CH228438A - Verfahren zur Herstellung eines Anstrichmittels. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Anstrichmittels.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Anstriehmittels. Gegenstand der Erfirndüng ist ein Ver fahren zur Herstellung eines Anstrichmittels, das als Bindemittel ein aus Kautschuk her- gestelltes Produkt enthält.
Kautschuk wird in der Farben- und Lack industrie in steigendem Masse gebraucht, zwar nicht alls :solcher, doch in modifizierter Form.. Da)s wichtib to Erzeugnis ist der Chlorkautschuk, während ogyd'erter Kmt- schuk weniger Anwendung findet.
Kautschuk ergibt in gelöster Form nach Verdunstung des, Lösemittels einen Film, dem, lacktechnisch betrachtet, wenig Bedeu tung zukommt.
Es wurde nun gefunden" dass ein Reak tionsprodukt: von gegebenenfalls plastifizier- tem, depolymedsierte,m Kautschuk, mit Polyearbonsäuren, die eine aktsvet Doppel- bindung enthalten, wie Maleinsäure oder deren;
AnhydTid, Akonitsäure, Itakonsäure usw., das anschliessend einer Veresterurng mit ,einem Polyalkohol, wie Glycerol, Sorbitol, Mannitol, Pentaerythrit, Polyglycerol oder einem :schon teilweise veresterten Poly- alkoh ol., unterworfen wurde, als:
Binde- mitte#l für Lacke und Farben verwendet wer ,den kann, das diesen ,sehr günstige Eigen schaften erteilt.
Die DepolymeTisierung des Kautschuks kann nach der in der Kautschukindustrie üblichen Weise, durch Walzen bis zur Errei- chung der gewünschten Konsistenz, oder durch .einen Zusatz von geeigneten Stoffen zu einer Kautschuklösung erfolgt sein.
Als s,olehe Stoffe kommen Metallverbindungen, wie die Kobaltverbindungen von Leinölfett- sä.ure, Harzsäure oder Naplhtensäure,,die. ent- sprechenden Blei-, Kupfer- oder Mangan- er -gen und Jergl ichen,
oder auch or- v -bindun ei ganische Peroxyde, wie Benzoylperosyd, in Betracht.
Dis Vere@sterung wird zweckmässig durch geführt in Gegenwart von einem oder mehre ren der nachfolgenden Stoffe: a) Pflanzliche oder tierische Fette oder Öle, insb.eeandere trocknende oder halbtrock nende Ö:le, wie Leinöl, Sojaöl, Holzöl, Oiti- eieaöl, Tran, Perillaöl, Synourynöl (dehydra- tiertes Rizinusöl) oder deren Standöle;
<I>b)</I> Fettsäuren der unter <I>a)</I> genannten Öle, somit Harzsäure (Kolophonium oder ansge:sehmolzenes Kopal) und T'a.llöl; e) Ausgangsstoffe zur Herstellung von Alkydha.rz oder modifizierte Alkydharze, zum Beispiel ein gemischtes Glycerid von Phtalsäure und Leinölfettsäure oder andere Fettsäuren oder Harzsäuren;
d) Kunstharze, die Ester enthalten, zum Beispiel ein, mit Harzester modifiziertes Phenolformnald@e-hydha@rz.
Die gebildeten Erzeugnisse zeigen laek- technise:h überrasehend gute Eigenschaften. Die Trocknung ist schnell, ohne Na.ch- klebung, die Filme sind hart und doch elastisch, und die W asserbeIständigkeit ist gross.
Die naehatehenden Beispiele, erläutern die Herst@e,ll;un,g der .erfindungsgemässe zu ver wendenden Bindlemittel sowie der Anstrich- mittel aus diesen.
Beispiele: 1. PlastifizieTter Kautschuk wird in Lackbenzin gelöst und mit 5 % Benzoyl- peroxyd und 20% Ma.leinsäureanhydrid (be rechnet auf die Kautschukmenge) während 24 Stunden auf 100 C erhitzt.. Danach wird ,die berechnete Menge, Glycerol zugegeben und unter Rühren weiter erhitzt biss das Lackbenzin destilliert.
So viel Lackbenzin wird abdestilliert bis der Rückstand, nach Abkühlung, eine Vislros.ität von 2 Poisen be sitzt. Nun wird' so vie!1, Titanwe:iss zugegeben, da.ss eine atreiehfähige Farbe entstehen kann und die Mischung in einer Kugelmühle ge mahlen.
Das Erzeugnis trocknet in ungefähr 30 Minuten zu einem nicht klebenden Film, .der eine gute Ad@häiion, Elastizität und Wasserbeständigkeit zeigt.
2. Ein Erzeugnis nach Beispiel 1 wird, bevor die Veresterung mit Glycerol : durch geführt wird, gemischt mit Leinöl tandöl in einem Verhältnis von einem Teil Kautäch nk auf 4 Teilen Leinölsta.ndöl. Anstatt Le_nöl- standöl. kann Synouryns:tandöl oder e-n Ge misch von Leinölstandöl mit Holzölata.ndöl gebraucht werden.
Nachdem das 0l zugesetzt ist, wird die Veresterung nach der in Beispiel 1 angegebe nen Weise durchgeführt, das heisst so vi:?l Lackbenzin wird abdestilliert bis der Rück stand nach Abkühlung die Iiou::'stenz eines normalen Lackes zeigt. Der Riickstand wird sikkativiert mit so viel Kobaltnaphtenat, dass, auf -die ni:chtflü;elrtige Substanz berechnet. 0,05 % Kobalimütall vorhanden ist..
Nun würden Pigmente zugegeben und: die Mi- schung gemahlen.
Die Erzeu-nisse trocknen innerhalb 6 Stunden zu einem Film, der nach abermals 6 Stunden klebefrei und hart ist und eine gute @@'aisserbü@tändigkeit zeigt.
3. Kautschuk wird. in Sol.ventnapht:a ge löst und nach @u@,abe von ein wenig Kobalt naphtena.t: während 6 Stunden auf 80 C er hitzt. Sodann -erden<B>30%</B> Akonitsä.uTe (be- m:ehnet auf den Kautschuk) zugesetzt und unter Rühren während 48 Stunden weiter auf 80 C erhitzt.
Danach -ibt man ein mit Leinöl modifizierter Kunstharz zu, das sieh aus i'0'@ö F.ettsäuregly cerid und<B>30%</B> Phtal- säurüglvcerid zusammensetzt. Die, Menge Alkydharz kann wechseln zwischen 2-6 Teilen auf 1 Teil Kautschuk.
Dass. Gemisch wird weiter verarbeitet wie in Beispiel 2 beschrieben.
Das Produkt er-ibt einen Film von hoher Elastizität und Z@Tass rbeständigheit. Die Wasserbeständigkeit und Härte- können noch erhöht werden durch Einbrennen des Filmes auf 11.0 C %vä,hrend einür Stunde. Die Elasti zität leidet nur wenig darunter.
Claims (1)
- PATEN TiiNSPRL CII Verfahren zur Herstellung eines An- strichmittels, dadurch gelzennzeiehnet, dass ma.n als Bindemittel ein Produkt verwendet, das erhalten wurde durch L msetzung von depol.ymerisiürtem Kautschuk mit Poly- carbo.nisäuren, die eine aktive Doppelbindung enthalten,.oder deren Anhy drillen und, Ver- esterung des entstandenen Produktes mit Polyalkoholen. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Binde mittel. verwendet., das: in Gegenwart von Fettsäuren vgrestert wurde. 2.Verfahren nach Patentanspruch, da dwrch gekennzeichnet, .dass' man ,ein Binde mittel verwendet, ,d;9 in Gegenwart von Harzsäuren verestert wurde. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, ,dass man ein Binde- mittel verwendet, das in Gegenwart von pflanzlichen Ölen, verestert wurde. 4.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass, man ein Binde mittel verwendet, das in Gegenwart von pflanzlichen Fetten veureetert wurde. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, @dass@ man ein Binde mittel verwendet, das in Gegenwart von tierischen Ölen verestert wurde. 6.Verfahren nach Patentanspruch, da: durch gekennzeichnet, dass man ein Binde- mittel verwendet, das in Gegenwart von tierischen Fetten verestert wurde. 7. Verfahren nach PatentanSpTuch, da durch gekennzeichnet, dass man. ein Binde- mittel verwendet, das in Gegenwart von I-larzesitern verestert wurde. B.Verfahren nach Patentanspruch, da- duirch gekennzeichnet, 4a3 man ein Binde mittel verwendet, das in der Weise erhalten wurde, @dass mau die Veres,terun.g mit einem schon teilweise veresterten Polyaalkohol durchführte. 9.Verfahren nach Patentanspruch, d'a- di_L,rch gekennzeichnet, dass man. ein Binde mittel verwendet, das in Gegenwart von Ausgangsstoffen zur Herstellung von Al- kydharz verestert wurde. 10. Verfahren nach Patentausspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Binde mittel verwendet, das: in Gegenwart von Alkydharz verestert wurde.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL877070X | 1940-11-18 | ||
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ID=32716485
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH228438D CH228438A (de) | 1940-11-18 | 1941-10-14 | Verfahren zur Herstellung eines Anstrichmittels. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH228438A (de) |
| NL (1) | NL52884C (de) |
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-
1941
- 1941-10-14 CH CH228438D patent/CH228438A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL52884C (de) |
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