CH229157A - Verfahren zur Herstellung von Fäden aus Quarz oder anderen hochschmelzenden Oxyden und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fäden aus Quarz oder anderen hochschmelzenden Oxyden und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.

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CH229157A
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quartz
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Skaupy Franz
Weissenberg Gustav
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Skaupy Franz
Weissenberg Gustav
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Fäden aus Quarz oder anderen hochschmelzenden Oxyden  und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  bildet ein Verfahren zur Herstellung von  Fäden aus Quarz oder andern hochschmelzen  den Oxyden und Vorrichtung zur Durchfüh  rung des Verfahrens.  



  Die Herstellung von Fäden     aus    Quarz  oder andern hochschmelzenden Oxyden be  reitet infolge der Schwerschmelzbarkeit die  ser     Materialien    grosse Schwierigkeiten, und  bisher war es nur in einem diskontinuier  lichen Verfahren möglich, Quarzfäden von  wenigen Metern Länge herzustellen. Bei die  sem Verfahren wurde ein unter Zugspannung  stehender Quarzstab an einer Stelle bis zum  Schmelzen erhitzt. Als Folge hiervon wurde  das abgeschmolzene Quarzstück weggeschleu  dert, wobei es gleichzeitig einen Quarzfaden  von der Schmelzstelle mit sich führte.  



  Nach der vorliegenden Erfindung kann  man zum Beispiel Fäden aus Quarz oder an-    dern schwer schmelzbaren Oxyden in prak  tisch     unbeschränkter    Länge erzielen. Erfin  dungsgemäss wird hierbei das mindestens bis  zur Plastizität erhitzte, also zum Beispiel ge  schmolzene oder nur     plastifizierte        Ausgangs-          material    mit einer Geschwindigkeit     von.min-          destens    250 m pro     Minute    von der Düsen  öffnung     abgezogen.        und    der Düsenöffnung  mit     geringerer    Geschwindigkeit nachgehe  fert,

   wobei der Düsenquerschnitt den Faden  querschnitt mindestens um das Fünfzigfache  übersteigt.  



  Für die     Durchführung    des Verfahrens  kommen neben Quarz in     durclLsichtigeroder     undurchsichtiger Form auch andere hoch  schmelzende Oxyde, wie zum Beispiel     Zir-          konoxyd        bezw.    Gemische verschiedener hoch  schmelzender Oxyde in Betracht. Bei dem  erfindungsgemässen Verfahren     ist    es nicht er  forderlich, dass die Ausgangsmaterialien bis      zur Dünnflüssigkeit erhitzt werden; vielmehr  genügt es in vielen Fällen, wenn das Ma  terial etwas über den Erweichungspunkt  hinaus erhitzt wird, so dass es gerade pla  stisch ist.  



  Die erfindungsgemässe Vorrichtung zur  Herstellung der Fäden nach dem erfindungs  gemässen Verfahren besitzt einen Schmelzofen  und eine Platte aus elektrisch leitendem  feuerfestem Material, welche Düsenöffnungen  aufweist.  



  In der beigefügten Zeichnung ist die Vor  richtung in zwei Ausführungsbeispielen dar  gestellt, an Hand welcher auch Durchfüh  rungsbeispiele des erfindungsgemässen Ver  fahrens erläutert werden.  



  In der Fig. 1 bedeutet 6 einen Hochfre  quenzschmelzofen aus hochfeuerfestem Ma  terial, in welchem der aus zum Beispiel  Graphit oder Kohle bestehende Behälter 7  angeordnet ist; in diesem befindet sich die  Quarzschmelze B. In die Schmelze taucht das  aus Graphit, Kohle, Thoroxyd und derglei  chen bestehende Rohr 9 mit der Bodenplatte  10, die mit Düsenöffnungen 11 versehen ist,       ein.    Ein Teil des Eigengewichtes des Zylin  ders bezw. Rohres 9 ist durch Gegengewichte  12, die über Rollen 13 angreifen, ausgegli  chen. Das Restgewicht des Rohres bewirkt,  dass sich die Platte 10 in die Schmelze nur bis  zu einer gewissen Tiefe einsenkt. Der hydro  statische Druck der Schmelze presst dann das  geschmolzene oder bis zur Plastizität erhitzte  Quarz durch die Öffnungen der Platte 10 in  das Innere des Rohres 9.

   Zu Beginn des Her  stellungsverfahrens wird der Quarzstempel  14, der in einem Metallrohr, das an der Feder  15 aufgehängt ist, befestigt ist, durch Span  nen der Feder mit den in das Rohr 9 einquel  lenden Strängen in Berührung gebracht; so  bald zwischen dem Stempel 14 und der ein  strömenden Quarzmasse eine Verbindung her  gestellt ist, lässt man die Feder 15 empor  schnellen, wobei die aus den Düsen quellen  den Stränge zu Fäden ausgezogen werden.  Diese Fäden werden dann über die Auf  wickelvorrichtung 16 gelegt und von dieser  dann aufgehaspelt.    Je nach der Geschwindigkeit, mit der die  Aufwickelvorrichtung 16 bewegt wird, wer  den Fäden verschieden starken Durchmessers  erzielt.

   Es wurden Aufspulgeschwindigkei  ten von 500 m pro Minute bis 3600 m pro  Minute und mehr zur Anwendung gebracht,  mindestens beträgt sie jedoch 250 m pro Mi  nute, wobei der Düsenquerschnitt den Faden  querschnitt noch mindestens um das Fünfzig  fache übersteigt.  



  Durch entsprechende Bemessung der Ge  wichte 12 wird erreicht, dass in dem Masse,  wie Fäden aus der Quarzschmelze heraus  gesponnen werden, das Rohr 9 mit der Dü  senplatte 10 in die Schmelze nachsinkt, so  dass an den Düsenöffnungen ein stets kon  stanter hydrostatischer Druck vorhanden ist.  Die Geschwindigkeit, mit der das Ausgangs  material zu den Düsenöffnungen nachgelie  fert wird, ist natürlich erheblich geringer als  die Abziehgeschwindigkeit.  



  Die Durchmesser der     Düsen    sind um ein  Vielfaches grösser als die Stärke der erzeug  ten Quarzfäden, beispielsweise 3 mm, wäh  rend die erzeugten Fäden einen Durchmesser  an 3,11 besitzen. Die Stärke der Fäden ist  nicht 'durch die Öffnung der Düsenplatte,  sondern durch den     Streckvorgang    bestimmt.  Durch entsprechende     Gestaltung    der Düsen  öffnungen können den     abgesponnenen    Quarz  fäden die verschiedensten     Querschnittsformen     erteilt und zum Beispiel auch Hohlfäden und  Fäden in Bandform erzielt werden.  



  Bei der Ausführungsform der Erfindung  gemäss     Fig.    1 wird gleichzeitig aus der       Schmelze    eine grössere Anzahl von Fäden  entsprechend der Zahl der vorhandenen Dü  senöffnungen     herausgesponnen.     



  Die     Fig.    2 zeigt eine andere Ausführungs  form einer     Streckspinnvorrichtung.    Der ge  schmolzene Quarz wird unter Druck durch  eine Düsenplatte 31, 32 aus Kohle,     'Volfram-          ka.rbid    oder Graphit oder einem ähnlichen  feuerbeständigen, jedoch elektrisch leitenden  Material gepresst,     wobei    die Düsenplatte  selbst als Heizkörper benutz': wird und einen  Teil des Schmelzbehälters für die. zähflüssige  Schmelze bildet. Zu diesem Zweck sind die      Stromzuführungen 35 und 36 vorgesehen.

    Zwecks guter Wärmeausnutzung wird nur  derjenige Teil der zu verspinnenden Quarz  masse geschmolzen bezw. durch Hitze     plasti-          fiziert,    der der Düsenplatte zunächst liegt.  Dieser Teil der Quarzmasse wird durch  Druck, beispielsweise durch den Druck der  auf ihr lastenden Quarzmasse, durch die Dü  senöffnungen herausgepresst. Die aus den  Düsen austretenden plastischen bezw. flüs  sigen Teile der Quarzmasse werden     mittels     einer Vorrichtung, wie sie in Fig. 1 darge  stellt ist, abgezogen und auf die Haspel auf  gewickelt. Aus der Fig. 2 ist ersichtlich, dass  die Graphitplatte 31 an der Stelle 32 eine  wesentlich geringere Dicke aufweist, wodurch  die elektrische Heizenergie an dieser Stelle  konzentriert wird.

   Die Stelle 32 ist mit Boh  rungen, die zweckmässig einen Durchmesser  von 2 bis 4 mm aufweisen, versehen und bil  det die Spinnbrause der Apparatur. Oberhalb  von 32, im Raum 33, ist     beispielsweise    Quarz  sand aufgeschichtet, der durch eine Wärme  isolation 39 und eine elektrische Isolation 37  geschützt ist. Wird der elektrische Strom  kreis geschlossen, so wird die Spinnbrause je  nach der angelegten Spannung eine entspre  chend hohe Temperatur annehmen und, so  fern sie hoch genug gewählt ist, den Quarz  sand im Raum 33 knapp oberhalb von 32 nie  derschmelzen. Infolge des statischen Druckes,  der auf die Schmelze durch die Barüber  liegende Quarzsandmenge ausgeübt wird,  tritt die Schmelze durch die Düsenöffnungen  der Platte 32 in den Raum 41.

   In diesem  Raum wird durch irgendeine geeignete Vor  richtung der     durchquellende    Quarz erfasst,  abgezogen und auf eine Aufhaspelvorrich  tung aufgewunden.  



  Bei einem praktisch ausgeführten Bei  spiel wurde eine Düsenplatte mit kreisrunden  Offnungen von 3 mm Durchmesser verwen  det; die Durchtrittsgeschwindigkeit der  Quarzschmelze betrug 1 cm pro Minute, die  Aufwickelgeschwindigkeit der Haspel 900 m  pro Minute. Das Geschwindigkeitsverhältnis  der Zufuhr des Ausgangsmaterials und des  Abspinnvorgangeswar demzufolge 1:90000:

      dies bedingt eine Durchmesserverkleinerung  um
EMI0003.0006  
   In Übereinstimmung  hiermit betrug der Durchmesser bei dem er  zielten Quarzfaden etwa 10     #.    Da es ohne  weiteres möglich ist, mit noch schneller sich  drehenden     Aufwickelvorrichtuugen    zu arbei  ten, kann man auch noch erheblich dünnere  Fäden herstellen,     beispielsweise    sind Fäden  mit einem Querschnitt von nur     1/        ,u        und     weniger erzielt worden.  



  Mit einer     Aufhaspelvorrichtung    können  gegebenenfalls gleichzeitig mehrere Fäden  gesponnen werden, wobei sowohl ein Ofen  wie auch mehrere Ofen Verwendung finden  können. Besonders zweckmässig ist das     mehr-          fädige    Spinnen dann, wenn man statt der in  den     Figuren.    gezeichneten     Aufhaspelvorrich-          tung    einen Spinntopf des gleichen Systems,  wie in der     Kunstseidenindustrie    üblich, ver  wendet.

   Dabei lässt man zweckmässig die  Fäden vorerst     durch    eine Schleppwalze för  dern und von dieser Walze     in    den Spinn  t     op        f        gelangen,        eD        wo        sie        vorgezwirnt        und        zu     einem Spinnkuchen     aufgesponnen    werden.  Die dargestellte     Streckspinnvorrichtung     ermöglicht unter wirtschaftlich tragbaren Be  dingungen die Erzielung einer besonders  hohen Abzugsgeschwindigkeit (zum Beispiel  1000 m pro Minute und mehr).  



  Das Nachfüllen von     Quarzsand    ist bei die  ser Ausführungsform besonders einfach, da  er durch geeignete Vorrichtungen von oben in  den Raum 33, unter Einhaltung eines mög  lichst konstanten Niveaus, eingeschüttet wer  den kann.  



  Um die     Abstrahlungsverluste    in der  Spinnbrause auf der dem zu erhitzenden Aus  gangsmaterial abgewandten Seite möglichst  zu vermindern, ist es zweckmässig, die     Spinn-          brause    aus zwei oder mehreren Schichten  verschieden elektrisch leitender Materialien,  beispielsweise Kohle und Graphit, aufzu  bauen, und zwar derart, dass die Schicht, die  der schmelzenden Masse zugewandt ist, .elek  trisch besser als die     abgewandte    Schicht lei  tet. Dadurch wird erreicht, dass durch diese  Schicht ein höherer     elektrischer.Strom    fliesst,      und diese heisser als die der schmelzenden  hasse entgegengesetzte Seite wird.

   Beson  ders vorteilhaft ist es, die der     schmelzenden     blasse     entgegengesetzte    Seite der     Spinnbrause     mit einer Schicht eines Wärmeisolators zu  versehen, beispielsweise Zirkonsilikat.  



  Zweckmässig arbeitet man in einer     nen-          fralen    Atmosphäre, indem man beispielsweise  in den Raum 33 und 41 Stickstoff einleitet.  



  Zur Erweichung bezw. zum Sehmelzen  des Ausgangsmaterials werden Schmelzöfen  verwendet, die eine entsprechend hohe Tem  peratur einzustellen und     leicht    zu regulieren  gestatten. Beispielsweise können elektrische  Widerstandsöfen, Hochfrecquenzöfen, Kohle  griessöfen, Staböfen, Tammanöfen und mit       Knallgas-    oder Sauerstoffgebläse geheizte  Öfen verwendet werden.  



  Gegebenenfalls kann es zweckmässig sein.  insbesondere bei Verwendung von Kohleöfen,  zur Schonung der Ofenmaterialien, Stick  stoff, Argon und andere inerte Gase durch  den Ofen hindurchzuleiten, bezw. die den  hohen Temperaturen und der Luft ausgesetz  ten Bauteile mit schützenden Materialien zu  bedecken oder zu imprägnieren.  



  Bei gegebenem Düsenquerschnitt     und     gegebener Düsenlänge ist bei     konstantem     Druck auf die Schmelze für jede Temperatur  der Schmelze eine Abzugsgeschwindigkeit  gegeben, die aus der Poiseuilleschen Glei  chung errechenbar ist. Stellt man nun diese  Abzugsgeschwindigkeit ein, so muss zweelzs  einwandfreien Betriebes der Apparatur die  Zähigkeit der     Schmelze        konstant    sein,     sonst:     würde bei steigender     Zähigkeit    zu     wenig     Schmelze durch die Düsenöffnung nachflie  ssen, die Fäden immer dünner und dünner wer  den und schliesslich abreissen.

   Aber auch beim  Absinken der Zähigkeit (also beim Steigen  der Temperatur)     würden        Störungen    auf  treten, da in diesem Fall     immer    mehr  Schmelze nachgeliefert wird als bei der festen       Abzugsgeschwindigkeit    und dem     gewünsch-          ten    Fadendurchmesser notwendig ist.

   Es kön  nen dabei zwei Fälle eintreten: Entweder  wird der     Fadendurchmesser    dicker, oder es  treten - bei plötzlichen starken     Änderungen     
EMI0004.0023     
  
    der <SEP> Zähigkeit <SEP> -- <SEP> sobenannte <SEP> "Fi^ehe" <SEP> (kurze,
<tb>  stark <SEP> verstärkte <SEP> Fadenteile) <SEP> auf.

   <SEP> Beides
<tb>  führt <SEP> zu <SEP> sehr <SEP> unliebsamen <SEP> Störungen.
<tb>  Diese <SEP> Scli\\-ieribkeiten <SEP> können <SEP> dadurch
<tb>  vermieden <SEP>  -erden, <SEP> dass <SEP> auf <SEP> an <SEP> sich <SEP> bekannte
<tb>  jreise <SEP> die <SEP> der <SEP> Schmelze <SEP> zugeführte <SEP> Wärme  menge, <SEP> der <SEP> Driiek <SEP> und <SEP> die <SEP> Abzubsgeschwin  digkeit <SEP> autoniati?eli <SEP> konstant <SEP> gehalten <SEP> wer  den, <SEP> oder <SEP> dass <SEP> bei <SEP> niclil, <SEP> konstant <SEP> gehaltener
<tb>  Wäi-memenbe <SEP> die <SEP> Ahzubsgesclnvindigheit <SEP> und
<tb>  der <SEP> Druck <SEP> auf <SEP> die <SEP> Schmelze <SEP> in <SEP> solcher <SEP>  -'eise
<tb>  automatisch <SEP> gerebelt <SEP>  -erden,

   <SEP> dass <SEP> trotz <SEP> den
<tb>  Änderungen <SEP> der <SEP> Viskosität <SEP> der <SEP> Schmelze <SEP> der
<tb>  Fadendurchnleser <SEP> honatant <SEP> bleibt. <SEP> Die <SEP> hoch  ::chmelzenden <SEP> 0z,vde. <SEP> insbesondere <SEP> Quarz,
<tb>  zei-en <SEP> eine <SEP> zum <SEP> Teil <SEP> reelit. <SEP> ungünstige <SEP> Eigen  schaft, <SEP> nämlich <SEP> eine <SEP> ausserordentlich <SEP> hohe
<tb>  Temperaturempfindlichkeit <SEP> der <SEP> Zähigkeit,
<tb>  insbesondere <SEP> in <SEP> dem <SEP> Temperaturintervall. <SEP> in
<tb>  dem <SEP> aus <SEP> #\-irt:;

  eliaftlichen <SEP> Gründen <SEP> gearbeitet
<tb>   ird. <SEP> Spinnversnelie <SEP> zeigen <SEP> dieses <SEP> sehr
<tb>  deutlich. <SEP> 11an <SEP> ist <SEP> nun <SEP> immer <SEP> bestrebt, <SEP> mit
<tb>  niöblielist <SEP> niedrigen <SEP> Temperaturen <SEP> zu <SEP> arbei  ten, <SEP> weil <SEP> neben <SEP> den <SEP> nicht <SEP> unerheblichen <SEP> tech  nischen <SEP> Schwierigkeiten <SEP> einer <SEP> selbst <SEP> nur <SEP> um
<tb>  I.00  <SEP> C <SEP> höher <SEP> als <SEP> unbedingt <SEP> notwendigen
<tb>  Temperatur <SEP> (in <SEP> dem <SEP> an <SEP> .;

  ich <SEP> hohen <SEP> Bereich
<tb>  von <SEP> etwa <SEP> -?0(l0" <SEP> C <SEP> mid <SEP> darüber) <SEP> die <SEP> Verlust  wärme <SEP> sehr <SEP> schnell <SEP> steigt. <SEP> Bei <SEP> den <SEP> tieferen
<tb>  Temperaturen, <SEP> bei <SEP> denen <SEP> gerade <SEP> noch <SEP> gespon  nen <SEP> werden <SEP> kann, <SEP> sind <SEP> die <SEP> Änderungen <SEP> der
<tb>  Zähigkeit <SEP> mit <SEP> der <SEP> Temperatur <SEP> ,jedoch <SEP> grösser,
<tb>  so <SEP> dass <SEP> gerade <SEP> beim <SEP> wirtschaftlichen <SEP> Spin  nen <SEP> besonderes <SEP> Aubennierh <SEP> auf <SEP> das <SEP> Regeln
<tb>  der <SEP> Temperatur <SEP> o@iri- <SEP> der <SEP> Abzugsgeschwindig  keit <SEP> gelebt <SEP>  -erden <SEP> muss.

   <SEP> Dazu <SEP> kommt, <SEP> dass
<tb>  auch <SEP> aus <SEP> wirtsuliafllichen <SEP> Gründen <SEP> die <SEP> Dü  senkonstanten, <SEP> die <SEP> Viskosität <SEP> (Temperatur),
<tb>  der <SEP> Druck <SEP> und <SEP> die <SEP> <B>#</B> <SEP> @ <SEP> bzu-s-esehwindibkeit
<tb>  auf <SEP> optimale <SEP> Bedingungen <SEP> eingestellt <SEP> werden
<tb>  müssen.
<tb>  Es <SEP> können <SEP> verschiedene <SEP> Massnahmen <SEP> be  froffen <SEP> werden:

  
<tb>  Da <SEP> im <SEP> allgemeinen <SEP> der <SEP> elektrische <SEP> Wider  stand <SEP> des <SEP> bei <SEP> den <SEP> verschiedenen <SEP> Streekspinn=
<tb>  vorriehtmigen <SEP> verwendeten <SEP> elektrischen <SEP> Heiz  körpers <SEP> mit <SEP> der <SEP> Temperatur <SEP> ständig <SEP> steigt
<tb>  ändert <SEP> sich <SEP> auch <SEP> die <SEP> elektrische <SEP> Leistung,         falls eine konstante Spannung angelegt ist,  entsprechend der Änderung des elektrischen  Widerstandes des Heizkörpers. Man kann  nun, um die zugeführte Wärmemenge kon  stant zu halten, so vorgehen, dass man auf  konstanten Strom regelt. Dabei gelangt man  infolge der Temperaturabhängigkeit des Wi  derstandes nur in erster Annäherung zu einer  konstanten Leistung, besser ist daher, man  regelt die Leistung selbst.

   Im ersten Fall  arbeitet man beispielsweise so, dass man ein  Amperemeter über ein Relais mit einem  Regelmotor derart kuppelt, dass beim Ab  sinken des Stromes der Regelmotor einen  Hauptregler, der beispielsweise auf einen Stu  fentransformator wirkt, zur Einstellung einer  höheren Spannung veranlasst und umgekehrt.  Im zweiten Fall benutzt man statt     eines    Am  peremeters ein Wattmeter.  



  Man kann aber auch durch das     Ampere-          oder    Wattmeter über Relais oder sonstige  Einrichtungen die Drehzahl der Aufspinn  maschine beeinflussen. Das Mass der notwen  digen Beeinflussung ist auf der     Poiseuille-          schen    Gleichung zu entnehmen.  



  Schliesslich kann man auch den Druck,  unter dem die Schmelze durch die Düsenöff  nungen quillt, regeln. Am einfachsten ist die  Regelung derart, dass der Schmelzbehälter  zum Beispiel unter dem Gasdruck einer  Druckflasche mit Reduzierventil steht. Da  praktischerweise bei fast allen Verfahren  Stickstoff als Spülgas verwendet wird, ist es  zweckmässig, den Schmelzbehälter unter dem  Druck einer Stickstoff-Atmosphäre zu hal  ten. Man kann dann so vorgehen, dass man  mittels des Ampere- oder Wattmeters über  Relais das Reduzierventil steuert, und zwar  bei fallender elektrischer Leistung den Druck  steigert und umgekehrt. Da man aus Festig  keitsgründen nicht über einen bestimmten  Druck gehen kann, so empfiehlt es sich, von  einem gewissen Druck an die bisher noch  konstante Abzugsgeschwindigkeit zu regeln.  



  Es sind natürlich noch andere Regelkom  binationen möglich. So kann beispielsweise  gleichzeitig auf eine konstante Stromstärke  und auf einen bestimmten Gasdruck ein-    geregelt werden. Schliesslich kann man auch  bis zu einer bestimmten     Spannungsgrenze    auf  eine konstante elektrische Leistung bezw.  Wärmemenge .einregem, worauf dann eine  Regelung des Druckes bis zu einem Druck  grenzwert und anschliessend eine Regelung  der Abzugsgeschwindigkeit erfolgt.  



  Da die erzeugten Fäden häufig eine elek  trostatische     Aufladung    aufweisen, empfiehlt  es sich, dieselben vor dem Aufwickeln zu ent  laden, was     beispielsweise    durch Hindurch  führung     durch    ein     Elektrolytbad    erfolgen  kann.  



  Je nach dem Querschnitt, den das Aus  gangsmaterial an der Düsenöffnung aufweist       bezw.    je nach dem     Querschnitt,    den man dem  geschmolzenen Ausgangsmaterial an dieser  Stelle gibt, kann man Fäden mit den ver  schiedensten Querschnittformen, insbesondere  auch bandförmige Fäden, erhalten, die übri  gens besonders gute mechanische Eigenschaf  ten aufweisen.  



  Die erhaltenen Fäden lassen sich, da sie  sehr schmiegsam und elastisch sind-und eine  beträchtliche Zerreissfestigkeit aufweisen,  nach den üblichen     textiltechnischen    Methoden  verzwirnen und durch Verweben oder Ver  wirken usw. zu Geweben     bezw.    Wirkwaren  verarbeiten.  



  Die erhaltenen Fäden sind, wie schon aus  geführt, durch eine hohe     Elastizität    und grosse       Zerreissf        estigkeit    ausgezeichnet. Sie lassen  sich ohne Schwierigkeiten nach allen in der       Textiltechnik    üblichen Verfahren verzwirnen.  Fäden mit einem     unter    5     ,u    liegenden Durch  messer zeigen eine beträchtliche Knüpffestig  keit.  



  Da Quarz einen sehr geringen     dielektri-          sehen    Verlust aufweist     (tg    D     etwa    1 X     10-6)     eignen sich die hergestellten Quarzfäden in  Form von Bändern sehr gut als     Umwick-          lungsmaterial    für     Drähte    und Kabel und  insbesondere zur Isolierung von Stromleitern,  die     hochfrequente    Ströme führen. Auch als       Dielektrikum    in Kondensatoren sind sie ge  eignet. Solche Quarzbänder können mit  Leichtigkeit in einem Seitenverhältnis des       Querschnittes    von 1 : 2 bis 1 : 100 und mehr      hergestellt werden.

   Den bisher für diesen  Zweck verwendeten Materialien, wie Seide,  Äthylzellulose, Polystyrol usw., sind sie er  heblich überlegen.  



  Die Quarzfäden bezw. Quarzbänder kön  nen, da sie in jeder beliebigen Länge her  stellbar und sehr elastisch sind. ohne weiteres  auch zu Geweben verarbeitet werden, die zui  den verschiedensten Zwecken Anwendung  finden können, beispielsweise zu Geweben,  hei denen besonderer Wert auf eine grosse  Durchlässigkeit für ultraviolette Strahlen be  legt wird oder die als Säureschutz oder  Feuerschutz dienen sollen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Fäden aus Quarz oder andern hochschmelzenden Oxyden, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangsmaterial mindestens bis zur Plasti zität erhitzt und mit einer Geschwindigkeit von mindestens 250 mn pro Minute von der Düsenöffnung abgezogen und der Düsenöff nung mit geringerer Geschwindigkeit nach geliefert wird, wobei der Düsenquerschnitt mindestens um das Fünfzigfache den Faden querschnitt übersteigt. II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen Schmelzofen und eine Platte aus elektrisch leitendem feuerfestem Material, welche Düsenöffnungen aufweist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der mit einer Mehrzahl von Düsenöffnungen zum Durch- tritt, der zähflüssigen Schmelze versehene Schmelzbehälter elektrisch beheizt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da- durcll gekennzeichnet, dass die Geschwindig keitserhöhung des Ausgangsmaterials beim Durchtritt durch die Düse im Verhältnis von mindestens 1 : 1000 vorgenommen wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Schmelze zugeführte Wärme- mnenge nicht konstant gehalten wird und der Druck und die Abzugsgeschwindigkeit in solcher Weise automatisch geregelt werden, dlass trotz den Änderungen der Viskosität der Schmelze der Fadendurchmesser konstant bleibt. 4. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei konstanter Abzugsgeschwindigkeit die zugeführte Wärmemenge und der Druck automatisch konstant gehalten werden.
    5. Vorrichtung nach Patentanspruch IL dadurch gekennzeichnet. dass dieselbe einen in das geschmolzene Ausgangsmaterial ein tauchenden Zylinder aufweist, der die Düsen platte trägt, und dass Mittel vorgesehen sind, iun den h-%-drostatisclien Druck des Ausgangs materials an den Düsenöffnungen konstant zu halten. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe einen das Ausgangsmaterial enthaltenen Zylinder aufweist, dessen Boden die Düsenplatte bil det.
CH229157D 1937-03-18 1938-03-17 Verfahren zur Herstellung von Fäden aus Quarz oder anderen hochschmelzenden Oxyden und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. CH229157A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1086853B (de) * 1954-06-14 1960-08-11 Owens Corning Fiberglass Corp Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fasern oder Faeden aus thermoplastischen Stoffen

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1086853B (de) * 1954-06-14 1960-08-11 Owens Corning Fiberglass Corp Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Fasern oder Faeden aus thermoplastischen Stoffen

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