CH228601A - Verfahren zur Verhinderung von Rutsch- und Fliesserscheinungen in feinkörnigem Erdreich. - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung von Rutsch- und Fliesserscheinungen in feinkörnigem Erdreich.

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CH228601A
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    • E02D3/11Improving or preserving soil or rock, e.g. preserving permafrost soil by thermal, electrical or electro-chemical means

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Description


  Verfahren zur Verhinderung von Rutsch- und Fliesserscheinungen  in feinkörnigem Erdreich.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Verhinderung von Rutsch- und  Fliesserscheinungen in feinkörnigem Erdreich.  



  Die     Herstellungen    von Hängen, Böschun  gen und Dämmen in rutsch- und fliessgefähr  lichem Erdreich und die     Sicherung    solcher  Arbeiten ist in brauchbarer Weise zum Bei  spiel dann mit bisher bekannten Mitteln nicht  möglich, wenn das Erdreich so feinkörnig ist,  dass es die in den Poren enthaltene Feuchtig  keit bindet und freiwillig nicht abgibt, oder  wenn stark     wassergesättigte    Löss- oder  Schluffböden vorliegen, da bei solchen Böden  in Dämmen oder in     Einschnitten    Fliess- oder  Rutscherscheinungen auftreten. oder dass,  wenn es sich zum Beispiel um Sandhänge und  Böschungen der Abraumdecke im Braunkoh  lentagebau handelt, die Fliesserscheinungen zu  katastrophalen Folgen führen können.

       DieAn-          wendung    bekannter Vorschläge ist hier der  art schwierig, dass sie trotz der verhältnis  mässig grossen Wasserdurchlässigkeit des San-    des nicht zur Anwendung kommen können.  Diese     Abraumdecken    bestehen meist aus mehr  oder minder feinem Sand von wechselnder  Mächtigkeit, dessen     Grundwasserspiegel    je  nach der Jahreszeit und der Intensität der  jeweiligen Niederschläge mehr oder minder  hoch steht. Ein Versickern des Wassers in die  Tiefe ist auf Grund der darunter     anstehenden     Kohlenflöze nicht möglich.

   Das Wasser  strömt dementsprechend gegen die Böschun  gen der Abraumschichten und kann dort zu  umfangreichen Ausfliessergcheinungen und       Rutschungen    Veranlassung geben, die oft mit  Personen- und Sachschäden     verbunden        sind.     



  Noch augenscheinlicher werden die       Schwierigkeiten,    wenn es sich, wie -kürzlich  der Fall, etwa um die Herstellung eines     tiefen          Einschnittes    in     wasserübersättigtem    Löss mit  sehr hohem     Grundwa:sserspiegel    handelt. Es  ist dann,     wie    ein     praktischer    Versuch gezeigt  hat, .gar nicht     möglich,    den Aushub so durch  zuführen, dass die Böschungen auch nur eini-      germassen stehen bleiben.

   Mit schwerem Gerät  lässt sich ein solcher Aushub     überhaupt    nicht  versuchen, da dieses Gerät in der Nähe dieser  fliessenden Böschungen nicht zur Aufstellung  gebracht werden kann.  



  In trockener Jahreszeit mit niedrigem  Grundwasserspiegel ist die Vorbedingung für  ein solches Ausfliessen von Hängen, Böschun  gen oder Dämmen infolge des Feuchtigkeits  mangels im     allgemeinen    nicht erfüllt, anders  dagegen in feuchter Jahreszeit, in der man die  Gefahr von Rutschurngen nur dann beseitigen  kann, wenn es gelingt, das in feuchter Jah  reszeit gegen die Böschungsfläche zuströ  mende Porenwasser schon in einem gewissen  Abstand hinter der     Böschung    abzufangen  und unschädlich abzuleiten.  



  Wird ein     Dammkörper,    zum Beispiel ein  Reichsautobahndamm, in trockener Jahreszeit  unter sorgfältiger künstlicher Verdichtung aus  Böden     geschüttet,    die in stark feuchtem Zu  stand zum Fliessen neigen, so besteht in der  Regel für den Bestand des Dammes keinerlei  Gefahr. Gelangt jedoch während der Damm  herstellung genügend Regenfeuchtigkeit in  den     Dammkörper,    was kaum verhindert wer  den kann, oder treten zu späterer Zeit etwa  durch den Mittelstreifen im Laufe der Be  triebsjahre grössere Feuchtigkeitsmengen in  diesen Dammkörper ein, so können schwerste  Fliess- und Ruts cherseheinungen die Folge  davon sein. Auch hier gibt es bis heute kein  Mittel, den damit verbundenen schädlichen       Auswirkungen    vorzubeugen.  



  Die Entwässerung von weniger feinkörni  gen Böden als zum Beispiel der Löss wie  Sand, mit Hilfe     bekannter    Mittel, wie Rohr  brunnen usw., scheitert beim     Braunkohlen-          tagebau    an dem     raschen        Abbaufortschritt    der  bis zu 20 m am Tage auf einer Breite von  100-200 m und mehr beträgt. Ausserdem  sind Rohrbrunnen, zumal in grosser Zahl und  bei dauernder Neuanlage sehr kostspielig.  Fraglich wäre es auch, ob bei den vielfach  vorhandenen feinkörnigeren Zwischenschich  ten die Wirkung einer solchen Entwässerung  überhaupt in genügendem Masse eintreten  würde.

      ' Gemäss der     Erfindung    gelingt es nun,  Rutsch- und Fliesserscheinungen in feinkörni  gem Erdreich zu verbinden und zum Beispiel  dadurch auf einfache Weise die Herstellung  von Hängen, Böschungen und Dämmen aus  rutsch- und fliessgefährlichen Böden zu er  möglichen und solche Arbeiten zu sichern.  Dieses Verfahren besteht darin, dass minde  stens zwei elektrische Leiter getrennt vonein  ander in den Boden eingeführt und mit je  einem Pol einer     Gleichstromquelle    verbunden  werden, und dass mindestens kathodenseitig  ein Hohlgefäss, zum Beispiel ein durchlochtes  Rohr, angeordnet und das in ihm sich an  sammelnde Wasser abgeführt, zum Beispiel  ablaufen gelassen oder abgepumpt wird.

   Im  Nachstehenden werden an, Hand der Zeich  nung einige Durchführungsbeispiele des er  findungsgemässen Verfahrens erläutert.  



  Das Verfahren kann zum Beispiel in der  in Fiel o. 1 der beigefügten Zeichnung darge  stellten Weise derart erfolgen, dass in den  Sandboden 1, dessen Grundwasserspiegel ge  mäss der Linie A-B verläuft, in grösserem  Abstand voneinander zwei durchlochte Eisen  rohre 2 und 3 geschlagen werden. Diese sind  mit je einem Pol einer (hier nicht dargestell  ten) Gleichstromquelle verbunden. Das eine  Rohr 2 dient dabei a1s Anode, das andere  Rohr 3 als Kathode.

   Nach dem Einschalten  des     Gleichstromes    wird dann das in dem  Sandboden vorhandene Porenwasser in der  dargestellten Pfeilrichtung gegen die     Kathode          ,getrieben,    wobei der Sandboden     gewisserma-          ssen    als     Diaphragma    dient, und     sammelt    sieh  schliesslich in dem gelochten Rohr 3,

   steigt in  demselben hoch und kann aus ihm gegebenen  falls von     Zeit    zu Zeit ausgepumpt oder durch       selbsttätiges        Abfliessenlas@en    oder auf     sonstige.          gee=ignete        Weise    abgeführt werden.  



  Die Anordnung der gelochten Metallrohre  kann mit Vorteil auch zum Beispiel in der in       Fig.    2 und 3 im Aufriss und     Grundriss    dar  e-3tellten     @'GTeiae    in Reihen erfolgen, derart,  g<B>o</B>       da.ss    in einem     gewissen    Abstand hinter der je  weiligen, zum     Beispiel    über dem Kohlenflöz  4 gelagerten Böschung     :

  5    hintereinander und  in Abstand voneinander drei     Reihen        (I-III)         von gelochten Eisen- oder dergleichen Rohr  pfählen     eingeschlagen    werden, von     denen    die  beiden äussern Reihen (I und III) als Ano  den und die mittlere Reihe (II) als Kathode  Verwendung finden bezw. mit einer (hier  nicht dargestellten) Gleichstromquelle ver  bunden werden.

   Wird dann die Gleichstrom  quelle eingeschaltet und ist die dadurch in  dem vorerwähnten Sinne in Gang gesetzte  Entwässerung der behandelten Zone genügend  weit fortgeschritten, so wird die Rohrreihe I  in der punktiert angedeuteten Weise umge  setzt und dient dann als Rohrreihe IV eben  falls wieder als Anode, während die Rohr  reihe II zur weiteren Anode und Rohrreihe  III zur Kathode wird usw.  



  Statt dessen kann man aber auch so vor  gehen, dass man als Anoden Platten- oder  Stabelektroden aus geeignetem Metall oder  mit einem Beschlag aus solchem vorsieht und  für die Kathoden besondere, durchlässige Ge  fässe, zum Beispiel durchläseige Betonrohre,  verwendet, in welche die zum Beispiel als  Stab oder Drahtelektroden ausgebildeten Ka  thoden angeordnet, zum Beispiel eingehängt  werden.  



  Eine andere     Ausführungsfarm    des vorlie  genden     Verfahrens,    welche sich     insbesondere     für solche Zwecke eignet, bei welchen eine  gedrängte Anordnung     erwünscht    ist und es  sich um die     zentrale        Entwässerung    kleinerer  Bodenzonen handelt, besteht darin, dass der  als Anode und der als Kathode     dienende,     durchlässig, zum Beispiel als Drahtnetz oder  Lochblech,     ausgebildete        Leiter    durch ein  nichtleitendes Diaphragma voneinander ge  trennt in einem in den Boden versenkten, bei  derseits offene Hohlgefäss aus nichtleitendem  Material angeordnet werden,

   wobei die     ano-          denseitige    Öffnung des Hohlgefässes dem zu  entwässernden Boden zugekehrt und die     ka-          thodenseitige    Öffnung mit einer Abflusslei  tung für dass abzufliessende Wasser verbunden  wird.  



  Eine hierfür geeignete Vorrichtung ist in  Fig. 4 in beispielisweiser Ausführungsform  schematisch dargestellt. Bei dieser sind die  beiden Leiter 6 und 7 durchlässig, zum Bei-    spiel als Drahtnetz oder Lochblech, ausgebil  det, der als Anode dienende Leiter 6 und der  als Kathode dienende Leiter 7 durch das  nichtleitende Diaphragma 8, zum Beispiel aus  porösem Beton, dichtem Gewebe und der  gleichen, voneinander getrennt und ebenso wie  dieses in dem im Boden 9 versenkten, beider  seits offenen Hohlgefäss 10 aus nichtleitendem  Material, zum Beispiel einem entsprechenden  Betonrohr, angeordnet. Die der Anode 6 ent  sprechende Öffnung dieses Behälters 10 ist  dem zu entwässernden Boden 9 zugekehrt,  während seine der     Kathode    7 zugekehrte  Öffnung mit einer Abflussleitung 11 verbun  den ist.

   Werden die Elektroden 6 und 7 an  eine Gleichstromquelle angeschlossen, so wird  das aus dem Boden 9 nach der Kathode 7  wandernde Wasser in dem Hahlgefäss 10 an  gesammelt und steigt in dessen Abflussleitung  nach oben, aus der es dann abfliessen gelassen  oder auf sonstige Weise entfernt werden kann.  Ausgeführte Versuche:  1. Wie in Fig. 5 dargestellt, wurde in  einen Glasbehälter 12 eine stark wasserhaltige  Sandfüllung 13 eingebracht. in diese Sand  füllung 13 wurde nahe der einen     BehMter-          wandung    die als Anode dienende Plattenelek  trode 14 und in der Nähe der entgegengesetz  ten Behälterwandung das Glasrohr 15 einge  setzt.

   Dieses Rohr 15 war an seinem untern  Ende mit dem feinmaschigen Drahtnetz 16  verschlossen, während in     dasselbe    von     oben     her der als Kathode dienende Draht 17 einge  setzt war. Dann wurde etwas Wasser in das  Rohr 15     eingegossen    und Anode und Kathode  an die     Gleichstromquelle    18 von 6     Valt    Span  nung     angesehlnssen.    Nach     Einschalten        des     Gleichstromes stieg     Jas        Wasiser    in dem Rohr  15     innerhalb    weniger Minuten bis über die       Obe;

  rfl'äjehe    der Sandfüllung 13.     Nachdem    das  Glasrohr zum grossen Teil     leergepumpt    wurde,  stieg das Wasser in     dem    Rohr 15 von neuem       und    so fort, bis die     gesamte        Sandfülltjng    13  einen völlig trockenen und in :der Farbe     we-          scntlich        helleren    Eindruck machte.

   Durch       l@es.sun@en    wurde festgestellt, dass durch den       beschriebenen    Vorgang der     ursprüngliche         Wassergehalt der Sandfillung auf weniger  als 1/6 seines ursprünglichen Wertes verrin  gert worden war.  



  2. Um zu zeigen, wie schnell ein fein  körniger Boden, zum Beispiel Löss, der mit  Wasser übersättigt ist, und in dem eine eini  germassen     standfeste    Böschung nicht erzielt  werden kann, entwässert werden kann, wurde  folgender     Modellversuch    im Laboratorium des  Brückenamtes Hamburg durchgeführt. In ein  Glasgefäss von etwa 1 m Länge und 30 cm  Breite wurde künstlich mit Wasser angerei  cherter Lössboden eingebracht, der einen der  art     breiigen    Zustand hatte, dass die Herstel  lung auch einer sehr flachen Böschung nicht  möglich war.

   Daraufhin wurde in der Mitte  des Glasgefässes ein aus feinmaschigem Draht  gewebe hergestellter, als Kathode dienender,  Brunnen von 3 cm     #,    umgeben mit einem  Sandfilter, eingebracht, der eine Entwässe  rungsmöglichkeit nach unten, also durch die  Sohle des Glasgefässes hatte. Der Brunnen  ergab nach mehrstündigem Warten eine Ge  samtfeuchtigkeit von etwa 3 cm3 Wasser, also  praktisch gleich null. Sodann wurde in einer  Entfernung von etwa 30 cm in der Längs  richtung des Gefässes ein als Anode dienender  Eisendraht von etwa 2 mm     #    eingebracht  und diesle beiden Elektroden mit 110 Volt  Gleichstrom bespeist. Innerhalb weniger Mi  nuten begann der Brunnen ergiebig zu laufen  und in einer halben Stunde waren schon etwa.  500 cm' Wasser dem Boden entzogen.

   Es war  nunmehr möglich,eine Böschung von 1:3 her  zustellen und nach einer weiteren halben  Stunde eine Böschung von 1:1,5.  



  3. Auf Grund der erfolgreichen Laboras       toriumsversuche    wurde kürzlich von der       Reichsbahudirektion    Hannover bei Salzgitter  im Zuge des geplanten Baues einer Eisenbahn  linie in Lössboden     ein.        Grossversuch    durchge  führt.

   Der Zweck dieses     Versuchers    sollte die       Feststellung    sein, ob es gelingt, in dein sehr       wasserreichen    und unter starkem Wasserzu  drang leidenden Lössboden einen etwa 6 m       tiefen        Einschnitt        anzulegen,    ein Vorhaben,  welches trotz     mehrmaliger    Versuche bisher  derart misslungen war, dass man schon daran  
EMI0004.0017     
  
    dachte, <SEP> trotz <SEP> des <SEP> bereits <SEP> begonner?eii <SEP> Bauvor  habens <SEP> die <SEP> besamte <SEP> Eisenbahnliliie <SEP> aus <SEP> diesem
<tb>  Gebiet <SEP> zu <SEP> verlegen.

   <SEP> Zu <SEP> beiden <SEP> Seiten <SEP> des <SEP> ge  planten <SEP> Einschnittes <SEP> wurden <SEP> als <SEP> Versuch <SEP> je
<tb>  10 <SEP> Brunnen <SEP> von <SEP> 10 <SEP> cm. <SEP> -er <SEP> bis <SEP> 7,50 <SEP> in <SEP> Tiefe.
<tb>  unter <SEP> Geländeoberfläche <SEP> in <SEP> 10 <SEP> m <SEP> -egenseiti  bem <SEP> Abstand <SEP> eingebracht. <SEP> Zwischen <SEP> je <SEP> zwei
<tb>  Brunnen <SEP> wurdo <SEP> ein <SEP> einzölliges <SEP> Eisenrohr <SEP> bis
<tb>  in <SEP> gleiche <SEP> Tiefe <SEP> geschlagen. <SEP> Solcherart <SEP> sollte
<tb>  die <SEP> gegen <SEP> den <SEP> zukünftigen <SEP> Einschnitt <SEP> zudrin  gende <SEP> Feuchtigh.eit <SEP> von <SEP> den <SEP> mittleren <SEP> Eisen  rohren <SEP> gegen <SEP> die <SEP> seitlicher <SEP> stehenden <SEP> Brunnen
<tb>  gedrängt <SEP> werden <SEP> und <SEP> gleichzeitig <SEP> :

  der <SEP> besamte
<tb>  Grundwasserspiegel <SEP> in <SEP> der <SEP> Umgebung <SEP> des
<tb>  Einschnittes <SEP> abgesenkt <SEP> werden. <SEP> Die <SEP> Gesamt  anordnung <SEP> geht <SEP> aus <SEP> der <SEP> in <SEP> Fig. <SEP> 6 <SEP> im <SEP> Grund  riss <SEP> und <SEP> in <SEP> Fig. <SEP> 7 <SEP> im <SEP> Schnitt <SEP> nach <SEP> <I>a-a</I> <SEP> von
<tb>  Fig. <SEP> 6 <SEP> dargestellten <SEP> Anlage <SEP> hervor.

   <SEP> Hierbei
<tb>  stellen <SEP> im <SEP> einzelnen <SEP> 19 <SEP> die <SEP> Kathoden-Briinnen
<tb>  inGestalt <SEP> geschliizer <SEP> Eisenrohre <SEP> von <SEP> lO.mz,
<tb>  20 <SEP> die <SEP> Anoden <SEP> in <SEP> Gestalt <SEP> 1zölliger <SEP> Eisenrohre,
<tb>  21 <SEP> die <SEP> Ric.htunc <SEP> der <SEP> Entwässerung-, <SEP> 22 <SEP> die
<tb>  Sohle <SEP> des <SEP> Einschnittes, <SEP> <B>293</B> <SEP> die <SEP> stehende <SEP> Bö  s chunc <SEP> nach <SEP> Anwendung <SEP> de3 <SEP> Verfahrens, <SEP> 24
<tb>  die <SEP> geplante <SEP> Böschung <SEP> 1:2. <SEP> 25 <SEP> den <SEP> ursprüng  lichen <SEP> Grundwasserspiegel, <SEP> 26 <SEP> den <SEP> ab.ozesenk  ten <SEP> Grund:ivasserspiegel <SEP> und <SEP> ?7 <SEP> die <SEP> Schlitze
<tb>  im <SEP> untern <SEP> Teil <SEP> der <SEP> @hatliodei:

  rohre <SEP> 19 <SEP> dar.
<tb>  Vorerst <SEP> sollte <SEP> festgestellt <SEP> werden, <SEP> ob <SEP> die
<tb>  Brunnen <SEP> auch <SEP> ohne <SEP> An:schluss <SEP> des <SEP> elektrischen
<tb>  Stromes <SEP> Wasser <SEP> geben. <SEP> Auch <SEP> nach <SEP> einigen
<tb>  Stunden <SEP> Wartens <SEP> er--aben <SEP> die <SEP> Brunnen <SEP> infolge
<tb>  der <SEP> LTndtirehlässicheit;

   <SEP> des <SEP> unigebenden <SEP> Bo  dens <SEP> keine <SEP> @Vaaermrii@eii. <SEP> Daraufhin <SEP> wurde
<tb>  eine <SEP> Gleichstromquelle <SEP> von <SEP> 90 <SEP> Volt <SEP> ange  .sehlossen, <SEP> wobei <SEP> die <SEP> -esamte <SEP> Anlage <SEP> einen
<tb>  Stromverbrauch <SEP> von <SEP> et,#va.200 <SEP> Amperea.ufwies.
<tb>  Innerhalb <SEP> einer <SEP> Stunde <SEP> stieg <SEP> die <SEP> Ergiebigkeit.
<tb>  der <SEP> Brunnen <SEP> auf <SEP> im <SEP> Durchschnitt <SEP> 3 <SEP> 1/Brannen
<tb>  und <SEP> 3linute.

   <SEP> Im <SEP> Laufe <SEP> der <SEP> ersten <SEP> 4 <SEP> Versuchs  ta-e <SEP> betrit.y <SEP> dio <SEP> durchschnittliche <SEP> Ergiebig  heit <SEP> der <SEP> Brunnen <SEP> zusammen <SEP> 2,5 <SEP> m3/Stunde.
<tb>  Der <SEP> Grundv-asserspiegel <SEP> wurde <SEP> im <SEP> Bereich
<tb>  des <SEP> zukünfti-en <SEP> Einschnittes <SEP> innerhalb <SEP> von
<tb>  4 <SEP> Tagen <SEP> tun <SEP> 13 <SEP> m <SEP> und <SEP> von <SEP> weiteren <SEP> 5 <SEP> Tagen
<tb>  um <SEP> etwa. <SEP> 7 <SEP> m <SEP> abgesenkt. <SEP> Gegenwärtig <SEP> arbeitet
<tb>  ein <SEP> Barger <SEP> in <SEP> dem <SEP> Einschnitt, <SEP> der <SEP> etwa <SEP> die
<tb>  Hälfte <SEP> dieser <SEP> 100 <SEP> m <SEP> betragenden <SEP> Versuchs-         strecke bis auf die zukünftige Sohle mit Bö  schungen bis zu l:0,75 ausgehoben hat.

   Der  Erfolg ist derart verblüffend, dass bereits die  Ausführung mehrerer Bauvorhaben in Er  wägung bezogen wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verhinderung von Rutsch- und Fliesserscheinungen in feinkörnigem Erd reich, dadurch gekennzeichnet, dass minde stens zwei elektrische Leiter getrennt vonein ander in den Boden eingeführt und mit je einem Pol einer Gleichstromquelle verbunden werden, und dass mindestens kathodenseitig ein Hohlgefäss angeordnet und das in ihm sich ansammelnde Wasser abgeführt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der als Kathode dienende Leiter innerhalb eines durchlochten Rohres angeordnet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der als Kathode dienende Leiter selbst zu dem Hohlgefäss aus gebildet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprueh 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Kathode ein durchlochtes Rohr ver wendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das in dem Katho dengefäss sich ansammelnde Wasser ablaufen gelaesen wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das in dem Ka- thodengefäss sich ansammelnde Wasser abge pumpt wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sowohl der als Anode dienende als auch der als Kathode dienende Leiter wasserdurchlässig ausgebildet wird, und beide in dem aus nichtleitendem Material beiderseits offenen Hohlgefäss durch ein nichtleitendes Diaphragma voneinander getrennt in den Boden versenkt werden, wobei die anodenseitige Öffnung des Hohlgefässes dem zu entwässernden Boden zugekehrt wird und die kathodenseifige Öffnung mit einer Abflussleitunb für das abzuführende Wasser verbunden wird.
    7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, ,dass beide Leiter als Drahtnetze ausgebildet werden. 8. Verfahren, nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass beide Leiter als Lochbleche ausgebildet werden. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, ,d,ass der als Anode dienende Leiter als Draht netz und der a-Is Kathode dienende Leiter als Lochblech ausgebildet wird.
    10. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, da.ss der als Anode dienende Leiter als Loch blech und der als Kathode dienende Leiter als Drahtnetz ausgebildet wird.
CH228601D 1941-07-08 1942-06-02 Verfahren zur Verhinderung von Rutsch- und Fliesserscheinungen in feinkörnigem Erdreich. CH228601A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2206122A1 (de) * 1972-11-15 1974-06-07 Provalor Anstalt
WO2001027396A1 (en) * 1999-10-07 2001-04-19 Golder Sierra Llc Soil liquefaction prevention by electro-osmosis during an earthquake event

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