Elektrische Steuerungseinrichtung. Die Erfindung betrifft eine elektrische Steuerungseinrichtung mit mindestens einem Steuerdraht, an dessen einem Ende ein Sen der und an dessen anderem Ende ein Emp fänger, die beide eine in eine von einer Mehrzahl Stellungen versetzbare Schaltein richtung besitzen, vorhanden ist, welche sich gegenüber bisher bekannt gewordenen Steue rungseinrichtungen für gewisse Zwecke, wie beispielsweise Wählereinstellung oder Fern steuerung, dadurch unterscheidet, dass jede Schalteinrichtung je nach ihrer Stellung eine von einer Reihe verschiedener Gleichstrom spannungen an das ihr nähere Ende des Steuerdrahtes legt, und dass die Steuerung des Empfängers derart erfolgt,
dass nach Ein stellung der Senderschalteinrichtung die Emp- fängerschalteinrichtung so lange verstellt wird, bis zwischen den Steuerdrahtenden eine vorbestimmte minimale Gleichspannungs- differenz vorbestimmter Polarität auftritt, auf welche eine im Steuerdraht eingeschal tete Detektorvorrichtung anspricht. Diese Steuerungseinrichtung kann auf verschiedene Arten angewendet werden, von denen einige als Ausführungsbeispiele derEr- findung nachstehend beschrieben sind.
Diese Ausführungsbeispiele sind in der beiliegenden Zeichnung schematisch darge stellt. In dieser Zeichnung-dient das in Fig. 1 gezeigte Prinzipschema zur Er läuterung der Arbeitsweise, während die Fig. 2 eine praktische Anwendung der in der Fig. 1 gezeigten Anordnung zum Zwecke der Wählereinstellung in einer auto matischen Telephonanlage und die Fig. 3 die Anwendung der Erfindung in einer Fernsteuerungsanlage zeigt.
In der Fig. 1 ist mit A eine zu einem Sender gehörende elektrisch gesteuerte Schalt- einrichtung mit verschiedenen möglichen Schaltstellungen, beispielsweise ein Wahl schalter mit Schaltarmen, die Bankkontakte bestreichen oder eine Relaisgruppe oder eine Schalteinrichtung mit Kontakten von Trenn schaltern usw. bezeichnet. Diese Einrichtung befindet sich an einem Ende eines Steuer drahtes c und soll zum Empfangen und Auf zeichnen von irgendwelchen elektrischen An gaben (zum Beispiel Stromimpulsen) und mechanischen Angaben (Schalterstellungen) dienen, die zum Zwecke von deren Feststel lung nach dem andern Ende des Steuer drahtes c übermittelt werden sollen.
Mit B ist in dieser Figur eine zu einem Empfänger gehörende Schalteinrichtung be zeichnet, die gleicher Art sein kann wie die Einrichtung A und unter der Steuerung durch eine Detektorvorrichtung, welche im Steuerdraht liegt, eine Anzahl unabhängiger Kontakte absucht.
Zur Vereinfachung soll angenommen wer den, dass die Einrichtungen A und B, wie dargestellt, aus Wahlschaltern mit Schalt armen bestehen, die eine einfache Dreh bewegung ausführen. In diesen Wahlschal tern dreht der Schaltarm b über eine Kon- taktbankreihe a.
An die einzelnen Bankkontakte des Schalters A sind verschiedene Gleichspan nungen angelegt. In der Fig. 1 besteht die Spannungsquelle aus einer Bleibatterie mit einer Anzahl Zellen, die je mit einem Bank kontakt verbunden sind, so dass zwischen zwei benachbarten Bankkontakten eine Span nungsdifferenz von zirka zwei Volt besteht. An Stelle einer Batterie kann natürlich auch irgendeine andere Gleichspannungsquelle verwendet werden und natürlich kann die Spannungsdifferenz zwischen den benach barten Bankkontakten auch einen andern Wert besitzen.
Die Bankkontakte des Schalters B wei sen ebenfalls verschiedene Gleichspannungs- potentiale auf. Aus Gründen der Verein fachung sind diese Bankkontakte mit der gleichen Gleichspannungsquelle verbunden wie die Bankkontakte des Schalters A. Es ist jedoch ohne weiteres ersichtlich, dass für jeden Schalter besondere Spannungsquellen verwendet werden können, vorausgesetzt da.ss mindestens eine gemeinsame Verbindung zwi schen den zwei Spannungsquellen vorhanden ist (siehe zum Beispiel Fig. 3).
Diese Steuerungseinrichtung enthält fer ner eine Detektorvorriehtung, die im Steuer draht eingeschaltet ist. Diese Vorrichtung ist derart ausgebildet, dass sie lediglich dann zur Wirkung gelangt, falls eine zum voraus be stimmte minimale Spannungsdifferenz von zum voraus bestimmten Vorzeichen (Plus oder Minus) zwischen den beiden Enden des Drahtes e besteht.
Die Einrichtung nach Fig. 1 arbeitet wie folgt: Es sei abgenommen, dass der Schaltarm des Sehalters A als Folge einer empfangenen Angabe nach der in der Fig. 1 gezeigten Stellung gebracht worden sei, so dass an den Draht c an diesem Ende eine gewisse Span nung angelegt ist. Nach dem Empfang die ser Angabe schliesst der Sehalter A unter der Steuerung durch den Detektor D einen Strom kreis für den nicht dargestellten Schalt magneten des Schalters B, welcher seinen Schaltarm zu drehen beginnt und damit an den Steuerdraht am andern Ende bei jedem Schritt eine andere Gleichspannung anlegt.
Wenn der Schaltarm des Schalters B eine Stellung erreicht, in t;-eleher zwischen den beiden Enden eine zum voraus bestimmte minimale Spannungsdifferenz p von zum voraus bestimmten Vorzeichen besteht, spricht der Detektor an und öffnet den Stromkreis des Schaltmagneten des Schal ters B, welcher stillgesetzt wird. Die vom Schaltarm des Schalters B eingenommene Stellung (die in Fig. 1 gestrichelt gezeigt ist) dient zur Feststellung der vom Schal ter A empfangenen Angabe.
Die Fig. \? zeigt die praktische Anwen dung der Anordnung nach Fig. 1 auf eine Fernmeldeanlage, wobei die Fig. \? lediglich ,jene Teile zeigt, die zum Verständnis der Er findung unerlässlich sind.
Diese Anwendung befasst sich mit der Wahl in einer automatischen Telephonanlage und daher sind auch nur ,je Teile dieser An lage gezeigt, die während der eigentlichen Einstellung des Wählers S eine Rolle spie len, das heisst vom Augenblick an, da eine Ziffer als Stromstossreihe von einer R.egister- und Steuereinrichtung empfangen worden ist bis zum Augenblick, da der Wähler ent sprechend der empfangenen Ziffer eingestellt worden ist.
In der Anordnung nach Fig. 2 stellt der Markierschalter MS, von dem lediglich zwei Schaltarme<I>a</I> und<I>b</I> und die dazugehörenden Bankkontaktreihen dargestellt sind, eine Ziffernempfangsvorrichtung der Register- und Steuereinrichtung RS dar. RS ist hier der Steuersender und MS dessen Schaltein richtung. Die Kontakte dieser Bankreihen sind mit verschiedenen Anzapfpunkten eines Potentiometers P verbunden.
Zur Verein fachung der Darstellung sind lediglich die Verbindungen von fünf Kontakten gezeigt. Der Kontakt 1 der Bankreihe a ist mit der negativen Klemme des Potentiometers P ver bunden, der Kontakt 2 der Bankreihe a mit dem einen, eine Spannungsdifferenz von p gegenüber dieser Klemme aufweisenden An zapfpunkt usw., während der Kontakt 1 der Bankreihe b mit dem gleichen Punkt des Po tentiometers verbunden ist wie der Kontakt 2 der Bankreihe a, der Kontakt 2 der Bank reihe b mit dem gleichen Anzapfpunkt wie der Kontakt 3 der Bankreihe a usw.
Der Zweck der Verschiebung der Anschlüsse der Kontakte der Bankreihe b um einen Punkt gegenüber den Anschlüssen der entsprechen den Kontakte der Bankreihe a ist weiter unten erläutert.
Mit S ist ein Wähler bezeichnet, der die Schalteinrichtung des Empfängers darstellt und dessen Schaltarme nur eine einfache Be wegung, beispielsweise eine Drehbewegung, ausführen und schrittweise fortgeschaltet werden. In der Fig. 2 sind von diesem Wäh ler lediglich der Prüfschaltarm g und die ent sprechende Bankreihe sowie der Schritt- schaltmagnet SM gezeigt.
Die aufeinander folgenden Kontakte der Bankreihe g sind mit aufeinanderfolgenden Anzapfpunkten eines Potentiometers in einer Weise verbun den, die von der Spannungsdifferenz ab hängt, bei welcher der Detektor D anspre chen soll.
Falls die Spannungsdifferenz zwi schen zwei .aufeinanderfolgenden Anzapf- punkten eines jeden Potentiometers mit p be zeichnet wird und falls der Detektor D so ausgebildet ist, daB er auf eine minimale Spannungsdifferenz von -i- 2pVoltanspricht, dann muB der erste Bankkontakt der Bank reihe g, das heisst der Kontakt, über den der Empfang der Ziffer 1 durch den Markierer MS festgestellt wird,
auf der gleichen Span nung liegen wie der Kontakt 3 der Bank reihe<I>a</I> des Markierers <I>MS.</I> Die weiteren Kontakte der Bankreihe g des Wählers S sind mit schrittweise höheren Potentiometer-, spannungen verbunden. , Der in der Fig. 2 gezeigte Detektor D besteht aus einer Entladungsröhre L mit kalter Kathode, mehreren Gleichrichtern B1 bis R4, ,einem Widerstand r, einem Potentio- meter PI., einer Gleichstromquelle mit einer Spannung von 130 Volt und einem Trans formator T.
Die Entladungsröhre L ist von an sich bekannter Art und benötigt für die Ionisie- rung der zwischen den beiden Elektroden e1 und e2 liegenden Steuerstrecke eine Über schlagsspannung Yx und für die Ionisierung der Hauptentladungsstrecke zwischen der Anode und irgendeiner der Elektroden e1 und e2 eine bedeutend höhere Überschlags spannung Vy. Nach der Ionisierung der Steuerstrecke genügt jedoch eine Spannung Yz,
die wesentlich niedriger sein kann als die Spannung Vy, zur Aufrechterhaltung des Stromdurchganges in der Hauptstrecke.
Beim betrachteten Falle ist die Elektrode e2 mit der negativen Klemme des Potentio- meters P1 verbunden, während die Elektrode e1 an einer Spannung Yp liegt, die nied riger als die Überschlagsspannung Yx der Steuerstrecke ist. Die Steuerstrecke ist daher im Ruhezustand nicht ionisiert. Die Anode A ist über verschiedene Kontakte in Reihe mit der Wicklung des Relais Gtr mit der positiven Klemme des Potentiometers P1 ver bunden.
Die Primärwicklung P' des Transforma tors T liegt im Steuerdraht c-c. Die eine Seite dieser Wicklung ist dauernd mit dem Schaltarm g des Wählers S verbunden, wäh- rend die andere Seite über Gleichrichter R@, R, und Kontakte der Steuerrelais mit dem Schaltarm a oder b des Markierers 111'. ver bunden ist. Der Zweck der mit dieser Wick lung verbundenen Gleichrichter wird weiter unten erläutert.
Die Sekundärwicklung S' des Transformators T ist über den Widerstand r mit der Steuerelektrode e1 verbunden. Der Transformator ist ein Aufwärtstransformator und so ausgebildet, dass das plötzliche Auf treten einer Spannungsdifferenz von -I- oder mehr Volt zwischen den Enden des Steuerdrahtes c, welche in der Primärwick lung des Transformators T einen Stromfluss in Richtung des ausgezogen gezeichneten Pfeils bewirkt, in der Sekundärwiclzlung eine Spannungswelle erzeugt,
deren Span nung zur Spannung Yp hinzukommt, wobei die resultierende Gesamtspannung genügend gross ausfällt, um den Überschlag zwischen e, und e-. und die Ionisierung in der Steuer strecke zu bewirken.
Die in der Fig. \? gezeigte Steuerrelais gruppe, deren Aufgabe weiter unten be schrieben ist, bildet einen Teil der Register- und Steuereinrichtung RS.
Die Anordnung nach Fig. ? arbeitet wie folgt: Nach der Einstellung des Ziffernemp- fangsscha.lters JIS auf eine einer empfange nen Ziffernimpulsreihe entsprechenden Stel lung, wird in der Register- und Steue rein- riehtung RS durch einen nicht gezeigten Kontakt ein Stromkreis für den Schalt magneten s,1l des Wählers S geschlossen, der über Ruhekontakte der Relais<I>Ar,
</I> Cr und Gtr- nach Erde verläuft. Der Magnet ,11 arbeitet unter Mitwirkung seines Selbstunter brechers und dreht den Schaltarm g über die zugeordnete Bankkontaktreihe. Jedesma,l, wenn dieser Schaltarm auf einen Kontakt auftrifft, wird an eine Seite der Primär wicklung des Transformators T, deren andere Seite an einer durch die Stellung des Schal ters MS bestimmten Spannung liegt, eine bestimmte Spannung angelegt.
Wird angenommen, dass die Ziffer 4 über mittelt worden ist, dann steht der Sehall .- arm n des Markierers 111' auf dem Kontakt 4 und die Spailiiungsdifferenz zwischen den beiden Seiten der Priniäi =icklung des Trans formators T ändert wie folgt:
Wenn der Schaltarm g des Wählers den Kontakt 1 erreicht, ist diese Spannungsdif ferenz -,leieh <B>-p.</B> beim Kontakt ? gleich Null, beim Kontakt; 3 gleich -f- p und beim Kontakt 4 gleich -[- ?h.
Sobald also der Kontakt 4 erreicht wird, erfolgt die Ionisierung der Steuerstrecke der Röhre L, wie dies weiter oben erläutert wor den ist. Diese Tonisierung bewirkt unmittel bar die Ionisierung der Hauptstrecke der Röhre mid damit die Erregung des mit der :
Inode .1 verbundenen Relais Gtr. Dieses Relais öffnet den Stromkreis des Schalt magneten SJl, wodureb. der Wähler S still gesetzt wird, so dass seine Schaltarme auf den Kontakten 4 stehen bleiben.
Das Relais Gtr- erregt das Relais -Ir im Stromkreis: Erde, Arbeitskontakt des Relais Gtr, innerer rechter Ruhekontakt des Relais Dr, Wicklun- des Relais -Ir, Batterie.
Das Relais<I>-Ir</I> öffnet beim Ansprechen den Anodenstromkreis der Röhre L und diese erlischt völlig, da in diesem Augenblick auch die Spannungswelle in der Sekundärwicklung des Transformators T verschwunden ist. Das Relais Gtr wird aberregt.
In diesem Zeitpunkt ist somit die eigent liche Wählereinstellung beendet.
Es sollen nun nachstehend einige Merk male der --ezeigten Einrichtung beschrieben werden, durch die die Zuverlässigkeit von deren Arbeitsweise erhöht wird.
Es ist ersichtlich, dass, da der Detektor so -,ebildet Isl. dass er auf eine gegebene <B>,</B> tus., zn Spannungsdifferenz von gegebenen Vorzei chen anspricht, auch auf höhere Spannungs differenzen gleichen Vorzeichens ansprechen wird.
Daher erscheint es zweckmässig, vor der Durelifiihrung von weiteren Wä.hlerein- stellungen nacbztipi-iifcn, ob der Kontakt, auf dem der Schaltarm g des Wählers S still gesetzt worden ist, tatsächlich dem gewünsch ten Kontakt entspricht oder ob der Wähler , aus irgendeinem Grunde iiber diesen Kon- takt weggedreht worden ist,
das heisst einen oder mehrere zusätzliche Schritte ausgeführt hat.
Im betrachteten Falle würde beispiels weise, falls in dem am Kontakt 4 der Bank reihe g angeschlossenen Draht ein Unter bruch vorhanden wäre, der Schaltmagnet SDI weiterarbeiten und der Schaltarm g würde auf dem Kontakt 5 zum Stillstand gelangen, wobei dem Detektor eine Spannungsdifferenz von -i- 3p Volt angelegt würde, auf die der Detektor wie üblich ansprechen würde. Ein solcher Ablauf des Wählvorganges ist nicht zulässig, da er natürlich zu einer Falsch wahl führt.
Zum Zwecke der Nachprüfung, ob die vom Wähler S erreichte Stellung der ge wünschten Stellung entspricht, ist ein be sonderes Relais Br sowie im Markierer MS eine zusätzliche Bankreihe b vorgesehen.
Diese zusätzlichen Teile der Anordnung kommen wie folgt zur Wirkung: Es sei zuerst angenommen, dass der Wäh ler S seine Schaltarme auf den gewünschten Kontakt 4 eingestellt habe. Nach dem Er löschen der Röhre 2 und der Aberregung des Relais Gtr in der oben beschriebenen Weise bleibt das Relais<I>Ar</I> über seinen rechten Ar beitskontakt in Reihe zum Relais Br, das aufzieht, erregt.
Über die linken äussern Arbeitskontakte der Relais<I>Ar</I> und Br ist die Anode<I>A</I> wiederum mit dem Relais Gtr verbunden, während die Primärwicklung des Transformators<I>T</I> vom Schaltarm<I>a</I> auf den Schaltarm b des Markierers MS umgeschal tet ist und zwar über den linken innern Ar beitskontakt des Relais Br. Es ist ersicht lich, dass nun der Primärwicklung des Trans formators, da die Kontakte der Bankreihe b gegenüber denjenigen der Bankreihe a in bezug auf die Potentiometeranschlüsse um einen Kontakt versetzt sind, eine Spannung -f- p angelegt wird.
Der Detektor spricht auf diese Span nungsdifferenz nicht an.
Es sei nun als zweiter Fall angenommen, dass der am Kontakt 4 der Bankreihe g des Wählers S angeschlossene Draht unterbro- eben und der Schaltarm g somit auf dem Kontakt 5 zum Stillstand gekommen sei, was nicht richtig wäre.
Nach dem Er löschen der Röhre L und der Aberregung des Relais Gtr, ziehen die Relais<I>Ar</I> und Br in Reihe auf und die Primärwicklung des Trans formators T erhält somit eine Spannung -f- 2p, auf die der Detektor D wie beschrie ben anspricht und ein zweites Mal die Ioni- sierung der Röhre und die Erregung des Re lais Gtr bewirkt.
Das Relais Cr spricht nun über die Arbeitskontakte der Relais Br und Gtr an und öffnet nun seinerseits den Anodenstromkreis und löscht die Röhre. Das Relais Cr hält sich über seinen Arbeitskon takt und zeigt der Register- und Steuerein richtung an, dass die durchgeführte Wähler- einstellung zu einer Falschwahl geführt hat.
Zur Erläuterung eines weiteren Merk mals der Einrichtung sollen die Bedingungen betrachtet werden, von denen das richtige Arbeiten der Einrichtung abhängig ist, näm lich a) die Arbeitsbedingungen für die Röhre L und b) die mögliche Änderung der Span nungsdifferenz zwischen den beiden Enden des Steuerdrahtes, das heisst zwischen dem Schaltarm g des Wählers S und dem Schalt arm a des Markierers MS.
<I>a)</I> Die Röhre<I>L</I> kann durch Änderung der Spannung an den Steuerelektroden auf zwei verschiedene Arten ionisiert werden, nämlich 1. durch Erhöhung der Steuerspan nung e,e, gegen Erde, wodurch in der Steuerstrecke ein Überschlag und die Ionisie- rung derselben erfolgt, und 2. durch Umpo- lung der Steuerspannung gegen Erde, wo durch ein Überschlag in der Hauptstrecke oder der Steuerstrecke und deren Ionisierung erfolgen kann. Beispielsweise kann die Über schlagsspannung für die Steuerstrecke gleich 70 Volt sein und diejenige für die Haupt strecke gleich<B>175</B> Volt.
b) Die maximale Spannungsdifferenz zwi schen den Schaltarmen g und a hängt von der Anzahl der zu empfangenden und zu sendenden Angaben ab. Im betrachteten Falle können zehn verschiedene Ziffern emp fangen werden. Beim Empfang der Ziffer "0" wird der Schaltarm a auf den Kontakt 10 eingestellt und wenn hierauf der Schalt arm g auf dem Kontakt 1 anlangt, ist. zwi schen den Schaltarmen g und a eine maxi male Spannungsdifferenz von -- 8p Volt vor handen. Die maximale positive Spannungs differenz wird normalerweise -I- 2p Volt nicht übersteigen, da der Detektor so ausgebildet ist, dass er bei dieser Spannungsdifferenz an spricht.
An Hand der obigen Betrachtung soll nun der Zweck der in der Fig. 2 vorhandenen Gleichrichteranordnung beschrieben werden.
Es sei dazu angenommen, dass die Zif fer "0" empfangen worden sei und dass der Schaltarm g auf dem Kontakt 1. angelangt sei, so dass zwischen den Schaltarmen g und a eine Spannungsdifferenz von - 8p Volt vorhanden ist. Die Stromrichtung in der Pri märwicklung P' des Transformators T ist derjenigen, bei der die Röhre L normal ar beitet, entgegengesetzt, wie dies durch den gestrichelt gezeichneten Pfeil dargestellt ist. Dieser Strom kann gross genug sein, um in der Sekundärwicklung<B>S</B> des Transformators T eine Spannungswelle von solcher Richtung und Stärke zu induzieren, dass die Über- schlagsspannung der Hauptstrecke erreicht wird.
Um dies zu verhindern, sind die drei Gleichrichter B1, R2 und R3 vorgesehen.
Die beiden Gleichrichter<B>BI</B> und B2 sind in Reihe zur Primärwicklung des Transfor mators T derart angeordnet, da.ss der Arbeits strom des Detektors praktisch nicht beein flusst wird, während ein in umgekehrter Richtung fliessender Strom erheblich ge schwächt wird. Infolge des bei allen handels üblichen Gleichrichtern vorhandenen Rück stromes und infolge des durch die Kapazität der Gleichrichter bedingten Ausgleichsstro mes, wird trotzdem ein schwacher Strom in umgekehrter Richtung durch die Primär wicklung des Transformators T fliessen.
Die ser schwache Strom wird durch den im Nebensehluss zur Primärwicklung P' und dem Gleichrichter R2 liegenden Gleichrich ter R3 erheblich geschwächt. Im Vergleich zum Gleichrichter R2 setzt der Gleichrich- ter R3 jedem umgekehrten Strom einen sehr kleinen '\Viderstand entgegen, so dass in der Primärwicklung des Transformators T prak tisch kein Strom in umgekehrter Richtung fliessen kann.
Weiter ist ein Gleichrichter R4 vorgesehen, der für die durch den die Pri märwicklung in urngelzehrt;erRiclrtung durch fliessenden Strom in der Sekundärwicklung bewirkte Stromwelle einen niedrigen Wider stand liefert.
Bisher sind nur Ströme betrachtet -or den, die beim Auftreffen des Schaltarmes g auf einen Kontakt, die Pr-inrärwiclilung des Transformators T durchfliessen. Die in der Sekundärwicklung in einem solchen Falle auftretende Spannungs\velle soll als Schlie ssungswelle bezeichnet werden. Es ist ohne weiteres klar, dass eine Spannungswelle auch dann auftritt, wenn der Schaltarm g einen Kontakt verlässt. Diese \Welle soll als öff nungswehe bezeichnet werden: ihre Richtung ist derjenigen der Schliessungswelle ent gegengesetzt.
Die Öffnungswelle ist nur in Fällen von Bedeutung, in denen der Schaltarm g gegen über dem Schaltarm a eine hohe negative Spannung aufweist. Dies daher, weil diese besondere Offnungswelle, welche besonders stark sein kann, die gleiche Richtung besitzt wie die normale Arbeitswelle und daher die Ionisierung der Steuerstrecke bewirken kann, falls nicht Massnahmen dagegen getroffen wer den. Durch die oben. beschriebene Anordnung der Gleichrichter R, 13.;, I', wird eine solche Gefahr jedoch beseitigt.
Der Widerstand r dient zur Herabsetzung des Stromverbrauches in der Steuerstrecke, während das Potentiometer P1 zur Einstel lung der Empfindlichkeit der Anordnung dient, und zwar durch Anlegen einer gewis sen Vorspannung an die Steuerelektrode wäh rend des Ruhezustandes, so dass zur Ionisie- rung der Steuerstrecke nur eine bestimmte zusätzliche Spannung erforderlich ist.
Die Fig. 3 zeigt die Anwendung der Er findung in einer Anlage zur Fernsteuerung von Trennschaltern, und zwar zur Rückmel dung der Schalterstellung. Jedes Paar Trennschaltermeldekontakte, von denen eines gezeigt ist, ist mit der Bank reihe a eines Schrittschalters<B>81</B> verbunden.
Eine Änderung in der Schaltstellung eines Trennschalters bewirkt in an sich bekannter Weise in der Leitungseinrichtung A durch nicht gezeigte Mittel die Schliessung eines von Erde in der Einrichtung A über den Selbstunterbrecher und die Wicklung des Magneten des Schalters<B>81</B> verlaufenden Stromkreises, wodurch der Schalter seine Schaltarme so lange schrittweise weiterschal- tet bis der Schaltarm a einen durch eine an gelegte Erde markierten Bankkontakt findet.
Sobald dies der Fall ist, kommen nicht ge zeigte, mit dem Schaltarm a verbundene Schaltmittel zum Ansprechen, die den Fort schaltstromkreis öffnen, so dass der Schalter 8l seine Schaltarme in dieser Stellung an hält, wie dies durch die strichpunktiert (Ein) bezw. gestrichelt (Aus) gezeichneten Schalt arme angedeutet ist. Im dargestellten Bei spiel, bei dem der Trennschalterkontakt "AUS" an Erde liegt, würden somit die Schaltarme des Schalters S1 in der Stellung stehen bleiben. Wäre dagegen der Trenn schalterkontakt "EIN" geerdet, so würden die Schaltarme in Stellung 2 stehen bleiben.
Die Kontakte der Bankreihe b des Wäh lers S1 sind mit einem Potentiometer P1 ver drahtet. Durch den Schaltarm b wird eine Gleichspannung an den nach dem fernen Überwachungsraum führenden Signaldraht c angelegt.
Nach erfolgter Einstellung des Wählers S1 wird durch ebenfalls nicht gezeigte Mit tel, die in der Einrichtung A angeordnet sind, in an sich bekannter Weise ein Stromkreis für die Erregung des fernen Steuerschalters i S'2 geschlossen. Dieser Stromkreis verläuft von Erde über einen Ruhekontakt eines von einer Detektorvorrichtung D beherrschten Relais Gtr, über die Einrichtung<I>A,</I> den Selbstunterbrecher und die Wicklung des Magneten des Schalters S2, welcher nun seine Schaltarme schrittweise fortschaltet.
Die Kontakte der Bankreihe b des Schal ters S2 sind ebenfalls mit einem Potentio- meter verbunden, und zwar so, dass die Bank kontakte der Bankreihe b des Schalters S2 gegenüber den gleichbezeichneten Bankkon takten der Bankreihe b des Schalters <B>81</B> eine um 2p Volt höhere Spannung besitzen. Diese Spannungsdifferenz genügt, um die Detek- torvorrichtung D, welche im dargestellten Beispiel im Sender angeordnet ist, aber auch im Empfänger angeordnet werden könnte, zum Ansprechen zu bringen.
Der Detektor D arbeitet in genau glei cher Weise wie dies für die Fig. 2 beschrie ben worden ist. Zur Nachprüfung, ob die Schaltarme des Schalters S2 die richtige Stellung einnehmen, wird im Schalter S1 eine dritte Bankreihe benötigt. Diese dritte Bankreihe ist nicht gezeigt, da die Verdrah tung und die Arbeitsweise genau gleich ist, wie dies für die Anordnung der Fig. 2 be schrieben worden ist.
Wenn der Detektor D anspricht, wird das Relais Gtr erregt und setzt den Schalter S2 still. Über die Bankreihe a des Schalters S2 wird die Einschaltung der der Schaltstellung des Trennschalters entsprechende Signal lampe bewirkt.
Falls der Trennschalter eingeschaltet ist, dann befinden sich die Schaltarme der beiden Schalter<B>81</B> und 82 in der strichpunktiert ge zeichneten Stellung; so dass das Relais 8r im fernen Überwachungsraum erregt ist und sich über den rechten Arbeitskontakt hält, so dass die Signallampe "EIN" brennt.
Falls der Trennschalter abschaltet, wer den die Schaltarme der beiden Schalter S1 und S2 in die gestrichelt gezeichnete Stel lung gedreht, wodurch das Relais Sr kurz geschlossen wird, so dass -die Signallampe "AUS" eingeschaltet wird.
Es muss erwähnt werden, dass jener Teil der Anordnung nach Fig. 3, der sich auf die Einstellung der Schaltarme des Wählers S1 und die Einschaltung der Signallampen im fernen Überwachungsraum bezieht, nur ganz schematisch dargestellt ist, da diese Vor gänge als an sich bekannt vorausgesetzt wer den dürfen.