CH229935A - Verfahren und Einrichtung zur Rückführung des Steuerschiebers des einem mittelbar wirkenden Regler zugeordneten Kraftgetriebes. - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Rückführung des Steuerschiebers des einem mittelbar wirkenden Regler zugeordneten Kraftgetriebes.Info
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Description
Verfahren und Einrichtung zur Rückführung des Steuerschiebers des einem mittelbar wirkenden Regler zugeordneten Kraftgetriebes. Alle mittelbar wirkenden Regler brau chen eine Rückführung des Steuerschiebers des ihnen zugeordneten Kraftgetriebes. Die bisher bekannten Arten der Rückführung be ruhen alle darauf, dass die vom Regler ein geleitete Bewegung der Regelorgane, oder eine dieser Bewegung gleichwertige Grösse, z. B. der Oldruck bei druckölgesteuerten Or ganen, zur Rückführung des Steuerschiebers benützt wird. Diese Arten der Rückführung sind deshalb möglich, weil meist einer jeden Stellung des Regelorganes eine bestimmte durchströmende Menge und dieser eine be stimmte Maschinenleistung entspricht.
Es gibt aber Fälle, in denen eine solche Zuord nung zwischen Regelorganstellung und Menge oder Maschinenleistung nicht besteht, sei es, dass die durchströmende Menge vom Druck vor und nach dem Regelorgan zusätzlich be- einflusst wird, oder die Maschinenleistung durch das Arbeitsgefälle in der Maschine verändert wird. In allen diesen Fällen ist mit der bisherigen Rückführungsart eine Regelung zwar möglich, aber es lässt sich zwischen Re gelgrösse und der ihr entsprechenden Betriebs grösse, wie z. B. Drehzahl und Leistung bei einer Turbine, kein eindeutiger Zusammen hang herstellen. Die Kennlinie solcher Re gler wird durch die genannten Einflüsse stets in Form und Lage verändert, was in vielen Fällen als störend empfunden wird.
Es ist nun möglich, diese störenden Ein flüsse auszuschalten, dadurch, dass minde stens für die Endphase der Rückführbewe- gung des Steuerschiebers ein der gesteuerten Betriebsgrösse eindeutig zugeordneter Mess- wert benützt wird, also zum Beispiel bei einer Turbinenregelung ein Messwert der Lei stung oder bei einer Druckregelung ein Mess- wert der durchströmenden Menge.
An Hand der Zeichnung, die Ausfüh rungsbeispiele der ebenfalls Gegenstand der Erfindung bildenden Einrichtung zur Durch führung des Verfahrens bildet, wird das Ver fahren beispielsweise erläutert. Fig. 1 zeigt als Anwendungsbeispiel der Erfindung schematisch die Regelung der Niederdruckventile einer Zweidruckturbine, von denen hier nur eines dargestellt ist. 1 ist die Turbine,<B>2</B> ein von ihr angetriebener Stromerzeuger, 3 die Hochdruck- und 4 die Niederdruckdampfleitung mit dem Hoch druckeinlassventil 5 bezw. dem Niederdruck einlassventil 6.
7 ist ein Dampfdruckregler, 9 die Rückführvorrichtung, 10 der Steuer schieber, 11 ein diese drei verbindender Rück führhebel mit dem Angriffspunkt 12 der Rückführvorrichtung 9.
Die Öffnung der Niederdruckventile ist hier kein eindeutiges Mass für die einströ mende Niederdruckdampfnrenge, weil das Gefälle im Ventil durch die von den Hoch druckventilen eingelassene Dampfmenge ver ändert werden kann, so dass bei unveränder ter Öffnung der Niederdrucliventile mehr Niederdruckdampf einströmt, wenn die Hoch druckventile geschlossen sind, als wenn sie geöffnet sind.
Für den die Niederdruckven- tile steuernden Regler hat das zur Folge, dass zwischen Dampfdruck vor dem Ventil und eingelassener Menge kein eindeutiger Zusam menhang möglich ist, wenn zur Rückführung die Bewegung der Niederdruckventile be nützt wird. Sie gelingt aber anstandslos, wenn man zur Rückführung zum Beispiel den der Menge eindeutig zugeordneten Stau druck einer Blende 8 in der Niederdrucklei- tung 4 benützt.
Anstatt wie üblich den Punkt <B>12</B> des Rückführhebels 11 mit dem Kraft-; kolben des Niederdruckventils 6 zu kuppeln, verbindet man ihn mit der Membran der Rückführvorrichtung 9, deren Lage der zu strömenden Niederdruckmenge eindeutig zu geordnet ist.
Regelungen dieser Art haben ausser dem genannten den hohen Vorzug der Einfachheit, wenn man aus der rückführenden Grüsse nicht zuerst eine Bewegung ableitet, wie das im Beispiel nach Fig. 1 geschehen ist, son dern damit unmittelbar am Steuerschieber angreift, wie das beispielsweise Fig. 2 zeigt. Das Gestänge wird dadurch überflüssig und die ganze Regelung äusserst einfach.
In gewissen Fällen stösst man bei Anwen dung des erfindungsgemässen Verfahrens auf Schwierigkeiten, die darin bestehen, dass die zur Rückführung benützte Grösse sich gegen über der Bewegung der Regelorgane immer etwas verzögert einstellt, was zur Folge haben kann, dass die Regelung unstabil wird.
Um in solchen Fällen die Stabilität zu si chern, wird der Steuerschieber bei jedem Regelvorgang zuerst behelfsmässig von der Bewegung des Regelorganes selbst rückge führt, und es wird erst, wenn die Auswir kung der Regelbewegung auf die für die Rückführung vorgesehene Grösse erfolgt ist, allmählich auf diese übergegangen. Fig. 3 zeigt, wie das im Fall einer reinen Reaktiorrs- Kondensationsturbine 1 mit veränderlichem Frischdarnpfdruckdurchgeführt werden kann.
3 ist die Frischdampfleitung, 5 das Einlass- ventil. Das Steuerölsystem ist mit I und das Rückführölsystem mit II bezeichnet. Für die vorläufige Riickführung ist der Zylinder 13, und für die endgültige Rückführung die Vor richtung 14 vorgesehen. 15 ist der Geschwin digkeitsregler, 16 sind Steuerölblenden.
Hier ist der Druck vor der Schaufelung bekanntlich ein eindeutiges Mass für die Lei stung und kann daher für die Rückführung benützt werden. Da er sich aber gegenüber der Ventilbewegung immer etwas verspätet einstellt, wird eine Hilfsrückführung ange wandt, die den Steuerschieber 10, wenn auch nicht im richtigen Mass, so doch im richtigen Augenblick, rückführt. Diese Hilfsrückfüh rung besteht zum Beispiel hier in einer Über tragung der Druckänderungen des Steueröl- systems I auf das Rückführölsystem II durch den Rückführkolbenzylinder 13.
Sobald sich dann der endgültige Druck vor der Schau- felung eingestellt hat, wird auch im Rück- führölsystern der der Leistung entsprechende Druck eingestellt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Rückführung des Steuer schiebers des einem mittelbar wirkenden Re gler zugeordneten Kraftgetriebes, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens für die End- Phase der Rückführbewegung des Steuer schiebers ein der gesteuerten Betriebsgrösse eindeutig zugeordneter Messwert benützt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I für Turbinenregelung, dadurch gekennzeichnet, dass zur Rückführung des Steuerschiebers ein Messwert der Leistung benützt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I für Druckregelung, dadurch gekennzeichnet, dass zur Rückführung des Steuerschiebers ein Messwert der durchströmenden Menge be nützt wird. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, da, durch gekennzeichnet, dass bei verzögerter Einstellung des Messwertes der Steuerschie ber vorübergehend durch die Bewegung des Regelorganes rückgeführt wird, bis der Mess- wert sich eingestellt hat.PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass eine besondere Rückführvor- richtung (9, 14) zur Rückführung des Steuer schiebers (10) mindestens für die Endphase der Rüekführbewegung vorgesehen ist, wel che Rückführvorrichtung unter dem Einfluss eines der gesteuerten Grösse eindeutig zuge ordneten Messwertes steht.UNTERANSPRÜCHE: 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, bei Zweidruekturbinen, dadurch gekennzeich net, dass der Staudruck einer Blende (8) in der Niederdruckdampfleitung zur Rückfüh rung dient. 5. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rückführ- vorrichtung (9) und ein Dampfdruckregler (7) über einen Hebel (11) mit dem Steuer schieber (10) verbunden sind (Fig. 1).6. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Rückführvorrichtung (9) unmittelbar am Steuerschieber (10) angreift (Fig. 2). 7: Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hilfsrück- führvorrichtung (13) zur Einleitung der Rückführbewegung des Steuerschiebers vor gesehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
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