Resonanzfederanfzeb. Für die Fernsteuerung von elektrischen Apparaten, wie Schaltern, Uhren, Tarifappa raten und Treppenautomaten, werden in der Fernwirktechnik Resonanzfederantriebe ver wendet, welche im wesentlichen aus einem auf die gewünschte Steuerfrequenz abgestimm ten DIagnetsystem und einem von der Reso nanzfeder des Magnetsystems betätigten An trieb, der insbesondere in Form einer Trieb scheibe ausgebildet sein kann, bestehen.
Sollen mit derartigen Resonanzfederantrieben Fern schaltungen ausgeführt werden, bei denen ein Kontakt andauernd geschlossen oder geöffnet werden soll, so verwendet man für die Betä tigung des fernzusteuernden Schalters zweck mässigerweise zwei verschieden abgestimmte Resonanzsysteme, von denen das eine beim An sprechen beispielsweise den Schalter schliesst, das andere den Schalter wieder öffnet. Zur Betätigung des Schalters sind in diesem Falle also zwei Steuerfrequenzen notwendig.
Es sind zwar auch Anordnungen bekannt gewor den, bei denen zur Betätigung des Schalters nur eine Steuerfrequenz genügt, sie haben aber einen teueren und komplizierteren Auf bau und arbeiten nicht genügend betriebssicher.
Bei den bekannten Resonanzfederantrieben mit verschieden abgestimmten, getrennt an geordneten Federn, die auf Wechselströme verschiedener Frequenz ansprechen und im. schwingenden Zustand je eine Triebscheibe fortschalten, kommt es für die Betriebssicher heit sehr darauf an, dass die empfindlichen Zahnungen der Triebräder geschont werden. Diese Triebräder haben als Hauptaufgabe, die Betätigung des fernzusteuernden Schalters durchzuführen. Soll daneben noch eine weitere mehr sekundäre Aufgabe, wie z.
B. die Ein schaltung von Getriebeteilen usw., vorgenom men werden, so ist es zweckmässig, die hierfür benötigte zusätzliche Antriebskraft in möglichst engen Grenzen zu halten. Dieser Forderung wurde bisher zu wenig Beachtung geschenkt und die bekannten Resonanzfederantriebe zei gen denn auch diesen Mangel deutlich.
Erfindungsgemäss kann die nachteilige, zu- sätzliche Beanspruchung der feinen Zahnungen der Triebräder von Resonanzfederantrieben durch die Umschaltung von Getriebeteilen cisw. dadurch ganz erheblich herabgesetzt werden, dass die Triebscheiben lose auf ihrer Aehse sitzen und je eine Mitnehmereinrichtung auf weisen,
in welche ein auf der gleichen Aelise festsitzenderKupplungsteil durch Versebiebung der Achse unter dem Einfluss einer Leitkurve wechselweise eingreift.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Daraus ist ersichtlich, daM) ein Erreger magnet 1 in Serie-Resonanz mit einer Kapa- zität 2 geschaltet ist. In der Darstellung ist der magnetische Kreis weggelassen. Unter der magnetischen Wirkung des Erregerinagiietes 1 stehen zwei Resonanzzungen 3 und 4, welche an ihrem verdichten rechten Ende eingespannt sind, während sie mit ihrem verjüngten linken Ende den durch die Resonanzfrequenz er zwungenen Schwingungen folgen können.
An den freien Zungenenden ist je eine Schalt feder 5 und 6 befestigt, welche mit ihrem obern Ende leicht in die Zahnung der Triel- räder 7 und 8 eingreifen. Diese beiden Trieb räder sitzen lose auf der Achse 9 und werden durch die beiden ssreinsfedern 10 und 11 am Zurückdrehen verhindert. Auf den beiden ein ander entgegengew endeten Seiten tragen beide Triebscheiben je einen 1litnehnierstift 1'' und 13. Mit der Achse 9 fest verbunden, befindet sich zwischen den beiden Triebscheiben 7 und 8 der 3Iitnehiner 14.
Die Aelise 9 und mit ihr der llitnehmer 14 sind verschiebbar, so dah je nach der Lage der Achse 9 cler llitnehmer 14 entweder durch den 111itn ehnier- stift 12 oder durch den llitnehinerstift 1.'3 mitgenommen wird.
Ani linken Ende der Achse 9 sitzt das Kitzel 15, welches über den Räderzug 16, 17, 18, 19 den Schalt nocken 20 antreibt, durch den die beiden Kontaktfederblätter 21 und 22 gesteuert wer- den. Die Achse 23 wird durch das Zahnrad 18 angetrieben und treibt seinerseits über das Zahnrad 24 die Leitkurvensclieibe 25 niit der als zylindrische Randkurve ausgebildeten Leit- kurve 26. Gegen diese Leitkurve 26 wird die Achse 9 durch die Feder 27 gedrückt.
EMI0002.0057
Die <SEP> Wirkungsweise <SEP> dieser <SEP> Eiiiriclitung- <SEP> i.t
<tb> nun <SEP> die <SEP> folgende
<tb> Für <SEP> die <SEP> Durchführung <SEP> der <SEP> ersten <SEP> Schalt operation <SEP> des <SEP> Kontaktes <SEP> 21. <SEP> '?2. <SEP> z. <SEP> 73. <SEP> Eiii sclialten, <SEP> wird <SEP> auf <SEP> die <SEP> Erregerniagnetspule <SEP> ciii
<tb> Wechselstrom <SEP> mit <SEP> der <SEP> Frequenz <SEP> f;
<SEP> gegeben.
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<tb> beginnt <SEP> zu <SEP> schwingen <SEP> und <SEP> treibt <SEP> finit <SEP> ihrer
<tb> Sclialtfeder# <SEP> 5 <SEP> das <SEP> lose <SEP> auf <SEP> der <SEP> Welle <SEP> 9 <SEP> sitzende
<tb> Triebrad <SEP> i <SEP> an. <SEP> Sebald <SEP> der <SEP> 1litnehnierstift <SEP> <B>12</B>
<tb> der <SEP> Triebseheibe <SEP> 7 <SEP> gegen <SEP> einen <SEP> Arin <SEP> des <SEP> llit nelimers <SEP> 14 <SEP> stösst, <SEP> wird <SEP> dieser <SEP> und <SEP> damit <SEP> die
<tb> Achse <SEP> 9 <SEP> initgedrelit.
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<tb> Ende <SEP> der <SEP> Aclise <SEP> 9 <SEP> treibt <SEP> nun <SEP> seinerseits <SEP> deii
<tb> Räderzug <SEP> 16, <SEP> 17, <SEP> 18 <SEP> und <SEP> 19 <SEP> an <SEP> sind <SEP> damit
<tb> auch <SEP> den <SEP> Schaltnocken <SEP> 20. <SEP> Gleichzeitig <SEP> wird
<tb> aber <SEP> :3und <SEP> Zahnrad <SEP> üb <SEP> erdie <SEP> \_'1 <SEP> Zahnruder <SEP> die <SEP> 1,citkui#vensclieil)e <SEP> 1 <SEP> 6,1. <SEP> 7,1 <SEP> 8,Aeb <SEP> 25 <SEP> se2 <SEP> an getrieben <SEP> und <SEP> damit <SEP> auch <SEP> die <SEP> als <SEP> zglindriseli(_
<tb> Randkurve <SEP> ausgebildete <SEP> Leitkurve <SEP> 26 <SEP> gedreht.
<tb>
Nachdem <SEP> der <SEP> Schaltnocken <SEP> 20 <SEP> so <SEP> weit <SEP> ge dieht <SEP> hat, <SEP> dass> <SEP> die <SEP> Schaltoperation <SEP> mit <SEP> Sicher heit <SEP> durchgeführt <SEP> -orden <SEP> ist, <SEP> gelan..t <SEP> ctic,
<tb> Leitkurve <SEP> 26, <SEP> durch <SEP> zweclzentspi-eclieiide <SEP> Be messung <SEP> der <SEP> Übersetzungsverhältnisse, <SEP> mit
<tb> ihrem <SEP> weniger <SEP> vorstehenden <SEP> Teil <SEP> vor <SEP> das <SEP> rechte
<tb> l,
'nde <SEP> derAclise <SEP> 9 <SEP> und <SEP> diese <SEP> verschiebt <SEP> sich <SEP> untc <SEP> c#
<tb> der <SEP> Wirkung <SEP> der <SEP> Feder <SEP> 2 <SEP> 7 <SEP> von <SEP> links <SEP> nach <SEP> rechts.
<tb> Dadurch <SEP> entfernt <SEP> sich <SEP> der <SEP> llitnelimer <SEP> 1-1 <SEP> aus <SEP> dein
<tb> Wirkungsbereich <SEP> des <SEP> Mitnehnierstiftes <SEP> 12 <SEP> 1111c1_
<tb> verschiebt <SEP> sich <SEP> iii <SEP> den <SEP> Wirkungsbereich <SEP> des
<tb> Hitnelinierstiftes <SEP> 13. <SEP> Demzufolge <SEP> wird <SEP> jede
<tb> weitere <SEP> Di#eliung <SEP> der <SEP> Aclise <SEP> 9 <SEP> und <SEP> damit <SEP> cles
<tb> Schaltnockens <SEP> 20 <SEP> und <SEP> der <SEP> Leitkurve <SEP> 26 <SEP> untur broellen, <SEP> trotzdem <SEP> die <SEP> Triebscheibe <SEP> 7 <SEP> noch
<tb> eine <SEP> zeitlang <SEP> weiter <SEP> fortgedreht <SEP> wird.
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Zur <SEP> Durchführung <SEP> der <SEP> zweiten <SEP> SelwIt operation <SEP> des <SEP> Kontaktes <SEP> 21, <SEP> 22, <SEP> z. <SEP> ss. <SEP> Acis schalten, <SEP> wird <SEP> auf <SEP> die <SEP> Erregermagnetspule <SEP> ein
<tb> Wechselstrom <SEP> mit <SEP> der <SEP> Frequenz <SEP> f4 <SEP> gegeben.
<tb> Dadurch <SEP> beginnt <SEP> die <SEP> auf <SEP> diese <SEP> Frequenz <SEP> an gestimmte <SEP> Zunge <SEP> -1 <SEP> zu <SEP> schwingen, <SEP> während
<tb> .jetzt <SEP> die <SEP> Zunge <SEP> 3 <SEP> ruhig <SEP> bleibt. <SEP> L:
<SEP> leer <SEP> die <SEP> Schalt feder <SEP> 6 <SEP> wird <SEP> das <SEP> lose <SEP> auf <SEP> der <SEP> Welle <SEP> 9 <SEP> sitzende
<tb> Triebrad <SEP> 8 <SEP> angetrieben <SEP> und <SEP> nimmt <SEP> mit <SEP> Hilfe
<tb> seines <SEP> llitnehlnerstiftes <SEP> 13 <SEP> den <SEP> llitnelnner <SEP> 1-1 init, <SEP> so <SEP> dah <SEP> die <SEP> Welle <SEP> 9 <SEP> wieder <SEP> in <SEP> Drehung
<tb> versetzt. <SEP> wird. <SEP> C <SEP> her <SEP> den <SEP> Räderzug <SEP> <B>1</B> <SEP> (i, <SEP> 17 <SEP> . <SEP> 18, 19 wird der Schaltnocken 20 so weit gedreht, i>is der Kontakt 21, 22 geschaltet hat.
In der Zwischenzeit hat sich die Leitkurve 26 über die Zahnräder 16, 17, 18, Achse 23, Zahn- 1 24,<B>25</B> ebenfalls weiter edreht, und r äder<B>' 9</B> ihren weiter vorstehenden Teil in den Bereich der Achse 9 gebracht, so dass letztere sich von rechts nach links verschieben kann und der Mitnehmer 14 aus dem Wirkungsbereich des Mitnehmerstiftes 13 in derjenigen des Mitnehmerstiftes 12 hinüberwechselt.
Dadurch wird wiederum jede weitere Drehung der Achse 9 und damit des Schaltnockens 20 und der Leitkurve 26 unterbrochen, trotzdem die Triebscheibe 8 noch eine zeitlang weiter fortdreht.
Die Einrichtung befindet sich jetzt wieder in der Ausgangsstellung für die Durchführung der ersten Schaltoperation.
Die Ausführungsform des Mitnehmers 14 ist selbstverständlich nicht an die Ausführungs form des Beispiels gebunden. Dieser Mitnehmer kann vielmehr einen oder mehrere Arme auf weisen. Die iNlitnehmereinrichtungen der Trieb scheiben können ausserdem als gegeneinander gerichtete Kronzahnkränze ausgebildet sein und der Mitnehmer als beidseitig zugespitzte Lamelle. Diese Anordnung hat den besonderen Vorteil, dass die Triebrüder 7 und 8 die Achse 9 ohne Zeitverlust weiterschalten können.