CH229559A - Fussstütze. - Google Patents

Fussstütze.

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CH229559A
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Description


  <B>Zusatzpatent</B>     zum    Hauptpatent Nr. 222385.    Fussstütze.    Die Erfindung gemäss Hauptpatent be  trifft eine Fussstütze aus     zusammengepress-          ten,    mit einem thermoplastischen Kunstharz  imprägnierten Faserstoffen, bei der zum  Imprägnieren der Faserstoffe ein erst bei  über 100  C umformbares thermoplastisches  Kunstharz, insbesondere ein     Anilinharz,    ver  wendet ist.  



  Es wurde     gefunden,    dass man zu     einer     Fussstütze mit besonders günstigen ortho  pädischen Eigenschaften gelangt, wenn die       Fussstütze    eine oder mehrere Schichten aus  Vulkanfiber aufweist, die -ebenfalls mit dem  thermoplastischen Kunstharz gemäss dem  Hauptpatent getränkt sind.  



  Um eine Fussstütze zu erzeugen, die einer  seits - besonders in ihrem mittleren Teil   genügend stark ist, um das Fussgewölbe zu  tragen, anderseits aber auch - hauptsächlich  an den Enden - eine ausreichende Nach  giebigkeit aufweist, geht man beispielsweise  so vor, dass eine etwa mit     Anilinharz    ge-    tränkte     Vulkanfiberplatte,    welche die Länge  der gewünschten Fussstütze hat     und    deren  Dicke z. B. 0,5 mm bis 1,5 mm betragen mag,  den untern Abschluss des Stapels bildet;  nach oben folgt dann die übliche Schicht  aus     blattförmigen        (lappigen)    Faserstoffen,  z.

   B. aus- mit     Anilinharz    getränktem     Press-          papier,    gegebenenfalls unter     Zwischenlegung     weiterer mit     Anilinharz        getränkter    Fiber  platten. Zur Erzielung einer Fussstütze, deren  Wandstärke nach den Enden hin abnimmt,  braucht man nur dafür Sorge zu tragen, dass  nicht alle Schichten     (Einzellagen)    die volle  Länge der     Fussstütze    haben, sondern dass ge  wisse Schichten, nämlich insbesondere die  jenigen, welche nicht aus Vulkanfiber be  stehen, sich lediglich über den mittleren Teil  der zu erzeugenden     Fussstütze    erstrecken.  



  Der Aufbau     einer        Fussstütze    (vor dem       Pressvorgang)    kann - um ein     zahlenmässiges     Beispiel zu nennen - etwa in der Weise  erfolgen,     dass    man fünf Kunstharz-Press-           papierblätter    und ein Blatt Fiber als Unter  schicht nimmt und darüber noch zwei Blatt       Presspapier    in ganzer Länge legt, während  die alsdann nach oben folgenden, vielleicht  zehn     Presspapierblätter    staffelförmig ver  kürzt sind (um den mittleren Teil der Fuss  stütze zu verstärken),

   und endlich     etwa    zehn  weitere     Presspapierblätter    den obern Ab  schluss des Stapels bilden. Dieser Stapel wird  alsdann in üblicher Weise in einer     Pressform     unter Druck und Wärme (etwa. 160  C) so  zusammengepresst,     da.ss    ein einheitlicher       Kunststoffkörper    entsteht. Natürlich kann  das soeben angegebene zahlenmässige Beispiel  beliebig abgeändert      =erden;    insbesondere ist  es ohne weiteres möglich, statt nur einer auch  mehrere mit     Anilinharz    getränkte dünne       Fiberplatten    einzulegen.

   An Stelle des     blatt-          förmigen        Presspapiers    könnten gegebenen  falls     Kunstharzplatten        bezw.        Presspappen     verwendet werden.  



  Durch die     Tränkung    der (vulkanisierten)       Fiberplatten    mit einem thermoplastischen  Harz (wie     Anilinharz),    dessen     Erweichungs-          temperatur    über 100  C liegt, erlangen die       Fiberplatten    gegen Feuchtigkeit eine ausser  ordentlicheWiderstandsfähigkeit. Sind ander  seits die zusammen mit den     Fiberplatten    ver  wendeten Schichten ebenfalls mit einem ge  eigneten Kunstharz getränkt, so lässt sich  ohne weiteres eine Fussstütze erzeugen, die  im Gebrauch unbedingt formbeständig bleibt,  die aber anderseits bei erhöhter Temperatur  (z.

   B.     zwischen    110 bis 140  C) nachträglich  beliebig oft umformbar ist und daher stets  individuell der jeweiligen Fussform ihres Be  nutzers angepasst werden kann.  



  Es hat sich übrigens durch     Belastungs-          und        Dauerbeanspruchungsversuche    eindeutig       erwiesen,    dass auch schon der gewöhnliche  blattförmige Faserstoff zu einer Erhöhung  der Festigkeit der Fussstütze beitragen kann,  wenn man aus dem handelsüblich     meistens    in  Rollenform gelieferten     Presspapier    die     Fuss-          stützenformlinge,    das heisst die übereinander  zuschichtenden     Papierblätter    nicht - wie  bisher - quer, sondern in der Längsrichtung  der Papierbahn ausstanzt.

   Augenscheinlich    ist dieses günstige Ergebnis darauf zurück  zuführen, dass die Papierbahn - bedingt  durch ihre Erzeugungsweise als endloses  Band - in der Längsrichtung eine grössere       Festigkeit    hat als in der Querrichtung, wo  bei, wenn man die längsweise ausgeschnit  tenen Formlinge zu einem Stapel überein  anderschichtet, die gegenüber dem bisherigen  querweisen Ausschneiden erhöhte Festigkeit  sich entsprechend vervielfacht.  



  Es bietet     aueli    keine Schwierigkeiten, die  neue     Kunststoff-Fussstütze    mit einem am  hintern Ende seitlich     hochstehenden    Lappen  zu erzeugen. Ein solcher mit der Fussstütze  aus einem Stück bestehender Lappen, der das  Abgleiten des     Fersenknochens    verhindern  soll, konnte bisher nur bei Fussstützen aus  Metall vorgesehen werden.  



  Die Fussstütze gemäss der Erfindung lässt  sich     iin    Vergleich zu den bekannten Fuss  stützen aus Kunstharz sehr dünnwandig her  stellen; ihre Dicke mag unter Umständen nur  1 bis     n        inm    betragen. Das spezifische Ge  wicht der neuen Fussstütze hält sich im all  gemeinen in Grenzen von 1,3 bis 1,5, so dass  die Fussstütze, wenn man auch noch ihre ge  ring(- Wandstärke berücksichtigt, für den  Benutzer sehr angenehm ist, einmal, weil sie  das Gewicht des Schuhes kaum merklich ver  grössert und weil sie ausserdem im Schuh nur  wenig aufträgt, was besonders bei Damen  schuhwerk seine Bedeutung hat.  



  Überdies lassen sich besonders dünne  und stark nachgiebige Schuheinlagen (etwa       Spreizfuss-Einlegesohlen)    gemäss der Erfin  dung vorteilhaft dadurch erzeugen, dass man  sich auf die Verwendung lediglich von mit  dem thermoplastischen Kunstharz getränkten       Fiberplatten        bezw.        -blättchen    beschränkt, so       da.ss    die sonst als     Baustoff    mitbenutzten  Schichten überhaupt in Fortfall kommen.  Einlagen der letzteren Art, die eine erheb  liche Widerstandskraft besitzen, eignen sich       hervorragend    für leichte Halbschuhe.  



  Auf der Zeichnung ist die Erfindung  durch eines der bereits vorstehend erläuterten  Ausführungsbeispiele veranschaulicht.      Durch eine staffelförmige Verkürzung der  vor dem     Pressvorgang        übereinandergeschich-          teten,    mit dem thermoplastischen Kunstharz  getränkten Einzellagen hat der mittlere  Teil na der     Fussstütze    eine grössere Wand  stärke erlangt als der     Vorfuss        v    und der  Fersenteil f. Dadurch wird eine besonders  gute Nachgiebigkeit (Federung) der Fuss  stütze erreicht. Der Fersenteil f läuft bei der  dargestellten Ausführungsform in einen seit  lich hochstehenden Lappen s aus, der dem  Zwecke dient, ein Abgleiten des Fersen  knochens zu verhindern.

Claims (1)

  1. ' PATENTANSPRÜCII: Fussstütze aus geschichteten und zusam- mengepressten, mit einem thermoplastischen Kunstharz imprägnierten Faserstoffen, bei der zum Imprägnieren der Faserstoffe ein erst bei über 100 C umformbares, thermo plastisches Kunstharz, insbesondere ein Ani linharz verwendet ist, dadurch gekennzeich net, dass die Fussstütze eine oder mehrere Schichten aus Vulkanfiber aufweist, die mit dem bezeichneten thermoplastischen Kunst harz getränkt sind. UNTERANSPRÜCEE: 1.
    Fussstütze nach Patentanspruch, bei der ein Teil der Schichten die volle Länge der Fussstütze hat, während sich die übrigen- Schichten nur über den mittleren Bereich der Fussstütze erstrecken, dadurch gekennzeich net, dass die in voller Länge durchlaufenden Schichten aus mit dem bezeichneten thermo plastischen Kunstharz getränktem Vulkan fiber bestehen. 2. Fussstütze nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, mit einem seitlich hoch stehenden Lappen, dadurch gekennzeichnet, dass der seitliche Lappen (s) aus einem Stück mit der Fussstütze hergestellt ist. 3.
    Fussstütze nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, mit Schichten aus Presspapier und aus Vulkanfiber, dadurch ge kennzeichnet, dass die durch die Schichten aus Vulkanfiber verstärkten, ebenfalls mit dem thermoplastischen Kunstharz getränkten Papierblätter in ihrer Längsrichtung parallel zur Längsrichtung der Papierbahn aus geschnitten sind. 4. Fussstütze nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie ausschliesslich aus mit dem bezeichneten thermoplastischen Kunstharz getränktem Vulkanfiber besteht.
CH229559D 1941-04-22 1942-04-10 Fussstütze. CH229559A (de)

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CH222385T 1942-04-10

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DE3506809A1 (de) * 1985-02-27 1986-09-04 Manfred 2081 Heist Koch Schuheinlage

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DE3506809A1 (de) * 1985-02-27 1986-09-04 Manfred 2081 Heist Koch Schuheinlage

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CH222385A (de) 1942-07-15

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