Elektrische Andreheinrichtung für Brennkraftmasehinen. Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Andreheinrichtung für Brenn kraftmaschinen, insbesondere für solche von Notstromanla-gen, .mit :einem einrückbaren Ritzel und einem zweistufigen Mabgnetsch.al- ter, .dessen zweite Stufe in Abhängiglwit von der Stellung des Ritzels betätigt wird.
Bei Anlagen zum Beispiel für Notstrom- aggregate wird die Andrehvorrichtung in Abhängigkeit von der Netzspannung oder einer andern Betriebsgrösse eingeschaltet. Wenn in diesem Falle .das Ritzel des An lassers aus irgendeinem Grund, zum Beispiel wegen Blockierung am Zahnkranz :der Brenn- kraftma.schine, nicht voill einspuren kann, bleibt der .Schalter auf ,der ersten Schaltstufe stehen;
das heisst dieAndrehvorrichtung kann nicht in die für das ordnungsgemässe An drehen der Brennkraftmas chine erforderliche Stellung kommen ohne einen besonderen Ein griff des Bedienungsmannes, der die Andreh- vorrichtung vollständig abschalten und :dann wieder neu einschalten muss.
Die dadurch verursachte Verzögerung ist bei einem Not stromaggregat sehr unerwünscht, abgesehen davon,,dass es dem Anlasser und :der Batterie abträglich ist, wenn der Anlasser längere Zeit :auf der . ersten Schaltstufe eingeschaltet bleibt.
Dieser Missstand wird gemäss der Erfin dung dadurch beseitigt, @dass das Andreh- mittel durch die Einwirkung eines elektrisch beheizbaren,, wärmeempfindlichen, nach dem Einschalten der ersten Schaltstufe des Magnetschalters beheizten Schalters abge- schaltet wird, wenn -das Ritzel nicht voll einspart.
In .der beigefügten Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Gegenstandes :der Erfindung dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 das Schaltbild eines elektrischen Anlassers mit einem für das Einspuren des Ritzels verschiebbaren Anker, Fib. ? das Schaltbild eine: elektrischen Anlassers mit einem verschraubbaren R.itzel.
Die And.rehvorrichtung nach der Fi-. 1 gehört zu .der bekannten Art von Anlassern, bei denen,der Anker 10 in einer ersten Schalt- stufe durch eine Hilfsfeldwicklung 11 langsam gedreht und bleichzeitig längsver schoben wird, um das Ritze.l 12 einzuspuren, während dann in einer zweiten Schaltstufe die Haupterregerwicklung 13 eingeschaltet wird.
Für die beiden Schaltstufen ist ein Magnetschalter 14 vorgesehen, dessen beweg- liches Kontaktstück 15 bei der Betätigung durch die Schalterspule 16 in bekannter Weise zuerst nur den festen Kontakt 1 7 und nach dem Einspuren des R.itzels und dabei erfolg-her Lösung der Klinke 18 auch den an dern Kontakt 19 berührt.
An das beweg liche Kontaktstück ist die Hilfsfeldwicklung 11 angeschlossen, während die Hauptfeld- wicklung 13 mit =dem Kontakt<B>19</B> verblinden ist.
In dem Stromkren; der Schalterspule 1 6 liegt; ein Schalter 20, der durch -eine an der Netzleitung 21 liegende Spule 2\? entgegen dem Zug einer Feder ?:5 offengelia.lten wird. und ein Thermostatschalter 23, dessen Heiz- wicklung 24 an dem Kontal,:tstiicl.# 15 und dem festen Kontakt 19 angeschlossen ist.
Der Thermostatschailter ist so eingestellt, dass er bei zunehmender Erwärmung .da, Üffnen des Schalters 14 herbeiführt.
Die Schalteinrichtun- wirkt in folgender Weise: Wenn aus irgendeinem Grund die Netzleitung 21 spannungslos wird, schliesst die Feder 25 den Sehalter 20. Da der Sehal ter 23, weil ungeheizt, ebenfalls beschlossen ist, wird,die Schalterspule 16 erregt und das Seha.ltstück 15 auf den Kontakt 17 ge- ,drückt, wodurch die Hnlfsfeldivicklung 1.1, die mit dem Anker 10 in Reihe geschaltet ist, eingeschaltet wird.
Wenn :das Ritzet nicht einspurt, wird die Klinke 18 nicht an gehoben; das Kontaktstück 1.5 kann daher nicht auf den \Kontakt 19 niedergedrüel@t werden. Die Folge davon ist, da.ss der An lasser auf der ersten Schaltstufe bleibt.
Während dieses Zustandes -wird die Ileiz- wicklung 24 des Thermosta_tschalters von Strom durchflossen. \ach kurzer Zeit öffnet der Schalter 23 und unterbricht den Strom kreis der Schalterspule 16, so dass der Ma gnetschalter den Anlasser vollständig ab schaltet. Gleiclizeiti- wird auch die Heiz spule ?4 stromlos, so dass der Schalter 23 bald wieder schliesst und den Anlasser von neuem einschaltet.
Bei dein Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 hat der Anlasser ein auf der Anlas#serwelle verschraubbares Ritzel 30, das beim Ein spuren einen Schalter 31 betätigt. der die zweite Steife eines 'Magnetschalters 32 steuert.
Der Anlasser ist mit einer Riick1auferreger- wieklung 33 versehen. die durch einen lIa- gnetsehalter 34 eingesehalt.et werden kann und die den Zweck hat. das Ritzel, wenn e beim Einspuren blockiert, durch Rückwärts lauf des Anlassers -wieder zii lösen.
Der 1\Ia- -neIscha-lte r 3?, der iin Ha ulü stronihreis des Anlaser- liebt, be.stelil aus zwei Sehalter- eleinenti.n 35 tnifi Ui. von denen dass erste den .lniasser an die Baiaerie 37 legt,
während das zwcile einen bei der ersten Schaltstufe vor denn Anlasser befindlichen Vorschalt- widcrsland 38 kurzsdnliesst. Das Schalt element 35 wird durch eine Spule 39 betä tigt, die von der Batterie über einen Therinostatschalter 40 gespeist wird, und das Schaltelement 36 durch eine .Spule 41,
die durch den oben er\c-ähiten Sehalter 31 aus- und eingeschaltet wird. Der Thermostat- sehalter hat ein zwischen zwei feststehenden Kontakten 42, 43 hin und her bewegliches Kontaktglied 44. das über einen Schalter 50 an die Batterie angeschlossen ist. Der Kon takt 42 ist mit der Spule 39 und der Kon takt 43 mit der Spule 45 des Magnetschalters 34 verbunden.
Das bewegliche Kontaktglied 44 wird durch zwei Bimetallbänder 46 und 47 bewegt, die ,je von einer Heizspule 48 bezw. 49 beheizt werden. Die Heizsptilü 48 ist zwischen den Scha:ltelenienten 35 und 36 angeschlossen, während die Heizspule 49 mit der 111agnetschaltspule 45 in Reihe .geschal tet ist und daher nach dem Einschalten des Schalters 43 das Bimetallband 47 beheizt.
Der Thermostatschalter ist so eingerichtet, dass das Konta-ktgvlied 44 den festen Kontakt 42 berührt, wenn das Band 46 kalt ist. In der Verbindungsleitung zwischen -der Batte- rie und dem Kontaktglied 44 des Thermo- statschaIters ist -ein Schalter 50, .der -dem Schalter 20 .des Beispiels nach Fig. 1 ent spricht und ebenfalls von,
der Netzspannung gesteuert wird.
Wenn sich der Schalter 50 wegen einer St6rling in der Netzleitung schliesst, wird der Anlasser zunächst :durch den Schalter 35 über den Vors-chaltwiderstand mit der Batte rie verbunden, wodurch er in langsame Drehung versetzt wird.
Wenn .das Ritzel normal einspurt, schliesst es den Schalter 31 und bringt dadurch den @Scha.lter 36 zum Schliessen, wodurch der Anlasser an die volle Spannung der Batterie gelegt wird. Tritt jedoch der Fall ein, dass das Ritzel sich am Zahnkranz der Brennkraftmaschineblockiert, so wird der Schalter 31 und infolge davon auch der Schalter 36 nicht geschlossen.
Der Anlasser bleibt stehen, weil er infolge des Varscha,litwidierstandes nulr ein geringes Drehmoment entwickelt, das nicht ausreicht, das blockierte Ritzel weiter zu drehen.
Nach kurzer Zeit hat jedoch der die Heizspule 48 durchfliessende Strom das Bimetal.lband 46 so stark erwärmt, .dass dieses den Kontakt 44 von dem Kontakt 42 abhebt und an .den Kon takt 43 anilegt. Dadurch wird einerseits der Schalter 35.
geöffnet und anderseits der Scliälier 34 für die Rückdrehwicklung 33 ein geschaltet, so dass sich der Anlasser rück- wärts dreht und .das Ritzel vom Zahnkranz loslöst. Die Heizwicklung 49 auf .dem Bi- meta,llband 47 sorgt aber dafür, dass nach kurzer Zeit das. Kontaktglied 44 wieder auf den Kontakt 42 umgelegt wird, worauf ein neuer An.lassvorgang sich abspielt.