CH229428A - Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes.Info
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Verfahren zur Herstellung eines Klebstoffes. Es ist bekannt, Zelluloidabfälle unter Verwendung von Lösungsmitteln aufzulösen und die so erhaltene Masse zur Herstellung von Klebstoff zu verwenden. Nach bisher be kannten Verfahren wurden die Zelluloid- abfälle unter Beigabe eines Lösungsmittels in einer rotierenden Trommel zur Auflösung gebracht. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass die so gewonnene Masse nur eine be schränkte Klebekraft besitzt.
Es wurde be reits vorgeschlagen, die Klebekraft durch Beigabe von Zusätzen, die zu gleichen Teilen in Wasser und Alkohol aufgelöst wurden, zu erhöhen, doch zeigte es sich,,dass ,die Wasser festigkeit des Klebstoffes dadurch wesentlich herabgesetzt wurde. Eine Zugabe von Natur harz zeigte den Nachteil, dass .der aufgetra gene Klebstoff leicht spröde wurde.
Diesen Übelständen soll .durch .die vorlie gende Erfindung abgeholfen werden. Die- selbe bezieht sich auf ein Verfahren zur Her stellung eines Klebstoffes.
Erfindungsgemäss legt man Zelluloidab- fälle in ein Lösungsmittel und lässt sie in die sem so lange stehen, bis eine vollständige Auflösung derselben erfolgt und eine breiige Masse entstanden ist, der man alsdann unter ständigem Rühren pulverisierten Harnstoff beifügt, lässt die so erhaltene Mischung einige Zeit stehen, rührt sie hernach während eini gen Stunden intensiv,
worauf man der Mischung unter ständigem Rühren in Spiri- tus aufgelöstes Kunstharz und Äther beifügt, hierauf die so erhaltene Mischung einige Zeit stehen lässt und sie alsdann filtriert.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann zum Beispiel in der Weise durchgeführt wer den, dass man: 15,90 Teile Zelluloidabfälle in 15,90 Teile Lösungsmittel legt und diese in letzterem so lange stehen lässt, bis eine vollständige Auf lösung der Zelluloidabfälle erfolgt und eine breiige Masse entstanden ist, der man alsdann unter ständigem Rühren 2 Teile pulverisier ten Harnstoff beifügt,
worauf man die so erhaltene Mischung 48 Stunden stehen lässt und diese alsdann während 8 Stunden inten siv rührt, worauf man der Mischung unter ständigem Rühren 3,25 Teile in Spiritus auf gelöstes. Kunstharz, 39,35 Teile eines weite ren Lösungsmittels, 19,60 Teile Äther und 4 Teile :synthetischen Kampfer beifügt, die so erhaltene Mischung 36 Stunden stehen lässt und alsdann filtriert.
Durch die Zugabe von Äther wird beim Auftragen des nach dem beschriebenen ö'er- fahren hergestellten Klebstoffes ein rasches Trocknen erzielt.
Der aus der vorbeschriebenen iNlischung gewonnene Klebstoff eignet sich vorzüglich für Leder, Gummi, Linoleum etc.
Für Holz und aus Faserstoffen der ver schiedensten Art bestehende 'Materialien hat sich der gemäss dem nachfolgenden Ausfüh rungsbeispiel des Verfahrens hergestellte Klebstoff als besonders geeignet ei-wiesen.
Gemäss diesem Ausführungsbeispiel des Verfahrens werden: 14,70 Teile Zelluloidabfälle in 14,70 Teile Lösungsmittel gelegt und in letzterem so lange stehen gelassen, bis eine vollstän dige Auflösung der Zelluloidabfälle erfolgt und eine breiige Masse entstanden ist, der man alsdann unter ständigem Rühren 2,94 Teile pulverisierten Harnstoff beifügt, worauf man die so erhaltene Mischung 48 Stunden stehen lässt und diese alsdann während 8 Stunden intensiv rührt, worauf man der Mischung unter ständigem Rühren 1,
96 Teile in Spiritus aufgelöstes Kunstharz, 44,10 Teile eines weiteren Lösungsmittels, 19,60 Teile Äther und 2 Teile synthetischen Kampfer beifügt, die so erhaltene 3li- schung 36 Stunden stehen lässt und alsdann filtriert.
Je nach dem Verivendungsz-,veel@ des Klebstoffes kann das Mischungsverhältnis innerhalb gewisser Grenzen verändert wer den.
Dadurch, da.ss die verschiedenen Zusätze einzeln dem Grundstoff beigefügt werden, und zwar jeweils erst nachdem eine innige Verbindung der vorher zugefügten Zusätze mit dem Grundstoff erfolgt ist, wird die Wasserfestigkeit des so gewonnenen Kleb stoffes, wie die Erfahrung gezeigt hat, wesentlich erhöht und die Sprödigkeit des selben auf ein Minimum reduziert.
Als Lösungsmittel für die Zelluloidab- fälle eignet sich das Lösungsmittel L 1000 vorzüglich.
Die Geschmeidigkeit des Endproduktes kann durch Beigabe von in geeigneten Lösungsmitteln aufgelöstem synthetischen Kampfer noch erhöht werden.
Der nach dem beschriebenen Verfahren hergestellte \Klebstoff besitzt den Vorteil, dass er in der Herstellung billig und viel seitig verwendbar ist; er besitzt grosse Klebe kraft und hohe Wasserfestigkeit.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: \Terfahren zur Herstellung eines Kleb stoffes, dadurch gekennzeichnet, dass man Zelluloidabfälle in ein Lösungsmittel einlegt und diese darin so lange liegen lässt, bis eine vollständige Auflösung derselben erfolgt und eine breiige hasse entstanden ist, der man alsdann unter ständigem Rühren pulverisier ten Harnstoff beifügt und die so erhaltene 3lischung einige Zeit.stehen lässt, diese her nach während einigen Stunden intensiv rührt, worauf man der Mischung unter ständigem Rühren in Spiritus aufgelöstes Kunstharz und Äther beifügt, hierauf die so erhaltene Mischung einige Zeit stehen lässt und sie als dann filtriert. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man <B>15,90</B> Teile Zelluloidabfälle in 15,90 Teile Lösungsmittel legt und diese in letzterem so lange stehen lässt. bis eine vollständige.Auflösung der Zelluloidabfälle erfolgt und eine breiige Masse entstanden ist, der man alsdann unter ständigem Rühren \? Teile pul verisierten Harnstoff beifügt, worauf man die so erhaltene Mischung 48 Stunden stehen lässt und .diese alsdann während 8 Stunden intensiv rührt, worauf man der Mischung unter ständigem Rühren 3.,25 Teile in Spiri- ins aufgelöstes Kunstharz, 89,85 Teile eines weiteren Lösungsmittels, 19,60 Teile Äther und 4 Teile synthetischen Kampfer beifügt und die so erhaltene Mischung 36 Stunden stehen lässt und sie alsdann filtriert. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da- dureh gekennzeichnet, dass 14,70 Teile Zelluloidabfälle m.14,70 Teile Lösungsmittel .gelegt und in letzterem so lange stehen gelassen werden, bis eine voll ständige Auflösung der Zelluloidabfälle er folgt und eine breiige Masse entstanden ist,der man alsdann unter ständigem Rühren 2,94 Teile pulverisierten Harnstoff beifügt, worauf man die so erhaltene Mischung 48 Stunden stehen lässt und diese alsdann während 8 Stunden intensiv rührt, worauf man der Mischung unter ständigem Rühren 1,96 Teile in Spiritus aufgelöstes Kunstharz, 44,10 Teile eines weiteren Lösungsmittels, 19,60 Teile Äther und 2 Teile synthetischen Kampfer beifügt, die so :erhaltene Mischung 36 Stunden stehen lässt und diese alsdann filtriert.
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1942
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