CH228285A - Brennkraftturbinenanlage mit Gleichdruckverbrennung. - Google Patents

Brennkraftturbinenanlage mit Gleichdruckverbrennung.

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CH228285A
CH228285A CH228285DA CH228285A CH 228285 A CH228285 A CH 228285A CH 228285D A CH228285D A CH 228285DA CH 228285 A CH228285 A CH 228285A
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internal combustion
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Ag Maschinen Augsbur-Nuernberg
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Maschf Augsburg Nuernberg Ag
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Description


      Erennkraftturbinenanlage        mit        Gleichdruckverbrennung.       Bei Gasturbinen mit     Gleichdruckverbren-          nung    ist vielfach die Gasturbine mit dem zur  Beschaffung der Verbrennungsluft erforder  lichen Verdichter und der leistungsverbrau  chenden Arbeitsmaschine, z. B. dem elek  trischen Stromerzeuger gekuppelt. Diese An  ordnung hat den grossen     Vorteil    der Einfach  heit. Man benötigt für eine derartige Anlage  nur eine Turbine, einen Verdichter, eine  Brennkammer und einen     Wärmeaustauscher.     Bei Änderung der Belastung stellen sich  jedoch bei dieser Anordnung Nachteile ein.  Geht man z.

   B. mit der Belastung herunter,  dann muss weniger Brennstoff eingespritzt  werden. Da es nun zweckmässig ist, die Luft  überschusszahl möglichst bei allen Laststufen  gleich zu halten, muss man mit Verringerung  der Brennstoffmenge auch die Luftmenge  verringern. Dadurch wird man einerseits ge  zwungen, den Verdichter langsamer laufen  zu lassen, wenn man nicht die unwirtschaft  liche Drosselregelung -anwenden will. Mit  Rücksicht auf den elektrischen Stromerzeu-         ger    soll aber anderseits die Drehzahl bei  allen Belastungen gleich bleiben.  



  Es sind     nun    schon Anlagen bekannt ge  worden. bei .denen zur Vermeidung dieses  Nachteils zum Antrieb der Arbeitsmaschine  und des Verdichters je eine Gasturbine vor  gesehen ist. Bei dieser bekannten An-Ordnung  sind aber beide Gasturbinen in     Reihe    hinter  einander geschaltet. Um den Gesamtwir  kungsgrad zu erhöhen, ist dabei gewöhnlich  vor der zweiten Gasturbine noch eine beson  dere Brennkammer vorgesehen, in der zusätz  lich so viel Brennstoff verbrannt wird, dass  die Gastemperatur vor dem Eintritt in die  zweite Turbine genau so hoch ist' wie vor  der ersten Turbine. Diese Anordnung hat  aber wiederum bei grossen Anlagen den  Nachteil, dass die gesamte Gasmenge hinter  einander durch jede der beiden     Turbinen    strö  men muss.

   Da aber bei     Gasturbinenanlagen     die verarbeiteten Gasmengen infolge der  hohen Temperaturen und der verhältnis  mässig kleinen Drücke sehr gross sind, erhält      man sehr lange Turbinenschaufeln und da  mit grosse Abmessungen der Maschine.  Ausserdem lässt sich bei sehr langen Turbi  nenschaufeln     schlechter    ein günstiger Wir  kungsgrad verwirklichen als bei weniger  langen Schaufeln.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft eine       Gasturbinenanlage    mit zwei parallel geschal  teten Turbinen, von denen die eine den Ver  dichter und die andere die     Nutzarbeits-          maschine,    z. B. den elektrischen Stromerzeu  ger     ,;,a.ntreibt,    und mit je einer Brennkammer  für jede Turbine.

   Die Erfindung besteht  darin, dass zusätzlich zu der     Regelung    der  Brennstoffzufuhr für die beiden     Brennkam-          mern    durch einen mit der Arbeitsmaschine  verbundenen     Drehzahlregler    die Brennstoff  zufuhr für die     Brennkammer    des Verdichter  satzes in Abhängigkeit vom Luftdruck hin  ter dem Verdichter beeinflusst wird, z.

   B. in  der Weise, dass mit abnehmendem Luftdruck  die     Brennstoffmenge    für die     Brennkammer     des     Verdichtersatzes        wieder    etwas vergrössert  wird, aber nur so weit, dass die Gastempe  ratur hinter der     Brennkammer    die langsamer  laufende Turbine des     Verdichtersatzes    nicht       überbeansprucht.     



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel einer     Gasturbinena.nlage    nach der  Erfindung in schematischer Weise darge  stellt.  



  Die Anlage besteht aus zwei parallelen       Maschinensätzen.    Von den aus den     Brenn-          liammern    1 und 2 und den Gasturbinen 3  und 4 bestehenden Turbinensätzen treibt die  eine über die Kupplung 5 den Luftverdichter  6 und die andere über die Kupplung 7 die  Arbeitsmaschine 8, z. B. einen elektrischen  Stromerzeuger, an. Die durch den Luftein  tritt 9 angesaugte Luft strömt nach der Ver  dichtung über die Druckleitung 10 durch  den     Wärmeaustauscher    11 zu den     Brennkam-          mern    1 und 2. Der Brennstoff wird den  Brennkammern 1 und 2 durch die Brenner  12 und 13 zugeführt.

   Von den Kammern       treten:    die heissen Treibgase über die Leitun  gen 14 und 15 in die     Gasturbinen    3 und 4    ein und verlassen diese über die Ableitungen  16 und 17. Sie gelangen dann in den     Wärme-          austauscher    11, von dem aus sie durch die  Leitung 18 ins Freie treten.  



  Auf der Welle der Arbeitsmaschine 8 ist  ein Drehzahlregler 19 angeordnet, der über  ein Gestänge 20, 21 und 22? die Brennstoff  zufuhr zu den Brennern 12 und 13 regelt.  Zur zusätzlichen Regelung der Brennstoff  und Luftzufuhr zum Brenner 12 des     Ver-          dichtersatzes    dient ein vom Luftdruck in der  Leitung 10     bezw.    der Zweigleitung 23 ge  steuerter     Kontaktgeber    24, dessen Steuer  impulse auf elektrischem, hydraulischem  oder pneumatischem Weg an das Steuerorgan  25 der     Druclzluftzveigleitung    26 zur     Brenn-          kammer    1,

   an den     Leitapparat    27 des Ver  dichters 6 und an die     Brennstoffzufuhrrege-          lung    des Brenners 12 geleitet werden. Die  zusätzliche Regelung der Brennstoffzufuhr  zum Brenner 12 erfolgt vollkommen unab  hängig von der     Brennerregelung    durch den  Drehzahlregler 19 mit Hilfe des eingebauten  Zwischengliedes 2'8. Als     Kontaktgeber    24  kann irgendeine bekannte Ausbildungsart  Verwendung finden. Die Erfindung selbst  wird dadurch nicht berührt.    Geht. man mit der Belastung der Anlage  herunter, dann wird weniger Brennstoff ein  gespritzt. Die Gastemperatur sinkt infolge  dessen und die Turbinenleistung     -eht    zurück.

    Bei allen Anlagen, die zur elektrischen       Stromerzeugung    dienen und auch noch bei  vielen andern Arbeitsmaschinen muss aber  unabhängig von der Belastung die Drehzahl  gleich bleiben. Bei der Anlage nach der Er  findung wird nun die zum Antrieb der Ar  beitsmaschine 8     bezw.    des Stromerzeugers  dienende Gasturbine 4 auf gleichbleibende  Drehzahl geregelt. Die zum     Antrieb    des Ver  dichters 6 dienende Turbine 3, wird dagegen  anders geregelt. Die Brennstoffmenge beider  Brennkammern 1 und 2 wird von einem  Drehzahlregler 19 der     Nutzleistungsturbine    4  beeinflusst.

   Bei Verringerung der Brennstoff  zufuhr wird daher auch die Last der     Ver-          dichterturbine    3 ermässigt, so dass der Ver-      dichter 6 langsamer läuft und entsprechend  weniger Luft von geringerem Druck liefert.  Demzufolge nimmt die Leistung beider Tur  binen weiter ab, bis der Drehzahlregler 19  wieder etwas mehr Brennstoff gibt und den  neuen     Beharrungszustand    einstellt.  



  Um eine wirtschaftlich arbeitende Gas  turbinenanlage zu erhalten, ist es erforder  lich, dass alle Teile der Anlage möglichst voll  ausgenutzt werden. Die Gastemperaturen vor  den Turbinen sind im allgemeinen so bemes  sen, dass bei der höchsten Belastung die Tur  binenläufer noch eine genügende Dauerstand  festigkeit besitzen. Nun läuft bei kleinerer  Last der Verdichter 6 langsamer. Die Flieh  kraft und damit die Beanspruchung der  Schaufeln und der Turbinenscheibe wird da  mit geringer. Bei     Belassung    der Gastempe  ratur auf der der Höchstlast entsprechenden  Höhe wird also die zum Antrieb des Ver  dichters dienende Turbine nicht mehr voll  ausgenutzt.

   Um die volle Ausnutzung zu  erreichen, wird daher die Gasturbine 3 bei  kleinerer Drehzahl mit Gasen höherer Tem  peratur     beaufschlagt.    Bei der     beschriebenen     Anlage wird demzufolge der Brenner 12 für  die     Brennkammer    1 des     Verdichtersatzes    zu  sätzlich durch den Luftdruck hinter dem  Verdichter 6 beeinflusst, und zwar derart,  dass mit abnehmendem Luftdruck die Brenn  stoffmenge für die Brennkammer 1 des     Ver-          dichtersatzes    wieder etwas vergrössert wird,  aber nur so weit,

   dass die Gastemperatur  hinter der Brennkammer 1 die langsamer  laufende Turbine 3 des     Verdichtersatzes     nicht     überbeansprucht.    Da nun aber bei glei  cher Gas- und Luftmenge ein bestimmter  Luftdruck hinter dem Verdichter 6 einer  ganz bestimmten     Gastemperatur    vor der     Ver-          dichterturbine    3 entspricht, kann man natür  lich die     Gastemperatur    vor der Verdichter  turbine 3, nicht beliebig erhöhen.

   Es ist daher  mit der zusätzlichen Regelung der Brenn  stoffmenge für die Brennkammer 1 des     Ver-          dichtersatzes    ein Regelorgan 25 gekuppelt,  welches die Luftmenge auf die beiden     Brenn-          kammern    verteilt, und zwar derart, dass die       Brennkammer    1 des     Verdichtersatzes    weniger    Luft erhält. Die Brennkammer 2 der Nutz  leistungsturbine 4     bekommt    daher mehr Luft  als in dem Fall, in dem kein Regelorgan vor  handen ist.

   Dies bewirkt jedoch wieder ein  Ansteigen der Drehzahl der     Nutzleistungs-          turbine    4     und    der vom Drehzahlregler 19     be-          einflusste    Brenner 13 der Brennkammer 2  der     Nutzleistungsturbine    4 wird noch weni  ger Brennstoff geben, wodurch die     Luftüber-          schusszahl    in unerwünschter Weise zunehmen       wird.    Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird  der Leitapparat 27 vor der 1. Stufe des Ver  dichters verstellbar ausgeführt, so dass durch  Verdrehung der     Leitschaufeln    die Luftmenge  weiter verringert werden kann.

   Die Verklei  nerung der Luftmenge kann selbstverständ  lich auch durch Umführung eines Teils der  verdichteten Luft in die Saugleitung oder  durch irgendeine andere Regelungsart vorge  nommen werden. Durch     das    Regelorgan 25 in  der Luftleitung zu der Brennkammer 1 wird  die so verringerte Luftmenge auf beide  Brennkammern     nun    derart     verteilt,    dass die  Brennkammer 2 der     Nutzleistungsturbine    4  nur die Luft erhält, die sie ohne die Rege  lung durch den Leitapparat 27 erhalten  würde. Die durch die     Leitapparateregelung     zusätzlich verringerte Luftmenge wirkt sich  also nur bei der Brennkammer 1 für die       Verdichterturbine    3 aus.

   Auf diese Weise  lässt sich eine wirtschaftlich ausserordentlich  günstige Regelung der     Gasturbinenanlage     erreichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Brennkraftturbinenanlage mit Gleich- druckverbrennung mit zwei parallel geschal teten Turbinen, von denen die eine den Luft verdichter und die andere die Arbeits- maschine antreibt und mit je einer Brenn- kammer für jede Turbine, dadurch gekenn zeichnet, dass zusätzlioh zu der Regelung der Brennstoffzufuhr für die beiden Brennkam- mern (1 und 2)
    durch einen mit der Arbeits maschine (8<B>)</B> verbundenen Drehzahlregler (19) die Brennstoffzufuhr für die Brennkam- mer (1) des Verdichtersatzes in Abhängig keit vom Luftdruck hinter dem Verdichter beeinflusst wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Brennkraftturbinenanlage nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Lufteintritt in den Verdichter (6) und der Lufteintritt in die Brennkammer (1) des Verdichtersatzes in Abhängigkeit vom Luft druck hinter dem Verdichter (6) geregelt wird.
    z. Brennkraftturbinenanlage nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Brennstoff und Luftmenge für die Verdich- terturbine (3) so geregelt werden, dass mit abnehmender Drehzahl des Verdiohtersatzes die Temperatur der Gase an der Verdichter turbine (3) so weit erhöht wird, dass das Ver hältnis von zulässiger Beanspruchung zu der durch die Fliehkräfte bedingten Beanspru chung über mindestens einen Teil des Be lastungsbereiches gleich bleibt.
    3. Brennkraftturbinenanlage nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass bei abnehmender Belastung die Turbine (4) für die Arbeitsmaschine (8) eine um so viel verkleinerte Luftmenge er hält, wie der Drehzahländerung der Verdich- terturbine (3) entspricht, und dass die durch die zusätzliche Regelung des Verdichters (6) bedingte weitere Verringerung der Luft menge sich nur auf die Verdichterturbine (3) auswirkt.
CH228285D 1941-06-26 1942-03-10 Brennkraftturbinenanlage mit Gleichdruckverbrennung. CH228285A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3032989A (en) * 1957-11-14 1962-05-08 Saurer Ag Adolph Gas turbine power plant

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US3032989A (en) * 1957-11-14 1962-05-08 Saurer Ag Adolph Gas turbine power plant

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