Itngelschsseber für zwei Fliessriehtmigen. Gegenstand der Erfindung ist ein Kugel schieber zum Abschluss von Rohrleitungen in beiden Fliessrichtungen mit nur einem Ab- schlusskolben, der in einem Anguss des Dreh körpers dicht und verschiebbar gelagert ist.
Für Kugelschieber zum Abschluss von Rohrleitungen in beiden Fliessrichtungen wurden bisher zwei Bauformen verwendet. Bei der einen wurde ein Kugelschieber mit dem üblichen, in einem Auguss des Drehkör pers gleitenden Abschlusskolben benutzt, das Schiebergehäuse jedoch an jedem, statt wie sonst nur an einem Anschlussstutzen, mit einem Dichtungssitz versehen, so dass der Drehkörper in seiner einen Stellung die eine Fliessrichtung und nach einer Schwenkung um 180 die andere Fliessrichtung absperren kann.
Bei der andern Bauart ist zu dem zwei ten Dichtungssitz im Schiebergehäuse auch noch ein zweiter Abschlusskolben in einem zweiten Anguss am Drehkörper hinzugefügt. Bei dieser Bauart beträgt der Drehwinkel des Drehkörpers zum Abschluss jeder FliessriQh- tung nur noch 90 , und eine besondere Steu e- rung mussdafür sorgen,
dass jeweils deT riioh- tige Absehlussko#lben auf seinen Dichtungssitz gedrückt wird. Beide Bauarten, aus bekannten und! bewährten Elffermenten zusammengesetzt, haben sich bewährt, lassen aber noch Raum für Verbesserungen durch Vereinfachungen offen, die durch die Erfindung geschaffen werden.
Die Erfindung geht von der Verwendung bekannter Ausblduugen von Kugelschieber- teirlen aus, deren Eignung für KugeIsahieber zum Abschluss von Rohrleitungen für beide Fliessrichtungen aber bisher nicht erkannt worden ist.
Die eine dieser besonderen bekannten Aus bildungen von Kugelschieberteilen betrifft den Abschlusskolben, der in dieser bekannten Bauart so ausgebildet ist, dass sein Durch messer in der Gleitführung im Anguss des Drehkörpers grösser ist als der Durchmesser seines Dichtungssitzes im Schiebergehäuse, mit dem der Abschluss des Kugelschiebers be wirkt wird.
Zweck der Vergrösserung des Gleitdurchmessers gegenüber dem Absch.luss- dichtungsdurehmesser bei diesen bekannten Kugelschiebern ist das Abheben des Ab schlusskolbens von seinem Sitz vor dem Off nen des Schiebers mit Sicherheit zu erreichen.
Die andere bekannte, besondere Ausbil dung von Kugelschieberteilen, die gemäss der Erfindung benützt wird, ist die besondere, absperrbare Leitung zur Zuführung des Be triebswassers in den Hohlraum. des Drelikör- perangusses hinter dem in seiner Gleitfiih- rung abgedichteten Abschlusskolben zum An pressen dieses Abschlusskolbens auf seinen Sitz.
Die Erfindung ist. dadurch geliennzeicli- net, dass der Durchmesser des Absehlusskol- bens in seiner Gleitführung im Drehkörper anguss grösser ist.
als der Durchmesser seines Di,chtungscitz,ets und dass der Hohltraum im Anguss des Drehkörpers hinter dem Abschluss- kolben durch zwei je ein Absperrorgan auf weisende Leitungen mit den beiden durch den Abschlusskolben in seiner Schlussstellung voneinander getrennten Teilräumen des Schie- bergehäuses verbunden ist.
Das Wesen der Erfindung ist. das: 'Vird hinter einen Abschlusskolben, dessen Glei1- durehmesser im Drehkörperanguss grösser ist als der 1)urchmes@sier der Abs-chlussdiehtung, der Betriebswasserdruclz geleitet, so schliesst der Absehlusskolben auch dann dicht ab, wenn der Betriebswasserrlruel;
nicht, wie üblich, in Richtung vom Schiebergehä use auf die ang < @- schlossene Rohrleitung zti wirkt, sondern auch dann, wenn der ZVasserdruek die unige kehrte Richtung hat, also von der Rohrlei-- tung nach dem angeschlossenen Schieber- gehäuse. Dies geschieht,
weil die vorn Be triebswasser auf den Abschlusskolben ausge übte Kraft wegen des grösseren Durchmessers an der Gleitführung auf der Seite der Gleit- führung grösser ist als auf der entgegen gesetzten Seite der abzusperrenden Rohrlei tung.
Der Kugelschieber schliesst also finit iltir einem Abschlusskolben und nur einem Dich tungssitz im Schiebergehäuse in der gleichen Schlussstellung für beide Fliessrichtungen iti der Rohrleitung verlässlich dicht ab und be- nötigt für seine Verstellung von "Auf" bis "Ztt" wir eine Schwenluung 11111 SAU".
Bedin gung ist, dass der Hohlraum hinter dein Ab- s.chllusskolben durch zwei je ein Absperrorgan aufweisende Leitungen mit den beiden durch deal Abschlusskolben in seiner Schliessstellung voneinander getrennten Teilräumen des Schiebe@rgehäuses verbunden ist,
so dass immer von der Seite der Betriebswasserdruck in den 41ohlrauni hinter dein Abschlusskolben ge- geben werden kann, die nach dem Abschluss unter Druck bleiben soll. Die andere Leitung bleibt geschlossen und wird erst dann ge öffnet, wen ii der Schieber geöffnet werden soll und die entsprechende Druckzuleitung geschlossen ist.
Der Druck in dein Hohlraum verschwindet dann, und der Wasserdruck liebt den Abschlusskolben von seinem Sitz ab.
Die Zeichnung stellt einen schematischen Scinii.t,t durch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar, wobei der Kugelschieber in geschlossener Stellung gezeigt ist.
Das Kugel- schiebergehäuse 1 hat die beiden Anschluss- stutzen \? und 3. Das Wasser kann das Ge häuse in beiden Richtungen durchfliessen, von rechts nach links, Richtung "@4", oder von links nach rechts,
Richtung "ss". Im Ge- häuse ist der Drehkörper 4 mit seinen beiden 1>rehzapfen 5 und 6 schwenkbar gelagert und kann von aussen über die Verlängerung 7 des Zapfens (i durch eine nicht dargestellte An- triebsvorrichtung geschwenkt werden. Der Drehkörper 4 hat einen seitlichen Anb iss 8,
in dessen zvlindrischer Bohrung der Ab schlusskolben 9 mit seinem Gleitdurchmesser I() dicht und verschiebbar geführt wird. Der Drehkörper 4, der An,guss 8 und der Ab- sehhisskolben 9 begrenzen miteinander den Holilt.atirn 11 hinter dein Abschlusskolben 9.
Der liugelschieber wird dadurch geschlos sen, dass der Abscblusskolben 9 durch in den Holi1raitni 11 hinter dem Abschlusskolben ge leiteten Bel rieliswassertli uck gegen den An- sclilussstutzen ? des Schiebergehäuses 1 ge- presst wird.
Für den dichten Abschluss sind dazu der Ahschlusskolben 9 und der An- -2 \? finit besonderen Diehtungs- rhigen 1 \3 itnd 13 mit der innern Lichtweite 14 des Stutzens versehen.
Gemäss der Er- findung muss der Betriebsdruck von jedem der beiden durch den Abschlusskolben 9 in seiner Schliessstellung voneinander getrenn ten Teilräumen 15 und 16 in den Hohlraum 11 hinter dem Abschlusskolben 9 geleitet wer den können, damit der Abschlusskörper in einer einzigen Stellung beide F1iessiriahtun- gen abschliessen kann.
Zu diesem Zwech sind die beiden Teilräume 15 und 16 mit den Stutzen 17 und 1.8 versehen, die durch die Rohrleitungen 19, 20, 21 und die Bohrungen -22 und 23 des Drehzapfens 5 mit, dem Hohl raum 11. hinter dem Abschlusskolben 9 ver bunden sind. In die Rohrleitungen 19 und 21 sind die beiden Absperrorgane 24 und 25 so eingebaut, dass jeder Stutzen 17 und 18 mit dem Hohlraum 11. verbunden oder von ihm abgesperrt werden kann.
Diese Absperrorgane 24 und 25 können von Hand oder auch automatisch vom Be triebsdruck verstellbar eingerichtet sein. Das völlige Abschliessen des Kugelschiebers mit dem durch Schwenken des Drehkörpers 4 in die Schlussstellung gebrachten Absehlusskol- ben 9 geschieht folgendermassen: Für den Abschluss der Fliessrichtung "A" wird das Absperrorgan \?5 auf der Zulaufseite geöff net und das auf der Ablaufseite 24 geschlos sen.
Der Betriebswasserdruck tritt über den Anschlussstutzen 18, die Leitungsteile 21, 25 und 20 und die Bohrungen 22 und 23 in den Hohlraum 11 ein, schiebt den Absehlüsskol- ben 9 so weit vorwärts, bis er mit seinem Dichtungsring 12 auf dem Dichtungsring 13 im Anschlussstutzen 2 des Schiebergehäuses aufsitzt und abschliesst. Der Betriebswasser druck im Hohlraum 11 presst den Abschluss- kolben 9 dicht auf den Sitz 13.
Für den Abschluss der Fliessrichtung "B" muss das Absperrorgan 24 als auf der Zulauf seite befindlich geöffnet und Absperrorgan 25 geschlossen werden. Der im Teilraum 15 des Schiebergehäuses bestehende Betriebswas serdruck tritt in den Hohlraum 11 ein und presst den Abschlusskolben 9 durch den auf ,
sehnen Gle itd@urchmesiser 10 ausgeübten Druck mit seinem Dichtungsring 12 auf den Dich tungsring 13 im Anschlussstutzen 2 des Ge- häuses. Der in der Richtung "B" auf den Abschlusskolben 9 ausgeübte Betriebswasser druck kann den Kolben 9 nicht zurückschie ben, denn der Gleitdurchmesser 10 ist grö sser als der Stutzendurchmesser 14. Durch richtige Wahl des Gleitdurchmessers 1.0 kann der dichte Abschluss des Kolbens immer ge sichert werden.
Zum Öffnen des Kugelschiebers wird das jeweils geöffnete Abschlussorgan geschlossen und das geschlossene geöffnet. Dadurch wird der Abschlusskolben durch den Betriebswas- ,seirdruck zurückgesiohoben, und deir Drehkör per kann dann in die Durchflusslage ge schwenkt werden.