gerät. Erfindungs gemäss kennzeichnet sich dasselbe durch eine Grundplatte, an welcher ein verstell- und feststellbares Anschlagorgan für die Schuh absätze und ein im Gebrauchszustand recht- winklig von ihr abstehendes Anschlagbrett für die Knie des Übenden angeordnet sind.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein-Aus- führungsbeispiel des Erfindungsgegenstan des dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht des in Ge brauchszustand befindlichen Gerätes, Fig. 2 einen Grundriss hiervon, Fig. 3 eine Seitenansicht des Gerätes in zusammengelegtem Zustande, Fig. 4 und 5 eine Detailvariante in Sei tenansicht und Draufsicht, Fig. 6 eine Seitenansicht des im Gebrau che befindlichen Gerätes,
und Fig. r die zweckmässige Körperhaltung eines Skifahrers bei der Abfahrt.
Mit 1 ist eine rechteckige Grundplatte be- zeichnet, mit der durch Scharnierband 2 das ebenfalls rechteckige Anschlagbrett 3 gelen kig verbunden ist. Grundplatte 1 und An schlagbrett 3 sind ausserdem durch beidseitig angeordnete, aus gelenkig miteinander- ver bundenen Streben 4, 4' bestehende Stütz organe gelenkig miteinander verbunden, und zwar wirken an den Streben 4, 4' in deren Strecklage Nase 4a und Anschlag 4b so zu sammen,
dass die Streben in der aus den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ersichtlichen Lage des Gerätes das Anschlagbrett 3 in der senkrechten Lage in bezug auf die Grund platte sichern. Die Grundplatte 1 besitzt an ihrem dem Anschlagbrett 3 abgekehrten Ende an ihren beiden Längsseiten zwei par allel zueinander verlaufende, in die Grund platte 1 eingelassene Schienen 5, die durch nicht näher dargestellte Mittel auf der Grundplatte 1 befestigt sind.
Die Schienen 5 sind mit zwei Reihen versetzt zueinander an geordneten Löchern 6 versehen, die mit ent sprechenden, in der Grundplatte vorgesehenen Löchern (aus der Zeichnung nicht ersicht lich) übereinstimmen, und die zur Aufnahme der Bolzen 7 dienen, die beiderends der aus einer Winkelschiene gebildeten Anschlag leiste 8 angeordnet sind.
Die Grundplatte 1 besitzt an ihrem dem Anschlagbrett 3 abgekehrten Ende an bei den Längsseiten je eine Öse 9, an denen je das eine Ende einer Schnur 10 befestigt ist, welche Schnüre anderen.ds mit je einem ring förmigen Handgriff 11 verbunden sind, der aus nachgiebigem Material, z. B. Gummi, be steht. Das Anschlagbrett 3 besitzt nahe sei nem obern Ende an beiden Längsseiten je einen Bolzen 12 (Fig. 1 und 3), die zum Ein hängen der Handgriffe 11 in zusammenge legtem Zustand (Fig. 3) des Gerätes dienen.
13 bezeichnet eine auf der Oberseite der Grundplatte 1 vorgesehene Skala, die zwi schen den Schienen 5 (Fig. 2) angeordnet ist.
Die Gebrauchsweise des beschriebenen Gerätes ist folgende: Angenommen, das Gerät befinde sich in der aus den Fig. 1 und 6 ersichtlichen Lage und man wolle damit Körpervorlageübungen ausführen, so betritt man die Grundplatte 1 und legt, wie aus Fig. 6 ersichtlich, das hin tere Ende der Schuhabsätze an den senkrecht stehenden Schenkel der winkelförmigen An schlagleiste 8 an erfasst hierauf mit den Hän den die Handgriffe 11 und bewegt den Kör per in die in Fig. 6 dargestellte Vorhaltelage,
in welcher die Unterschenkel des Übenden in einem spitzen Winkel in bezug auf die Grundplatte 1 verlaufen und der Oberkör per eine Haltung einnimmt, die ungefähr parallel zu den Unterschenkeln verläuft. Beim Üben finden die Knie an dem An schlagbrett 3 ihren Anschlag.
Die Vornahme der Übungen wird durch Spannen der Zugorgane 10 wesentlich er leichtert. Durch diese wird nicht nur ein Vornüberkippen des Körpers beim Üben ver hindert, sondern sie erleichtern das Herunter ziehen des Oberkörpers in die vorgeschrie bene Lage und das Entspannen der Bein muskeln. Indem die Handgriffe 11 der Zu- organe aus elastischem Naterial gebildet sind, besteht innerhalb gewisser Grenzen eine Nachgiebigkeit.
Durch Vornahme der beschriebenen Übun gen werden sowohl die Bein- und Hüft- muskeln, wie ganz besonders die Bänder der Fussgelenke gelockert, so dass der Übende nach und nach die Vorhaltelage verbessern und mühelos die in Fig. 7 dargestellte Kör perhaltung, die sich beim Abfahren als die zweckmässigste erwiesen hat, einnehmen kann.
Entsprechend den Fortschritten, die der Übende erzielt, ist es ihm möglich, die Knie immer weiter nach unten zu bewegen, und um dies zu ermöglichen, ist die An schlagleiste 8, wie beschrieben, verstell- und feststellbar auf der Grundplatte 1 angeord net; sie wird bei fortschreitendem Training entsprechend zurückgesteckt, damit die Knie des Übenden entsprechend tiefer am An schlagbrett 3 zum Anschlag kommen. Die auf der Oberseite der Grundplatte 1 vorge sehene Skala 13 ermöglicht, den Grad der vorgenommenen Verstellung und gleichzeitig auch den durch das Üben erzielten Fort schritt abzulesen.
Bei Nichtgebrauch des beschriebenen Ge rätes steckt man die Bolzen 7 der Anschlag leiste 8, wie aus Fig. 3 ersichtlich, in das hinterste Loch der Schienen 5, und zwar so, dass der nach oben stehende Schenkel der winkelförmigen Anschlagleiste 8 mit dem hintern Ende der Grundplatte 1 bündig ist.
Hierauf legt man das Anschlagbrett 3, wie aus Fig. 3 ersichtlich, gegen die Grundplatte 1 um, worauf man die Zugorgane 10 um den nach oben gerichteten Schenkel der Anschlag leiste 8 legt und die Handgriffe 11 an den Bolzen 12 anhängt. In diesem zusammen gelegtem Zustand beansprucht das beschrie bene Gerät sehr wenig Platz und kann über all bequem untergebracht werden.
Statt wie beschrieben die Handgriffe 11 aus elastischem Material zu fertigen, könn ten sie aus starrem Material bestehen und die Zugorgane mit einem federnden Zwi schenorgan, z. B. einer Schraubenfeder, ver sehen sein.
Wie in den Fig. 4 und 5 dargestellt, ist auch eine Ausführungsform denkbar, bei welcher die Schienen 5 statt mit Löchern zum Einstecken der an der Anschlagleiste 8 vor gesehenen Bolzen 7 mit Führungsschlitzen 13 versehen sind, in welchen an der An schlagleiste 8 vorgesehene, unten mit einem Kopf versehene Bolzen 14 geführt sind. Die obern Enden der Bolzen 14 sind mit Schrau bengewinde und Flügelmutter 15 versehen. Durch Anziehen der letzteren wird die An schlagleiste 8 an der Grundplatte 1 fixiert.
Das beschriebene Gerät ermöglicht auf bequeme Weise die Vornahme von Körper vorlageübungen zu Hause; es besitzt den Vorteil der Einfachheit, es ist in der Her stellung billig und beansprucht bei Nicht gebrauch wenig Platz.