CH230087A - Verfahren zur Erzeugung von Schutzschichten mit hoher Verschleissfestigkeit auf Magnesium und Magnesiumlegierungen. - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von Schutzschichten mit hoher Verschleissfestigkeit auf Magnesium und Magnesiumlegierungen.

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CH230087A
CH230087A CH230087DA CH230087A CH 230087 A CH230087 A CH 230087A CH 230087D A CH230087D A CH 230087DA CH 230087 A CH230087 A CH 230087A
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magnesium
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Akti Langbein-Pfanhauser-Werke
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Langbein Pfanhauser Werke Ag
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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D11/00Electrolytic coating by surface reaction, i.e. forming conversion layers
    • C25D11/02Anodisation
    • C25D11/30Anodisation of magnesium or alloys based thereon

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Description


  Verfahren zur Erzeugung von Schutzschichten mit hoher Verschleissfestigkeit  auf     1Vlagnesium    und     Nagnesiumlegierungen.       Die     bisher    bekannten     Verfahren    zur Er  zeugung von     Deckschiclhten    auf Magnesium  oder     Magnesiumlegierungen        _    auf     chemischem     oder     elektrolytischem    Wege dienen fast aus  schliesslich der     Erhöhung    der     Korrosionsbe-          ständigkeit,

          da        Gegenstände    aus     Magnesium     und     Magnesiumlegierungen    im unbehandel  ten, blanken Zustand sehr wenig     korro,sions-          fest    sind.  



  Die auf rein     chemischem    Wege erzeugten  Schutzschichten haben eine ausserordentlich  geringe Dicke und zum Teil eine sehr lockere       Beschaffenheit,    so dass sie praktisch keinerlei       Abriebfestigkeit    besitzen. Auf     elektrolyti-          schem    Wege lassen sich bei Verwendung     ge-          eigneter    Elektrolyte und unter Anwendung       bestimmter    Arbeitsbedingungen zwei stärkere  Schichten erzeugen, die eine etwas bessere       Widerstandsfähigkeit    gegenüber mechanischen       Beanspruchungen    aufweisen.

   Den Anforde  rungen, die im praktischen Gebrauch solcher  Teile     'bezüglich    der mechanischen     Wider-          standsfestigkeit        .gestellt    werden, genügen je-    doch die meisten dieser elektrolytisch erzeug  ten Schutzschichten ebenfalls nicht; insbeson  dere ist ihre     Versehleissfeetigkeit    zu gering,  besonders im Vergleich zu den durch     ano-          dische    Oxydation erzeugten Schutzschichten  auf Gegenständen aus Aluminiumlegierungen.

    Eine möglichst hohe     Verschleissfestigkeit        sol-          cber    Schichten ist     jedochnielit    nur bei     beso    l  ders hohen mechanischen Beanspruchungen  erforderlich, sondern auch in allen sonstigen  Fällen, wo zur Gewährleistung eines     ausTei-          ehenden    Korrosionsschutzes eine mechanische  Beschädigung der Schichten möglichst unter  bunden werden soll.  



  Vorliegende Erfindung bezweckt die elek  trolytische Erzeugung besonders verschleiss  fester     Schutzschichten    auf Magnesium oder       Magnesiumlegierungen.    Systematische Ver  suche brachten die Erkenntnis, dass besonders       verschleissfeste        Schutzschichten    auf Magne  sium oder     Magnesiumlegierungen    hergestellt  werden können, wenn die     anodische    Behand  lung in freies     Alkalihydroxyd    aufweisenden      Elektrolyten durchgeführt wird.

   die orga  nische Verbindungen mit wenigstens einer       OH-Gruppe    enthalten, welche infolge     Disso-          ziierung    Verbindungen mit     Metallen        ergeben.     In diesem Sinne kommen beispielsweisse die  organischen     Verbindungen    in Betracht, die  eine oder mehrere     Hydroxyl-    oder     Karboxyl-          gruppen    enthalten.

   Ausser den     Hydroxy    1- oder       Karboxylgruppen    können     gleichzeitig    Alde  hyd- oder     Keto-Gruppen        vorhanden    sein.  



       Allen    derartigen organischen Verbindun  gen ist gemeinsam, dass sie die sich bei der  Elektrolyse an den     Elektroden    abspielenden  chemischen Vorgänge     beeinflumen    und den  Aufbau der entstehenden Schicht im günsti  gen     Sinne    verändern, so dass die bei Zusatz         .solcher    Stoffe erzeugten Schutzschichten eine  weit. bessere Verschleissfestigkeit aufweisen  als solche.

   die in Elektrolyten     hergestellt          werden,    die diese Stoffe nicht     enthalten,    sonst  aber die gleiche     Zuaamrnensetzung    aufweisen       können.    Hand in Hand     mit    der     Verbesserung     (]er     Widerstandsfähigkeit    gegen mechanische  Einflüsse geht fast stets auch eine solche  gegen     die    korrodierenden     Einwirkungen,    zum  Beispiel der Atmosphäre, von Salzlösungen       usw.     



  Nach     Anzahl,    Art und Stellung der     vor-          en    OH-Gruppen ist der Grad der Wirk  samkeit der dem Elektrolyten zuzusetzenden       Stoffe,    verschieden, wie folgende     Beispiele     zeigen  
EMI0002.0036     
  
    Elektrolyt-Zusätze <SEP> Erhöhung <SEP> der
<tb>  ------------ <SEP> Verschleiss  Beispiele <SEP> Art <SEP> und <SEP> Zahl <SEP> der <SEP> 011-Gruppen <SEP> festigkeit <SEP> um
<tb>  Phenol <SEP> 1 <SEP> GH-Gruppe <SEP> 20%
<tb>  Bernsteinsäure <SEP> ? <SEP> COOIH-Gruppen <SEP> 120%
<tb>  Weinsäure <SEP> 2 <SEP> OH- <SEP> und <SEP> 2 <SEP> COOH-Gruppen <SEP> 180
<tb>  Zitronensäure <SEP> 1 <SEP> OH- <SEP> und <SEP> 3 <SEP> COOH-Gruppen <SEP> 260%       Insbesondere haben sich Zusätze von  <RTI  

   ID="0002.0037">   Pheno-          len,        Naphtolen,    organischen Säuren als gün  stig erwiesen. Eine     besonders    hohe     Z'er-          schleissfestigkeit    wurde bei     Verwendung    von  Elektrolyten festgestellt, die     ausser    ihrer son  stigen Zusammensetzung einen Gehalt     an     einer organischen     Oxysäure    aufweisen.

   Die  Erklärung für die besonders günstige Wir  kung von     Oxysäuren    könnte darin erblickt       werden,    dass diese stärker dissoziiert sind als  ihre     entsprechenden    einfachen     Karbonsä.uren.     Auch mit andern     organischen        Verbindungen     der oben geschilderten Art     wurden    Erfolge  im gleichen Sinne, wenn auch in mehr oder  minder starkem Masse erzielt, wobei     sowohl     organische Verbindungen der     aliphatischen     oder     Fett-Reihe    als auch der aromatischen       Benzol-Reihe    geeignet sind.

   Im einzelnen kön  nen als Zusätze zu dem Elektrolyten organi  sche Verbindungen aus den folgenden     Grup-          pen    in     Betracht    kommen:         hrrr.Phe   <I>1:</I>     aliphatische        und    aromatische Al  kohole,       Phenole    und Homologe,       Naphtole    und Homologe.

         Phenolalkohole,          Naphtolalkohole.          läracppe   <I>2:</I>     aliphatische        und        aromatische        Oxy-          aldehyde    oder     Oxyketone.     



  <I>Gruppe 3:</I>     aliphatische    und aromatische     Kar-          bonsö,ure.     



       Gruppe   <I>4:</I>     aliphatische    und aromatische     Oxy-          säuren,        Aldehydsäuren,        Keto-          Säuren.     



       .11s    Beispiele seien genannt: Glykol,     Phe-          irol,        Naphtol,        Oxalsäure,    Bernsteinsäure,  Milchsäure, Weinsäure, Zitronensäure,     Ben-          zoeäure,        Salizylsäure.     



  Durch den kombinierten Zusatz     mehrerer          verschiedener    Stoffe können     besonders        gün-          ,tigc#        Resultate    erhalten werden, z. B. hin-           ,sichtlich    weiterer     Steigerung    der Verschleiss  festigkeit oder der     Korrosionsbeständigkeit     oder der Haftfestigkeit oder des .allgemeinen       Aussehens.     



  Die Wirkung der vorgenannten Verbin  dungen tritt sowohl bei der Gleichstromoxy  dation als auch beim Arbeiten     mit        Wechsel-          @trom    ein.     Werden.    die     Schutzschichten        unter     Verwendung von Gleichstrom erzeugt, so wer  den die mit der Schutzschicht zu versehenden  Teile als Anode     in    das Bad eingebracht.  



  Da für die     elektrolytische    Erzeugung der  Schutzschichten Elektrolyte mit alkalischer  Reaktion benutzt     werden,    werden die genann  ten organischen -Stoffe vorzugsweise als ent  sprechende     Alkaliverbindungen    :dem Elektro  lyten zugesetzt, z. B. als     Alkolholate,        Pheno-          late,        Naphtolate    oder als     Alkaliaalze    der ver  schiedenen organischen Säuren.  



  In alkalischen Elektrolyten mit derarti  gen     erfindtingsgemä.ssen    Zusätzen können z. B.  auf     Magnesiumlegierun;gen    der     Gattung        Mg-          31n    Schutzschichten mit einer     Verschleiss-          festigkeit    erzeugt werden, die :

  die Verschleiss  festigkeit     anodisch    erzeugter Schutzschichten  auf Aluminiumlegierungen der Gattung     Al-          Cu-Mg    um ein Beträchtliches     übertrifft    und  die .ein     Mehrfaches    der Verschleissfestigkeit  beträgt, die sich bei Verwendung der gleichen       Elektrolyte,    jedoch ohne die erfindungsgemä  ssen Zusätze ergibt.

   Aus diesem Grunde sind  Gegenstände aus     Magn.esiumlegierungen    der  Gattungen     Mg-Mn    oder     GMg-Mn        besonders          geeignet    zur Erzeugung     erhöht    verschleiss  fester Schutzschichten im Sinne     vorliegender     Erfindung.  



  Als Beispiele für die erfindungsgemässe  Erzeugung von     Schutzschichten    mit     erhöhter          Verschleissfestigkeit    auf Magnesium und     Ma-          gnesumlegierungen    seien ;genannt:         Beispiel        T:       Zur Erzeugung besonders     verschleissfester     Schutzschichten wird ein Elektrolyt folgen  der     Zusammensetzung    benutzt:  80     g/1        Natriumhydroxyd     0-50     g/1    Natriumkarbonat       30--50        g/1    Zitronensäure.

      Die Bildung der     Schutzschichten    erfolgt bei  spielsweise durch     anodische        Behandlung    der       Magnesiumteile    unter     Verwendung    von  Gleichstrom bei     Stromdichten    zwischen 0,5  und 2     A/dm',    vorzugsweise bei Temperaturen  zwischen 40 und 80  C. Die Dauer -der     ano-          disch-en    Behandlung richtet sich nach der ge  wünschten Stärke der Schutzschichten.

      <I>Beispiel 2:</I>  Es wird ein     Elektrolyt    verwendet, der im  Liter  50 :g     Natriumhydroxyd     30 g Glykol  70 g     Alkalioxalat     enthält. Die Behandlung der     Magnesiumteile     kann wie im Beispiel 1 angegeben erfolgen.

    Die alkalische Reaktion des     Elektrolyten          wird    vorzugsweise durch     Zugabe    von freiem       Alkalihydroxyd        erzeugt.    Wie :die Beispiele  zeigen, können die Bäder     neben    freiem Alkali  hydroxyd auch andere alkalisch reagierende  Stoffe. wie Karbonate, enthalten, oder son  stige bekannte Zusätze, wie     Alkalieyani-de     oder     =silikate,    um die     Leit-    und Streufähig  keit zu verbessern.

   Die Bildung der Schutz  schichten erfolgt     beispielsweise    durch     ano-          dis-che        Expenierung    der     Magnesium-teile        bei     Stromdichten zwischen 0,5-2     A/dm'    vor  zugsweise bei Temperaturen     zwischen    40 und  80  C. Die Dauer der     anodischen        Behandlung     richtet sich nach der     gewünschten    Stärke der       Schutzschicht.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Erzeugung von Schutz schichten mit hoher Verschleissfestigkeit auf Magres ium und Magnesiumlegierungen durch an.odieche Behandlung in wässrigen Elektro lyten unter Verwendung einer äussern Strom quelle, dadurch gekennzeichnet, dass die ano- dische Behandlung in freies Alkalihyd@ro- xyd .auf weisenden Elektrolyten durchgeführt wird,
    die organische Verbindungen mit we nigstens einer OH-Gruppe enthalten, welche infolge Dissoziierung Verbindungen mit Me tallen ergeben. UNTER AN SPRMIE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt einen Alkohol enthält. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt ein Phenol enthält.. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt ein Naphtol enthält.. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt einen Phenolalkohol enthält. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt einen Naphtolalkoholenthält. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzezehnet, dass der Elektrolyt ein Oxyaldehyd enthält. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt ein Oxyketon enthält. $.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt eine Karbonsäure enthält. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt eine Oxysäure enthält. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt eine Aldehydsäure enthält. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt eine Ketosäure enthält.
    1\?. Verf^hren nach Patentanspruch, da durch gekeni.zeichnet. dass die Schutzsehich- t.en unter Verwendung von Gleichstrom er zeugt werden, wobei die mit der Schutzschicht zu versehenden Teile als Anöde in das Bad eingebracht werden.
CH230087D 1942-03-07 1942-03-07 Verfahren zur Erzeugung von Schutzschichten mit hoher Verschleissfestigkeit auf Magnesium und Magnesiumlegierungen. CH230087A (de)

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