CH228972A - Vorrichtung zur Abgabe abgemessener stets gleicher Flüssigkeitsmengen. - Google Patents

Vorrichtung zur Abgabe abgemessener stets gleicher Flüssigkeitsmengen.

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CH228972A
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pipette
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Inventor
Alexander Dr Med Cerny
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Alexander Dr Med Cerny
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01LCHEMICAL OR PHYSICAL LABORATORY APPARATUS FOR GENERAL USE
    • B01L3/00Containers or dishes for laboratory use, e.g. laboratory glassware; Droppers
    • B01L3/02Burettes; Pipettes
    • B01L3/0282Burettes; Pipettes mounted within a receptacle

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Clinical Laboratory Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Closures For Containers (AREA)

Description


  
 



  Vorrichtung zur Abgabe abgemessener stets gleicher   Flüssigkeitsmengen.   



   Die in der Laboratoriumstechnik gebräuchlichen Methoden zur Messung und Abfüllung bestimmter   Flüssigkeitsmengen,    (Pipettieren, Ablassen von Flüssigkeiten aus der Burette usw.) sind besonders bei der Ausführung von Serienversuchen, bei denen immer gleiche Flüssigkeitsmengen benötigt werden, sehr zeitraubend. Abgesehen davon, dass die genaue Abmessung der benötigten Flüssigkeitsmengen äusserste Aufmerksamkeit erfordert und damit subjektiven Fehlerquellen unterliegt.



   Sodann bringt die Einführung einer Pipette in eine Flasche immer die Gefahr einer Verunreinigung ihres Inhaltes mit sich, eine Tatsache, die in der bakteriologischen wie überhaupt medizinischen Laboratoriumstechnik dem Erfordernis der Sterilität unliebsam entgegenwirkt. Zur Behebung dieser   Mängel    dient nachfolgend beschriebene erfindungs  gemässe    Vorrichtung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein winkelig abgebogener Messhohlkörper derart mit einem Flüssigkeitsvorratsbehälter verbunden ist, dass sein äusserer,

   eine gewünschte abgemessene Flüssigkeitsmenge fassender Schenkel jeweils durch Neigen des Flüssigkeitsvorratsbehälters in der Richtung der Ausfluss öffnung gefüllt werden kann und die überschüssige Flüssig  keitsmenge    beim nachfolgenden Senkrechtstellen des Behälters von der   E(nickungsstelle    ab, die der Marke des Flüssigkeitsinhaltes des Messhohlkörpers entspricht, der Schwere folgend in den Behälter   zuruckfliesst.   



   Die beigehefteten bildlichen   Darstelllm-    gen zeigen einige Ausführungsbeispiele.



   Der eine Schenkel a (Abb. 1, 2 und 3) einer V-förmigen Glasröhre ist als Pipette ausgebildet und so dimensioniert, dass er von der Ausflussstelle   a    bis zur Abknickungsstelle b die stets gleiche, gewünschte abgemessene Flüssigkeitsmenge aufzunehmen vermag. Der andere Schenkel a ist so ausgeführt, dass er durch einen Flaschenstöpsel in das Flascheninnere eingeführt werden kann (Abb. 2), oder so, dass er selbst als Stöpsel eine besondere seitliche Öffnung in der Flasche e verschliesst (Abb. 1). In Abb. 3 bilden die Flasche und  die Pipette eine Einheit. Ausser der Pipettenausflussöffnung besitzt die Flasche gesondert von der Pipette oder in Verbindung mit ihr im obern Teil eine mit dem Luftraum über dem Flüssigkeitsspiegel des Flascheninhaltes in Verbindung stehende verschliessbare Öffnung f.

   Bei vertikaler Stellung der nicht übermässig gefüllten Flasche kann natürlich keine Flüssigkeit in den Pipettenschenkel gelangen. Die Füllung desselben folgt durch blosses Neigen der Flasche bei geschlossener   Offnung    f, wodurch die Flüssigkeit in den Pipettenschenkel gelangt. Nun wird die Flasche wieder aufrecht gestellt, wobei die überschüssige Flüssigkeit durch den Schenkel c in die Flasche zurückfliesst und nur die gewünschte Flüssigkeitsmenge im Pipettenschenkel verbleibt. An der   Knickungsstdle      6,    bis zu welcher die Flüssigkeit in der Pipette steht, befindet sich die Marke, die den maximalen Flüssigkeitsbestand in der Pipette anzeigt. Diese Flüssigkeitsmenge kann nicht abfliessen, solange der äussere Luftdruck keinen Zutritt zum Flaschenraum über dem Flüssigkeitsspiegel besitzt.

   Die Zulassung des Aussendruckes und damit das Entleeren der Pipette erfolgt durch Freigabe der   Öffnung    f, die entweder eine Verschlussvorrichtung aufweist oder auch nur während des Auffüllens des   Pipettenschenkels    durch Fingerdruck geschlossen gehalten wird. Natürlich lässt sich auch ein bloss teilweises Ablassen beliebiger Flüssigkeitsmengen durch entsprechende Freigabe der   Luftdruckregulierungs-    öffnung, wie dies beim Pipettieren mit der normalen Pipette der Fall ist, vornehmen.



  Diese Vorrichtung kann auch an Flaschen angebracht werden, denen man bestimmte konstante Mengen von Flüssigkeiten, z. B.



  Medikamente, chemische Reagenzien usw., zu entnehmen pflegt. In diesem Falle braucht die Pipette nicht graduiert zu sein, da ihr Fassungsvermögen der zu entnehmenden Menge entspricht.   



   Verschluss und : Bedienung der Öffnung f    können, je nach Verwendungsart der Vorrichtung, verschiedenartig ausgebildet sein.



  Die Abb. 4, 5 und 6 zeigen diesbezüglich einige Beispiele. Die Verschlussvorrichtung Abb. 4 besteht aus einer Verschlusskapsel g, aus einem beliebigen festen   Mate-    rial mit einer beispielsweise ovalen Öffnung    k. Unter der A, Verscblusskapsel g befindet sich    eine aufliegende elastische Membran   iq    die    ihrerseits eine Öffnung k ; besitzt, die jedoch    in keinem Punkte der Fläche die Öffnung   h    der   Vers ehluss kapsel    überschneidet oder tangiert. Durch   Fingerdruek    auf die   Membran     (durch die Öffnung   Ir)    wird diese vom Ver   schluss g v. weggedrückt und gestattet der Luft    den Eintritt durch die entstehende Spalte 1.



  Eine andere Lösung zeigt Abb. 5. Die Öffnung f ist dort von einem Gummipfropfen verschlossen. Dieser Pfropfen   m    ist durchbohrt; im Bohrloch befindet sich ein am untern Ende halbkreisförmig gebogenes Röhrchen   n.    Gegen eine Verschiebung des Röhrchens im Pfropfen in der Richtung des Bohrloches ist dieses durch den Bolzen o gesichert.



  In normaler Lage drückt das dem Flascheninnern zugekehrte Ende des gebogenen Röhrchens auf den   Gummipfropfen       1    und wird dadurch abgeschlossen. Drückt man auf das freie Ende des Röhrchens, so entfernt sich das gekrümmte Ende vom Gummipfropfen und gibt den   Weg    für den Eintritt der Aussenluft frei. In Abb. 6 wird die Öffnung r durch einen vermittels eines durch die Feder q gegen die   Verschlnsskapsel    gedrückten Stöpsels verschlossen. Dieser Stöpsel besitzt eine Verlängerung in Form eines Knopfes   s;    durch Druck auf diesen Knopf wird die Öffnung r freigegeben.



   Die Ausflussöffnung d der Pipette besteht bei Verwendung der Vorrichtung zum Messen und   Abfü] len    von Flüssigkeiten von geringer Viskosität aus einer   Kapillare.    Bei Verwendung für Flüssigkeiten von grosser Viskosität wird   notwendigerweise    die Pipettenöffnung d grössere Dimensionen haben müssen. Um in einem solchen Falle ein allzu starkes Verdunsten des   Flasdieninhaltes    oder einzelner seiner Bestandteile zu verhindern, kann der Pipettenausfluss d mit einem Verschluss versehen werden, d. h. der   ALesshohl-    körper ist als Burette ausgebildet. Die Abb. 7  und 8 zeigen zwei Beispiele von Pipettenverschlüssen.

   In Abb. 7 wird die Pipettenausfluss öffnung d verschlossen durch einen aus elastischem oder starrem Material bestehenden zylindrischen   Körper r,    der durch den starren Ilebel t auf die Ausfluss öffnung d gedrückt wird. Dieser Hebel t ist beispielsweise durch ein elastisches Band   n    am Pipettenschenkel befestigt und besitzt am obern Teil ein von der Wandung in einem Winkel von   10-900    abstehendes Hebelende. Ein Druck auf dieses obere Hebelende in der Richtung gegen den Pipettenschenkel entfernt den Verschlusskörper x von der Ausflussöffnung und gibt diese frei. Eine andere Ausführung eines Verschlusses der   Pipettenausflussöff-    nung zeigt Abb. 8.

   Dort wird der Verschluss bewirkt durch einen durch die Zugstange v gegen die Öffnung d gezogenen Verschlusskörper w, dessen Form derjenigen der Ausfluss öffnung entspricht, zum Beispiel (wie in der Abbildung) konisch, zylindrisch oder kugelförmig ist. Die Zugstange wird im obern Ende der verlängerten Pipette durch eine Feder gehoben und dadurch der Verschlusskörper w gegen die Ausflussöffnung d gezogen; die Freigabe der Öffnung erfolgt durch Fingerdruck auf das über die Pipette herausragende obere Ende der Zugstange v. Die Verschlüsse des Pipettenschenkels f nach Abb. 6 und der Pipettenausflussöffnung nach Abb. 8 können kombiniert werden, und zwar so, dass die Zugstange   v    mit dem Verschlusskörper p fest verbunden wird.

   Die Feder q drückt dann zugleich den Verschlusskörper t gegen die Öffnung r und verschliesst durch Zug an der Stange v die Ausflussöffnung   d;    ein Druck auf den   Knopf    s gibt gleichzeitig die Öffnungen r und d frei.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Abgabe abgemessener, stets gleicher Flüssigkeitsmengen, dadurch gekennzeichnet, dass ein winklig gebogener Messhohlkörper derart mit einem Flüssig lieitsvorratsbehälter verbunden ist, dass sein äusserer, eine gewünschte abgemessene Flüssigkeitsmenge fassender Schenkel jeweils durch Neigen des Flüssigkeitsvorratsbehälters in der Richtung der Ausflussöffnung gefüllt werden kann und die überschüssige Flüssigkeitsmenge beim nachfolgenden Senkrechtstellen des Behälters von der Enickungs- stelle ab, die der Marke des Flüssigkeitsinhaltes des Messhohlkörpers entspricht, der Schwere folgend in den Behälter zurückfliesst.
    UNTERBNSPRVCHE: 1. Vorrichtung gemäss Patentanspruch, mit einem Messhohlkörper aus durchsichtigem Material, dadurch gekennzeichnet, dass dessen äusserer Schenkel als graduierte Pipette ausgebildet ist, deren Fassungsvermögen eine an der Abknickungsstelle befindliche Marke anzeigt und dessen zweiter Schenkel einen Stöpsel bildet, der in die oeffnung des Behälters eingeführt ist.
    2. Vorrichtung gemäss Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen dritten Schenkel mit einer der Regulierung des Luftinnendruckes dienenden Öffnung besitzt, der so angeordnet ist, dass die in den Vorratsbehälter zurückfliessende Flüssigkeit nicht in den dritten Schenkel gelangen kann.
    3. Vorrichtung gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Messhohlkörper als Burette ausgebildet ist, d. h. seine Ausflussöffnung mit einer Abschliessvorrichtung versehen ist.
    4. Vorrichtung gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass deren einer Schenkel des winkeligen Messhohlkörpers als Pipette ausgebildet ist, d. h. in einer kapillaren Öffnung endet, während der andere Schenkel so ausgebildet ist, dass er zugleich als Flaschenstöpsel benützt werden kann.
    5. Vorrichtung gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Zulassung des Aussenluftdruckes zum Luftraum über dem Flüssigkeitsspiegel unter einer Verschlusskapsel mit einer Öffnung sich eine an die Kapsel anliegende elastische Membran befindet, die ihrerseits eine Öffnung besitzt, wobei sich jedoch die beiden Öffnungen in keinem Punkte der Fläche überschneiden oder tangieren.
    6. Vorrichtung gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Zulassung der Aussenluft ein durch einen Gummistöpsel durchgeführtes, am untern Ende halbkreisförmig abgebogenes Röhrchen mittels eines Bolzens am Gummi derart fixiert ist, dass das gebogene Ende auf dem Gummi aufliegt und normalerweise durch ihn abgeschlossen wird, bei Druck auf das freie Ende jedoch sich vom Gummi entfernt und so die Aussenluft in den Flüssigkeitsbehälter einlässt.
    7. Vorrichtung gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Zulassung des Aussenluftdruckes die Öffnung in der Verschlussliapsel durch einen vermittels einer Feder gegen dieselbe gedrückten Stöpsel nor nialerweise geschlossen wird, wobei dieser Stöpsel eine Verlängerung besitzt, die gestattet, denselben von der Öffnung wegzudrücken.
    8. Vorrichtung gemäss Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen der Form der Ausfluss öffnung entsprechenden Verschlusskörper, der von aussen durch einen Hebelarm normalerweise an die Öffnung gedrückt wird.
CH228972D 1942-03-06 1942-03-06 Vorrichtung zur Abgabe abgemessener stets gleicher Flüssigkeitsmengen. CH228972A (de)

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