CH228351A - Elektrische Steuerungseinrichtung. - Google Patents

Elektrische Steuerungseinrichtung.

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CH228351A
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Description


  Elektrische Steuerungseinrichtung.    Die Erfindung betrifft eine elektrische  Steuerungseinrichtung mit mindestens einem  Steuerdraht, an dessen einem Ende ein Sen  der und an dessen anderem Ende ein Emp  fänger, die beide eine in eine von einer  Mehrzahl Stellungen versetzbare Schaltein  richtung besitzen, vorhanden ist, welche sich  gegenüber bisher bekannt gewordenen Steue  rungseinrichtungen für gewisse Zwecke, wie  beispielsweise Wählereinstellung oder Fern  steuerung, dadurch unterscheidet, dass jede  Schalteinrichtung je nach ihrer Stellung eine  von einer Reihe verschiedener Gleichstrom  spannungen an das ihr nähere Ende des  Steuerdrahtes legt, und dass die Steuerung  des Empfängers derart erfolgt,

       dass    nach Ein  stellung der     Senderschalteinrichtung    die     Emp-          fängerschalteinrichtung    so lange verstellt  wird, bis zwischen den Steuerdrahtenden eine  vorbestimmte minimale     Gleichspannungs-          differenz    vorbestimmter Polarität auftritt,  auf welche eine im Steuerdraht eingeschal  tete     Detektorvorrichtung    anspricht.    Diese Steuerungseinrichtung kann auf  verschiedene Arten angewendet werden, von  denen einige als Ausführungsbeispiele     derEr-          findung    nachstehend beschrieben sind.  



  Diese Ausführungsbeispiele sind in der  beiliegenden Zeichnung schematisch darge  stellt. In dieser Zeichnung-dient das  in     Fig.    1 gezeigte     Prinzipschema    zur Er  läuterung der Arbeitsweise, während  die     Fig.    2 eine praktische Anwendung  der in der     Fig.    1 gezeigten Anordnung zum  Zwecke der Wählereinstellung in einer auto  matischen     Telephonanlage    und  die     Fig.    3 die Anwendung der Erfindung  in einer Fernsteuerungsanlage zeigt.  



  In der     Fig.    1 ist mit A eine zu einem  Sender gehörende elektrisch gesteuerte     Schalt-          einrichtung    mit verschiedenen möglichen  Schaltstellungen, beispielsweise ein Wahl  schalter mit Schaltarmen, die Bankkontakte  bestreichen oder eine Relaisgruppe oder eine  Schalteinrichtung mit Kontakten von Trenn  schaltern usw. bezeichnet. Diese Einrichtung      befindet sich an einem Ende eines Steuer  drahtes c und soll zum Empfangen und Auf  zeichnen von irgendwelchen     elektrischen    An  gaben (zum     Beispiel    Stromimpulsen) und  mechanischen Angaben (Schalterstellungen)  dienen, die zum Zwecke von deren Feststel  lung nach dem andern Ende des Steuer  drahtes c übermittelt werden sollen.  



  Mit B ist in dieser Figur eine zu einem  Empfänger gehörende Schalteinrichtung be  zeichnet, die gleicher Art sein kann wie die  Einrichtung A und unter der Steuerung  durch eine     Detektorvorrichtung,    welche im  Steuerdraht liegt, eine Anzahl unabhängiger  Kontakte absucht.  



  Zur Vereinfachung soll angenommen wer  den, dass die Einrichtungen A und B, wie  dargestellt, aus Wahlschaltern mit Schalt  armen bestehen, die eine einfache Dreh  bewegung ausführen. In diesen Wahlschal  tern dreht der Schaltarm b über eine     Kon-          taktbankreihe    a.  



  An die einzelnen Bankkontakte des  Schalters A sind verschiedene Gleichspan  nungen angelegt. In der     Fig.    1 besteht die  Spannungsquelle aus einer Bleibatterie mit  einer Anzahl Zellen, die je mit einem Bank  kontakt verbunden sind, so dass zwischen  zwei benachbarten Bankkontakten eine Span  nungsdifferenz von zirka zwei Volt besteht.  An Stelle einer Batterie kann natürlich auch  irgendeine andere     Gleichspannungsquelle     verwendet werden und natürlich kann die  Spannungsdifferenz zwischen den benach  barten Bankkontakten auch einen andern  Wert besitzen.  



  Die Bankkontakte des Schalters B wei  sen ebenfalls verschiedene     Gleichspannungs-          potentiale    auf.     Aus    Gründen der Verein  fachung sind diese Bankkontakte mit der  gleichen     Gleichspannungsquelle    verbunden  wie die Bankkontakte des Schalters A. Es  ist jedoch ohne weiteres ersichtlich, dass für  jeden Schalter besondere Spannungsquellen  verwendet werden können, vorausgesetzt     da.ss     mindestens     eine    gemeinsame Verbindung zwi  schen den zwei Spannungsquellen vorhanden  ist (siehe zum Beispiel     Fig.    3).

      Diese     Steuerungseinrichtung    enthält fer  ner eine     Detektorvorriehtung,    die im Steuer  draht eingeschaltet ist. Diese Vorrichtung ist  derart ausgebildet, dass sie lediglich dann zur  Wirkung gelangt, falls eine zum voraus be  stimmte minimale Spannungsdifferenz von  zum voraus bestimmten Vorzeichen (Plus  oder Minus) zwischen den beiden Enden des  Drahtes     e        besteht.     



  Die     Einrichtung    nach     Fig.    1 arbeitet wie  folgt:  Es sei abgenommen, dass der Schaltarm  des Sehalters A als Folge einer empfangenen  Angabe nach der in der     Fig.    1 gezeigten  Stellung gebracht worden sei, so dass an den  Draht     c    an diesem Ende eine gewisse Span  nung angelegt ist. Nach dem Empfang die  ser Angabe schliesst der Sehalter A unter der  Steuerung durch den Detektor D einen Strom  kreis für den nicht dargestellten Schalt  magneten des Schalters B, welcher seinen  Schaltarm zu drehen beginnt und damit an  den     Steuerdraht    am andern Ende bei jedem  Schritt eine andere Gleichspannung anlegt.

    Wenn der Schaltarm des Schalters B eine  Stellung erreicht, in     t;-eleher    zwischen den  beiden Enden eine zum voraus bestimmte  minimale     Spannungsdifferenz        p    von zum  voraus     bestimmten    Vorzeichen besteht,  spricht der Detektor an und öffnet den  Stromkreis des Schaltmagneten des Schal  ters B,     welcher    stillgesetzt wird. Die vom  Schaltarm des Schalters B eingenommene  Stellung (die in     Fig.    1 gestrichelt gezeigt  ist) dient zur Feststellung der vom Schal  ter A empfangenen Angabe.  



  Die     Fig.    \? zeigt die praktische Anwen  dung der Anordnung nach     Fig.    1 auf eine  Fernmeldeanlage, wobei die     Fig.        \?    lediglich  ,jene Teile zeigt, die zum Verständnis der Er  findung unerlässlich sind.  



  Diese Anwendung befasst sich mit der  Wahl in einer automatischen     Telephonanlage     und daher sind auch nur ,je Teile dieser An  lage gezeigt, die während der eigentlichen  Einstellung des Wählers     S    eine Rolle spie  len, das heisst vom Augenblick an, da eine  Ziffer     als        Stromstossreihe    von einer R.egister-      und Steuereinrichtung empfangen worden  ist bis zum Augenblick, da der Wähler ent  sprechend der empfangenen Ziffer eingestellt  worden ist.  



  In der Anordnung nach     Fig.    2 stellt der       Markierschalter    MS, von dem lediglich zwei  Schaltarme<I>a</I> und<I>b</I> und die dazugehörenden       Bankkontaktreihen    dargestellt sind, eine       Ziffernempfangsvorrichtung    der     Register-          und    Steuereinrichtung     RS    dar.     RS    ist hier  der Steuersender und     MS    dessen Schaltein  richtung. Die Kontakte dieser Bankreihen  sind mit verschiedenen     Anzapfpunkten    eines       Potentiometers    P verbunden.

   Zur Verein  fachung der Darstellung sind lediglich die  Verbindungen von fünf Kontakten gezeigt.  Der Kontakt 1 der Bankreihe a ist mit der  negativen Klemme des     Potentiometers    P ver  bunden, der Kontakt 2 der Bankreihe a mit  dem einen, eine Spannungsdifferenz von p  gegenüber dieser Klemme aufweisenden An  zapfpunkt usw., während der Kontakt 1 der  Bankreihe b mit dem gleichen     Punkt    des Po  tentiometers verbunden ist wie der Kontakt  2 der Bankreihe a, der Kontakt 2 der Bank  reihe b mit dem gleichen     Anzapfpunkt    wie  der Kontakt 3 der Bankreihe     a    usw.

   Der  Zweck der Verschiebung der Anschlüsse der  Kontakte der Bankreihe b um einen Punkt  gegenüber den     Anschlüssen    der entsprechen  den Kontakte der Bankreihe a ist weiter  unten erläutert.  



  Mit     S    ist ein Wähler bezeichnet, der die  Schalteinrichtung des Empfängers darstellt  und dessen Schaltarme nur     eine    einfache Be  wegung, beispielsweise eine Drehbewegung,  ausführen und schrittweise     fortgeschaltet     werden. In der     Fig.    2 sind von diesem Wäh  ler lediglich der     Prüfschaltarm    g und die ent  sprechende Bankreihe sowie der     Schritt-          schaltmagnet        SM    gezeigt.

   Die aufeinander  folgenden Kontakte der Bankreihe g sind  mit aufeinanderfolgenden     Anzapfpunkten     eines     Potentiometers    in einer     Weise    verbun  den, die von der Spannungsdifferenz ab  hängt, bei welcher der Detektor D anspre  chen soll.

   Falls die Spannungsdifferenz zwi  schen zwei     .aufeinanderfolgenden    Anzapf-    punkten     eines    jeden     Potentiometers    mit p be  zeichnet wird und falls der Detektor D so  ausgebildet ist,     daB    er auf eine minimale  Spannungsdifferenz von     -i-        2pVoltanspricht,     dann     muB    der erste Bankkontakt der Bank  reihe g, das     heisst    der Kontakt, über den der  Empfang der Ziffer 1 durch den     Markierer     MS festgestellt wird,

   auf der gleichen Span  nung liegen wie der Kontakt 3 der Bank  reihe<I>a</I> des     Markierers   <I>MS.</I> Die weiteren  Kontakte der     Bankreihe    g des Wählers     S          sind    mit schrittweise höheren     Potentiometer-,          spannungen    verbunden. ,  Der in der     Fig.    2 gezeigte Detektor D  besteht aus einer Entladungsröhre L mit  kalter Kathode, mehreren Gleichrichtern     B1     bis R4, ,einem Widerstand r, einem     Potentio-          meter    PI., einer Gleichstromquelle mit einer  Spannung von 130 Volt     und    einem Trans  formator T.  



  Die Entladungsröhre L ist von an sich  bekannter Art und benötigt für die     Ionisie-          rung    der zwischen den beiden Elektroden e1  und e2 liegenden Steuerstrecke eine Über  schlagsspannung     Yx    und für die     Ionisierung     der     Hauptentladungsstrecke    zwischen der  Anode und     irgendeiner    der Elektroden     e1     und e2 eine bedeutend höhere Überschlags  spannung     Vy.    Nach der     Ionisierung    der  Steuerstrecke genügt jedoch eine     Spannung          Yz,

      die wesentlich niedriger sein kann als die  Spannung     Vy,    zur Aufrechterhaltung des  Stromdurchganges in der Hauptstrecke.  



  Beim betrachteten Falle ist die Elektrode  e2 mit der negativen Klemme des     Potentio-          meters        P1    verbunden, während die Elektrode       e1    an einer Spannung     Yp    liegt, die nied  riger als die     Überschlagsspannung        Yx    der  Steuerstrecke ist. Die Steuerstrecke ist daher  im Ruhezustand nicht ionisiert. Die Anode  A ist über verschiedene Kontakte in Reihe  mit der Wicklung des Relais     Gtr    mit der  positiven Klemme des     Potentiometers        P1    ver  bunden.  



  Die Primärwicklung P' des Transforma  tors T liegt im Steuerdraht     c-c.    Die eine  Seite dieser Wicklung ist dauernd mit dem  Schaltarm g des Wählers     S    verbunden, wäh-           rend    die andere Seite über Gleichrichter     R@,          R,    und Kontakte der Steuerrelais mit dem  Schaltarm     a    oder b des     Markierers        111'.    ver  bunden ist. Der Zweck der mit dieser Wick  lung verbundenen Gleichrichter wird weiter  unten erläutert.

   Die     Sekundärwicklung        S'    des  Transformators T ist über den Widerstand     r     mit der Steuerelektrode     e1        verbunden.    Der  Transformator ist ein Aufwärtstransformator  und so ausgebildet, dass das plötzliche Auf  treten einer Spannungsdifferenz von     -I-          oder    mehr Volt zwischen den Enden des  Steuerdrahtes c, welche in der Primärwick  lung des Transformators T einen     Stromfluss     in Richtung des ausgezogen     gezeichneten     Pfeils bewirkt, in der     Sekundärwiclzlung     eine Spannungswelle erzeugt,

   deren Span  nung zur Spannung     Yp    hinzukommt, wobei  die resultierende Gesamtspannung genügend  gross ausfällt, um den Überschlag zwischen  e, und     e-.    und die     Ionisierung    in der Steuer  strecke zu bewirken.  



  Die in der     Fig.        \?    gezeigte Steuerrelais  gruppe, deren Aufgabe weiter unten be  schrieben ist, bildet einen Teil der     Register-          und    Steuereinrichtung     RS.     



  Die Anordnung nach     Fig.    ? arbeitet wie  folgt:  Nach der Einstellung des     Ziffernemp-          fangsscha.lters        JIS    auf eine einer empfange  nen     Ziffernimpulsreihe        entsprechenden    Stel  lung, wird in der Register- und     Steue        rein-          riehtung        RS    durch einen nicht gezeigten  Kontakt ein Stromkreis für den Schalt  magneten     s,1l    des Wählers S     geschlossen,     der über Ruhekontakte der Relais<I>Ar,

  </I>     Cr     und     Gtr-    nach Erde verläuft. Der Magnet ,11  arbeitet unter Mitwirkung seines Selbstunter  brechers und dreht den Schaltarm g über die  zugeordnete     Bankkontaktreihe.        Jedesma,l,     wenn dieser Schaltarm auf einen Kontakt  auftrifft, wird an eine Seite der Primär  wicklung des Transformators T, deren andere  Seite an einer durch die Stellung des Schal  ters     MS    bestimmten Spannung liegt, eine  bestimmte Spannung angelegt.  



  Wird angenommen, dass die Ziffer 4 über  mittelt worden ist, dann steht der Sehall .-         arm        n    des     Markierers    111' auf dem Kontakt  4 und die     Spailiiungsdifferenz    zwischen den  beiden Seiten der     Priniäi  =icklung    des Trans  formators T ändert wie folgt:

    Wenn der Schaltarm     g    des Wählers den       Kontakt    1 erreicht, ist diese Spannungsdif  ferenz     -,leieh   <B>-p.</B>     beim    Kontakt ? gleich  Null, beim     Kontakt;    3     gleich        -f-        p    und beim  Kontakt 4 gleich     -[-        ?h.     



  Sobald also der Kontakt 4 erreicht wird,  erfolgt die     Ionisierung    der Steuerstrecke der  Röhre L,     wie    dies weiter oben erläutert wor  den ist. Diese     Tonisierung        bewirkt    unmittel  bar die     Ionisierung    der Hauptstrecke der  Röhre     mid    damit die Erregung des mit der       :

  Inode        .1    verbundenen Relais     Gtr.    Dieses  Relais öffnet den Stromkreis des Schalt  magneten     SJl,        wodureb.    der     Wähler        S    still  gesetzt wird, so dass seine Schaltarme auf  den Kontakten 4 stehen bleiben.  



  Das     Relais        Gtr-    erregt das Relais     -Ir    im  Stromkreis: Erde,     Arbeitskontakt    des Relais       Gtr,    innerer     rechter    Ruhekontakt des Relais       Dr,        Wicklun-    des Relais     -Ir,    Batterie.  



  Das Relais<I>-Ir</I> öffnet beim Ansprechen  den     Anodenstromkreis    der Röhre L und diese  erlischt völlig, da in diesem     Augenblick    auch  die     Spannungswelle    in der     Sekundärwicklung     des Transformators T     verschwunden    ist. Das  Relais     Gtr     wird     aberregt.     



  In     diesem    Zeitpunkt ist somit die eigent  liche Wählereinstellung beendet.  



  Es sollen nun     nachstehend    einige Merk  male der     --ezeigten    Einrichtung beschrieben  werden,     durch    die die     Zuverlässigkeit    von  deren     Arbeitsweise    erhöht     wird.     



  Es ist ersichtlich, dass, da der Detektor so       -,ebildet        Isl.    dass er     auf    eine gegebene  <B>,</B>     tus.,        zn     Spannungsdifferenz von gegebenen Vorzei  chen anspricht, auch auf höhere Spannungs  differenzen gleichen Vorzeichens     ansprechen     wird.

   Daher     erscheint    es zweckmässig, vor  der     Durelifiihrung    von     weiteren        Wä.hlerein-          stellungen        nacbztipi-iifcn,    ob der Kontakt,  auf dem der Schaltarm     g    des Wählers     S    still  gesetzt     worden    ist,     tatsächlich    dem gewünsch  ten Kontakt     entspricht    oder ob der Wähler ,  aus irgendeinem     Grunde        iiber    diesen Kon-           takt    weggedreht worden ist,

   das heisst einen  oder mehrere zusätzliche     Schritte    ausgeführt  hat.  



  Im betrachteten Falle würde beispiels  weise, falls in dem am Kontakt 4 der Bank  reihe g     angeschlossenen    Draht ein Unter  bruch vorhanden wäre, der Schaltmagnet     SDI     weiterarbeiten und der Schaltarm g würde  auf dem Kontakt 5 zum Stillstand gelangen,  wobei dem Detektor eine Spannungsdifferenz  von     -i-    3p Volt angelegt würde, auf die der  Detektor wie üblich ansprechen würde. Ein  solcher Ablauf     des        Wählvorganges    ist nicht  zulässig, da er natürlich zu einer Falsch  wahl führt.  



  Zum Zwecke der Nachprüfung, ob die  vom Wähler     S    erreichte Stellung der ge  wünschten     Stellung    entspricht,     ist    ein be  sonderes Relais     Br    sowie im     Markierer        MS     eine zusätzliche Bankreihe b vorgesehen.  



  Diese zusätzlichen Teile der Anordnung  kommen wie folgt zur Wirkung:  Es sei zuerst angenommen, dass der Wäh  ler     S    seine Schaltarme auf den     gewünschten     Kontakt 4     eingestellt    habe. Nach dem Er  löschen der Röhre 2 und der     Aberregung    des  Relais     Gtr    in der oben     beschriebenen    Weise  bleibt das Relais<I>Ar</I> über seinen rechten Ar  beitskontakt in Reihe zum Relais     Br,    das  aufzieht, erregt.

   Über die linken äussern  Arbeitskontakte der Relais<I>Ar</I> und     Br    ist  die Anode<I>A</I> wiederum mit dem Relais     Gtr     verbunden, während die Primärwicklung des  Transformators<I>T</I> vom Schaltarm<I>a</I> auf den  Schaltarm b des     Markierers        MS    umgeschal  tet ist und zwar über den linken innern Ar  beitskontakt des Relais     Br.    Es ist ersicht  lich, dass nun der Primärwicklung des Trans  formators, da die Kontakte der Bankreihe b  gegenüber denjenigen der Bankreihe a in  bezug auf die     Potentiometeranschlüsse    um  einen Kontakt versetzt sind, eine Spannung       -f-    p angelegt wird.  



  Der Detektor spricht auf diese Span  nungsdifferenz nicht an.  



  Es sei nun als zweiter Fall angenommen,  dass der am Kontakt 4 der Bankreihe g des  Wählers     S    angeschlossene Draht unterbro-    eben und der Schaltarm     g    somit auf dem  Kontakt 5 zum Stillstand gekommen sei,  was nicht richtig wäre.

   Nach dem Er  löschen der Röhre L und der     Aberregung    des  Relais     Gtr,    ziehen die Relais<I>Ar</I> und     Br    in  Reihe auf und die     Primärwicklung    des Trans  formators T erhält somit eine     Spannung          -f-    2p, auf die der Detektor D wie beschrie  ben anspricht und ein zweites Mal die     Ioni-          sierung    der Röhre und die Erregung des Re  lais     Gtr    bewirkt.

   Das Relais     Cr    spricht     nun     über die Arbeitskontakte der     Relais        Br    und       Gtr    an und öffnet     nun    seinerseits den  Anodenstromkreis     und    löscht die Röhre. Das  Relais     Cr    hält sich über seinen Arbeitskon  takt und zeigt der Register- und Steuerein  richtung an, dass die durchgeführte     Wähler-          einstellung    zu einer Falschwahl geführt hat.  



  Zur Erläuterung     eines    weiteren Merk  mals der Einrichtung sollen die Bedingungen  betrachtet werden, von denen das richtige  Arbeiten der     Einrichtung    abhängig ist, näm  lich a) die     Arbeitsbedingungen    für die Röhre  L und b) die mögliche     Änderung    der Span  nungsdifferenz zwischen den beiden Enden  des Steuerdrahtes, das heisst zwischen dem  Schaltarm g des Wählers     S    und dem Schalt  arm a des     Markierers        MS.     



  <I>a)</I> Die Röhre<I>L</I> kann durch     Änderung     der Spannung an den Steuerelektroden auf  zwei verschiedene Arten ionisiert werden,  nämlich 1. durch Erhöhung der Steuerspan  nung     e,e,    gegen Erde, wodurch in der  Steuerstrecke ein Überschlag und die     Ionisie-          rung    derselben erfolgt, und 2. durch     Umpo-          lung    der Steuerspannung gegen Erde, wo  durch ein Überschlag in der Hauptstrecke  oder der Steuerstrecke und deren     Ionisierung     erfolgen kann. Beispielsweise kann die Über  schlagsspannung für die Steuerstrecke gleich  70 Volt sein und diejenige für die Haupt  strecke gleich<B>175</B> Volt.  



  b) Die maximale     Spannungsdifferenz    zwi  schen den Schaltarmen g und     a    hängt von  der Anzahl der zu empfangenden und zu  sendenden Angaben ab. Im betrachteten  Falle können zehn verschiedene Ziffern emp  fangen werden. Beim Empfang der Ziffer      "0" wird der Schaltarm a auf den Kontakt  10 eingestellt und wenn hierauf der Schalt  arm g auf dem Kontakt 1 anlangt, ist. zwi  schen den Schaltarmen g und a eine maxi  male     Spannungsdifferenz    von     --    8p Volt vor  handen. Die maximale positive Spannungs  differenz wird normalerweise     -I-    2p Volt nicht  übersteigen, da der Detektor so ausgebildet  ist, dass er bei dieser Spannungsdifferenz an  spricht.  



  An Hand der obigen Betrachtung soll nun  der Zweck der in der     Fig.    2 vorhandenen       Gleichrichteranordnung        beschrieben    werden.  



  Es sei dazu angenommen, dass die Zif  fer "0" empfangen worden sei und dass der  Schaltarm g auf dem Kontakt 1. angelangt  sei, so dass zwischen den Schaltarmen g und  a eine Spannungsdifferenz von - 8p Volt  vorhanden     ist.    Die Stromrichtung in der Pri  märwicklung P' des Transformators T ist  derjenigen, bei der die Röhre L normal ar  beitet, entgegengesetzt, wie dies durch den  gestrichelt gezeichneten Pfeil dargestellt ist.  Dieser Strom kann gross genug sein, um in  der Sekundärwicklung<B>S</B> des Transformators  T eine Spannungswelle von solcher Richtung  und Stärke zu induzieren, dass die     Über-          schlagsspannung    der Hauptstrecke erreicht  wird.

   Um dies zu verhindern, sind die drei  Gleichrichter     B1,        R2    und     R3    vorgesehen.  



  Die beiden Gleichrichter<B>BI</B> und     B2    sind  in Reihe zur Primärwicklung des Transfor  mators T derart angeordnet,     da.ss    der Arbeits  strom des Detektors praktisch nicht beein  flusst wird, während ein in umgekehrter  Richtung fliessender Strom erheblich ge  schwächt wird. Infolge des bei allen handels  üblichen Gleichrichtern vorhandenen Rück  stromes und infolge des durch die Kapazität  der Gleichrichter bedingten Ausgleichsstro  mes, wird trotzdem ein schwacher Strom in  umgekehrter Richtung durch die Primär  wicklung des Transformators T fliessen.

   Die  ser schwache Strom wird durch den im       Nebensehluss    zur Primärwicklung P' und  dem     Gleichrichter        R2    liegenden Gleichrich  ter     R3    erheblich geschwächt. Im Vergleich  zum Gleichrichter     R2    setzt der Gleichrich-         ter        R3    jedem umgekehrten Strom einen sehr  kleinen     '\Viderstand    entgegen, so dass in     der     Primärwicklung des     Transformators    T prak  tisch kein Strom in umgekehrter Richtung  fliessen kann.

   Weiter ist ein     Gleichrichter        R4     vorgesehen, der für die durch den die Pri  märwicklung in     urngelzehrt;erRiclrtung    durch  fliessenden Strom in der Sekundärwicklung       bewirkte    Stromwelle einen niedrigen Wider  stand liefert.  



  Bisher sind     nur        Ströme        betrachtet     -or  den, die beim Auftreffen des Schaltarmes g  auf einen Kontakt, die     Pr-inrärwiclilung    des  Transformators T     durchfliessen.    Die in der  Sekundärwicklung in einem solchen Falle  auftretende     Spannungs\velle    soll als Schlie  ssungswelle     bezeichnet    werden. Es ist ohne  weiteres klar, dass eine     Spannungswelle    auch  dann auftritt, wenn der Schaltarm g einen  Kontakt verlässt. Diese     \Welle    soll als öff  nungswehe bezeichnet werden: ihre Richtung  ist derjenigen der Schliessungswelle ent  gegengesetzt.  



  Die     Öffnungswelle    ist nur in Fällen von  Bedeutung, in denen der Schaltarm g gegen  über dem     Schaltarm    a eine hohe negative  Spannung aufweist. Dies daher, weil diese  besondere     Offnungswelle,    welche     besonders     stark sein kann, die gleiche Richtung besitzt  wie die normale Arbeitswelle und daher die       Ionisierung    der Steuerstrecke bewirken kann,  falls nicht     Massnahmen    dagegen getroffen wer  den. Durch die oben. beschriebene Anordnung  der Gleichrichter     R,        13.;,        I',    wird eine solche  Gefahr jedoch beseitigt.  



  Der Widerstand     r    dient zur Herabsetzung  des Stromverbrauches in der     Steuerstrecke,     während das     Potentiometer        P1    zur Einstel  lung der Empfindlichkeit der Anordnung  dient, und zwar durch Anlegen einer gewis  sen     Vorspannung    an die Steuerelektrode wäh  rend des     Ruhezustandes,    so dass zur     Ionisie-          rung    der Steuerstrecke nur eine bestimmte  zusätzliche Spannung erforderlich ist.  



  Die     Fig.    3 zeigt die Anwendung der Er  findung in einer Anlage zur Fernsteuerung  von Trennschaltern, und zwar zur Rückmel  dung der Schalterstellung.      Jedes Paar     Trennschaltermeldekontakte,     von denen eines gezeigt ist, ist mit der Bank  reihe a eines Schrittschalters<B>81</B> verbunden.

    Eine Änderung in der Schaltstellung eines  Trennschalters bewirkt in an sich bekannter  Weise in der Leitungseinrichtung A durch  nicht gezeigte Mittel die Schliessung eines  von Erde in der Einrichtung A über den       Selbstunterbrecher    und die Wicklung des  Magneten des Schalters<B>81</B> verlaufenden  Stromkreises, wodurch der Schalter seine  Schaltarme so lange schrittweise     weiterschal-          tet        bis    der Schaltarm a einen durch eine an  gelegte Erde markierten Bankkontakt findet.

    Sobald dies der Fall ist, kommen nicht ge  zeigte, mit dem Schaltarm a verbundene  Schaltmittel zum Ansprechen, die den Fort  schaltstromkreis öffnen, so dass der Schalter       8l    seine Schaltarme in dieser Stellung an  hält, wie dies durch die strichpunktiert (Ein)       bezw.    gestrichelt (Aus) gezeichneten Schalt  arme angedeutet ist. Im dargestellten Bei  spiel, bei dem der     Trennschalterkontakt     "AUS" an Erde liegt, würden somit die  Schaltarme des Schalters     S1    in der Stellung  stehen bleiben. Wäre dagegen der Trenn  schalterkontakt "EIN" geerdet, so würden  die Schaltarme in Stellung 2 stehen bleiben.  



  Die Kontakte der Bankreihe b des Wäh  lers     S1    sind mit einem     Potentiometer        P1    ver  drahtet. Durch den Schaltarm b wird eine  Gleichspannung an den nach dem fernen  Überwachungsraum führenden Signaldraht c  angelegt.  



  Nach erfolgter Einstellung des Wählers       S1    wird durch ebenfalls nicht gezeigte Mit  tel, die in der Einrichtung A     angeordnet    sind,  in an sich bekannter Weise ein Stromkreis  für die Erregung des fernen Steuerschalters       i        S'2    geschlossen. Dieser Stromkreis verläuft  von Erde über einen Ruhekontakt eines von  einer     Detektorvorrichtung    D beherrschten  Relais     Gtr,    über die Einrichtung<I>A,</I> den       Selbstunterbrecher    und die Wicklung des  Magneten des Schalters     S2,    welcher nun seine  Schaltarme schrittweise     fortschaltet.     



  Die Kontakte der Bankreihe b des Schal  ters S2 sind ebenfalls mit einem Potentio-         meter    verbunden, und zwar so, dass die Bank  kontakte der     Bankreihe    b des Schalters     S2     gegenüber den gleichbezeichneten Bankkon  takten der Bankreihe b des     Schalters   <B>81</B> eine  um 2p Volt höhere Spannung besitzen. Diese  Spannungsdifferenz genügt, um die     Detek-          torvorrichtung    D, welche im dargestellten  Beispiel im Sender angeordnet ist, aber auch  im Empfänger angeordnet werden könnte,  zum Ansprechen zu bringen.  



  Der Detektor D arbeitet in genau glei  cher Weise wie dies für die     Fig.    2 beschrie  ben worden ist. Zur Nachprüfung, ob die  Schaltarme des Schalters     S2    die richtige  Stellung einnehmen, wird im Schalter     S1     eine dritte Bankreihe benötigt. Diese dritte  Bankreihe ist nicht gezeigt, da die Verdrah  tung und die Arbeitsweise genau gleich ist,  wie dies für die Anordnung der     Fig.    2 be  schrieben worden ist.  



  Wenn der Detektor D anspricht, wird das  Relais     Gtr    erregt und setzt den Schalter     S2     still. Über die Bankreihe a des Schalters     S2     wird die Einschaltung der der Schaltstellung  des Trennschalters entsprechende Signal  lampe bewirkt.  



  Falls der     Trennschalter    eingeschaltet ist,  dann     befinden    sich die Schaltarme der beiden  Schalter<B>81</B>     und    82 in der strichpunktiert ge  zeichneten Stellung; so dass das Relais     8r    im  fernen Überwachungsraum erregt ist und  sich über den rechten Arbeitskontakt hält,  so dass die Signallampe     "EIN"    brennt.  



  Falls der Trennschalter abschaltet, wer  den die Schaltarme der beiden Schalter     S1     und     S2    in die gestrichelt gezeichnete Stel  lung gedreht, wodurch das Relais     Sr    kurz  geschlossen wird, so dass -die Signallampe       "AUS"    eingeschaltet wird.  



  Es muss erwähnt werden, dass jener Teil  der Anordnung nach     Fig.    3, der sich auf die  Einstellung der Schaltarme des Wählers     S1     und die Einschaltung der Signallampen im  fernen Überwachungsraum bezieht, nur ganz  schematisch dargestellt ist, da diese Vor  gänge als an sich bekannt vorausgesetzt wer  den dürfen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Steuerungseinrichtung mit mindestens einem Steuerdraht, an dessen einem Ende ein Sender und an dessen anderem Ende ein Empfänger, die beide eine in eine von einer Mehrzahl Stellungen ver setzbare Schalteinrichtung besitzen, vorhan den ist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schalteinrichtung je nach ihrer Stellung eine von einer Reihe verschiedener Gleich stromspannungen an das ihr nähere Ende des Steuerdrahtes legt, und da,ss die Steuerung des Empfängers derart erfolgt, dass nach Ein stellung der Senderschalteinrichtung die Empfängerscha-lteinrichtung so lange verstellt wird,
    bis zwischen den Steuerdrahtenden eine vorbestimmte minimale Gleichspannungsdif- ferenz vorbestimmter Polarität auftritt, auf welche eine im Steuerdraht eingeschaltete Detektorvorrichtung anspricht. UNTERANSPRüCHE 1. Elektrische Steuerungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beide Schalteinrichtungen an eine gemein same Gleichspannungsquelle angeschlossen sind. 2. Elektrische Steuerungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schalteinrichtung eine eigene Gleich spannungsquelle besitzt. 3.
    Elektrische Steuerungseinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektorvorrichtung einen Transformator auiveist, dessen Primärwicklung in den Steuerdraht eingeschaltet ist, während die Sekundärwicklung dieses Transformators im Steuerstromkreis einer mit kalter Kathode arbeitenden Röhre liegt, dass ferner eine Kombination von mehreren nichtlinearen Wi derständen in die Stromkreise der beiden Wicklungen des Transformators eingefügt ist, das Ganze derart, da.ss nur dann,
    wenn eine Gleiehspannungsdifferenz einer vorbe stimmten Polarität der Primärwicklung an gelegt wird, die in der Sekundärwicklung er zeugte Stromwelle die Ionisierung der Röhre bewirkt. 4. Elektrische Steuerungseinrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Detektorvor- richtung, nachdem sie auf die Spannungsdif ferenz angesprochen hat, zur Prüfung ihrer eigenen Arbeitsweise veranlasst wird, wobei die Anordnung derart ist, dass falls die Detek- torvorriehtung auf eine Spannungsdifferenz angesprochen hat, die höher als die minimale Betriebsspannung der Röhre ist,
    durch Hin zufügen einer vorbestimmten Spannungsdif ferenz eine Anzeige gegeben wird.
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