CH228920A - Zelle für die elektrolytische Gewinnung von Perverbindungen. - Google Patents
Zelle für die elektrolytische Gewinnung von Perverbindungen.Info
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Description
Zelle für die elektrolytische Gewinnung von Perverbindungen. Die Anmelderin hat sich ,die Aufgabe ge stellt, für die Erzeugung von Perverbindun- gen, wie Perschwefelsäure, Persulfat, Per borat und dergleichen Zellen zu verwenden, welche eine bessere Ausnutzung der aufge- wen(deten elektrischen Energie gewährleisten.
Zu diesem Zweck werden an sich be kannte, mit strömendem Elektrolyten und mit gekühlten Elektroden versehene Zellen verwendet, bei welchen der Kathodenraum oberhalb des Anodenraumes angeordnet und von diesem durch ein Diaphragma getrennt ist. Erfindungsgemäss wird dieses Dia phragma so angeordnet, :
dass der Abstand zwischen Diaphragma und Anode an der Eintrittsstelle des Elektrolyten in den Ano denraum -der langgestreckten Zelle kleiner ist als .an der Austrittsstelle des Elektrolysen- produktes. Hierbei kann der Abstand zwi schen den Elektroden an allen Stellen der leiche sein.
Durch die erfindungsgemässe g o Massnahme kann der Vorteil erzielt werden, ,dass die Stromkonzentration im Anolyten vom Zellenanfang bis zum Zellenende konti- nuierlich abnimmt, wobei zugleirh,die höchste Stromkonzentration an der Stelle vorhanden sein kann, an der ,die beste Kühlwirkung be steht.
Dies, kann erreicht werden, wenn die Kühlfläche in jedem Abschnitt der Anode ,die gleiche ist, die zu kühlende Anolytmenge am Auf ang des Anodenraumes aber geringer ist als an dessen Ende. Vermindert sich aber die Stromkonzentration mit zunehmendem Gehalt des Elektrolyten an Aktivsauerstoff, so können einerseits die Zersetzungsverluste zurückgedrängt werden, während anderseits ein hoher Durchsatz pro Zeiteinheit erzielt werden kann.
Zweckmässig wird so gearbei- tet, dass die Stromkonzentration an der Aus- trittsstelle des Elektrolyten aus der Zelle nicht unter 400 Ampel Anolyt sinkt.
Es hat sich ferner als vorteilhaft erwie sen, die Elektroden in Richtung der Länb - achseder Zelle gegen die Austrittsstelle des Anolyten hin leicht geneigt anzuordnen.
Durch diese Massnahme gelingt es, nicht nur eine gleichmässige Strömung des Elektrolyten in der Zelle zu erzielen, sondern auch die Neigung des Diaphrab nas und der Anode, in Richtung der Zellenquerachse von den Seiten zur Mitte der Zelle hin eine Stauung des molekular .an der Anode entstehenden Sauerstoffes hervorzurufen und somit eine Behinderung -des Stromdurchganges durch die Zelle zu verursachen, weitgehend zu ver- meiden.
Weiter können Diaphragma und Anode rinnen- oder wannenförmig ausgebildet sein. Dadurch kann der -an der Anode molekular entstehende Sauerstoff entlang dem Dia phragma nach aussen entweichen, ohne die Stromverbindung zwischen Kathode und Anode zu stören.
In der beigefügten Zeichnung ist eine Zelle ge=mäss der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 dieselbe im Längsschnitt und Fig. 2 .dieselbe im Quer schnitt nach der Linie X-X in Fig. 1.
A bedeutet -den Unterteil der la.nbge- streckten Zelle.<I>B</I> ist der auf<I>A</I> aufgesetzte Oberteil der Zelle. Beide Teile können z. B. aus Steinzeug bestehen. K bedeutet die Ka thode, J das Diaphrauma, welches gleich zeitig den Boden des Zellenoberteils bildet, G' .die Anode.
Die Kathode kann z. B. aus Röhren aus Blei oder dergleichen bestehen, die je nach Art des verwendeten Diaphragmas quer zur Zellenlängsachse oder in Richtung dieser Achse verlaufen können. Die Kathode kann z. B. auch aus gekühlten, geriffelten Blei- platten bestehen, die mit senkrechten Boh rungen für den Abzug des kathodisch gebil deten Wasserstoffes versehen sind. Der Ka- tholyt kann ausserdem noch durch Einbau eines Kühlkastens L oder durch Kühlschlan gen oder dergleichen gekühlt werden.
Das Diaphragma kann aus beliebigem, hierfür geeignetem Material, z. B. aus kera mischem Material, bestehen. Mit Vorteil wer den Diaphraggmen verwendet, die .aus Xunst- stoaffen, z. B. Polvinylverbindungen, Poly- acry lsä.ureverbindunzen oder dergleichen, oder aus Kautschuk oder künstlichen kautschuk artigen Stoffen bestehen.
Die Diaphragmen können in Form von Geweben, Platten oder dergleichen angewendet werden.
Die Anode kann mit Vorteil derart aus gebildet sein, dass sie eine rinnenartige oder wannenartige Gestaltung besitzt. Die Aussen ränder können z. B. durch Aufbördelunc ein störungsfreies Durchlaufen des Elektrolyten ohne Gefahr des Vberlaufe@s gewährleisten. Der mit dem Elektrolyten in Stromleitung stehende Teil der Anode besteht zweckmässig aus Platin. Das Platin kann z. B. in Form dünner Querstreifen oder Längsstreifen unter Freilassung von Zwischenräumen auf das Grundmaterial, das z.
B. aus Aluminium oder Tantal bestehen kann, durch Aufwalzen oder dergleichen aufgebracht sein. Die durch Platin nicht abgedeckten l@l'etallflächen kön nen z. B. bei Verwendung von Aluminium als CTrcmdmeta.l.l,eloxiert oder durch einen Lack überzug zezen den Anbtiff des Elektrolyten geschützt sein. Unterhalb der Anode ist ein Kühlraum D vorgesehen, .durch den ein Kühl mittel, z. B. Wasser oder sonstige Kühlflüs sigkeit zwecks .direkter Kühlung der Anode -eleitet wird. Die Kühlwirkung kann durch Vergrösserung der zu kühlenden Flächen, z.
B. durch Anbringen von Kühlrippen am Anodenboden, verstärkt werden. Unterhalb der Anode können auch halbe Rohre G oder dergleichen vorgesehen sein, durch welche Kühlmedium geleitet wird. Bei Vorhanden sein derartiger Anordnungen kann man ge gebenenfalls auf einen Kühlkasten D ver zichten.
Die Herstellung von Perverbirndungen, z. B. Perschwefelsäure, mit Hilfe der Zelle emäss Erfindung g<B>o</B> # kann z. B. wie folgt. vor- genommen o werden:
Der Katholvt wird in den Oberteil der Zelle bei P (Fig. 1) eingeführt, gekühlt und gleichzeitig von sich ka.thodisch abscheiden den Sch%vermetallionen gereinigt und von Resten vorhandenen Wasserstoffsuperoxyds, die durch Senkung des Anodenpotentials die anodische Stromausbeute herabsetzen wür- den, .durch katho.disehe Zerstörung derselben befreit und dann in den Anodenraum zwi schen Diaphragma und Anode einströmen ge lassen.
Dies kann derart geschehen, dass der gekühlte Katholyt mit Hilfe eines Hebers S knapp oberhalb des Diaphragm@as in den Anodenraum gebracht wird, während nur der Rest, ein verschwindend kleiner Teil, di rekt durch das Diaphragma in den Anoden raum gelangt. Man kann stattdessen aber auch so verfahren, dass man einen Teil des Katholyten, z.
B. etwa '/6, direkt,durch das Diaphragma in den Anodenraum einwandern und den Hauptteil, z. B. 4/" mittels Heber in den Anodenraum strömen lässt. Man kann ferner auch so vorgehen, dass man das Dia phragma gegen den Zellenanfang hin bei Q so durchlässig ausbildet, dass z.
B. die Haupt menge des Katholyten an diesem Teil des Diaphragmas durchtritt, während die rest liche Menge, durch das übrige Diaphragma in den Anodenraum gelangt. Um eine gleich mässige Strömung des Elektrolyten in der Zelle zu erzielen, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die übereinander liegenden Elektro den in der Strömungsrichtung des Anolyten geneigt anzuordnen.
Die Abführung des Ano- lyten erfolgt an der der Eintrittsstelle des Katholyten in den Anodenraum gegenüber liegenden Stelle R.
Der an der Anode molekular entstehende Sauerstoff kann entlang dem Diaphragma nach aussen entweichen, ohne die Stromver bindung zwischen Kathode und Anode wesentlich zu stören. Dies kann dadurch er leichtert werden, dass sowohl Anode als auch Diaphragma in Richtung der Zellenquerachse von den Seiten zur Mitte hin geneigt, etwa warmen- oder rinnenförmig ausgebildet sind.
Selbstverständlich können mehrere Zel len zu einem Aggregat vereinigt, z. B. hin tereinander geschaltet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Zelle für .die elektrolytische Gewinnung von Perverbindungen mit strömendem Elek trolyten und mit gekühlten Elektroden,.wobei der durch ein Diaphragma vom Ano denraum getrennte Kathodenraum oberhalb .des Anodenraumes angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen Diaphragma und Anode an -der Eintritts stelle des Elektrolyten in den Anodenraum der langgestreckten Zelle kleiner ist als an der Austrittsstelle des Elektrolysenproduktes. UNTERANSPRüCHE 1.Zelle nach Patentansprüch,dadurch ge kennzeichnet, dass der Abstand zwischen -den Elektroden an .allen Stellen :der gleiche ist. 2. Zelle nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Elektroden in Rich tung,der Längsachse der Zelle :gegen die Aus trittsstelle des Elektrolysenproduktes hin leieht geneigt angeordnet sind.3. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dis Anode und das Diaphragma rinnenförmig ausgebildet sind. 4. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode und das Dia phragma wannenförmig .ausgebildet sind.5. Zelle nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, d:ass das Diaphragma so durchlässig ausgebildet ist, dass der Elektro lyt mindestens teilweise vom Kathodenraum durch das Diaphragma hindurch in den Ano denraum strömen kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE228920X | 1941-02-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH228920A true CH228920A (de) | 1943-09-30 |
Family
ID=5867486
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH228920D CH228920A (de) | 1941-02-04 | 1941-12-06 | Zelle für die elektrolytische Gewinnung von Perverbindungen. |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE444142A (de) |
| CH (1) | CH228920A (de) |
| NL (1) | NL56148C (de) |
-
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- NL NL56148D patent/NL56148C/xx active
- BE BE444142D patent/BE444142A/xx unknown
-
1941
- 1941-12-06 CH CH228920D patent/CH228920A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL56148C (de) | |
| BE444142A (de) |
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