Fensteröffnungsabsehluss, wie Rolladen, Rolljalousie oder Jalousieladen. Bei Rolladen sind bekannterweise zwi schen den einzelnen Stäben Licht- und Luft schlitze vorgesehen, indem beispielsweise die zusammenstossenden Ober- und Unterkanten der Stäbe -über einen Teil ihrer Länge aus gekehlt werden, oder indem die Stäbe selbst mit einer gewissen Distanz zwischen benach barten Ober- und Unterkanten an den Ver bindungsbändern befestigt werden. Es sind auch Rolladen bekannt, bei denen die ein zelnen Stäbe in bezug aufeinander beweglich sind, so dass sie entweder ganz zusammenge fügt, oder auseinandergezogenwerden können.
Bei Jalousieladen werden als Abschluss- elemente entweder feststehende Jalousiebrett- chen verwendet mit schrägen Luftschlitzen zwischen den einzelnen Brettchen, oder be wegliche Jalousiebrettchen, die auseinander- und zusammengeklappt werden können.
Alle diese bekannten Rolladen und Ja lousieladen entsprechen den modernen An forderungen in bezug auf Lüftung;. sie genü gen aber den Verdunkelungsvorschriften nicht und erfordern zusätzliche Verdunke- lungsvorrichtungen, welche dieLüftung behin- dern. Zu Verdunkelungszwecken wurden Rolladen Konstruktionen ohne Lichtschlitze in den Abschlusselementen verwendet.
Bei Jalousieladen mit beweglichen Brettchen wurde versucht, den Verdunkelungsvorschrif- ten dadurch Genüge zu leisten, dass die Brett ehen mehr übereinander gefalzt wurden, oder dass die Zugstangen seitlich angebracht wur den, um die Fugen zwischen den Brettchen und Aussenfriesen zu verdecken. Aber alle diese Konstruktionen gestatten bei geschlos senen Abschlusselementen keine Lüftung mehr.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fensteröffnungsabschluss, wie Rolladen, Roll jalousie oder Jalousieladen, mit Abschluss- elementen und Lüftungsschlitzen, der die ge nannten Nachteile beseitigt, und das Aus treten des Lichtes der Innenbeleuchtung ge nügend verhindert, um den Verdunkelungs vorschriften zu entsprechen, während trotz dem eine ausreichende Lüftung gesichert bleibt.
Dies .wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Lüftungsschlitze sich wenig stens über einen Teil der Länge der Ab schlusselemente erstrecken, und dass der Quer schnitt der Lüftungsschlitze unten durch eine Zunge des Abschlusselementes begrenzt ist, deren Spitze bis über den innern und den äussern, obern Begrenzungsrand des Schlitzes, innerhalb desselben vorspringt, damit kein direktes Licht von der einen Seite der Ab schlusselemente auf die andere Seite gelangen kann, aber die Luftzirkulation ermöglicht wird.
Zweckmässig sind die Lüftungsschlitze zwischen benachbarten Abschlusselementen vorgesehen und werden durch eine Nute an der Unterkante der Abschlusseletnente, in welche eine Zunge an der Oberkante der Elemente teilweise eindringt, gebildet.
Der Lüftungsschlitz kann jedoch auch im mittleren Teil eines Abschlusselementes selbst vorgesehen sein, indem er zweckmässig durch Einfräsung von beiden Seiten her einen dach- giebelförmigen Querschnitt erhält.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausfüh rungsformen des Erfindungsgegenstandes bei spielsweise dargestellt.
Fig. 1 ist eine Teilansicht eines Rolladens mit Luftschlitzen.
Fig. 2 ist ein Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1.
Fig. 3 ist ein Schnitt längs der Linie III-III der Fig. 1.
Fig. 4 ist die Draufsicht auf die Innen seite eines Stabes des Rolladens.
Fig. 5 ist eine Ansicht auf die obere Kante des Stabes.
Fig. 6 ist eine Ansicht auf die untere gante des Stabes.
Fig. 7 ist die Draufsicht auf einen Stab eines Rolladens gemäss der zweiten Ausfüh rungsform.
Fig. 8 ist ein Querschnitt durch diesen Stab.
Im Rolladen nach dem ersten Beispiel sind die durch Stäbe 1 gebildeten Abschluss- elemente mittels durchgehender Spaltöffnun gen 2 in bekannter Weise auf Verbindungs bänder 3 aufgeschoben. An beiden Seiten des Rolladens, im sogenannten Pries, berühren sich die benachbarten Stäbe, wie Fig. 3 zeigt, indem die Oberkante 4 jedes Stabes in eine entsprechende Auskehlung 5 an der Unter kante des benachbarten Stabes eingreift. Izn mittleren Teil des Rolladens, innerhalb der beiden Rollbänder 3 sind zwischen benach barten Stäben 1 Lüftungsschlitze. vorgesehen.
Zu diesem Zweck ist die Unterkante jedes Stabes mit einer nach unten offenen Nute 6 versehen, die in den Unterteil des Stabes eingefräst ist, so dass auf der äussern Seite des Stabes die Wetternase 7 und auf der innern Seite ein nach abwärts gerichteter Vorsprung 8 bestehen bleibt. Auf der untern Seite ist der Querschnitt des Lüftungsschlitzes durch eine Zunge 11 begrenzt, die durch je eine Auskehlung 9 und 10 auf der Innen- und Aussenseite an der Oberkante jedes Stabes 1 gebildet wird, und deren Länge der Länge der Nute 6 entspricht. Die Zunge 11 dringt mit ihrer Spitze in die Nute 6 ein bis über den innern und äussern, obern Begrenzungs rand des Schlitzes an der Wetternase 7 und dem Vorsprung B.
Die Dicke der Zunge 11 beträgt ungefähr ein Drittel der Weite der Nute 6, so dass ein genügend grosser Zwischen raum zwischen der Zunge und den Wandungen der Nute vorhanden ist, um eine ausreichende Lüftung zu gewährleisten, während ander seits das Austreten direkter Lichtstrahlen der Innenbeleuchtung infolge Ineinander- greifens von Zunge 11 und Nute 6 verhindert und den Forderungen der Verdunkelungsvor schriften betreffend Lichtundurchlässigkeit Genüge geleistet ist.
Die in Fig. 2 bis 6 dargestellten Stäbe 1 können natürlich auch als feste Jalousiebrett- chen bei Jalousieladen verwendet werden, wobei nur die Offnung 2 zum Durchzug der Rollbänder fortfallen würden. In diesem Falle könnten sich die Nute 6 und die Zunge 11 natürlich über die ganze Länge der Unter- bezw. Oberkante der Jalousiebrettchen er strecken.
Bei breiten Rolladen können über die Länge eines Stabes mehrere Nuten 6 bezw. Zungen 11 angeordnet werden, die jeweils durch aneinandergrenzende Teile 4 bezw. 5 voneinander getrennt sein würden. Bei Roll- laden mit an den Rollbändern starr befestig ten Stäben könnten sich die Nuten 6 und die Zungen 11 ebenfalls über die ganze Laden breite erstrecken.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 und 8 sind die Lüftungsschlitze nicht zwischen den Ober- und Unterkanten benachbarter Stäbe, sondern im mittleren Teil der Stäbe selbst angeordnet, indem im Material des Stabes 1 durch Einfräsung von beiden Seiten her über einen Teil der Länge des Stabes ein durchgehender Schlitz 12 gebildet wird.
Der Schlitz wird auf seiner Unterseite durch eine dachgiebelförmige Zunge 13 begrenzt, und auf seiner Oberseite durch eine keilförmige Nute 14, in welche die Spitze der Zunge 13 bis über den innern und den äussern, obern Begrenzungsrand des Schlitzes, innerhalb desselben eindringt, so dass kein direktes Licht durch den Schlitz hindurchtreten kann, jedoch für ausreichende Lüftung gesorgt ist.
Ein Roll- oder Jalousieladen braucht natürlich nicht über seine ganze Höhe mit Lüftungsschlitzen versehen zu sein, sondern es kann nur ein Teil seiner Stäbe oder Brett chen mit den beschriebenen Schlitzen ver sehen werden.