CH228896A - Verfahren zur Herstellung von hochfester Zellwolle aus Viskose. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hochfester Zellwolle aus Viskose.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von hochfester Zellwolle aus Tiskose. Bei der Herstellung von Zellwolle nach dem Viskoseverfahren ist eine der wesent lichsten Anforderungen, die an das fertige Produkt gestellt werden müssen, dass es neben einer hohen Festigkeit in trockenem Zustand auch eine hohe Nassfestigkeit bei nicht zu niedriger Dehnung aufweist.
Man hat zwar schon, recht gute Ergebnisse in die ser Beziehung bei der Erzeugung von Zell wolle zu erzielen, vermocht, doch befriedig ten diese Resultate nicht in allen Fällen, weil es nämlich praktisch unvermeidlich war, dass sich gewisse Unregelmässigkeiten in den er wähnten physikalischen Daten dann beson ders zeigten, wenn man sich des handelsübli chen Zellstoffes für die Bereitung der Vis kose bediente.
Bei der Nachprüfung, worauf diese störenden Ungleichmässigkeiten zuxück- geführt werden könnten, ist man zu der Ver mutung gelangt, dass hierfür vielleicht die besonders in dem handelsüblichen Zellstoff noch in einem gewissen Ausmass vorhandenen Harzteilchen verantwortlich zu machen sind, da sie Unbomogenitäten in der Viskose her vorrufen und überdies den eigentlichen Spinnvorgang ungünstig beeinflussen können.
Versuche haben nun die überraschende Tatsache ergeben, dass man zu einer Zell wolle gelangen kann, wie sie nach bestimm ten Verfahrensweisen bisher eigentlich nur aus einem sogenannten hochveredelten Zell stoff erzielt werden können, ohne indessen zu einem wertvollen und für eine Massenfabri kation nur mit besonderen Mitteln beschaff baren Rohstoff greifen zu müssen.
Versuche ergaben, dass sich hochfeste Zellwolle aus Viskose dadurch herstellen lässt, dass man eine aus handelsüblichem Zellstoffbereitete Viskose von normalem Zellulose- und Alkali gehalt mit einer geringen Menge (etwa 2 g auf den Liter Viskose) eines sulfonierten Öls, vorzugsweise eines Sulforizinates, ins besondere das von der Chemischen Fabrik Stockhausen vertriebene "Monopolbrillantöl", versetzt, dann in einem Spinnbad, bestehend aus 115 bis 125 Gramm/Liter Schwefelsäure,
280 bis 320 Gramm/Liter Natriumsulfat und 35 bis 40 Gramm/Liter Zinksulfat, bei etwa 45 C verspinnt, die so erzeugten Fäden ausserhalb des Spinnbades zu einem starken Kabel von 100 000, 200 000 und mehr Denier zusammenführt und dieses in einem zweiten Bad, bestehend aus 15 bis 25 Gramm/Liter Schwefelsäure, 50 bis 70 Gramm/Liter Na- triumsulfat und 3 bis 6 Gramm/Liter Zink sulfat bei etwa 45 bis 60 C um mindestens 387o verstreckt, hierauf wäscht, zu Zellwöll- stapeln zerschneidet und schliesslich trocknet.
Bei der vorstehend beschriebenen Arbeits weise erhält man eine Viskose, die ausge zeichnet homogenisiert ist und dann mit Hilfe der Massnahmen, die im Zusammen-,vir- ken zu dem erstrebten Ziel führen, ohne wei tere technische Schwierigkeit gut versponnen werden kann.
Wenn schon der Zusatz der relativ gering bemessenen Menge eines sulfo- nierten Öls von wesentlichem Einfluss für das Gelingen des Verfahrens ist, so muss der Zusammensetzung des Spinnbades eine spe zielle Bedeutung anerkannt werden, da es im Hinblick auf die anspruchsgemäss geforderte, nachfolgende hohe Verstreckung eindeutig abgestimmt ist, ebenso wie dies der Fall ist mit der Zusammensetzung des Sekundär bades.
Bekannt ist zwar, dass man bei An wendung hoher Temperaturen von beispiels weise 80 C und mehr im Sekundärbad eine beachtliche Verstreckung der Fäden durch führen kann; gefunden wurde aber, dass man nicht zu so hohen Temperaturen zu greifen braucht, sondern bei 60 und darunter bis zu 45 C bleiben kann, falls man die übrigen Bedingungen des Verfahrens so wählt, wie sie im Patentanspruch niedergelegt sind.
Es ist natürlich, dass man das Verfalnen nicht nur für Zellstoffe mit besonders hohem Harz gehalt mit Vorteil verwenden kann, sondern dass man es auch bei Benutzung von Zell- stoffen, die erheblich geringere Mengen von Harz aufweisen, mit ausgezeichneten Resul taten gebrauchen kann.
Nachstehendes Ausführungsbeispiel möge das Verfahren nach der Erfindung erläutern: Ausf ühruragsbeispiel: Viskose der Zusammensetzung 7,0 Ilo NaOH und 7,9ö Zellulose, die mit 2 Gramm/ Liter Viskose sogenanntem "Monopolbril- lantöl", versetzt ist, wird in einem Spinnbad von 123 Gramm/Liter 11.80" 290 Gramm/ Liter Na2S0, und 37 Gramm/Liter ZiiS04 bei einer Temperatur von 44 C versponnen.
Die Fäden werden über Fadenführerein- richtungen der Mitte der Maschine zugeführt, zu einem Fadenbündel von 150 000 Denier vereinigt und von einem Streckenwalzenpaar, um das das Fadenbündel mehrere Male ge legt wird, abgezogen.
Von diesem Walzen paar wandert das Fadenbündel unter Tauch fadenführern hindurch in ein zweites Bad, bestehend aus 17 Gramm/Liter H.,SO" 62 Gramm/Liter Na2S0, und 4 Gramm/Liter ZnS04 bei einer Temperatur von 55 C, wird dort mit entsprechend erhöhter Abzugs geschwindigkeit von einem gleichartigen, stark ausgebildeten Walzenpaar so abgezo gen, dass zwischen den beiden Walzenpaaren eine Verstreckung von 38ö erreicht wird. Das Fadenbündel wird alsdann gewaschen, zu Zellwollstapeln zerschnitten und schliess lich getrocknet.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung hochfester Zellwolle aus Viskose, dadurch gekennzeich net, dass man eine aus nicht besonders gerei nigtem und veredeltem Zellstoff bereitete Viskose von 6 bis 8 % Zellulose- und Alkali gehalt mit einem sulfonierten<B>01</B> versetzt, dann in einem Spinnbad, bestehend aus 115 bis 125 Gramm/Liter Schwefelsäure, 280 bis 320 Gramm/Liter Natriumsulfat und 35 bis 40 Gramm/Liter Zinksulfat, bei etwa 45 C verspinnt, die so erzeugten Fäden ausserhalb des Spinnbades zu einem starken Kabel von mindestens<B>100000</B> Denier zusammenführt und dieses in einem zweiten Bad, bestehend aus 15 bis 25 Gramm/Liter Schwefelsäure,50 bis 70 Gramm/Liter Natriumsulfat und 3 bis 6 Gramm/Liter Zinksulfat bei etwa 45 bis 60 C um mindestens 38 % verstreckt, hierauf wäscht, zu Zellwollstapeln zerschnei det und schliesslich trocknet. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als sulfonier- tes 01 ein Sulforizinat verwendet. 2.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als sulfoniertes 01 das im Handel unter der Bezeichnung "Monopolbrillantöl" erhältliche Sulforizinat verwendet.
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1942
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Also Published As
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