CH230132A - Windrad mit verstellbaren Treibflügeln. - Google Patents
Windrad mit verstellbaren Treibflügeln.Info
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Description
Windrad mit verstellbaren TreibIlügeln. Gegenstand der Erfindung ist ein Wind rad mit verstellbaren Treibfliigeln für Wind kraftwerke, bei welchem jeder Treibflügel unter dem Einfluss der auf die Flügelmasse wirkenden Fliehkraft entgegen der Wirkung einer Rückstellkraft radial verstellt und in Abhängigkeit dieser Verstellung gleichzeitig um eine radiale Achse verdreht wird.
Dieses Windrad ist dadurch gekennzeichnet, da.ss die zur Verstellung der Flügel dienende Füh rung des Flügelfusses derart ausgebildet ist., dass der Flügel tei Stillstand unter Einfluss der Rückstellkraft in einer Stellung gehalten wird, die das günstigste Anlaufdrehmoment ergibt, da.ss während des Anlaufes bis zur Er reichung der Vollast die beste Ausnützung der Windkraft und somit der günstigste Wir kungsgrad des Kraftwerkes erzielt wird. und dass nach Erreichung der Vollast das Wind rad auf ungefähr konstanter Drehzahl ge halten wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstan des beispielsweise dargestellt. Fig. 1 ist ein Achsialschnitt und Fig. 2 ein Querschnitt durch die Flügelnabe des Windrades.
Die Flügelnabe 21 ist mit einem lösbaren Deckel 22 versehen, welcher Zutritt zu dem im Nabeninnern untergebrachten Verstell mechanismus gewährt. Die Füsse 23 der radial verstellbaren Flügel sind in der Nabe geführt, und eine gekrümmte Nute 24 in jedem Fuss wirkt mit je einem an der Nabe festen Füh rungsstift 25 zusammen, um bei einer radia len Verstellung des Flügels infolge der auf ihn wirkenden Fliehkraft diesem eine Dreh bewegung um eine in bezug auf die Nabe radiale Achse zu erteilen. Die innern Enden der Flügelfüsse 23 sind über Kugelgelenke 26 mit dem einen Ende je eines Lenkers 27 verbunden, dessen anderes Ende an einer Scheibe 28 angelenkt ist.
Diese Scheibe sitzt lose auf dem Ende der mit der Nabe 21 ver keilten Weile 29, welche die vom Windrad zu betätigende Kraftmaschine antreibt. Die Scheibe 28 besitzt eine Anzahl konzentrisch zu ihrem Mittelpunkt liegende Schlitze 30, in die je ein Stift 31 einer zweiten, lose auf der Welle ?9 sitzenden Scheibe 32 eingreift. Zwischen der Scheibe 28 und der Welle 29 ist eine Spiralfeder 33 eingeschaltet, die einerends an der Scheibe und mit dein andern Ende an der Welle 29 befestigt ist.
Eine zweite, stärkere Spiralfeder 34 ist zwischen der Scheibe 32 und der Welle 29 eingeschal tet und mit einem Ende an der Scheibe 3? und dem andern Ende an der Welle 29 be festigt.
Im Ruhezustand des Windrades werden die Flügelfüsse ?3 von den Rückstellfedern 33 und 34. welche auf die zugehörigen Schei ben eine Kraft im l."hrzeiger@sinn in Fig. ausüben, in ihrer innersten Lage gehalten. Die Stifte 31 befinden sich am einen Ende der Schlitze 30, und die Stifte 25 der Nahe befinden sich am äussern Ende der Führungs nut 24 der Flügelfüsse. In dieser Stellung der Flügel bilden diese einen solchen Winkel mit der Windrichtung. dass das günstigste Anlaufdrehmoment erhalten wird, wenn das Windrad in Gang gesetzt werden soll.
So bald das Windrad zu drehen beginnt, was beispielsweise bei einer Windgeschwindig keit von 2 m pro Sekunde der Fall sein soll, so bewegen sich die Flügel unter dein Ein fluss der Alassenfliehkraft radial nach aussen und erfahren dabei durch den in der Nute ?4 geführten Stift 25 eine Verdrehung um die radiale Achse. Die Nute 24 besitzt. im dar gestellten Beispiel eine solche Krümmung. dass anfänglich der Flügel mehr in den Wind gedreht wird, d. h. dass der zwischen der Windrichtung und der Fliigelfl < iche einge schlossene Winkel vergrössert wird.
Bei die ser anfänglichen Auswärtsbewegung der Flü gel erteilen die Lenker 2 7 der Scheibe ?8 entgegen der Wirkung der Feder 33 eine Drehbewegung im Gegenzeigersinn, und diese Scheibe 28 wird in bezug auf die Stifte 31 der Scheibe 32 verdreht.
Die Kraft der Fe der 33 und die Krümmung der Nute 24 sind derart aufeinander abgestimmt, dass während des Anlaufens, bis zur Erreichung der Voll- last, also bei einer Windgeschwindigizcit die kleiner ist als die zur Erreichung der Voll- last erforderliche Geschwindigkeit ständig die beste Ausnützung der Windkraft, d. h. der günstigste Wirkungsgrad für die Leistung der Windkraftmaschine erhalten wird.
So lange die Windgeschwindigkeit unterhalb der für Vollast erforderlichen Geschwindig keit, beispielsweise 5 in pro Sekunde, bleibt, wirkt nur die sclr@ÄT < ichere Feder 33 entgegen dein Einfluss der Fliehkraft auf die Flügel.
Wenn die für Vollast erforderliche Wind- geschwindigkeil@ herrscht, so verdrehen die Lenker 27 die Scheibe 28 11111 einen solchen Winkel, dalli die Schlitze 30 sich mit ihren Enden gegen die Stifte 31 legen,
und bei I'berschreiten dieser Windgeschwindigkeit wird unter Vermittlung der Stifte 31 die Scheibe 32 verschwenkt und die stärkere Fe der 34 wirkt nein ebenfalls entgegen der Fliehkraft der Flügel. Das Teilstück der Nute 24, das vom Beginn der Wirksamkeit der Feder 34 an mit dein Stift 25 der Nabe zusammenwirkt, hat einen soleben Verlauf, dass nach Erreichung der Vollast die Dreh zahl des Windrades ungefähr konstant ge halten wird,
denn bei noch zunehmender Windstärke haben die Flügel das Bestreben schneller zu drehen, und die Flügelfüsse ver schieben sich weiter nach aussen; die Nute 24 verläuft aber so, dass der Einfallwinkel der Windrichtung in bezug auf den Flügel spit zer wird. wenn diese weiter nach aussen wan dern, so dass sie dem Wind eine, kleinere An griffsfläche bieten und die Flügelgeschwin- digkeit wieder sinkt.
Es entsteht also nach Erreichen. der Vollast ein Gleichgewichts zustand, d. h. die Scheibe 32 wird so lange im Gegenzeigersinn verdreht, bis die durch die Fliehkraft bedingte Zugwirkung der Treibflügel auf die Scheibe 32 gleich der entgegengesetzten Kraft der beiden Federn 33 und 34 ist.
Bei dein beschriebenen Windrad wird die Verstellung der Treibflügel in Abhängig keit der Fliehkraft der Flügelmassen rein mechanisch erzeugt, und zwar ist die der Fliehkraft entgegenwirkende Kraft in zwei aufeinanderfolgenderr Stufen wirksam, um das Anlaufen des Windrades zu erleiehterrr und bei schwacher Windgeschwindigkeit einen günstigen Wirkungsgrad zu erzielen.
Natürlich könnte die entgegen der Flieh kraft auf die Flügel wirkende Kraft auch durch hydraulische Mittel übertragen wer den, beispielsweise mittels der in der Schwei zerischen Patentschrift Nr. 218459 beschrie benen Vorrichtung.
Es könnten auch eine einzige oder mehr als zwei Federn zwischen den Flügelfüssen und der Nabe angeordnet werden, welche bei zunehmender Windstärke aufcinanderfolgend wirksam würden.
An Stelle von Federn könnte die auf die Treibflügel wirkende Rückstellkraft auch durch einen oder mehrere Torsionsstäbe aus geübt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Windrad reit verstellbaren Treibflügeln für Windkraftwerke, bei welchem jeder Treib- flügel unter dem Einfluss der auf die Flügel masse wirkenden Fliehkraft entgegen der Wirkung einer Rückstellkraft radial verstellt und in Abhängigkeit dieser Verstellung gleichzeitig um eine radiale Achse verdreht wird, dadurch gekennzeichnet, da.ss die zur Verstellung der Flügel dienende Führung des Flügelfusses derart ausgebildet ist, dass der Flügel bei Stillstand unter Einfluss der Rück stellkraft in einer Stellung gehalten wird, die:das günstigste Anlaufdrehmoment ergibt, da.ss während des Anlaufes bis zur Erreichung der Vollast die beste Ausnützung der Windkraft und somit der günstigste Wirkungsgrad des Kraftwerkes erzielt wird, und dass nach Er reichung der Vollast das Windrad auf unge fähr konstanter Drehzahl gehalten wird. UNTERANSPRüCHE 1. Windrad nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss die entgegen der Fliehkraft auf die Treibflügel wirkende Rückstellkraft in mehrere, bei zunehmen der Windgeschwindigkeit aufeinanderfolgend wirksam werdende Teilkräfte unterteilt ist. 2.Windrad nach Patentä,nspruch, da durch gekennzeichnet, dass die auf die Treib- flügel wirkende Rückstellkraft von wenig stens einer Feder ausgeübt wird. 3. Windrad nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die auf die Treib- flügel wirkende Rückstellkraft von wenig stens einem Torsionsstab ausgeübt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH230132T | 1942-06-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH230132A true CH230132A (de) | 1943-12-15 |
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ID=4456455
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH230132D CH230132A (de) | 1942-06-06 | 1942-06-06 | Windrad mit verstellbaren Treibflügeln. |
Country Status (1)
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|---|---|
| CH (1) | CH230132A (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP3404256A1 (de) | 2017-05-18 | 2018-11-21 | Enbreeze GmbH | Vorrichtung zur verstellung der rotorblätter einer strömungskraftanlage |
-
1942
- 1942-06-06 CH CH230132D patent/CH230132A/de unknown
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