CH228685A - Direkt anzeigendes Peilverfahren nach der Goniometermethode. - Google Patents

Direkt anzeigendes Peilverfahren nach der Goniometermethode.

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CH228685A
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Aktiengesellschaft C Lorenz
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Lorenz C Ag
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/02Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using radio waves

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Description


  



  Direkt anzeigendes Peilverfahren nach dex   Goniometermethode.   



      .   



   Bei den bisherigen bekannten direkt anzeigenden Peilverfahren nach der   Gonio-    metermethode rotiert z. B. nach Fig.   1    die Drehspule G eines Goniometers, das von den Richtantennen   D    gespeist wird. Man erhält dann. am   Empfängereingang    die mit der Drehfrequenz der   Goniometerspule    G modulierte Senderfrequenz, wobei der Modulationsgrad   oo ist. Die Empfängereingangsschwin-    gung besteht also aus zwei   Hoehfrequenz-    schwingungen, deren Frequenzabstand der doppelten Drehfrequenz des Goniometers entspricht. Die im Empfänger E gebildete modulierte Zwischenfrequenz ZF besteht ebenfalls aus zwei Frequenzen, deren Abstand der doppelten Drehzahl entspricht.



  Diese modulierte Zwischenfrequenz wird in   jar    gleichgerichtet, und wenn eine Anzeige mittels Braunschem Rohr B verwendet wird, werden die entstehenden Halbwellen (Fig. 2) als negative Spannung dem Gitter des Endrohres   TC zugefiihrt. VS    in Fig. 2 bedeutet die negative Ruhevorspannung am Gitter des Endrohres   E.    Der Anodenstrom der   Röhre K    fliesst durch ein   magnetisches Ablenksystem    Q, das synchron mit dem Goniometer (gemeinsamer Antriebsmotor Mo) um das Braunsche Rohr rotiert und so in bekannter Weise eine Figur zeichnet, deren   Grundkreis-    durchmesser durch   VS bestimmt    ist und deren Lage die Richtung des empfangenen Senders angibt.



   Für Peilempfänger mit umlaufendem Goniometer gelten hinsichtlich der Dimensionierung der Bandbreite des Gerätes andere Überlegungen als bei normalen   Peilempfän-    gern ; Empfindlichkeit und Selektion dürfen nur so weit gesteigert werden,   dal3    Fehlanzeigen vermieden werden ; diese können dadurch auftreten, dass die durch Umlauf des Goniometers entstehenden beiden   Seitenbän-    der im Durchlassbereich des Empfängers und beim Durchdrehen seiner Abstimmung in ihrer Phase gegeneinander eine Verschiebung    erfahren. Überschreitet diese Phasenverschie-    bung ein zulässiges Mass, so wird auch eine Verschiebung des Bildes am   Braunschen    Rohr und damit ein untragbarer Peilfehler die Folge sein.



     Während für normale Peilempfänger    eine Bandbreite von   3-5    Hz genügen w rde, ergibt sich bei Sichtanzeigeverfahren bei der Umlaufzahl des Goniometers von 1 2 Hz f r einen Peilfehler  <    1  eine    erforderliche Mindestbandbreite von 2500   Hz,    so dass dieses Verfahren trotz seiner sonstigen grossen Vorteile der   Gehörpeilung    hinsichtlich der Selektion bisher unterlegen ist.



   Aber auch die Empfindlichkeit des Emp  fängers    kann nicht voll ausgenutzt werden ; auch diese wird um so gr¯¯er, je schmaler die Bandbreite gemacht wird, da dann, infolge Beschneidens des   Störpegels,    im Ansehluss daran grössere Verstärkung angewendet werden kann. Wie aber bereits erwähnt, muss diese Bandbreite mit Rücksicht auf die beiden Seitenbänder breit gehalten werden, so daB man, auf das oben angewendete Beispiel bezogen, statt 3 Hz 2500 Hz wählen   muB,    entsprechend einem   Empfindlichkeits-    verlust von
EMI2.1     
 Es ist auch nicht etwa möglich, die gewünschte Siebung bei breitem Bandfilter erst nach der Gleichrichtung vorzunehmen.

   Zwar wird auch hier das   Rauschspektrum    beschnitten und eine grössere VerstÏrkung   mög-    lich, doch kann die erhöhte Empfindlichkeit praktisch nicht ausgenutzt werden, da benachbarte starke Sender infolge der gro¯en Bandbreite mit verstärkt und gleichgerichtet würden und durch anschliessende Siebung nicht mehr beseitigt werden konnten. Infolgedessen würde die Anzeige am   Braunschen    Rohr durch diese Störsender mit beeinflusst.



  Die Teilabbildung a der Fig. 3 zeigt das Bild am Braunschen Rohr, wenn der zu peilende Sender allein aufgenommen wird,   b    beispielsweise das Bild des   durchschlagenden    St¯rsenders (der im gezeichneten Fall in einer um   90  gedrehten Richtung    liegt) allein und c das Bild, wenn beide Sender gleichzeitig einfallen. Die   Teilabbildung    d zeigt die entsprechenden Spannungswerte in zeitlicher   Abhängigkeit.}'S    ist wiederum, wie in Fig. 2, die   negative Ruhevorspannung,    die den   auf dem Braunsohen Rohr    beschriebenen Grundkreis bestimmt. Mit a ist der eingestellte Sender mit b der Störsender allein bezeichnet ;   r ist die    resultierende Gitterspannung.



   Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, dass die durch die Rotation der Goniometerspule G modulierte Spannung der   Richt-    antenne D   (im      folgenden"geriehtete Span-      nung")    und die Spannung einer   ungerichte-    ten Hilfsantenne   l T ("ungerichtete    Spannung") durch zwei   getrennte Empfangs-    kanäle geführt werden und da¯ die   Hoeh-      frequenzspannungen    der beiden Kanäle multiplikativ gemischt werden, worauf die als   Mischprodukt,    resultierende Goniometer  umla. uffrequenzspa. nnung über einen    ihr angepassten Bandpass der   Sichtanzeigevorrich-    tung zugef hrt wird.

   In der Fig. 4 ist eine Einrichtung zur beispielsweisen Durchfüh  rung    des Verfahrens gemäss der Erfindung dargestellt. Die vom Goniometer kommende   Hochfrequenzspannung wird durch    einen Empfänger E1 mit so gro¯er Bandbreite gefiihrt, da. der Phasenfehler in den   zugelas-    senen Grenzen bleibt. Das Goniometer kann dabei mit beliebiger konstanter Umlaufzahl rotieren. Von der ungeriehteten Antenne wird die   ungerichtete      Hochfrequenzspannung    durch einen EmpfÏnger E2 gef hrt, dessen Bandbreite beliebig sehmal eingestellt werden kann. Der Oszillator   0,    (und ein eventueller zweiter Oszillator bei zweifacher Transponie  rung)    ist fiir beide Empfänger gemeinsam.



  Die   erhaltenen Zwischenfrequenzspannungen    werden in einer   Mischstufe      i multiplikativ    gemischt und das Produkt auf ein Tiefpassfilter F bezw. einen auf die Goniometerdrehzahl abgestimmten Kreis von ungefähr 3 Hz Bandbreite (z. B. mechanischer Resonator) gegeben. Die erhaltene sinusförmige Spannung von der   Umlauffrequenz    des Goniometers wird in bekannter Weise iiber ein   Steuergerät und Verstarker St    z. B. auf einen   360  Phasenmesser    oder auf ein synchron mit dem Goniometer um ein Braunsches Rohr B rotierendes Ablenksystem A gegeben, wodurch die Richtung des einfallenden Senders eindeutig angezeigt wird.



   Der Vorgang bei der multiplikativen Mischung ist folgender :
Durch den breiten Kanal werden die durch das Rotieren des Goniometers entstehenden zwei   Zwischenfrequenzen      Z + N    und Z--N der   Mischstufe      Mi    zugeleitet, wobei Z die Frequenz der Zwischenfrequenz Trägerschwingung und N die Rotationsfrequenz des Goniometers ist.



   Durch den zweiten, beliebig schmal ein  zustellenden    Kanal wird die ungerichtete, durch die Drehung des Goniometers nicht modulierte   Zwischenfrequenz-Trägerschwin-    gung Z der   Mischstufe      Mi    zugeleitet. Es wird angenommen, dass die Frequenzen durch Laufzeitunterschiede und Gleichlauffehler in den beiden Kanälen um den Winkel p verschieden gedreht werden. Zur Vereinfachung der Schreibweise werden im folgenden die   Kreisfrequenzen @z und @n mit    Z bezw. N bezeichnet. Die multiplikative Mischung der beiden Kanäle ergibt dann  {cos (Z - N) t-cos (Z + N) t} sin (Z + ?) =    Vs      {sin l    (2   Z-V)    t+?} + sin (Nt + ? - sin {(2 Z + N) t + ?} + sin (Nt - ?).



  Durch anschliessende   NF-Siebung    werden alle Frequenzen   aul3er N abgeschnitten.    Am Ausgang des Filters liegt somit eine Spannung :
V2 {sin (Nt + ?) + sin (Nt -?)} = sin Nt cos ? = cos ? ò sin ?Nt, deren Phase unabhängig vom Phasenwinkel ? ist. Hingegen ändert ihre Amplitude mit dem cos   cp.    Das Vorzeichen dieser Spannung, das darüber entscheidet, ob der Sender von vorn oder von hinten einfällt (Seitenbestimmung), ändert sich nicht nur mit dem Drehwinkel   o) % t,    sondern wenn ?  >  90¯ wird, was vermieden werden muB. Die Bedingung, dass ?  <  90¯ bleibt, lϯt sich leicht dadurch erfüllen, dass die Selektion nicht durch Hintereinanderschaltung vieler breiter Kreise bezw.

   Bandfilter, sondern nach   entsprechen-    dem Transponieren in einem einzigen Kreis erzielt wird, weil dadurch bei gleicher Bandbreite die Phasendrehung am geringsten ist.



  Eine   Vorselektion    bleibt dabei zulässig, wenn sie mindestens um eine Grössenordnung breiter ist.



   Die Hochfrequenzselektion wird bei diesem Verfahren durch die Bandbreite des schmalen Kanals des Empfängers   E2 be-    stimmt, da infolge der multiplikativen Mischung die Amplitude der Goniometer Drehfrequenzspannung verschwindet, wenn   y    ?90¯ wird, was für einen frequenzbenachbarten Sender wegen der schmalen Bandbreite des Kanals   E2    der Fall ist. Da also die Selektion nur durch den schmalen Kanal bestimmt wird, kann der Kanal des Emp  fängers      E,    so breit gewählt werden, dass der abstimmungsabhängige Peilfehler beliebig klein bleibt. Dieser Kanal wird wesentlich breiter gemacht als der schmale   veränder-    liche Kanal im breitesten Falle.

   Durch diese Massnahme werden die Anforderungen an die Gleichphasigkeit der Abstimmkreise der beiden Kanäle auf ein technisch leicht beherrschbares Mass herabgesetzt.



   Das Rauschen wird bestimmt durch die Bandbreite des Tiefpassfilters bezw. des auf die Drehfrequenz des Goniometers abgestimmten Kreises nach der Demodulation.



  Dessen Bandbreite braucht nur so breit zu sein, dass die   Einschwingzeit    der zeitlichen Änderung der Einfallsriehtung des Senders genügt, beispielsweise etwa 3   Hz.   



   Die für das einwandfreie Riehtdiagramm erforderliche richtige Phasenlage zwischen gerichteter und ungerichteter Spannung braucht nicht im Empfängereingang her gestellt zu werden, sondern kann im Zwischenfrequenzteil erzeugt werden, z. B. durch entsprechendes Einkoppeln des Oszillators, der auf dem einen Kana. l beispielsweise mit   45  Voreilung,    auf dem andern mit 45¯ Nacheilung wirkt. Durch diese Ma¯nahme wird die Eingangsschaltung des Empfängers erheblich vereinfacht, weil die frequenzabhängigen und daher sehwierig   abzugleichenden      Phasenglieder    fortfallen.



  Ausserdem wird der   Peilseitenschalter      über-    flüssig, da die Anzeige eindeutig ist. In Fig. 5 ist das Bild auf dem Braunschen Rohr f r die Anordnung nach Fig. 4 dargestellt.



  Die zusammengedrängte Kurve   1    ergibt sich bei einem starken Sender und die breitere Kurve 2 bei einem schwachen Sender.



   Es wird weiter vorgeschlagen, das Telephon T aus dem   ungerichteten    Kanal zu speisen. Zu diesem Zweck ist ein zweiter Oszillator   Os    vorgesehen, der in der   Mischstufe      i    mit der   ungerichteten      Hochfrequenzspannung    eine Tonfrequenz ergibt, die  ber einen Verstärker V dem Telephon zugefiihrt wird. Der eingestellte Sender kann auf diese Weise von der Goniometerdrehung unbeeinflusst abgehört werden. Dies ist besonders   wiehtig    fiir den Empfang von   Telegraphiesendern.   



   Handpeilung mit   Gehorkontrolle kann    mit der angegebenen Methode so durch  gefiihrt werden dass das    Telephon in den Kanal fiir die gerichtete Spannung gelegt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Peilverfahren für direkt anzeigende Peiler mit rotierendem Goniometer, dadurch. gekennzeichnet. da¯ die durch das Goniometer modulierte Empfangsspannung der Richt- antenne und die Empfangsspannung einer ungerichteten Antenne zwei getrennten Emp fangskanälen zugeführt werden und dass die Hochfrequenzspannungen der beiden KanÏle multiplikativ gemischt werden, worauf die als Mischprodukt resultierende Goniometerumlauffrequenzspannung über einen ihr angepassten Bandpass der Sichtanzeigevorrich- tung zugeführt wird.
    UNTERANSPRUCHE : 1. Peilverfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da¯ der Kanal für die ungerichtete Spannung eine Bandbreite von höehstens 100 Hz hat.
    2. Peil verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet. da¯ die Bandbreite des Kanals fiir die ungerichtete Spannung veränderlich ist.
    3. Peilverfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen l und 2. dadurch gekennzeichnet. dass die Hauptselektion nach Trans ponierung in jedem Kanal durch einen einzigen Kreis vorgenommen wird.
    4. Peilverfahren nach Patentanspruch und Unteransprüehen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Bandbreite des Kanals für die gerichtete Spannung stets grossenord- nungsmässig breiter ist als die f r die ungerichtete Spannung.
    5. Peilverfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen l bis 4. dadurch gekennzeichnet, dass die für die Richtdiagrammerzeugung notwendige Phasenbeziehung zwi schen gerichteter und ungeriehteter Spannung in der Zwischenfrequenz vorgenommen wird.
    6. Peilverfahren nach Patentanspruch und Unteranspr chen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch entsprechende Einkopp lung eines gemeinsamen Oszillators die erforderliche Phasenbeziehung der Zwisehenfre- quenzen der beiden Kanäle dadurch erzeugt wird, dass die Oszillatorspannung über Pha senglieder den beiden Kanälen zugeführt wird.
    7. Peilverfahren nach Patentanspruch und Unteranspriiehen 1 bis 6. dadureh geLenn- zeichnet, dass zwecks zusätzlichen Abhorens des Peilsenders ein Telephon an den Kanal für die ungeriehtete Antenne angeschlos- sen ist.
CH228685D 1940-12-23 1941-12-26 Direkt anzeigendes Peilverfahren nach der Goniometermethode. CH228685A (de)

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