CH228443A - Kunstharzpressmischung. - Google Patents

Kunstharzpressmischung.

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CH228443A
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L101/00Compositions of unspecified macromolecular compounds

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Description


      Kunstharzpressmischung.       Die     Kunstharzpressmischungen    und , dar  aus hergestellte geformte Körper bestehen  bekanntlich aus Kunstharzen und Füll  stoffen.  



  Unter den Kunstharzen spielen die     härt-          baren        Phenolformaldehydharze    eine hervor  ragende Rolle. Die Füllstoffe bestehen mei  stens aus Pulvern, Mehl, Flocken, Fasern,  Fäden oder flächenartigen Gebilden, wie Pa  pier oder Geweben. Beispiele hierfür sind  Mineralpulver, Erdfarben, Holzmehl, Asbest  fasern, pflanzliche und tierische Faserstoffe  als Flocken, Fäden, Papier- oder Gewebe  schnitzel u. a. m.  



  Die mechanischen, physikalischen     und     elektrischen Eigenschaften von     Pressteilen     aus solchen Mischungen sind je nach Art der  verwendeten Füllstoffe verschieden. Meist  lässt sich dabei eine günstige Eigenschaft nur  durch     Inkaufnahme    gewisser Nachteile er  zielen.

   So sind zum Beispiel die guten mecha-         nischen    Werte von     Pressteilen    aus     Kunst-          harzpressstoff    Typ S der Deutschen     Indu-          strie-Normen    7701 verbunden mit     Q,uellung     und Schrumpfung durch Feuchtigkeitsein  flüsse, also verschlechterter     Masshaltigkeit.     



  Bei Hartpapieren (das sind flächige Ge  bilde, welche dadurch erhalten werden, dass  man Papier mit     härtbarem    Kunstharz im  prägniert und eine Anzahl dieser Schichten       übereinanderlegt    und unter Druck und Hitze  presst, wobei das Kunstharz gehärtet wird),  die wegen ihrer elektrischen Eigenschaften  wertvoll sind, treten diese Feuchtigkeitsein  flüsse noch mehr hervor. Die Verwendung  mineralischer Füllstoffe hat zwar grosse  Wärmebeständigkeit, aber auch starken Ver  schleiss der     Pressformen    zur Folge, der durch  die Härte des Füllstoffes hervorgerufen wird.  



  Es besteht daher in der Technik ein Be  dürfnis,     Mischungen    zu verwenden, die im  gepressten Zustand möglichst viele Vorteile      der bisher bekannten Mischungen aufweisen,  ohne deren Nachteile zu besitzen.  



  Gemäss der Erfindung werden nun die  geschilderten Nachteile in weitgehendem  Umfang vermieden.  



  Die Erfindung betrifft eine     Pressstoff-          mischung,    welche Kunstharz, vorzugsweise  hartbares     Phenolformaldehydharz    und als  Füllstoff     Cellulosetriacetat    enthält.     Unter          Cellulosetriacetat    ist eine     hochacetylierte          Cellulose    zu verstehen, die sich durch gute  Löslichkeit in Chloroform auszeichnet.     Ace-          tylcellulosen    mit einem Gehalt von etwa       61,0-62,5,%    Essigsäure sind besonders ge  eignet.

   Ausserdem empfiehlt es sich, ein       Cellulosetriacetat    zu verwenden, das mög  lichst hochmolekular ist, d. h. dessen     1lole-          lül    möglichst wenig abgebaut ist. Ausserdem  kann ein     sogenanntes        Weichmachungsmittel          mitverwendet    werden.  



  Die     Acetyleellulose    kann in Form von  Flocken, Fasern, Fäden, Geweben, Folien  und daraus hergestellten Schnitzeln verwen  det werden. Für die technische Durchfüh  rung des Erfindungsgedankens ist besonders  die Tatsache beachtlich, dass     hochacetylierte          Cellulose    in Form von abgespielten     unbrenn-          baren    Kinofilmen und als Abfall von der  Herstellung solcher Filme in     bedeutenden     Mengen zur Verfügung steht.

   Allein die  nutzbringende Verwertung dieser abgespiel  ten Filme und der genannten Abfälle stellt  einen beachtlichen technischen Fortschritt  dar, denn es war bisher ein ungelöstes Pro  blem, diese Abfälle mit ihren     ausgesprochen     ungünstigen Löslichkeitseigenschaften zu ver-    werten.

   Als Füllstoff in     l#,unstharzpress-          massen    finden nun diese Abfälle eine her  vorragend     zweclzmä.ssige        Verwendung,    da. in  den     Pressmassen    die     guten    Eigenschaften der       acetylierten,        insbesondere    der     boehacetylier-          ten        Cellulose        ausgenutzt    werden. ohne dass  die     ungiinsti-en    Eigenschaften, insbesondere  schlechte     Löslichkeit,    störend     wirken.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCII Kunstharzpressmisehung, gekennzeichnet durch Cellulosetriaeetat als Füllstoff. UNTERANSPRÜCHE: 1. Kunstharzpressmischung nach Patent ansprueli, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunstharzanteil aus hartbarem Phenolfor- nialdeht-dharz besteht.. 2. Kunstharzpressmischung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Celluloseti@iacetat aus gebrauchten Kinofil men besteht.
    3. Nunstharzpressinisehung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Cellulosetriaeetat aus Filmabfällen besteht, welche bei der Heisstellung von Kinofilmen erhalten werden. 4. Kunsthai-zpi-essmischung nach Patent anspruch, gekennzeichnet durch einen zusätz lichen Gehalt an einem Weichmacher.
CH228443D 1941-02-08 1942-02-09 Kunstharzpressmischung. CH228443A (de)

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