CH228463A - Wärmemengenmesser für strömende Flüssigkeiten oder Gase. - Google Patents

Wärmemengenmesser für strömende Flüssigkeiten oder Gase.

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CH228463A
CH228463A CH228463DA CH228463A CH 228463 A CH228463 A CH 228463A CH 228463D A CH228463D A CH 228463DA CH 228463 A CH228463 A CH 228463A
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Constantin Brun Oscar
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Description


  



  Wärmemengenmesser   ffir      stromende    Flüssigkeiten oder Gase.



   Es   sind Warmemengenmesser für strö-    mende Flüssigkeiten oder Gase mit einer von einem abgezweigten Teilstrom durchströmten MeBanordnung bekannt, die einen Wärmefiihler enthält und deren Anzeige von der Zeit und der Temperatur abhängig ist. Diese bekannten Messer haben den Nachteil, dass sie insbesondere bei stark schwankender   Flüssigkeitsgeschwindigkeit,    wie sie in der Praxis, zum Beispiel bei Warmwasseranlagen, sehr häufig vorkommt, versagen, indem die   Flüssigkeitsgeschwindigkeit    und die Zapfdauer nicht richtig berücksichtigt werden.



  Dies hängt damit zusammen,   daB    die Temperaturverhältnisse in den   Anwärmungs-    und Abkühlungszeiträumen der Messanordnung nicht in genügendem Umfang   berück-    sichtigt sind. Zum Beispiel wird die MeBanordnung sehr schnell angewärmt und sehr langsam abgekühlt, wenn die MeBanordnung mehr oder weniger direkt an der Flüssigkeitsleitung angebracht ist, und dies führt dazu, dass eine längere und eine kürzere Zapfdauer ungefähr zum gleichen MeBergebnis führen.



   Dieser Nachteil ist bei dem   Wärmemen-    genmesser nach der Erfindung dadurch vermieden, daB ein zur Ubertragung der Wärme vom Teilstrom auf den Wärmefühler dienender Wärmespeicher vorgesehen ist, durch den der Wärmefühler   beeinflubt    wird, derart,   daB die Messzeit über die    Zapfdauer hinaus so erheblich verlängert wird, daB auch noch während der Abkühlungszeit eine wirksame Anzeige stattfindet, wobei die   Anwarmungs-und Abkiihlungs-    verhältnisse so gewählt sind, daB die Summe der Anzeigen während der Anwärmung und der Abkühlung sich nach MaBgabe der während der Anwärmung durch  strömten    Wärmemenge abspielt.



   Im folgenden sind drei   Ausführungsbei-    spiele des Erfindungsgegenstandes, die in der Zeichnung veranschaulicht sind, näher erläutert. Es zeigt :
Fig.   1    einen Längsschnitt nach der Linie I-I in Fig. 2 durch einen in eine HeiBwasserleitung oder dergleichen eingeschal-teten   Wärmemengenmesser,   
Fig. 2 denselben in Vorderansicht,
Fig. 3 eine etwas abgeänderte   Ausfüh-    rungsform in einem der   Linie-IIII    in Fig. 2 entsprechenden Schnitt und
Fig. 4 den gleichen Schnitt durch eine Ausführungsform eines elektrothermischen Messers.



   In den in der Zeichnung   veranschau-    lichten Ausführungsbeispielen des Wärmemengenmessers nach der Erfindung ist derselbe in Fig.   1    bis 3 wie ein   Verdampfungs-    messer ausgef hrt, wobei die vom Teilstrom durchströmte MeBanordnung an einem in die Rohrleitung eingeschalteten Venturirohr 1 befestigt ist. Letzteres ist an den Enden mit innerem bezw. äusserem   Rohrgewinde,    zwecks Verbindung desselben mit der Rohrleitung in der bei Rohranlagen üblichen Weise, und seitlich mit einem aus einem Stück mit demselben ausgeführten Flansch 2 versehen, der an den Ecken Löcher 3 zur Durchführung von gegen Wärmeleitung isolierenden Befestigungsbolzen   23    für die MeBanordnung aufweist.

   Im Flansch 2 ist eine zentrale, kreisrunde Vertiefung 4 vorgesehen, die durch Kanäle 5 und 6 mit dem Innern des Venturirohres vor und hinten der Verjüngung verbunden ist.



   Die MeBanordnung weist einen dem Flansch 2 entsprechenden Flansch 7 auf, der durch die Befestigungsbolzen 23 am Flansch 2 befestigt ist, welche Bolzen durch Löcher 8 im Flansch 7 und die bereits erwähnten Locher 3 im Flansch 2 geführt sind. Der Flansch 7 weist an der dem Flansch 2 zugekehrten Seite eine der Vertiefung 4 entsprechende, kreisrunde Vertiefung 9 auf.



  Zwischen den beiden Flanschen liegt, versenkt in den Vertiefungen derselben, eine wärmeisolierende Zwischenlage 10. In der Zwischenlage 10 sind Kanäle 11 und   1 : !    vorgesehen, die an der dem Venturirohr zugekehrten Seite in die Kanäle 5 und   6    des Venturirohres münden. An der andern Seite der Zwischenlage münden die Kanäle 11 und 12 in eine Kammer 13 des Messergehäuses   20,    so daB beim Durchströmen des Wassers durch die Rohrleitung und das Venturirohr, infolge des Druckunterschiedes zwischen den Mündungen der Kanäle 5 und   6,    von dem durch das Venturirohr verlaufenden Hauptstrom, ein Teilstrom abgezweigt wird, der durch den Kanal 5, den Kanal 11, die Kammer 13, den Kanal   12 und    den Kanal 6 zurück zum Venturirohr strömt.

   Das Messergehäuse   20    wird durch diesen Teilstromund zwar infolge der wärmeisolierenden Zwischenlage zwischen dem   Messergehäuse    und dem Venturirohr im wesentlichen nur durch diesen   Teilstrom-erwärmt    und dient als Wärmespeieher, der einen in das Messergehäuse eingesetzten Wärmefühler, und zwar einen   Verdampfungsbehälter    21 beeinflusst, so   da.    eine der   aufgespeicherten    Wärmemenge entsprechende Menge einer in dem erwärmten Behälter vorhandenen   meus-    fl ssigkeit verdampft. Vorzugsweise ist ein Dochtrohr oder ähnliehe Mittel im Wärmef hler enthalten, durch welche gewÏhrleistet wird, daB die Verdampfung von einem im wesentlichen konstanten Niveau aus erfolgt.

   Die Skala des Messers kann, wie in der Zeichnung angedeutet, linear oder im wesentlichen linear gestaltet sein.



   Im Prinzip können die Kanäle   11 und    12 in beliebiger Weise durch die   Zwischen-    lage 10 verlaufen. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, die   Vorriehtung,    wie in Fig.   1    und 3   gezeigt, derart auszufiiliren, daB    die Verbindungslinie zwischen den dem Ven  turirohr    zugekehrten Mündungen der Kanäle im wesentlichen rechtwinklig zur Ver  bindungslinie    zwischen den dem Messergehäuse zugekehrten Mündungen dieser Ka  näle ist.    Dies bewilkt nämlich, dass das Entstehen einer   Wasserzirkulation    durch den Wärmespeicher   20, wenn kein Warm-    wasser durch die betreffende Rohrleitung abgelassen wird, das bereits deshalb erschwert ist,

   weil das Kanalsystem durch die   MeBanordnung    ziemlich eng und einer Zir  kulation ziemlich ungünstig    ist, dadurch noch weiter erschwert wird, dass entweder die Öffnungen 5 und 6 oder die dem   Messer-    gehäuse zugekehrten Öffnungen der Kanäle 11 und 12 bei jedem in der Praxis vorkommenden Einbau des Messers in der gleichen waagrechten Ebene liegen werden, wodurch dem Entstehen von Wärmeströmungen im stillstehenden Wasser entgegengewirkt wird.



   Das in Fig. 3 gezeigte Ausführungsbeispiel des Wärmemengenmessers nach der Erfindung unterscheidet sich im wesentlichen von dem in Fig.   1    und 2 gezeigten Ausführungsbeispiel nur dadurch, dass, statt eines Wärmefühlers mit Verdampfung von einem im wesentlichen konstanten Niveau aus, ein Wärmefühler 22 ohne Docht zur Anwendung gelant. In diesem Falle verdampft die Mes  serflüssigkeit    von der sinkenden Oberfläche aus in dem als oben offener Glasbehälter ausgebildeten Wärmefühler.



   Der Flüssigkeitsstand des   Wärmefühlers    ist durch eine Durchsichtsöffnung 50 (Fig. 2) in der Ableseskala des Wärmemengenmessers sichtbar, da die   Flüssigkeitsniveaufläche    infolge der verschiedenen   Reflektierung    des Lichtes leicht erkennbar ist. Die Skala hat zwei verschiedene Einteilungen, die der Durchsichtöffnung entlang angebracht sind.



   In Fig. 4 besteht der Wärmefühler aus einer Reihe von Lötstellen einer im Wärmespeicher 20 angeordneten Thermobatterie. Im Wärmespeicher 20 ist ein in einem gewissen Temperaturbereich kontinuierlich schmelzendes Paraffin 15 eingefüllt und ausserdem ein Isolator 14 angeordnet, zum Zwecke, die Registrierdauer und die Wärmeaufspeicherung zu erhöhen, die besonders während des Schmelzvorganges, dessen Beginn vorzugsweise bei dem in der Praxis niedrigsten Temperaturwert des Warmwassers gewählt wird, infolge der hohen Schmelzwärme und spezifischen Wärme des Paraffins oder dergleichen besonders gross wird.



   Zum Zwecke, das   Wärmeausstrahlungs-    vermögen zu erhöhen, sind in allen in der Zeichnung gezeigten Ausführungsformen der Erfindung Kühlrippen 16 vorgesehen.



   Der Vorteil der   beschriebenen Wärme-      mengenmesser,    bei welchen der Wärmespeicher eine verhältnismässig grosse   Wärme-    kapazität sowie grosse durch die Luft abgekühlte Flächen aufweist und die aus dem Teilstrom entnommene Wärme auf den Wärmefühler überträgt, läBt sich   folgender-    massen erklären :

  
Wenn der Wasserstrom, dessen mitgeführte Wärmemenge gemessen werden soll, angelassen wird, so wird sich infolge der   gro-    ssen Wärmekapazität des als Wärmespeicher dienenden Messergehäuses erst nach Verlauf verhältnismässig langer Zeit ein   stationärar    Zustand einstellen, das heisst innerhalb einer normalen Zapfdauer wird die Temperatur des Wärmespeichers während des Ablassens fortwährend steigen, was wiederum zur Folge hat, dass die resultierende, im Wärmespeicher aufgespeicherte Wärmemenge mit der Zapfdauer zunimmt.



   Wird der Wasserstrom abgestellt, das heisst wenn das Ablassen eingestellt wird, so wird der   Warmespeicher.    nicht länger eine wesentliche Wärmemenge vom Wasserstrom empfangen, sondern nach und nach die   auf-    gespeicherte Wärme an die Umgebungen ausstrahlen. Da diese Wärmemenge von der Zapfdauer abhängig ist, wird die   resultie-    rende Wärmebeeinflussung des Wärmefühlers, das heisst das Integral der Temperatur des Wärmefühlers innerhalb des ganzen Zeitraumes, während dessen sie steigend oder abnehmend ist, von der Zapfdauer abhängig sein.



   Sollte das Ablassen sich über eine so lange Dauer erstrecken, dass ein stationärer Zustand eintritt, wird die Temperatur des Wärmespeichers, solange der stationäre Zustand   fortdauert,    von der   Strömungsgeschwin-      digkeit    des Wassers abhängig sein, und folglich wird die Wärmebeeinflussung, der der Wärmefühler innerhalb dieses Zeitintervalls ausgesetzt wird, sowohl von der Länge dieses Intervalls als von der   Strömungsgeschwindig-    keit des Wassers abhängen. 



   Ist die Wärmekapazität des WÏrmespeichers verhältnismässig gering, wird ein stationärer Zustand sich verhältnismässig schnell einstellen. Die während der Dauer des statio   nären Zustandes stattfindende Wärmebeein-    flussung des Wärmefühlers wird daher einen wesentlichen Teil der resultierenden Wärmebeeinflussung bilden, welch letztere somit sowohl von der Dauer des stationären Zustandes als von der   Strömungsgesehwindig-    keit des Wassers abhängig sein wird.



   Es mag bisweilen ein Vorteil sein, statt eines   Verdampfungsflüssigkeitsbehälters    mit innerem Dochtrohr und Docht, wie in Fig. 1, einen einfachen   Verdampfungsflüssigkeits-    behälter wie in Fig.   3    zu verwenden, wodurch der Vorteil erreicht wird, da¯ die   Flüssig-    keitsoberfläche, von welcher aus eine Verdampfung stattfindet, den Metallteilen des Messergehäuses nÏher kommt als bei einem   Verdampfungsflüssigkeitsbehälter    mit einem innern Dochtrohr, von welchem aus die Verdampfung erfolgt, wodurch die   Registrier-    trägheit herabgesetzt wird, was beim   lklessen    der von einem Wasserstrom mitgef hrten, durch einen Ablasshahn ausströmenden WÏrmemenge von besonderer Bedeutung ist,

   da die ZustÏnde in einem solchen Wasserstrom in der Regel ungleich sind, als zum Beispiel die Zustände in einem Heizkörper.



  Es ist indessen zu bedenken, da¯ Verdampfungsmesser mit einfachem   Verdampfungs-    flüssigkeitsbehälter in anderer Beziehung, namentlich bezüglich der Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Registrierung hinter   Ver-    dampfungsmessern mit Verdampfung von einem Dochtrohr oder dergleichen aus   zurüek-    stehen, weshalb letztere vorzuziehen sind, es sei denn, dass besondere Umstände das   Ent-      gegengesetzte    erwünscht machen.



   Statt eines Venturirohres können zur Bildung eines zum Bestreichen der   Messanord-    nung dienenden Teilstromes Mittel beliebiger anderer Art, beispielsweise ein Venturieinsatz, ein Venturiring oder eine   Normaldüse,    eine   Pitotrohranordnung,    ein geeignetes System von Leitschaufeln oder Leitblechen oder dergleichen zur Anwendung gelangen.



   Der   Wärmemengenmesser kann    ferner in beliebiger anderer Art ausgeführt sein. und der Wärmefühler braucht nicht unbedingt ein   Verdampfungsflüssigkeitsbehälter oder    eine elektrothermische Vorrichtung zu sein, von wesentlicher Bedeutung ist nur, dass ein zur ¯bertragung der WÏrme vom Teilstrom auf den Wärmefühler   dienender Wärmespei-    cher vorhanden ist, der den Wärmefühler derart beeinflusst, dass die Messzeit über die Zapfdauer hinaus so erheblich verlängert wird, da¯ auch noch während der Abküh  lungszeit    eine wirksame Anzeige stattfindet, wobei die   Amvärmungs-und Abkühlungsver-    hältnisse so   gewÏh@      :

   sind dass    die Summe der Anzeigen während der Anwärmung und der Abkühlung sieh nach Massgabe der während der Anwärmung durchströmten   Wärme-    menge abspielt. Es konnte beispielsweise ein    elektrisches System zur Anwendung gelan-    gen. das im WÏrmespeicher 20 eingebaut ist, bezw. einen Teil desselben bildet, und dessen variabler Widerstand, Strom oder Spannung in Verbindung mit der Dauer als ein Mass der vom   Flüssigkeitsstrom mitgefübrcen    Wärmemenge zur Anwendung gelangt, oder aber der Messer kann mechanischer Art sein.



   Fig. 5 dient zur   Klarstellung    des oben besehriebenen Prinzips bei nicht stationären    Temperaturzuständen in der Messanordnung.   



  In dieser Figur stellt die Ordinatenachse in der   Richtungvonuntennach    oben die Tem  peratur    T der Messanordnung   dar. während    die Abszissenachse in der Richtung von links nach rechts die Zeit t darstellt. Im Diagramm sind mit dicken vollgezogenen Linien ErwÏr  mungskurven    31 der Messanordnung beim   Abzapfen gleicher Literzahl    bei   versehiedenen    Geschwindigkeiten gezeichnet. während mit dünneren vollgezogenen Linien die entsprechenden Abk hlungskurven 32 gezeichnet sind, das heisst die Kurven, gemäss welchen die Temperatur der Messanordnung abnimmt, wenn das Zapfen unterbrochen wird.

   Die Kurven   32    sind genau gleich, das hei¯t sie können durch   Parallelversehiebung    in der Richtung der Abszissenachse zur Deckung gebracht werden. Diese Kurven sind   annähe-    rungsweise Exponentialkurven, welche die Eigenschaft besitzen, dass der Ordinatenwert T für einen beliebigen Wert t der rechts von ihm liegenden Fläche, welche begrenzt wird von der Kurve 32, der Zeitachse und der Ordinate T, proportional ist.

   Der Messer ist derart eingerichtet, dass die Flächen, welche von der Abszissenachse und je einem Kurvenpaar   31,    32 begrenzt werden, praktisch gleich gross sind, wobei jedoch bemerkt wird, dass dies im Falle von Verdunstungsmessern nicht genau gelten soll, da die Verdunstungsgeschwindigkeit nicht linear von der Temperatur abhängt, sondern   annäherungsweise    nach einer Exponentialfunktion verläuft, die in entgegengesetzter Richtung zu den Kurven
31 gekrümmt ist.



   Sämtliche Kurvenstrecken 31 stellen, wie genannt, Zapfungen von gleich   grossenWarm-    wassermengen derselben Temperatur dar, und durch die Endpunkte dieser Kurven ist mit strichpunktierter Linie eine Grenzkurve 33 gezogen, welche die geometrische Stelle des
Schlusszustandes bei ununterbrochener Zap fung einer   bestimmtenWassermengebildet.    Im
Diagramm ist nicht nur die eine Grenzkurve eingezeichnet, die der Wassermenge der gan zen Länge der   Kurvenstrecken    31 entspricht, sondern auch entsprechende   Grenzkurven    für andere ununterbrochen abgezapfte Warmwas sermengen.



   Schliesslich ist in Fig. 5 eine Kurve 34 eingezeichnet für eine unterbrochene Abzap fung der gleichen Wassermenge wie bei der  äussersten Kurve 33. Die Kurve 34 ist von
Bruchstücken von Anwärmungskurven nach
Art der Kurve 31 und Bruchstücken von Ab    kühlungskurven    nach Art der Kurve 32 zu sammengesetzt. Der   AbschluB    der intermit tierenden Zapfung ist durch den Punkt 35 dargestellt. Trotzdem die Kurve zeigt, dass    t3    die MeBanordnung zwischen den einzelnen
Zapfungen nicht vollständig abgekühlt wird, wird keine Kurvenfläche   vermiBt,    weil die
Temperaturordinatenwerte beim Anfang jeder
Zapfung der fehlenden Kurvenfläche entsprechen.

   Falls die gleiche gesamte Wasser menge im Laufe des gleichen Zeitraumes ununterbrochen abgezapft worden wäre, würde die Temperatur der mit rundpunktierter Linie gezeigten Kurve 36 gefolgt sein. Dabei soll die von der Kurve 34 umschlossene FlÏche gleich der von der Kurve 36 umschlossenen Fläche sein.



   Die erstgenannte Fläche ist nach links   (von anten)    schraffiert, während die letztgenannte Fläche nach rechts schraffiert ist, so daB die für die beiden Flächen gemeinsamen Teile sowohl nach rechts als auch nach links schraffiert sind.-Man kann deshalb die oben angegebene Bedingung derart ausdrücken, daB die nur nach links schraffierten Flächen gleich den nur nach rechts schraffierten Flächen sein sollen, und die Zeichnung zeigt, dass dies ziemlich gut stimmt. Es wird jedoch bemerkt, dass die Übereinstimmung in Berücksichtigung des oben angegebenen Umstandes, und zwar der   Nicht-Linearität der    Verdunstungskurve nur näherungsweise vollkommen sein soll.



   Die Kurven 31, von welchen zwecks Raumersparnis nur   ein dem nicht statio-      nären    Zustand entsprechender Teil   einge-    zeichnet ist, werden bei längeren Zapfungen fortgesetzt sein, und sie werden sich asymptotisch einem dem stationären Zustand entsprechenden Wert nähern, der für die verschiedenen Kurven in Abhängigkeit der Zap  fungsgeschwindigkeit    verschieden ist.



   Dieser stationäre Endwert ist   zweck-    mässig durch zweckdienliche Bemessung des Messers soweit möglich nach dem Verlauf der   Anwärmungs-und    Abkühlungskurven derart abzustimmen, dass die Messung im stationären Zustand innerhalb der gleichen Fehlergrenze wie die Messung im nicht   sta-    tionären Zustand liegt, wobei jedoch bemerkt wird, daB die Zapfungsverhältnisse in der Praxis in vielen Fällen so sind, daB ein bestimmter Messer im Betrieb normal nur entweder Messungen im stationären oder nicht stationären Zustand ausgesetzt wird, in welchem Falle es selbstverständlich keine Rolle spielt, falls die Bedeutung der Anzeige des Messers für die beiden Zustände, welche hier bei je einen   MeBbereich    darstellen, verschieden wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : WÏrmemengenmesser f r strömende Fl ssigkeiten oder Gase, mit einer von einem ab gezweigten Teilstrom durchströmten, einen Wärmefühler enthaltenden MeBanordnung, deren Anzeige von der Zeit und Temperatur abhängt, gekennzeichnet durch einen zur Ubertragung der Wärme vom Teilstrom auf den Wärmefühler dienenden Wärmespeicher. durch den der Wärmefühler beeinfluBt wird, derart, da¯ die Messzeit über die Zapfdauer hinaus so erheblich verlängert wird, daB auch während der Abkühlungszeit eine wirksame Anzeige stattfindet, wobei die Anwärmungsund Abkühlungsverhältnisse so gewählt sind. daB die Summe der Anzeigen während der Anwärmung und der Abkühlung sieh nach MaBgabe der wÏhrend der Anwärmung ? durchströmten Wärmemenge abspielt.
    UNTERANSPBÜCHE : 1. Wärmemengenmesser nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das GehÏuse f r den Wärmefühler auf einem rohrförmigen Formstück befestigt ist, das in die Hauptleitung eingeschaltet ist und Mittel zur Erzeugung des Teilstromes enthält.
    2. Wärmemengenmesser nach Unteran- spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Wärmespeicher und dem rohrför- migen Formstück eine wärmeisolierende Zwi- schenlage eingeschaltet ist, wobei Zu-und Ableitungskanäle f r den Teilstrom durch diese Zwischenlage geführt sind, die mit in der der wärmeisolierenden Zwischenlage zugekehrten Wand des Gehäuses vorgesehenen Aussparungen, die eine durch die Zwischenlage abgedeckte, vom Teilstrom durchflossene Kammer bilden, verbunden sind.
    3. Wärmemengenmesser nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Me¯anordnung einen Hohlraum aufweist, in welchen eine als Wärmespeicher dienende und unter der Wärmebeeinflussung schmelzende Masse eingefüllt ist.
    4. Wärmemengenmesser nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmespeicher wenigstens zum Teil durch einen Isolator gebildet ist.
    5. Wärmemengenmesser nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmefühler aus einem Verdampfungsflüs- sigkeitsbehälter mit einem Docht f r die verdampfende Messflüssigkeit besteht.
    6. Wärmemengenmesser nach Unteran- spruch 2. dadurch gekennzeichnet, daB die zur Führung des Teilstromes dienenden Ka näle durch die wärmeisolierende Zwischen- lage derart geführt sind. dass die Verbin- dungslinie zwischen den dem Gehäuse zuge- kehrten Mündungen der Kanäle horizontal verlÏuft.
    7. Wärmemengenmesser nach Unteran- spruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Verlauf der Kanäle vom rohrförmigen Formstück zur Gehäusekammer ein soleher ist, dass die Verbindungslinie zwischen den Mündungen der beiden Kanäle an der einen Seite senkrecht zur Verbindungslinie zwi schen den Mündungen der Kanäle an der andern Seite steht. wobei die eine Verbin- dungslinie horizontal verläuft.
    8. Wärmemengenmesser nach Unteran- spruch 2, dadurch gekennzeichnet, da¯ das rohrformige Formst ck seitlieh mit einem Flansch versehen ist, an welchen ein ent sprechender Flansch des den WÏrmef hler enthaltenden, zugleich als Wärmespeichei dienenden Gehäuses befestigt ist, wobei zwi schen diesen beiden Flanschen, versenkt in Vertiefungen derselben, die wärmeisolierende Zwisehenlage liegt.
CH228463D 1935-08-12 1935-10-09 Wärmemengenmesser für strömende Flüssigkeiten oder Gase. CH228463A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0019106A1 (de) * 1979-05-09 1980-11-26 Marcel Birukoff Gerät zur Messung des Wärmeleitvermögens eines Bauteils

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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