Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 219162. Im Hauptpatent. ist eine Reflexkamera mit Schlitzverschluss beschrieben, bei der ein Steuerorgan vorgesehen ist, das zwischen dein Schlitzverschluss und dem Spiegelklapp- mechanismus eingeschaltet ist und das den Spiegel in Abhängigkeit vom Vorhangablauf aus der Beobachtungslage in die empor geklappte Stellung überführt.
In weiterer Ausbildung des Hauptpaten tes ist gemäss vorliegender Erfindung der Drehpunkt des Reflexspiegels um die Aahge eines der Antriebsräder, die beim Versclilizss- ahlauf im Spiegelklappmechanismus zur Wir kung gelangen, verschwenkbar.
Die Sehwenkbarkeit des Drehpunktes kann vorteilhaft durch ein Planetenrad <B>..</B> erreicht werden. Es ergibt sich eine aus wenig Teilen bestehende Bauform. Zu diesem Zweck ist es ferner vorteilhaft, auf der Achse des genannten Antriebsrades einen Träger für die Lagerungen der folgenden An triebsräder zu lagern und den Drehpunkt d"#s Reflexspiegels mit der Lagerung des im Zug der letztgenannten Antriebsräder zu äusserst gelegenen Rades zusammenfallen zu lassen.
Um die Bewegungsübertragung von dem Steuermittel zu dem Klappmechanismus be sonders einfach zu gestalten, ist es zweck mässig, den Träger für die Antriebsradlage- rung als doppelarmigen Hebel auszubilden, dessen einer Arm die Radlagerungen trägt, während sein anderer Arm an seinem freien Ende ein Kupplungsmittel, etwa in Form eines Zapfens, zur Zusammenarbeit mit einem Gegenmittel, beispielsweise in Gestalt einer Kulisse, an einem Spiegelhebel auf= weist.
Ebenso ist es zur Vereinfachung der Gesamtordnung vorteilhaft, wenn man den Spiegelhebel mit seiner Nase unter Spannung einer Feder dauernde Anlage an dem mit dem Schlitzverschluss verbundenen Steuerorgan finden lässt und diesem Steuerorgan eine Form gibt, dass es sowohl die Spiegel anhebung wie auch die Herunterklappung des Spiegels während seiner ungefähr einen Um lauf ausmachenden Bewegung während eine.. Verschlussablaufes bewirkt.
In der beiliegenden Zeichnung ist der Er findungsgegenstand an Hand eines schema- tisch gehaltenen Ausführungsbeispiels dar gestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht der Anordnung. in der mit ausgezogenen Linien die Stellun- der Bauteile in der Beobachtungsla-e des Reflexspiegels und mit strichpunktierten Linien diejenige in der eniporgeldappten Lage angedeutet ist,
und Fib. 2 eine Vorderansicht des Steuer mittels für die Spiegelklappbewegun- in 211)- hängigkeit vom Verschltissablauf nebst davor- sitzendem Spiegelhebelteil.
In Übereinstimmung mit der beim Haupt patent gewählten @ezeichntuigsweise beden- ten 1 die obere Vorhangwelle des (nicht mit dargestellten) Schlitzv ersehlusses, 2 das scheibenartig a.iisgebildete Steuerorgan ilit Steuerkurve 5' und mit als Schräge ausgebil deter Abweisfläche 9-7, 7 den Spiegelhebel nebst Nase 6 daran,
die mit der Steuer kurve 5' zusammenarbeitet, 8 den Drehpunkt des Spiegelhebels 7, 9 die auf den Hebel 7 einwirkende Feder, 17 die Kulisse am freien Ende des Spiegelhebels 7, 18' den mit der Kulisse zusammenarbeitenden Zapfen an einem im folgenden noch näher erläuterten Träger 32 für das Abwälzrad 19 und die Zahnräder 20 und 28, 22 den Reflexspiegel, 23 und ?4 die Anschläge zur Anlage des Spiegels in der Beobaehtungs- und in der emporgehlappten Lage.
Der Träger 32 ist zweiarmig ausgebildet und bei 29 schwenkbar am Kameragehäuse gelagert. Seine Schwenkachse 29 fällt zu sammen mit der Achse des mit der Kamera fest verbundenen und umdrehbaren ersten Abwälzrades 19. Am einen Arm des Trägers 32 sitzt an dessen freiem Ende der schon erwähnte Zapfen 18', während auf dein andern Arm die Lagerungen 30 und 31 für die beiden andern Zahnräder 20 und 28 an gebracht sind.
Der Zapfen 18' kann auch an anderer Stelle, statt am freien Ende des Armes des Hebels 32, angebracht sein. Der Reflexspiegel 22 ist am Zahnrad -28 be festigt, dreht: sich also bei dessen Bewegung dementsprechend mit.
Der Rädertrieb 19, 20 und 28 wirkt, da das Rad 1:1 ortsfest und umdrehbar arri Kameragehiiuse angeordnet ist, während die beiden andern Räder 20 und 28 zufolge ihrer versehwenkbaren Lagerung auf den Tr;iger 32 siele ablaufend uin das Rad 19 drehen kön nen, nach Art eines Pla- netenradget:
riebes. Unterschiedlich gebenüber der ein Ila,tipt1ia,tent dargestellten Kamera ist, dass hier eine besondere, auf den Spiegel hebel 7 wirkende Arretierung entfällt;
denn dureb. die eigenartige Ausbildung des Steuer mittels 2 mit der Steuerkurve :5', an der dank der Feder 9 die Nase 6 des Spiegelhebels 7 dauernd anliegt, erfolgen zwangsläufig die eut.siireelienden Betätigungen beim Ver- schlussalilatif.
Ein solcher geht beim Ausführungsbei- spiel dureli Drehung der Vorhangwelle 1 in Pfeilrichtung A vor sieh. Dabei sind die Übersetzungsverhältnisse so gewählt, dass die Welle 1 bei einem Verschlussablauf an- n *I heri itl eine Umdrehung vollführt.;
die mit der 'Welle 1 fest verbundene Steuerscheibe 2 macht diese Drehbewegung mit, wobei der Spiegelhebel 7 über die Nase 6 beim. Cber- (Yang auf den vorspringenden 'feil der Kurve 5' aus der ausgezogenen Lage im Uhrzeigersinne in die strichpunktierte Lage ; unter entsprechender Anspannung der Feder 9 gelangt.
Dadurch wird der Träger 32 um seine Lagerung 29 entgegen dem Uhrzeiger sinne durch die Vermittlung der Kulisse 17 und des Zapfens 18' mitgenommen, also in die ebenfalls strichpunktiert angedeutete Lage überführt. Dabei wälzt. sich das Rad 20 auf dem Rad 1 9<B>ab,</B> was zur Folge hat, dass der fest mit dein durch das Rad 20 an getriebenen Rad 28 verbundene Spiegel 22 ;
aus der Beobacliti nigslag ein die empor geklappte Stellung lminint. Durch geeignete )Valil der f \l:>c@rsetziiiig zwischen den Rädern 19 und 28 sowie der Lage der Drehachsen 29 und 31 gegeneinander hat man es in der 5 Hand, den (im Bild links gelegenen) Vorder- rund des Spiegels 22 eine etwa parallel zur Kameravorderwand verlaufende Bahn be schreiben zu lassen.
Bei der im Hauptpatent dargestellten Ausführungsform einer Kamera ist vor- (Yeschla.gen -worden, in an sich bekannter Weise die Sperrvorrichtung für den Spiegel in der angehobenen Lage dem Einfluss wei terer Steuermittel zu unterstellen, die nach Wiederabschluss des Bildfensters durch den Verschluss durch das Steuerorgan betätigt werden und dann die Rückkehr des Spiegels in die Beobachtungslage zulassen.
Der Vor teil einer solchen Bauform liegt darin, dass die Clberwachung der Aufnahmeszene erst im letzten Augenblick vor der Belichtung des Schichtträgers aufgehoben wird und dass sie sofort nach erfolgter Belichtung wieder mög lich ist. Die Bildkontrolle ist also nur für den kurzen Augenblick der Belichtung selbst unterbrochen; die "Blindheit" des Aufnahme gerätes also auf die denkbar kürzeste Frist beschränkt.
Es hat sich nun gezeigt, dass die übliche Anlenkung des Reflexspiegels in einem festen Drehpunkt im Kameragehäuse bei einer solchen Ausgestaltung insofern auf Schwierigkeiten stossen kann, als das letzte Glied der Optik, namentlich wenn die Kamera mit Auswechselobjektiven verwendet wird, so weit in das Kamerainnere hineinragt, dass der emporzuklappende Spiegel dann nicht mehr vorbeigeht. Eine Verlagerung der Optik in ihrer Halterung gegenüber dem Kamerakörper in Richtung nach dem Auf nahmegegenstand zu würde diese Schwierig keit beheben.
Doch würde dies einerseits eine besondere Ausbildung der Objektive be dingen und zum andern wieder eine Ver grösserung der Bautiefe der Kamera bedeu ten; beides verbietet sich aus technischen Gründen und mit Rücksicht auf die Wett- be@i-erbsfähigkeit der Kamera, die stark be einflusst wird von deren Abmessungen. Dem gegenüber beschreiben bei der hier dargestell ten Kamera die nach der Optik zu gelegenen Kanten des Reflexspiegels eine Bahn beim Übergang aus der Beobachtungslage in die Ruhelage und umgekehrt, die angenähert parallel zur vordern Kamerawand -verläuft.
Dadurch vermindert sich der für den Spiegel freizuhaltende Raum entsprechend; der so gewonnene Platz kommt der Unterbringung des hintersten Gliedes der Auswechseloptik zugute. Nach erfolgtem Vorbeigang des Schlitzverschlusses vor dem Bildfenster, wo also entsprechend dem eingangs dieses Ab satzes Gesagten die Steuerscheibe 2 mit der Steuerkurve 5' sich wieder ihrer Ausgangs lage bei Beginn des Verschlussablaufes nähert, e vollführt der Träger 32 dank der entsprechen den Formgebung der Steuerkurve 5' eine entgegengesetzt zur ersten Drehung sich voll ziehende Bewegung, das heisst der Spiegel kehrt wieder in die Beobachtungslage zurück.
Beim Aufziehen des Verschlusses, bei dem die Vorhangwelle 1 entgegengesetzt zur Ab laufrichtung A bewegt wird, drückt die schräge Abweisfläche 27 an der Steuer scheibe 2 den Spiegelhebel 7 in die strich punktierte Lage beiseite (vergl. Fig. 2), ohne dass eine Schwenkbetätigung des Trägers 32 erfolgt; der Spiegel verbleibt also während dieser Operation in seiner Beobachtungslage.
Auch das im Hauptpatent wiedergegebene Steuerorgan 2 mit Fortsatz 5 und Zapfen 10, der Spiegelhebel 7 mit Nasen 6, 15 und der mit diesem zusammenarbeitende Spiegel sperrhebel 12 mit Steuerfläche 10 und Klinke 16 können benutzt werden, im Zu sammenhang mit einem Reflexspiegel dessen Drehpunkt um die Achse eines Antriebsrades schwenkbar ist.